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um Bösen Nein sagt, ein Anruf her Heiligkeit Gottes. Wir sehen Ihn nicht, den Unsichtbaren, vir hören aber aus dem Gewissen Se'ne Stimme und sind sicber: Er lebt. Wir sehen auch im Radio den Redner nicht und doch sagt uns eine Stimme: Er lebt.

Gott verzeih uns, daß wir Sein Dasein bemei- en wollen. Dem, der nicht glauben will, helfen Ule Gottesbeweise nicht, und dem, der die Gnade )at zu glauben, bringt jeder Tag innere Begeg- lunclen mit Gott. Zwei Gottesbeweise werden immer die besten bleiben: Wenn die Gottespläu- ugen nach dem Glauben leben und für den Glau- >en sterben. Wenn ihnen die Gottseligkeit aus )en Augen leuchtet. Wenn in ihrem ganzen We- en die Güte Gottes sich widerspiegelt. Wenn in hnen „die Güte und Leutseligkeit Gottes" uns be­regnen. Und wenn sie für ihren Glauben sterben können . .

Mit tausend Goliathzungen wird heute dem Herrn der Heerscharen Hohn gesprochen. In frü­heren Zeiten war es ein strafwürdiges Verbrechen, nicht an Gott zu glauben. Heute wurden viele, die an Gott glaubten, nach Sibirien verbannt oder hingerichtet. Wir möchten über diese Gottes- österungen Feuer vom Himmel rufen und die Mühlen Gottes in ein rascheres Tempo sehen. Der herr könnte mit den Blitzen Seiner Allmacht Seine Feinde niederwerfen, Seine Langmut aber spricht: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen."

„Ihr aber, nehmt Euch in acht, daß Ihr nicht von dem Wahnsinn der Gottlosen fortgerissen wer­det und Euren festen Halt nicht verliert" 2 Petr.

3 17.) Statt der Los-von-Gott-Bewegung müßte eine Hin-zu-Gott-Bewegung die Menschen erfassen. Gottwärts und immer näher zu Gott ist das Ge­bot der Stunde. Unsere heimatlichen Grußformeln „Grüß Gott", „Behnt' Gott" sollen ein tägliches Gottbekennen sein. Die ewigen Lampen des Glaubens dürfen nicht erlöschen, damit unser Weg nicht noch dunkler werde. Die heiligen Quellen der Glaubenskraft dürfen nicht oersiegen, damit unser Leben nicht noch trauriger werde. Tretet den Gotteslästerungen entgegen und werdet Apostel des Gottesglaubens? Rüstet Eure Seele durch Gebet und die hl. Sakramente, wenn der Geist 1 ier Katakombenzeit von Euch gefordert werden ollte! Werdet neue Menschen, die nach Gott er­schaffen sind, und laßt aus Euren Werken helfen­der Liebe einen Abglanz der Güte Gottes strahlen! Oer Herr lasse Sein Angesicht über Euch leuchten und schenke Euch den Frieden?

(Aus dem Fastenhirtenbrief 1932.)

Welche von den Zweien . . . ?

Wie gefährlich sind auf dem Meere die Stürme! . . . Und wie gefährlich sind die Stürme auch auf der Lebensschiffahrt! Und wie viele sol­cher Stürme hat jeder Mensch auf der Fahrt durchs Leben mitzumachen! Verläuft doch nicht eines einzigen Menschen Fahrt über das Meer des Le­bens ruhig und friedlich! Für keinen gleicht es einem immer stillen Bergsee, in dessen von einem leisen Windhauch gekräuselten Wellen sich der blaue Himmel spiegelt .... Sondern nur zu oft 1 gleicht es dem unermeßlichen, in schwarze Nacht gehüllten Ozean, dessen Wogen von zuckenden Blitzen durchstochen, dem brausenden, heulenden Sturm, bald bergehoch aufgetürmt, bald ab­grundtief aufgerissen werden . .

Gelt, Freund, auch du hast schon solche Lebens­stürme mitgemacht, da rings um dich finstere Nacht war, die durch nichts erhellt wurde, auch nicht durch das winzigste Sternlein. Aber Bliß auf Bliß zuckte hernieder und schlug so manche schöne Hoffnung, so manche Freude in Trümmer.

Man sagt ja nicht umsonst, daß ein Unglück selten allein daher kommt, manchmal hat es wirk­lich einen Rattenschwanz von Leid und Trübsal im Gefolge. Gelt, ich hab's erraten, daß du schon ab und zu solche Stürme mitzumachen hattest.

Und wie dir, so ergeht es allen Menschen auf Got­tes weiter Welt . . .

Das Bemerkenswerteste dabei ist nun, daß die Menschen angesichts solcher Stürme eine grund­verschiedene Haltung einnehmen. Am Kreuz, an der Trübsal gehen die Wege der Menschen weit auseinander.

Den einen gereicht Kreuz und Leid zum Aer- gernis. Schickt ihnen der liebe Gott ein Unglück, dann bäumen sie sich auf und rufen troßig:

„Jetzt glaub' ich an keinen Herrgott mehr! Tenn wenn er wirklich so gütig und liebevoll wäre, wie es immer heißt, dann könnte er mich nicht so heimsuchen!"

Das ist gerade so ungeschickt, als wenn jemand sagt: „Ich glaube einfach nicht, daß eine Sonne I am Himmel steht; denn wenn sie wirklich so heiß wäre, wie es immer heißt, dann könnte es nicht 18 und 20 Grad Kälte geben, wie im Jahre 1929!" Aber gelt, es gibt Leute, die so ungeschickt den ken, oder eigentlich, besser gesagt, gar nicht den­ken, indem sie dem lieben Gott ihren Glauben aufkünden, weil er sich untersteht, ihnen bittere Prüfungen zu schicken. Ist nicht dein Nachbar ein solcher? Der hat ben Krieg mitgemacht mit allen seinen Greueln, und da ist er nun an Gott und seinen Eigenschaften irre geworden . . .

Aber wie unendlich traurig ist das nun! Er hat auch einst gelernt, in jeder Not auf Gott zu ver­trauen Aber gerade die Not, das Kreuz hat sein Vertrauen auf Gott zerbrochen. Einst haben seine Lippen auch geflüstert: „Herr, nicht mein, sondern dein Wille geschehe! . . ." Und jetzt knirscht er mit den Zähnen gegen diesen Herrnl . . .

Einst hat er seine Hände gläubig gefaltet . . . Heute ballt er sie zu Fäusten . . .

Einst leuchtete Glaube und Gottvertrauen aus seinen Augen . . . Heute blitzt der Haß gegen Gott darin . .

Und einst, ja da war er bei diesem demüti­gen Vertrauen glücklich und froh . . . Heute aber macht ihn seine trotzige Abkehr von Gott un­glücklich und verbittert.

Wie ein Wanderer, dem sein starker Stab zer­brochen ist, schleppt er sich mühsam weiter . . . Wie ein Schiss ohne Mast und Steuer treibt er ziellos auf dem Meer des Lebens dahin, bis ihm dieses Leben einmal zum Ekel wird. Dann nimmt er einen Strick und macht ein jähes Ende. Re­krutieren sich die Massen der Selbstmörder in un­seren Tagen nicht in der Regel aus den Reihen derer, die Glauben und Gottvertrauen über Bord geworfen haben? . . .

O du armer, armer Mensch! Gerade mit dir hat es Gott so gut gemeint. Er wollte dich durch das Kreuz zu seinem bevorzugten Schüler ma­chen: „Wer mein Schüler sein will, nehme täg­lich sein Kreuz auf sich und folge mir nach!" Und du hast seine Absicht nicht verstanden und feine Hand zurückgestoßen! . . .

Den andern aber gereicht das Kreuz zu Heil und Segen. Trifft sie ein Unglück, dann klam­mern sie sich erst recht lest an den lieben Heiland an und sagen, wie einst Jakob: „Ich lasse dich nicht, Herr, ehedem du mich segnest!" Oder wie die Opostel im heutigen Evangelium: „Herr, rette uns, sonst gehen wir zugrunde!" Für die ist das Leid gleichsam ein Kitt, der sie noch fester mit Gott verbindet! Ihr Gottvertrauen wird noch feuriger, ihre Demut noch reiner, ihre Gottesliebe noch lauterer. Weit entfernt, durch das Unglück ihre Tatkraft lähmen zu lassen, wird sie durch Ge­bet und Gottvertrauen erst recht gestärkt, so daß sie „wie Riesen ihren dornenvollen Weg laufen", eingedenk der Worte Montalemberts: „Hilf dir selbst", das ist die Devise des Stolzes, der sich nur auf sich verläßt. „Der Himmel wird dir schon helfen!" das ist die Devise der Faulheit, die einen Vorwand sucht, um jede Gefahr und jedes Opfer fliehen zu können. Aber „hilf dir selbst und der Himmel wird dir helfen!" das ist die wahre De­vise des christlichen Glaubens, der Menschen, die

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an einen Himmel glauben und wissen, daß man sich darin einen Plaß erkämpft haben muß, um ihn besißen zu können . . .

Und welchen von diesen zwei Wegen gehst nun du? . . .

(Tillinger Joseph: Mehr Mut und Zuversicht. Wider die Trübsale der Zeit. 284 Seiten. 3.60 Rm). Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck.

Die beste Stunde des Tages.

Es kam über das Haus aber auch Schlag auf Schlag, und einer schwerer als der andere! Wei­nend sitzt die Mutter am Frühstllckstisch, und der Vater schaut traumverloren zum Fenster hinaus. Da läutet die Glocke. Und die beiden gehen zur heiligen Messe.

Nach der Messe sagt der Vater so zuversichtlich zur Mutter: „Es geht, ich merke es; und es muß gehen." Und siehe, es ging alles wieder gut. „Es geht eine Kraft von ihm aus, die alle heilt!" — Jawohl Wunderkrast geht aus vom Altare des Herrn, die alle heilt und heiligt, die alle stärkt und tröstet. Im Heidentum war der Verfolgte, selbst der verfolgte Verbrecher, immer gerettet, wenn es ihm gelang, den Altar zu umklammern. Der katholische Christ, der sich zum Altare hält, ist ge­rettet im Leben und im Tode.

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„Goethes Faust". Versuch einer Darstellung, was uns die Lebensdichtung Goethes bedeuten kann. Von Anton Heinen. Kl.-8°. 219 Seiten. 7. u. 8. Tausend, 1932. Leinen RM. 2.25. Pädagogischer Verlag, G. m. b. H., Düsseldorf. Der „Faust" ist Weltdichtung. Er ist der Beitrag des deutschen Geistes zur Weltdichtung der abendländischen Völkerfamilie. Der „Faust" fand Eingang in die gebildeten Kreise Englands und Frank­reichs, Spaniens und Italiens. Goethe läuterte die deutsche Sprache zu ihrer höchsten musikalischen Aus­drucksfähigkeit. Er wurde der große Repräsentant der deutschen Nation im Gesamtbilde der abendländischen Kultur. Deutschland steht heute wiederum vor der Auf­gabe, das Land der Mitte im geistigen Sinne zu sein. Das geistige Deutschland ist ohne Goethe überhaupt nicht mehr zu denken. Goethe ist eines der großen Symbole des geistigen Deutschlands, wie Dante des geistigen Ita­lien, Shakespeare des geistigen Englands. Für das Volk, das vor allem der geistigen Erneuerung bedarf, wird darum Goethe erneut das Sinnbild der Weltoffenheit. Und der „Faust" nicht mehr bloß eine Angelegenheit für Aestheten und Phelologen, sondern für diejenigen, die danach streben, die deutsche Art der Geistigkeit in sich zu verwirklichen. In dieser Schau versucht Anton Heinen, ohne allzuviel gelehrtes Beiwerk, in seiner Ver­öffentlichung „Goethes Faust" die Lebensdichtung Goe­thes zu würdigen und suchenden Menschen aus dem Volke zugänglich zu machen. Ein Versuch, so eigen­artig, daß er es verdient, allseitig beachtet zu werden.

Anlon Heinen: Katholische Bildungswerle. 8°. 108 S. Leinen 2.70 RM. Pädagogischer Verlag, G. m. b. H., Düsseldorf. Eine Kulturkrise kann nur über­wunden werden durch Wiedergeburt, durch ein geistiges Neuwerden der Menschen, in denen sich die Kultur ver­wirklichen will. Haben wir Katholiken die Aufgabe, Wesentliches zur Ueberwindung der abendländischen Kul­turkrise beizutragen? Nur insofern wir den Mut und die Kraft aufbringen, aus dem Wesen katholischen Gei­stes zu leben. Dem Verfasser ist es darum zu tun ge­wesen, die Symbolkraft der katholischen geistigen Le­benswerte, die vielfach auch den Katholiken fremd ge­worden war, wiederum ins Licht zu rücken und jene schöpferische Lebensmacht aufzuzeigen, aus der sie ihren Ursprung und ihre Kraft haben, Menschen umzuwan­deln aus Naturwesen zu Erlösten und zu Trägern gei­stiger Wiedergeburt.

Msgr. Dr. Tibaner Toth, Christus und die Probleme unserer Zeit. 2. Ausl. Verlag Ferd. Schöningh, Pa­derborn. Brosch. 4 Mk., geb. 5.40 Mk. Der frühere Universitätsprofessor von Budapest und jetzige Regens des ungarischen Zentralpriesterseminars ist längst durch seine vortrefflichen Jugendbücher weltbekannt geworden. Durch die vorliegenden Predigten, die in der Universi­tätskirche zu Budapest gehalten wurden und deren erste

Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker

1931: 19 400 Badegäste

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