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n Sünden, wie Christus, das Gotteslamm, für e Sünden der ganzen Welt Sühne geleistet hat.

Ebenso dient die Buße dem Frieden Die Gottlosen haben keinen Frieden (Sesams 48 22 rst wenn die Unterordnung unter Gott überall eraestellt ist, kann ein dauernder Friede unter den Renkhen herrschen. Sonst sind alle Völkerbünde nd Kongresse und alle noch so ehrlich gemeinten Bemühungen der Staatsmänner vergeblich. Erst ,enn im Wirtschaftsleben das Sittengesetz allseitig nerkannt wird, kann es zum Wirtschaftsfrieden ommen- Die Buße verleiht jenen Seelenfrieden, en kein Reichtum und kein Genuß zu geben ver- wg. War nicht Franziskus, der Sänger des Son- engesanges, einer der freudigsten Menschen und agleich einer der bußfertigsten? Gebet und Buße, as sind die beiden Mittel, um die letzte Ursache ller Uebel, die Auflehnung gegen Gott, wegzuräu- ren. Sonst fällt die Menschheit dem Feinde Gat­es und dem geistigen Untergang anheim. Es litt nur eine Rettung: die Rückkehr zu Gott.

Daher will der Papst, daß am Herz-Jesu-Fest ne Gläubigen in besonderer Weise durch Empfang »er Sakramente und Verehrung des ausgesetzten Merheiligsten, alle eigenen Beschwerden dem gött- ichen Herzen empfehlen und für die Kirche und hre Hirten, aber auch für die getrennten Christen, a auch für die Ungläubigen und Gottesfeinde be­en. Das soll durch die ganze Oktav (3. bis 10. Juni) fortgesetzt werden. In dieser Oktav sollen außerdem die Gläubigen sich im Geiste der Buße Oon Vergnügungen und sonstigen erlaubten Ge­rüsten enthalten. Wer ein Uebriges tun will, möge ich einen Abbruch in seinen Lebensgewohnheiten 1 uferlegen und dafür ein 2 Imofen für die Notlei­denden spenden. Die Notleidenden selber sollen hre Lage aus Liebe zu Gott in Geduld tragen. Muf diese Weise können sie ebenfalls beitragen, um He Rückkehr einer Zeit des Friedens und der Varmherzigkeit zu beschleunigen.

«Mutz denn das fein?

Ein Gutsbesitzer steuerte schon dem Bankrott tu, denn die ganze Wirtschaft war verfahren. In einer Notlage bat er seinen Nachbar um Hilke. Dieser, ein einsichtsvoller, erfahrener Mann, sagte hm ins Gesicht: Dich kann keine Hand retten, wenn du dich nicht selbst rettest! Gehe zum Ein- iedler auf dem Berge, der schon so vielen mit Rat geholfen er wird auch dir helfen."

Der arme Mann befolgt den Rat. Er zieht sein Festgewand an und stapft den Berg hinan. Dort angekommen, klopft er an die Klause. Der Klaus­ner öffnet den Fensterbalken und fragt, was los fei. Nun beginnt der Gutsbesitzer sein Klagelied und den Jammer über die schlechten Zeiten und bösen Leute. Da unterbricht ihn der Klausner und spricht:Das ist ein alter Kram: jedermann muß sich selbst helfen. Geh nach Hause und frage dich alle Tage öfters: Muß denn das sein? Du wirst die Antwort hören: Das muß nicht sein! Befolge diesen Rat, und die Wirtschaft wird bald wieder besser gehen " Dann schloß er seinen mor­schen Balken.

Grollend über einen so kalten Empfang und die noch trockenere Abfertigung machte sich der müde Wallfahrer auf den Heimweg und ärgerte sich in seiner Brust über die fast verächtliche Behandlung, die einem so allgemein geehrten Bürger wie ihm zuteil geworden. An der Landstraße grüßte ibn ein Gasthaus, und er dachte schon daran, seinen Unmut gründlich zu begießen. Da fällt ihm der Rat des alten Graukopfes ein:Muß denn das fein?" und er hört die Antwort:Das muß nicht fein!" So kommt er trocken in sein Dorf. Dort erwarten ihn seine Freunde und laden ihn zu ei­nem Spiele ein. Bald wäre er ihnen gefolgt, doch der Rat des Alten rettet ihn zum zweitenmal. Müde legt er sich zu Bette und schläft den 6d)kr des Gerechten bis 6 Uhr früh. Sein erster Gedanke >war: auf diesen Marsch gehört ein Ausschlafer Aber wieder fällt ihm der Rat des Klausners ein und im Hui ist er aus dem Bette. Bei seiner Wanderung durch das Haus merkte er, daß noch alle Knechte und Mägde in den Federn waren und das Vieh im Stalle zu brüllen begann. Je länger, um so öfter fiel ihm der gute Rat ein, befreite 'dn von feinen. Spielkameraden, vom Gasthalis md von allerlei anderen kostspieligen Beguemlich-

keiten, und nach einigen Jahren stand sein Hof wieder in Blüte. Der Rat des Klausners hat ihn gerettet.

Das Mittel sollte sich auch manche Hausfrau merken, und sie wird leichter wirtschaften.

Aus den Gemeinden

Fronleichnamsfeier. Das Sakrament des Altares, dessen Verehrung der Fronleichnamstag in besonderer Weise geweiht ist, steht im Mittel­punkt des katholischen Lebens. Darum ist auch je­dem Katholiken, der noch mit seiner Kirche denkt und fühlt, der Fronleichnamstag und vor allem die Fronleichnamsprozession, diese öffentliche Kund­gebung zu Ehren des Heilandes im Altarsakra­ment, so lieb und teuer. Und darum mögen auch viele am Sonntag Morgen, als sie den Himmel mit Wolken schwarz behangen sahen, bange sich ge­fragt haben: Wird die Prozession wieder wie im vergangenen Jahre ausfallen müssen, oder wird uns der Himmel gnädig sein? Der Himmel war uns gnädig: er hielt sein Naß, das er in der Nacht so reichlich über die Erde ausgegossen hatte, den ganzen Sonntag über zurück und bewahrte es sich für den folgenden Tag auf. Und deshalb konnte der Gottesdienst auf dem Friedrichsplatz und konn­te die Prozession zur Freude von Tausenden und Abertausenden stattsinden. Um 9 Uhr wurde das Allerheiligste, getragen von Herrn Dechant D e l m- h o r st und begleitet von der Geistlichkeit und den Erstkommunikantinnen dieses Jahres unter dem Geläute der Glocken und den Klängen der Musik­kapelle von der Kirche St. Elisabeth zum Hochaltar am Denkmal auf dem Friedrichsplatz gebracht, wo die Gläubigen schon in großer Menge versammelt waren. Das darauffolgende feierliche Hochamt ze­lebrierte Herr Dechant Dslmhorst unter Assistenz der Herren Kapläne Himmelmann und Böning. Singend und betend folgten die Gläubigen der hl. Handlung. Es ist ein erhebendes und zugleich ermutigendes Schauspiel in unserer Zeit des Un­glaubens und der Gottlosenbepzegung, hier viele Tausende in gläubiger Andacht und in aller Oef- fentlichkeit um ihren Herrgott im Altarsakrament versammelt zu sehen. Nach dem Hochamt setzte sich die Prozession zu den 4 Prozessionsaltären, die ebenso wie der Hochaltar wieder aufs schönste ge­schmückt waren, in musterhafter Ordnung in Bewe­gung. Das Allerheiligste trugen bei der Prozession abwechselnd die 4 Pfarrer der hiesigen Pfarrge­meinden. An den Altären sang der Chor unter Leitung des Herrn Lehrers Hartung mehrstimmig das Tantum eroo. Ein feierliches Tedeum beschloß am Hochaltar die eindrucksvolle Feier. Darauf wurde das Allerheiligste in feierlichem Zuge wie­der in die Kirche St. Elisabeth zurückgebracht. Er­wähnt sei auch noch, daß die vielen Zuschauer, die sich eingesunden hatten, sich durchaus korrekt be­nahmen, wohl nicht zuletzt dank der Sorgfalt, mit der auch dieses Mal wieder die Polizei ihren Ord­nungsdienst versah. Schließlich sei allen denen, die mitbeigetragen zu dem schönen Verlauf der Feier, der herzlichste Dank gewagt. Am Nachmit­tag fand im Park Schönfeld die weltliche Feier statt. Auch sie war trotz des zweifelhaften und et­was kühlen Wetters sehr gut besucht. Konzert, Verlosungen, Kinderbelustigungen und Spiel sorg­ten für Abwechslung und Unterhaltung. Eine be­sondere Anziehungskraft übte namentlich auf die Kinderwelt das Puppenspiel aus. Auch da ist wobl jeder auf seine Kosten gekommen. Alles in Allem: Wir können mit unserer diesjährigen ^ron- leiehncmsFcier sehr zufrieden sein.

Dritter Orden. Sonntag, den 5. Juni 1932, nachm. 31/2 Uhr findet in der St. Elisabethkirche, Fredrichsplatz 16, unsere monatliche Ordensver- fammlung statt. Die letztmalig verschobene Profeß­feier wird diesesmal gehalten. Es wird höfl. um zahlreichen Besuch des Gottesdienstes gebeten. Auch Nichtmitglieder sind sehr willkommen. Es fehlen der Kasseler Ordensgemeinde hauptsächlich noch Männer und Jugendliche und ergeht an diese die Einladung besonders.

Konvertiten St. Elisabeth. Sonntag, den 5. Juni, nachmittags 4% Uhr, Versammlung im Agneshaus. Das Hauptthema der Besprechung lautet: Die Heiligen und wir. Dazu (etwa) ein konkretes Beispiel: Der hl. Bonifatius.

St. Maria. Aloysianiscb- Sonntage. Die Schüler und Schülerinnen, die Jünglinge und Jungfrauen unserer Pfarrei werden eingeladen zur

Nummer 23 / Seite 3.

Uebung der aloyfianischen Sonntage. An 6 auf­einanderfolgenden Sonntagen geht man zur hl. Kommunion zu Ehren des hl. Aloysius, des Pa­trons der Jugend und der Herzensreinheit, um durch feine Verehrung und Fürbitte die Tugend der Reinheit zu bewahren und gegen die sie bedrohen­den mannigfachen Gefahren zu verteidigen. An jedem der Sonntage können die Teilnehmer an der frommen Uebung einen vollkommenen Ablaß gewinnen, wenn sie die hl. Sakramente empfangen und etwas beten oder betrachten zu Ehren des hl. Jugendpatrons. Die Sonntage müssen aber in ununterbrochener Folge beobachtet werden. Wir wählen die drei Sonntage, die dem Feste des Hei­ligen (21. Juni) vorausgehen, und nachfolgen. Die Eltern werden gebeten, darauf zu sehen, daß ihre Kinder sich an der schönen Uebung treu und aus­dauernd beteiligen.

St Familia. Heute Sonntag, 5. Juni, begeht die Pfarrei St. Familia die Feier des ewigen Gebets. Die Ordnung ist wie seither. In der ?48 Uhr-Messe wird das Allerheiligste ausgesetzt. 121 Uhr Betstunde für die Schulschwestern, 12 für die Barmherzigen Schwestern, 23 für die Kinder im schulpflichtigen Aster, 34 für die Jungfrauen, 45 für Jünglinge und Männer, 56 für die Frauen. Um 6.30 Uhr ist Schluß- andacht mit Umgang und Tedeum. In den Betstunden wird im Wechsel gebetet und unter Orgelbegleitung gesungen. Die Gläubigen wer­den gebeten, sich zu den Betstunden recht zahlreich einzufinden.

Verein katholischer kaufmännischer Gehilfinnen und Beamtinnen Kassel. Am kommenden Sonn­tag, den 5. Juni, wollen wir hoffentlich bei gu­tem Wetter einmal gemeinsam hinauswandern in die prächtige Stille unserer schönen Wälder. Wie fahren mit dem Zug 2 Uhr 10 Min. nachm. ab Söhrebahnhof nach Wellerode-Wald und neh­men von dort aus als Ziel Belgerkopf-Oberkau- fungen. Abends fahren wir mit dem Zuge um 9 Uhr zurück nach Kastel-Bettenhausen. Alle Vereinsmitglieder werden zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Es ist darauf zu achten, daß die Abfahrt vom Söhrebahnhof aus erfolgt, und daß dort eine Sonntagskarte zu lösen ist, die zur Rückfahrt von Oberkaufungen berechtigt. (Preis 0.70 Mk.)

katholischer Arbeiterverein. Sonntag, den 5. Juni, findet in der Kirche zur hl. Familie nach der 8-Uhr-Messe gemeinschaftliche hl. Kommunion statt. Die Mitglieder werden gebeten, hieran vollzählig teilzunehmen. Die vorderen Bänke in der Kirche werden für uns frei gehalten.

Selbsthilfe katholischer Vereine in Sterbefällen. Den Mitgliedern zur Nachricht: Sonntag, den 5. Juni, wird von 111 Uhr im Ritter Beitrag kassiert Es wird höflichst gebeten, Zahltag und Zahlzeit möglichst einzuhalten.

Katholischer TNännerverein Kassel - Rothendit­mold. Sonntag, den 5. Juni findet zusammen mit dem Kirchenchor St. Jos. der erste diesjährige Ausflug statt, mit dem Endziel:Bergrestaurant Felsengarten" bei Rengershausen. Zuerst gemein­samer Besuch der hl. Messe, dann Abmarsch upt 9 Uhr von der Mombachbrücke aus. Lagerung ihr Walde, Besichtigung der Gesangenen-Friedböte, wo der Kirchenchor zur Ehrung der hier Ruheg- den ein Lied singen wird. Im Felsengarten Kaf- feeauigießen. Da keinerlei Unkosten entstehen, wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. N. B.: Bei ungünstigem Wetter abends 8 Uhr Familien­abend im Vereinshaus.

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