Seils 14 / Nummer 31.________
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laufen zu lassen. Wirklich schenkte der liebe Gott meiner Mutter nach langem War'.en und vielem Beten ein Mägdlein. Dieses Kind bin ich und es ist mir oft, als wäre die aame Liebe meiner Mutter zum heiligen Kreuzweg auf mich übergeaan- gen. Schon als Kind betete ich ihn gerne, und später unterließ ich ihn keinen Tag. Strenge Dienstplätze hatte ich in meinen jungen Jahren, todmüde kam ich oft spät abends in mein Kämmerlein, doch der Kreuzweg wurde noch gebetet, sonst hätte ich nicht schlafen können märe ich nicht glücklich und aufrieben gewesen. Mit ihm überwand ich die Versuchungen, die auf mich einstürmten: mit ihm trug ich Kreuz und Leid, das mir nicht erspart bieb, still und ergeben. So bin ich unzählige Male mit dem lieben Heiland den Kreuzweg gegangen und ich hoffe, daß er mich deshalb auch einmal an seiner Glorie und Verherrlichung im Himmel teil- nehmen lassen wird." —
Das ist die einfache Geschichte der alten guten Burgermutter O, gäbe es doch in unserer Zeit viele solcher Frauen und Mütter, beseelt vom Gebetsgeiste, besonders auch von der Liebe zum Kreuzweg, dann gäbe es sicher auch mehr unverdorbene Kinder und weniger Tränen und Klagen über ungeratene Söhne und Töchter.
Der stumme Hund.
Auf einem Spaziergang durch Ried und Wiesen begegnete ich einem Schäfer, der in der Nähe seines Nachtkarrens seine Herde weidete. Der Schäferhund kam zu mir her, knurrte ein wenig, verhielt sich aber dann ruhig. Ich war bei seinem Knurren etwas betroffen, sagte aber dann zu dem Schäfer: „Er macht nichts". Der Schäfer sagte: „Das ist gerade scheint's sein Fehler, daß er alles herankommen läßt und sich nicht rührt" — Man kann sich denken, daß es für einen Schäfer kein beruhigender Gedanke ist, wenn er nachts in seinem Karren liegt und nie davor sicher ist, daß ein böser Mensch sich ihm und seiner Herde naht, ohne daß der Hund bellt. Ein stummer Hund ist nicht viel wert.
Diebe und Einbrecher, die einen Einödhof.heimsuchen wollen, gehen darauf aus, vorher den Hund zum Schweigen zu bringen. Denn man bricht nach einem bekannten Wort nicht ein, wo ein Licht brennt aber ein Kind schreit ober ein Hund bellt Auf einem einsamen Hof wurde eine Zeitlang immer wieder nachts eingebrochen und — es war in den Hungerjahren nach dem Krieg — wurden Lebensmittel fortgeschleppt. Man begriff nicht, daß der Hund, der sonst wachsam war, bei diesen Einbrüchen keinen Laut von sich gab. so daß die Bewohner selbst abwechselnd Nachr- wache halten mußten, und das auch im Sommer zu Erntezeiten, wenn sie von der vielen, schweren Arbeit totmüde waren. Schließlich kam man den Dieben auf die Spur. Sie hatten bei ihren nächtlichen „Besuchen" eine Hündin mitgebracht, welche die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zog, und so konnten sie unbehelligt ihr Handwerk treiben.
Von stummen Hunden, die nicht bellen, redet einmal auch die Heilige Schrift. Der Prophet Jsaias sagt nämlich von pflichtvergessenen und trägen Predigern, Priestern und Vorgesetzten des Volkes Israel: „Alle ihre Wächter sind blind und wissen nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können". (Jsais 56. 10.) Damit meint der Prophet solche geistliche Vorgesetzte, welche die Gottvergessenheit, den Betrug, die Lasterhaftigkeit dulden und zu all dem schweigen.
Nun kommen wir aber auch auf das Gebiet der Politik. Stumme Hunde sind nämlich auch Geistliche, die schweigen gegenüber kirchenfeindlichen Parteien, es schweigend dulden, wenn solche in das katholische Volk, in die Herde Christi einfallen und sie zerreißen, d. h. — rasch ober allmählich — die Schafe von der Herde losreißen ober weglocken, um sie für ihre Zwecke zu gewinnen. Un da will man die Hunde. die Wächter, die Geistlichen vorher zum Schweigen bringen. Als in Spanien 1931 die Republik ausgerufen wurde, war es den neuen Staatslenkern eine der ersten Sorgen, den Geistlichen jede politische Tätigkeit streng zu verbieten.
I Ebenso ist es seit einigen Jahren in Mexiko. Man 'sieht aber auch, wie die Kirchenfeinde in diesen Ländern die Kirche verfolgen und knechten. Damit das katholische Volk ihre feindseligen Absichten nicht so merke, darum wollen sie, daß die Priester schweigen.
Die Geistlichkeit ist verpflichtet, in der Politik zu reden und ihre Forderungen zu stellen in allen denjenigen Dinaen. welche zugleich eine religiö'e und sittliche Seite haben. Sie müssen also z. B. geltend macken, was die soziale Gerechtigkeit verlangt, was zur gottgewollten Ehe, zum rechten Familienleben. aur Erziehung der Jugend gehört, sie müssen die Möglichkeit der katholischen, überhaupt der konfessionellen Schule verlangen sie müssen lehren, was man dem Vaterland, der Nation, dem Staat der Obrigkeit und andern Völkern schuldig ist oder nicht. Sie müssen auch darauf aufmerksam macken, wie es für das Wohl des Volkes und für die Erhaltung der Religion notwendig ist. durck eine gute, gewissenhafte Stimmabgabe bei Wahlen mitzuhelfen, daß zuverlässige Männer das Volk regieren. Sie müssen unter Umständen deutlich sagen, welche Parteien von den Grundsätzen der Kircke abweichen. Kardinal Hergenrother schreibt: „Wo auf dem Gebiet der Politik Bestrebungen und Erscheinungen zutage treten. welche die der Kirche anoertrauten Wahrheiten des Glaubens und der Sitten antasten und das Heil gefährden, wo Politik und Gesetzgebung den von der Kirche gepredigten Grundsätzen entgeqen- treten, deren Rechte bedrohen, da muß die Kirche sich allerdings um die Politik kümmern; da muß sie frei ihre warnende, belehrende Stimme erheben; da dürfen ihre Vertreter keine stummen Hunde sein, die nicht bellen wollen."
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So muß der Zuckerkranke leben! Aerztliche Ratschläge für die Lebensweise des Diabetikers. Mit Diätanweisungen nach modernen Grundsätzen für leichte mittelschwere und schwere Fälle. Von Dr. med. H. Malten, leitender Arzt der Anstalt für Nerven- und Stoffwechselkranke in Baden-Baden. Mit Bildern. Soeben erschien die veränderte Neuauflage. (6. bis 10. Tausend) im Süddeutschen Verlagshaus G. m. b. H. Stuttgart, Birkenwaldstraße 44. Preis nur Mk. 1.80.
Jahrbuch 1932 für Wielrechl und Wohnungswesen. Herausgegeben vom Landesverband Preußen im Reichsbund Deutscher Mieter e. V. Berlin SW. 11, Kleinbeerenstraße 25. Berlin 1932. Selbstverlag. 160 S. Geh. 3,— Mk., gebd. 4,— Mk. Der vorliegende 3. Jahrgang der Jahrbücher für Mietrecht und Wohnungswesen enthält wiederum wertvolles Material. Ueber die Rechtsprechung in Mietsachen im Jahre 1931 schreibt der als Kommentator bestens bekannte Landgerichtsrat Adolf Lilienthal-Berlin. Verwaltungsoberinspektor Wer- necke-Verlin hat eine Uebersicht über die Lockerungen der Wohnungszwangswirtschaft nach dem Stande vom Januar 1932 beigesteuert und Rechtsanwalt und Notar Dr. Fritz H. Strauß-Berlin hat einen Artikel über die Hauszinssteuererleichterungen zugunsten des Mieters und ihre Bedeutung für das Mietverhältnis geschrieben. Die preußischen einschlägigen Verordnungen aus dem Jahre 1931 vervollständigen das Jahrbuch, das sich seinen Vorgängern würdig anreiht.
„Kleine Lebensbilder" Hr. 41: Gabriele Mengis, Erinnerungsblätter von Sr. Angela. 63 S. 20 Pfg., Ka- nisiuswerk Konstanz, Baden. Die Geschichte eines stillen, bescheidenen Alpenblümleins, das nur kurze Zeit im Tale zwischen den Riesen der Walliserberge geblüht und das der Herr früh heimnahm ins Reich der Vergeltung.
Don-Bosco-Kalender für das Jahr des Heils 1933. Für die Freunde und Mitarbeiter der Salefiamschen Werke herausgegeben von den Salesianern Don Boscos. Der Erlös dient ausschließlich zum Besten der Anstalten für die gefährdete Jugend. 8. Jahrgang. 60 Pfg. München, Salesianer-Verlag, Auerfeldstraße 19.
Tutzinger Jugendsport-Kalender 1933. 5. Jahrgang. Der missionsfrohen Jugend gewidmet von den Missons- benediktinerinnen in Tutzing bei München. Mit vielen Bildern. 25 Pfg. und Porto.
mi»8 Gaben
Für den Kindheit Jesu- und Schuhengelverein gingen ein: Haselstein 13.75 Erfurt St. Ursula 45.—. Schule Roßbach 1.70, Schmalnau 11.—, Schule Mernes 14.25, Bauerbach 10.05, Grüseldorf 5.80, Beber- stedt 63.—, Uder 15.—, Leuterode 16.—, Domjchule Fulda 12.56, Schule Eisenach 15 50, Heiligenstadl Propstei 66.35, Boesekendorf 10,85, Hofgeismar 30.—, Lutter (Eichsfeld) 28.80, Hundeshagen 11.10, Züntersbach
14.50, Heiligenstadt St. Aegidi 95.—, Zella (Eichsfeld) für 1 Heidenkind Dorothea 21.—, Schule Großauheim 62.—. Amöneburg 10—, Bernbach (Krs. Gelnhausen) 11.40, Bremen 12.40, Bod Soden 2.—, Bad Orb 70.__- Schule Rudolphshan 25—, Herolz 7.—, Blankenau für r 1 Heidenkind Wilhelm 21.—, Marth 17.30, Reinholte- rode 10.—. Thalwenden 6.80, Küllstedt 85.80, Stadt- > pfarrl. Mädchenschule Fulda 60.—, Dompfarrl. Mäd- chenschule Fulda 20.
Sf. Joseph-Rhabanuspfennig. Bei dem Pfarramt« gingen ein für die Lateinschule: aus Geismar 3.50, aus Schleid 10.00, aus Motzlar 2.00.
Gottesdienstordnung.
Sonntag, den 3t. Juli 1932.
Fulda. Dom. Beichtgelegenheit Samstag morgens V/6—8 Uhr, nachm. 2-3 Uhr für die Kinder, ^5-7'Uhr und von 9,8—9,9 Uhr für Erwachsene Sonntag voim. von V?6 Uhr an. Gottesdienste: 9,gr 6, ^7, 7 Uhr bett Messen mit Austeilung der hl. Kommunion. 8 Uhr Pfarramt mit Bredigt. *'»10 Uhr Kathedralamt mit Predigt. 3 <11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 9d2 Uhr legre hl. Messe i mit Bredigt. */?2 Uhr sakr Andacht. 2 Uhr Christenlehre für die Jungstauen. 4 Uhr Piedigt mit heiligen Segen. . 7 Uhr Andacht zur lieben Mutter Golles in der Marienkapelle. An den Wochentagen: Heilige Messen ''26, 6, , ' .7, 79«, 9 Uhr mit jedesma Iger Austeilung der heiligen Kommunion. — Montag abend 1 -8 Uhr sakramentale - Andacht. Donnerstag von 9»5—7 Uhr heilige Beichte wegen des Herz-Jesu-Fretiages. Freitag vormittag von 9 6 Uhr an. Freitag abends *'28 Uhr Herz -Jesu -Andacht. Stodtpforrkirche. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. 3—7, '/.8-' 9 Uhr, Sonntag rüh 6—7 Uhr. Sonntags- goitesbienfte: 6 Uhr heilige Melle. 639 Uhr Heilige Melle. - Uhi erster Kint ergoltesdienst, Predigt und Kommunion der Kinder. 9»10 Uhr Pfarramt und Predigt. 11 Uhr zweiter Kindergottesdlenst und Predigt. 9 Uhr Christenlehre für die Jünglinge in der Severikirche. 19, Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 29» Uhr Segensandacht. Die heilige Kommunion wird von 6—9,8 Uhr jebe halbe Stunde ge* spendet, außerdem um 9r9 und 99« Uhr. Werktagsgottes- dienste: 6, *'2?, ’ <8 und 8 Uhr heilige Messen. Mittwoch Freitag, Samstag früh 6'12 Uhr Beichtgelegenheit. ft r e i t a a abend 8 Uhr Segensandacht. — Zum Hl. Geist. Beichtgelegenheit: Samstag nachmittag 4-6 Uhr. Sonntag früh 6-69« Uhr. Gottesdienste 7 Uhr Frühmesse mii Ansprache. 8 Uhr Hochamt m. Pred. »/dl U. Kindergottesdienst m. Anlpr 8 U. abds. Andacht. — SL Zofeph. Beichtgelegenheit: Samstag 2-3 Uhr für Kinder, 5—7 Uhr für Erwachsene und Sonntag morgens von 9,7 Uhr ab. Gottesdienste 9.8 Uhr Austeilung ter hl. Kommunion. 9r8 Uhr HI. Messe mit Ansprache. 9,10 Uhr Hochamt mit Predigt. Danach Christenlehre. Nachmittags um 9,2 Uhr Andacht mit Segen. Werft ags morgens um 7 Uhr hl. Messe mit Kommunion-Austlg. — St. Sturmius. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von 3 Uhr an und Sonntag früh 9 7 Uhr. V<8 Uhr Austlg. der hl. Komm. 9,8 Uhr Frühmesse mit Pred. und Austeilung der hl. Komm. 9,10 Uhr Hochami u. Pred. Anschl. Christen!. 1 211. Segensand. Werkiagsgoitesd. 9.8 Uhr. — St. Mickaelskirche. Am Sonntag um 2 Uhr nachmittags Bruderschaft von den sieben Schmerzen Mariä. — Kapelle am Franzosenwäldchen. Sonntag 6' Uhr morgens hl. Messe mit Ansprache und Kommunion - Aus- teiig. Wochentags 7b< Uhr hl. Messe mit Komm.-Austlg. — Herz-Zesu-Heim. 6 Uhr Frühmesse. 8 Uhr Amt u. Bred. 2 Uhr Segensandacht. Werktags ‘ »7 Uhr hl. Messe. — Frauenberg. Hl. Messen von 5 bis 7 Uhr. 8 Uhr Singmesse m. Pred. und litutg. Gebeten. 9 Uhi Hochamt m. Bied. Nachm. 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die Fünf. Wunden-Bruderschaft. — Montag. Heme von minags 12 Uhr bis morgen um Mitternacht können alle Gläubigen nach Empfang der hl. Sakramente so oftmal einen vollkommenen Ablaß gewinnen, a s sie die Klosterkirche besuchen und in derselben wenigstens 6 Vater unser, 6 Ge- grüßet seist du, Maria und 6 Ehre sei dem Baier für die Anliegen der hl. Kirche beten. — Nachm. 2 Uhr feierliche Vesper mit sakram. Segen. — Dienstag. Vortiunkula» Fest. — f)[. Messen von 5- 8 Uhr; 9 Uhr Levitenamt mit Festpredig, und Aussetzung. — Nachm. 2 Uhr An dach' für die Anliegen der hl. Kirche mit sakr. Segen. — Donnerstag. Fest des hl. Dominikus. Gegen 69« Uhr Levven- amt. — Herz-Jesu»Freitag. Aussetzung des Aller- heiligsten von 5 Uhr morgens bis 5 Uhr abends zur An- betung des göttlichen Herzens Jesu. — 9 Uhr Stoffen* amt. — Nachmittags 4 Uhr Schlußandacht mit Umgang. — 5 Jleuenberg. */,9 Uhr Amt mit Predigt. Dietershan. 8 Uhr Amt mit Pred. — Lehnee,. 9do Uhr Amt mit Vred. ?
^ofep&Mpfewig.
(Zur Heranb ldung bedürftiger Ariesteramtskandldcuen).
Bei der Fuldaer Actien- druckerei gingen ein: Schröck N. d. M. 0.50 . 3. Tr d. a. S. Dk. _ Pllgerc,eU^Dk. d. bl. Jos. 0 50 Bad Orb Dt. und Bitte d. bl. Herzen Jesu u. s. L Autler u. allen H. 10.— Julda 3. E. d. hl. Wend. 1- ObernüstHl.J b.i.e.scbw A l0.— Gerstengrund Z. E. des bl.
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