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Irr. 22 Sonntag, 29. Atm 1932

ins der Diözsßs f*l»a

Primizfeier im Dom zu Aulda. Der Drei- igkeits - Sonntag war ein besonderer Freu- ntag für die Dompfarrei. Ein Sohn der ^meinde , Nenpriester Ernst Göller, Sohn 5 Bahnbeamten i. R. Karl Göller, feierte n erstes heiliges Meßopfer. Auch äußerlich trat : Anteilnahme der Pfarreiangehörigen sehr ohltuend in Erscheinung. Die Straße, in der das ternhaus des Hochw. Herrn Primizianten steht, e Tränke, hatte Festschmuck angelegt. Fast kein ins war ohne wehende Fahnen, Blumen in den 'nstern, grüne Maien vor der Tür. So haben r die Tränke mit ihren kleinen Häuschen in den ,fiten Jahrzehnten noch niemals gesehen. Das itteshaus war überfüllt. Die Festprodigt hielt Dr. Ewald Müller 0. F. M. vom Kloster auenberg. Er zeichnete die hehre Aufgabe des riestertums. Packend war sein Aufruf an die laubigen, um gute Priester zu beten und für den riefter zu beten. Denn das Volk hat die Prie- r, die es verdient. Dem Neupriester assistierte i seinem ersten Opfer, das durch die Gesänge r Alumnen und des dompfarrlichen Knabenchors rherrlicht wurde, Herr Dompfarrer Schüler, n brausendes Te deum, in das die Domglocken it einstimmten, beschloß die feierliche Handlung.

Die Wallfahrten in der Vonifatiuswoche 1932. t diesem Jahrs finden die Wallfahrten zum rabe des hl. Bonifatius in folgender Ordnung itt: Sonntag, den 5. Juni: Stadtpfarrei, Neuen rg, Dietershan, Horas und Nicsig. Montag, den Juni: Johannesberg und Steinhaus. Dienstag, n 7. Juni: Haimbach, Maberzell und Margre- chaun. Mittwoch, den 8. Juni: Florenberg, chenzell und Dietershausen. Donnerstag, den Juni: Hattenhof und Neuhof. Freitag, den Juni: Bimbach, Großenlüder und Marbach, amstag, den 11. Juni: Dipperz, Giesel und Käm- erzell. Sonntag, den 12. Juni Künzell und Pe- ^sberg.

von der thüringischen Iranziskanerordenspro- az (Provinzialat Fulda-Frauenberg). Wie wir m Freiburger Konradsblatt entnehmen, wurde m Guardian des Franziskanerkonventes Frei- rg i. Br. anstelle des erkrankten P. Dr. K a - ft ran Romeis der langjährige Kaplan in r St. Bonifatiuspfarrei Mannheim P. Ulrich iebermann ernannt. Nach Mannheim m als Oberer des dortigen Pfarrklosters P. loribert Aßmann, anstelle des als stell- rtretender Pfarrer nach Salmünster versetzten Redemptus Fleck kam P. Deocharus r e d i g.

Fulda. Der Jungmännerverein der L Geist - Pfarrei hielt am Sonntag seine a n n e r w e i h e ab. Vom Pfarrhaus aus zogen e Jungmänner mit den Fahnenabordnungen der uldaer Brudervereine unter den Klängen der iusikkapelle des Jungmännervereins der Dom- arrei zum festlich geschmückten Gotteshaus. In ner zu Herzen gehenden Ansprache wandte sich r Pfarrer unserer Gemeinde, Geistk. Rat R ü b- i m, an die Jungmänner. Besonders erwähnens- ert ist seine Mitteilung, daß das Jungmänner- mner das erste Vereinsbanner ist, das seit dem <) jährigen Bestehen der Hl'. Geist-Kirche dort weiht wurde. Während des Festgottesdienstes, r durch die Gesänge des Kirchenchores verschönt nde, gingen die Vereinsmitglieder geschlossen zum sche des Herrn. Nach dem Gottesdienst versam- elten sich die Jungmänner mit ihren Gästen zu ner kleinen weltlichen Nachfeier, bei der die udervereine ihre Glückwünsche überbrachten.

: = KünzellSachrain (Kr. Fulda). Man schreibt uns:

'"ampf lind wir aemeiht Christus

Herr der neuen Zeit". Unter diesem Motto veranstal­tete der katholische Jungmännerverein Künzell-Bachrain sein erstes Stistungs- f e st, verbunden mit der B a n n e r w e i h e. Trotz der schwierigen finanziellen Lage haben es sich die Mit­glieder beider Vereine nicht nehmen lassen, sich ein Cyristusbanner anzuschaffen. Mit Rücksicht auf die schlechte Zeit haben die Jungmannen von einer welt­lichen Feier Abstand genommens Die Feier vollzog sich nur in kirchlichem Rahmen. Eingeleitet wurde sie durch die Generalkommunion. In feierlichem Zug, die Fah­nen und Banner voran, begab sich die Jungmannschaft zum Gotteshaus Der Festprediger forderte in seiner begeisterten Ansprache zu mutigem Kampfe für Chri­stus und sein Reich auf Nach der Predigt nahm der Präses die Weihe der beiden Christusbanner vor. An­schließend sprachen die Jungmänner das Fuldaer Be­kenntnis. Die Feier fand ihren Abschluß mit dem ge­meinsamen Absingen der letzten Strophe des Bundes­liedes. Die Jungmänner von Künzell und Bachram sind froh daß sie nunmehr auch ein Christusbanner haben, mit dem sie in der Oeffentlichkeit ihr Bekennt­nis für Christus, ihren Führer und König, ablegen können. Mögen sich auch die übrigen kath. Jungmänner, die sich bisher noch nicht entschließen konnten, dem kath Jungmännerverein beizutreten, recht bald und recht zahlreich hinter das Christusbanner scharen. Zum Schluffe noch innigen Dank den kath. Arbeitervereinen von Künzell und Bachrain sowie dem kath. Gesellen­verein Petersberg, die durch Entsendung einer Fahnen­abordnung zur Verschönerung der Feier beigetragen haben. Weniger angenehm wurde es empfunden, daß die Brudervereine der Nachbarschaft keine Fahnenab- ordnunqen geschickt hatten.

Ried (Kr. Gersfeld). Man schreibt uns: Eine in ihrer Art sehr seltene Feier fand am Dreifaltigkeits­sonntag nachmittags hier statt. Die Abschiedsfeier von unserm alten, ehrwürdigen Kirchlein, an dessen Stelle im Laufe des Sommers ein neues, größeres Gottes­haus treten soll. Unser hochw. Herr Pfarrer Goldbach beleuchtete in einer zu Herzen gehenden Ansprache die unermeßlichen Gnaden und Segnungen, die jahrhunderte­lang aus der alten Wehrkirche auf viele Generationen unseres Dörfchens geflossen sind. War doch unser altes Gotteshaus mit Schießturm und Ringmauern umschlos­sen und wurde so unseren Vorsabren in den schweren Zeiten des 30jährigen Krieges sowie bei den Raubzügen der Burg-Ritter von Weyhers und Ebersberg ein siche­rer Schutz ihrer leiblichen Habe. Noch einen weiteren bedeutenden Vorzug genoß unser altes, ehrwürdiges Got­teshaus. Seit Menfchengedenken wallfahrten fünf Pfar­reien unserer Nachbarschaft alljährlich am Montag in der Bittwoche nach hier, bis vor vielleicht 25 Jahren die Pfarreien Dietershausen und Weyhers infolge des weiten Weges die Bittgänge einstellten, während auch heute noch drei Pfarreien regelmäßig nach Ried wall­fahrten. Am Schlüsse seiner denkwürdigen Ansprache forderte der hocbw. Herr Pfarrer die versammelte Ge­meinde auf, in der letzten sakramentalen Andacht dem Herrgott zu danken für alle im alten Kirchlein empfan­genen Gnaden und Wohltaten, und empfahl das neu­zuerbauende Gotteshaus dem besonderen Schutze der Allerheiligsten Dreifaltigkeit sowie unserer lieben Gottes­mutter und Maienköniqin Maria. Schon heute regen sich fleißige Hände und in einigen Tagen wird wieder ein teures Wahrzeichen altertümlichen Fleißes von Got­tes Erdboden verschwunden sein. (Hoffentlich verschwin­det bei dem Neubau nicht die alte Friedhofsmauer, ohne die man sich den Rieder Kirchhof einfach nicht den­ken kann. Gerade heute sollte man etwas mehr Ehr­furcht vor den Baudenkmälern aus der Vergangenheit haben und sei es auch nur ein befestigter Friedhof.)

Bieber (Kr. Gelnhausen). Festlich strahlend lag die Maiensonne über dem Burgberge mit seinem schlichten Kirchlein, das mit seinem kecken Türmchen hinüber grüßt in die friedlichen Spessartdörfer, als am zweiten Pfingst­feiertage viele Wanderer aus den erdenschweren Tälern hinauf pilgerten auf diese lichte Höhe, um dort oben, näher dem lieben Gotte, dem hl. Opfer beizuwohnen. Eine besondere religiöse Feierstunde wurde es für alle, wurde doch das hl. Opfer verherrlicht durch die lateinische Messe von Stehler, vorgetragen durch den katholischen Kirchenchor von Bieber und das Sankta Maria von Pa- lestrina, das gerade an diesem lieblichen Orte sich zu einer besonderen Feier der Maienkönigin gestaltete. Ein Wehen des hl. Geistes lag über allen Betern, als leise und voll demütiger Andacht die ersten Klänge des Sanktus er­tönten, die dann übergingen in feierliches Fortissimo. Wuchtig klang es wieder in den Mauern des Kirchleins und mit dem Rauschen der nahen Wälder wurde es zu einer einzigen Lobeshymne auf den Schöpfer Geist, den hl. Geist. Mögen alle Besucher Kraft und Stärke und auch ein heiliges Klingen in der Seele mit ins Tal ge­nommen haben.

Hanau. In feierlichem Zuge mit wehenden Ban­nern und Fahnen, unter dem Festgeläute der Glok- ken und den Klängen der Kapelle des kath. Arbeiter- Vereins wurde am vergangenen Sonntag der neue Pfarrer, hochw. Herr Theodor Weidner, vom Pfarrhaus zur Kirche geleitet. Nachdem man im Gebete des ver­storbenen h. H. Dechanten Braun gedacht hatte, be­stieg nach dem Veni Creator Spiritus der hochw. Herr Dechant Neuinann von Wirtheim b. Gelnhausen die Kanzel um zunächst Dechant Brauns große Verdienste, d'.e er sich während seiner fast 25jährigen hiesigen Tä­tigkeit erwarb, zu würdigen. Dann forderte er die Gläubigen auf, da nun dèr langersehnte Tag, nämlich der der Wiederbesetzung der verwaisten Pfarrstelle, her­angekommen fei, ihrem neuen Pfarrer mit rechtem Vertrauen, Liebe und Ehrfurcht entgegenzutreten und willig an den vielseitigen Aufgaben unserer großen Diaspora-Pfarrei mitzuwirken. Danach fand die eigent­liche Amtseinführung des hochw. H. Pfarrer Weidner statt. H H. Dechant Neumann verlas die Ernennungs- urkunde des hockM. H. Bischofs von Fulda und über­reichte dann dem neuen Pfarrherrn den Schlüssel zur Kirche und zum Taufstein, die Stola, das Evangelien­buch und den Schlüssel zum Tabernakel. Er bat ihn, sein hohes priesterliches Amt so zu verwalten, daß kei­nes der ihm anvertrauten Pfarrkinder durch sein« Schuld verloren ginge, sondern sich alle dereinst am Throne des Allerhöchsten wiederfinden möchten. Dar­auf bestieg Pfarrer Weidner die Kanzel, um sich zum erstenmal als Pfarrer an seine neue Gemeinde zu wen­den, die er vor 18 Jahren als Kaplan verlassen hatte. Er verstand es trefflich mit seinen aus tiefbewegter Seele kommenden Worten, den Gläubigen das Wirken ihres unvergeßlichen Herrn Dechanten Braun vor und am Anfang des Weltkrieges lebendig vor Augen zu stel­len, der gerade auch in jener schweren Zeit als Mili­tärgeistlicher überaus segensreich wirkte. Pfarrer Weidner dankte dann für den so steundlichen Empfang. Gehorsam habe er dem Ruf des Bischofs Folge gelei­stet, wenn auch der Abschied von seiner treuen St. Eli­sabeth-Gemeinde auf beiden Seiten schwer gefallen sei. Trotzdem sei er aber gerne hierher gekommen und bat um festes Zusammenhalten und Mitarbeiten; denn wenn man den Pfarrer so gerne als Haupt der Ge­meinde bezeichnet, so müsse mit demselben ein leben­diger Körper und Organismus verbunden fein, der auf die Anregungen und Wünsche des Hauptes ein­geht und sie zur Ausführung bringt. Nach der weg­weisenden, gedankenreichen Predigt brachte h. H Pfar­rer Weidner im dichtgefüllten Gotteshaus für feine neue Gemeinde das heilige Meßopfer dar, wobei ihm Herr Dechant Neumann, sowie die hochw. Herren Ka­pläne assistierten. Das feierliche Levitenamt wurde durch den Kirchenchor unter Leitung des Herrn Kon­rektor Milbach, der die Ave-verum-Mefe von Hübel prächtig zu Gehör brachte, verschönt. Mit einem brau­senden Tedeum, in das Orgel und Glocken jubelnd ein­sielen, und dem sakramentalen Segen klang der Fest- gottesdienst aus. Die Anteilnahme der kathol. Ge­meinde an der Amtseinführung ihres neuen Pfarrers war sehr stark. F. K.

Großauheim. Herr Gotthilf Wenninger und Frau Emilie geb. Grün begingen am 18. Mai in kirchlicher und häuslicher Feier den Tag des goldenen Ehejubiläums im Kreise ihrer Angehörigen und Verwandten. Viele Ge­schenke, für die die Jubilare bestens danken, suchten die Festesfreude zu erhöhen. Unter den Gratulanten be­findet sich auch der Bonifatiusbote, zu dessen treuen Le­sern das Jubelpaar feit dessen Gründung im Jahre 1884 gehört. Also bald wieder ein SOjähriges Jubi­läum!

Bergen-Enkheim. Eynsti Jugendreich itp Diaspora­grenzlande unserer Diözese vor der Großstadt Toren neu zu festigen, galt es in Bergen-Enkheim am hl. Dreifal­tigkeitsfeste. Frohbewegt zog die jugendliche Schar, Jüng­linge und Jungfrauen, am Morgen mit den neuen Wim­peln in brau-grün-gelbem Fahnenschmuck mit dem hl. Christuszeichen und dem Marien-Symbol hin zum fest­lich erstrahlenden Gotteshaus. Die Festpredigt des Prä­ses, hochw. Herrn Pastor Scherer, galt der Jugend, daß sie stehe im Feuer unversehrt, daß sie bleibe den Fein­den gewehrt, damit sie als Sieger geehrt." Hierauf Bannerweihe an den geheiligten Stufen des Altars. Markig und kernig erklang dasFuldaer Bekenntnis": für Christi Reich und ein neues christliches Vaterland! Geschlossene Beteiligung an der Generalkommunion, auf daß der göttliche Jugendfreund mit himmlischem Gna­dentau alle die guten Vorsätze und hl. Entschließungen befruchte und zu herrlichem Wachstum bringe im hl. Jugendland der Bergen-Enkheim-Bischofsheimer Dias­pora. Man spürte es, welch' tiefen Eindruck die Ju­gendweihe auf die zahlreichen Gläubigen machte, denn machtvoll, gemeinsam mit unserer lieben Jugend erklang