ten Wüstenwanderer, sondern frohe Wicklich- t, und Gottes Vwtergüte ist kein schöner aum, sondern beglückende Wahrheit. Und es )t kelin größeres Verbreck)en an der Mensch- t, als ihr gerade in einer Zeit ungemessenen ischen Elendes die stärkste Kraftquelle und den ssten Trost zu rauben: den Glauben an die irklichkeit des Reiches Gottes und der barmher- en Liebe Gottes.
Ja, die meisten von uns wandern Haute wie Volksscharen im Evangelium in die Wüste nein. Und viele sind, deren Vorrat an Speise schöpft ist, und die am Wege zu erliegen drohen, w wir dürfen gewiß sein: Wenn wir gleich ien in gläubigem Vertrauen auf den Spuren 5 Erlösers wandern, das Auge auf ihn gerichtet, U Herz weit geöffnet für feine Lehre, dann rden auch wir immer wieder erfahren, dau er unserem Leben sein Heilandswort leuchtet: Mch erbarmet des Volkes!"
Aus Aelsengrund.
In unserem Vaterlande tobte der Kulturkampf. ?r Pfarrer einer der ältesten Kirchen der Stadt ?.r am Altare verhaftet; Gesetz auf Gesetz wurde deutschen Reichstag gegen die katholische Kirche ischmiedet. Da meinte eines Tages eine nicht etholische Frau aus unsrer Nachbarschaft zu einem ulsierer, der mit hölzernen Löffe'n, Schaumschlä- rn und anderem näßlichen Hausrat in einer epe auf dem Rücken von Tür zu Tür zog: „Na. 3t wirds wohl ba d mit eurer katholischen Kirche i Matthäus am leiten sein". Da nahm der Mann ne Kiepe vom Rücken herunter, stellte sie mit iem Ruck auf die Erde, daß die Löffel und die mdbesen und die Schaumschläger durcheinander gen und sagte trocken: „Jawohl, da können Sie ich haben, denn bei Matthäus steht im letzten ipitel: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende r Welt!"
Es ist wahr, in einem neunzehnhundertjähri- m Kampfe hat die katholische Kirche ihre Gott- rbundenheit dargetan und glänzend bewiesen, ß der Herr mit ihr ist. Ihre Fundamente ruhen f Felsengrund. Als der Herr seine Kirche grün- n wollte und die Bausteine zu dem Riesenwerk 3sammensuchte, da änderte er bezeichnenderweise 1 Namen desjenigen, den er zum Träger seiner rche bestimmt hatte, in „Kephas" oder, wie im Griechischen heißt: „Petrus", das ist so viel e Fels. Und als dieser „Fels" später bei Cä- rea Philippi im Namen der übrigen Apostel das erliche Bekenntnis seines Glaubens an die Gott- it Christi abgelegt hatte, da gibt ihm der Hei- id die Erklärung für feine Namensänderung: u bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen ll ich meine Kirche bauen, und die Pforten der He sollen sie nicht überwältigen. Dir will ich ! Schlüssel des Himmelreiches geben."
Durch neunzehnhundert Jahre hat man versucht, s Wort des Heilandes lägen zu strafen und die rd)e von ihrem Felfenfundamente zu stürzen, cm Oberhaupte die Schlüssel zu entreißen. Ver- n bens!
Die Geschichte erzählt uns aus dem 13. Jahr- ndert ein Beispiel denkwürdiger Treue, von eue bis in den Tod. Der Fürst von Biscaya, Satus von Haro, war gezwungen, vor seinen indcn zu flüchten. Die Burg seiner Väter, Gujar t Namen, der wichtigste Platz in seinem Reich, ch vben auf einem Felsen, blieb jedoch noch in nem Besitz. Sie wollte er unter allen Umstän- 1 erhalten. Daher vertraute er sie dem Tapfer- n seiner Getreuen, dem Marco Guitiero, an, bellte ihn zum Plaßkommandanten in der Fe'lsen- rg und übergab ihm die schweren Schlüssel der ste. Bei seiner Ritterehre hatte er die Burg und Schlüssel dazu unter allen Umständen zu hal- '. Kaum war der Fürst fort, da boten die inde alle Mittel auf, in den Besitz der Festung kommen: Geschenke, Drohungen, Versprechun- L alles wurde versucht. Aber vergebens. Alle rsuche scheiterten an der Treue des Statthalters, entschlossen sich die Feinde, die Feste förmlich belagern. Jahre hindurch hielten die tapferen Leidiger stand. Dann aber ging der Tod um ihren Reihen. Am längsten hielt sich noch der ue Guitiero. Aber auch ihn packte die Erschöp
fung. Zuletzt konnte er nicht mal mehr aufrecht stehen, geschweige denn kämpfen. Dem Tode nahe, band er sich die so treu bewahrten Schlüssel um den Hals, schleppte sich an das Tor der Feste und legte sich, ein treuer Hüter derselben, quer vor dem Tor nieder, sein Ende erwartend. So fanden ihn die Feinde, hingestreckt aus der Erde, wie er sterbend noch die Pforte hütete und die Schlüssel bewahrte. Selbst der feindliche Fürst brach beim Anblick solcher Treue in Tränen aus und gern erfüllte er den letzten Wunsch des Sterbenden, ihn mit den ihm anvertrauten Schlüsseln zu begraben.
Ist das nicht ein herrliches Beispiel unentwegter Treue? — Und nun der Schläfselträger der Kirche!
Petrus, der erste Papst und Schlässelträger, mußte sein Leben am Kreuze lassen, an dem auch sein Herr und Meister verblutet war. Aber die Schlüssel hat er nicht aus der Hand gegeben. Als Felsenmann lebte und lebt er weiter in allen seinen Nachfolgern. Noch 26 seiner Nachfolger erlitten ebenfalls den Tod durch Henkershand, das Papsttum aber konnte nicht vernichtet werden. Und es wird auch nicht vernichtet werden, nicht untergeben, bis einst der letzte Papst die Schlüssel und den Hirtenstab in die Hände des guten Hirten Jesus Christ zurücklegt.
Gottes Hand ist mit der Kirche und ihrem Oberhaupte. Was wollen da die Anschläge der Feinde? Karl Jentsch, der die Kirche und das Papsttum glühend haßte und Jahrzehnte bekämpfte, muß am Ende seines Lebens gestehen: „Wir haben den Bau der Kirche so wenig erschüttert, wie kleine Knaben einen alten Dom erschüttern, wenn sie an einem Steinblock eines seiner Pfeiler kratzen." Und der englische Staatsmann Macaulay hat sicher re^ht, wenn er meint, die katholische Kirche und mit ihr das Papsttum würde auch dann noch bestehen und groß sein, wenn einst ein Reisender aus Neuseeland an einem zerbrochenen Peiler der ungeheuren Brücke von London in einer unabsehbaren Einöde steht, um die Ruinen der (protestantischen) St.-Pauls-Kirche zu zeichnen. Das sagt selbst ein protestantischer Schriftsteller. Wir Katholiken haben indes noch eine viele gewissere Bürgschaft für die Unvergänglichkeit der heiligen Kirche und des Papsttums. Sie liegt in der Verheißung Christi: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt", und „die Morten der Hölle werden sie nicht überwältigen."
Wir brauchen also keine Furcht zu haben. Mögen auch die Stürme gegen unsere heilige Kirche noch so heftig toben und die Kirchenfeinde ihre Höllenpläne schmieden. Mut und Vertrauen zu unserm Heiland, zu Christus dem König, der seine Kirche sicher nicht verläßt! Trotzdem dürfen wir doch nicht die Hände in den Schoß legen und tatenlos den Stürmen zuschauen in dem Gedanken: Gott wird schon für seine Kirche sorgen. Aull die Walle, heißt cs für uns. Die Flammenzeichen rauchen! Heran unsere Vereine! Gottlob, wir haben gewaltige Heere in unsern Organisationen und Standesvereinen, zumal in unsern Jugendvereinen. Wir haben gewaltige Heere, die sich dem anstärmenden Feinde entgegenwerfen und die heiligen Interessen der Kirche schätzen und wahren. Wir haben eine katholische Presse. Wie ein Hammer und ein Schwert könnte sie in unserer Hand werden, wenn wir sie nur gebrauchen! Nötig ist es. Denn die Kirche im Großen und Ganzen hat zwar die göttliche Verheißung, daß sie nie zugrunde gehen werde, aber für die einzelnen Länder ist ihr diese Bürgschaft nicht gegeben. Mehr als ein Land ist im Laufe der Geschichte der Kirche wisder verloren gegangen durch die schlaffe Tatenlosigkeit und Jnteressenlosigkeit ihrer dortigen Mitglieder
Stehen wir mit echtem, katholischem Mut zu unserer heiligen Kirche, katholisch in unserm Sinnen und Denken, katholisch mit jeder Faser unseres Herzens, katholisch im Handel und Wandel, katholisch im privaten und öffentlichen Leben, katholisch im Leben und Sterben. Das soll unsere Losung sein.
Ja, blast nur, ihr Stürme, und heulet mit Macht, wir zittern nicht, wenn auch die Brandung kracht. Und schäumen die Wogen von höllischem Gischt — wir haben ja Christus und fürchten uns nicht.
Nummer 26 / Seife 3.
Works über das Papsttum.
(Zum Feste der Apostelfürsten.)
Das Papsttum ist Dit Voraussetzung, der Ausgangspunkt für das Christentum, der Inbegriff seiner Gäter, der Vollbesitz seiner Macht, die Einigung seiner Wesensbestandteile, der Schlußstein, über dem nichts in der Kirche denkbar ist, die unerläßliche Voraussetzung ihrer Festigkeit und ihres Bestandes. Alb. M. Weiß.
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Unsere Papsttreue ist ein Quaderstein, tief in das Fundament unserer Weltanschauung eingesenkt. Im Papsttum sehen wir das gottgewollte, sinnfällige Unterpfand für die auf übernatürlicher Grundlage ruhende unerschütterliche Festigkeit unserer heiligen Kirche . . . Und indem wir diesen unsern Glauben bekennen, fühlen wir beglückt, welch kostbarer Schatz innerlichster Glaubens- u. Lebensgemeinschaft der Kirche im Papsttum uns geschenkt ist, im Papsttum, dessen richtunggebende, versöhnende, einigende und stärkende Mission selten so bedeutungsvoll war wie in unsern aufgeregten, wirrnis- und irrtumsreichen Tagen.
Kard.-Stssekr. P a c e l l i (als Nuntius in Berlin).
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Die Geschichte hat nicht Heroentitel genug, um mit ihnen die weltumfassende Wirksamkeit, die großen, schöpferischen Taten und den unvergänglichen Ruhm der Päpste auch nur annähernd zu bezeichnen . . . Ihre lange Reihe wird am Himmel der Kulturgeschichte ein System bilden, dessen Glanz alle anderen Reihen von Fürsten und Regenten der Zeit überstrahlt. Gregorovius.
Was wäre Europa geworden ohne den Papst? Diese Frage haben Geschichtsschreiber wie Johannes v. Müller, Luden, Herder, Leo zur Genüge beantwortet. Und wenn sie es auch nicht gesagt hätten, die antichristlichen und sozialistischen Wort- führer haben laut genug erklärt, daß mit dem Sturze des Papsttums der Riesenkampf zwischen Glaube und Unglaube entschieden, die europäische Staats- und Gesellschaftsordnung für immer gefallen sein wird; denn „wer sagt: Papst! sagt: Autorität", hat einmal Rousseau bemerkt. Er hatte recht. Hettinger.
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Man sah Kaiser und Könige, erleuchtete Staatsmänner und unbeugsame Krieger im Drang der Umstände Rechte aufopfern, ihren Grundsätzen ungetreu werden und der Notwendigkeit weichen. So etwas begegnete selten oder nie einem Papste. Auch wenn er im Elend umherirrte, in Italien keinen Fuß breit Land, keine ihm holde Seele besaß u. von der Barmherzigkeit der Fremdlinge lebte, hielt er standhaft die Hand über den Vorrechten seines Stuhles und der Kirche. Wenn jede andere politische Gemeinschaft durch die persönlichen Eigenschaften derer, welchen ihre Verwaltung übertragen ist, zu gewissen Zeiten etwas gelitten hat und leidet, so war dies kaum jemals der Fall bei der Kirche und ihrem Oberhaupt. So ungleich sich auch die Päpste in Temperament, Denkart und Fähigkeit sein mochten, so standhaft, so gleichförmig, so unveränderlich war ihre Politik. Ihre Fähigkeit, ihr Temperament, ihre Denkart schien in ihr Amt gar nicht einzufließen; ihre Persönlichkeit, möchte man sagen, zerfloß in ihrer Würde, und die Leidenschaft erlosch unter der dreifachen Krone. Obgleich mit jedem hinscheidenüen Papste die Kette der Thronfolge abriß und mit jedem neuen Papste wieder frisch geknüpft wurde, obgleich kein Thron in der Wölt so oft seinen Herrn veränderte, so stürmisch verlassen wurde, so war dieses doch der einzige Thron in der christlichen Welt, der seinen Besitzer nie zu verändern schien, weil nur die Päpste starben, aber der Geist, der sie beseelte, unsterblich war. Friedr, v. Schiller.
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Wie das Wasser von der Höhe niederrinnt, über Kaskaden geleitet, die Stufen herab immer weiter und breiter, so das Göttliche in der Kirche. Vom Felsen Petri geht eine geistliche Wirklichkeit aus und senkt sich in immer breiteren Ringen nieder auf alles, was Kirche heißt, daß alles übernatürlich wird ringsum. M. Kreuser.