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Seife 16 / Nummer 19

die Bohnen nach dem Legen mit einer leichten Erdmischung von sandiger Erde und Torfmull zu bedecken. Dunn vermögen die Keimlinge die Erde mit Leichtigkeit zu durchbrechen.

Wessen Boden nicht besonders gut ist, sorge für Verbesserung desselben, indem man um jede Stange eine etwa 10 Zentimeter breite und eben­so tiefe Furche auswirft und diele mit einer Mi­schung von abgelagerter Komposterde und Torf­mull — etwa zu gleichen Teilen — füllt. Der Torfmull muß vor seiner Verwendung stets ent­säuert werden- zu dem Zwecke wird er gut be­wässert. Auf diese Weise lassen sich auch in weni­ger gutem Boden noch gute Erträge an Stangen­bohnen ziehen. Mehr als 6 Bohnen um eine Stange zu legen, ist als Verschwenduna an Saat­gut zu beregnen, selbst wenn man damit rech­net. daß 20 Prozent der Bohnen durch tierische oder pilzliche Feinde nersorengehen. Man le-n» die Bohnen nicht tiefer als 2 Zentimeter, da Ne nach einer alten Gärtnerregel die Glocken läuten hören sollen.

Als eine der besten grünhülsigen Stangenboh- nenchrten ailt noch immer Phänomen, die ich schon seit 20 Jahren anbaue Auch die fadenlose Sorte Meisterbrück ist aut. nach meinen Erfabr"nn"n nicht so ertragreich als die erstgenannte Sorte Im übrigen halte sich der Gartenfreund zur Hauptsache an die Lokalsorten.

FrühUn^splanzen in der Küche.

Der junge Frühling bringt der praktischen Ha'-s- frau mancherlei schmackhafte Gerichte, die sie bil­lig und ohne große Mühe in Feld und Wald su­chen kann. Da spriest z. B. an Hecken und Weg­rändern und auf der Wiese der Löwenzahn. Seine jungen Blätter ergeben sauber gewaschen, geschnit­ten und mit Essig und Des eingemacht, vielleicht so­gar noch unter Zusatz einer kleinen Menge sauren Rahmes, einen köstlichen, erfrechenden Salat, der |

ass Zukost zu gerösteten Kartoffeln und hart ge­sottenen Eiern stets gerne gegessen wird. Löwen­zahnblätter abgskoch und mit ebenso behandelten jungen Brennesseln vermischt, fein gewiegt, in einer Einbrenne angedünstet und mit Fleischbühe aufge­stillt, kann man im Geschmack vom feinsten Spinat nicht unterscheiden. Etwas herber schmeckt ein Gemüse von jungen Schafgarbenblättern. An Bä­chen und auf feuchten Wiesen sucht man die in großen Mengen vorkommende Brunnenkresse. Ein aus ihr bereiteter Salat ist eine Delikatesse für Feinschmecker. Fein gewiegt, mit einem harten Ei vermischt, unter Zusatz von etwas Essig und Des und einer Spur saurem Rahm mit Pfeffer und Salz nach Geschmack gewürzt, ergibt sie eine feine Beigabe zu Kartoffelstücken und Rindfleisch. Der überall wild wachsende Kerbel findet als Suppe den meisten Beifall der Familienmitglieder und den Hausfrauen. die den herben Geschmack des Kerbels nicht lieben, sei die mildere wilde Kresse empfohlen, die man auf Wiesen und an Wegrändern findet

Vogelkunde im Frühjahr.

Das Frühjahr ist zum Kennenlernen der Vo­gelstimmen die beste Zeit. Der Anfänger beginnt bei den bekannten Vogelarten, die in seiner näch­sten Umgebung vorkommen, den Finken und Dros­seln, Staren und Schwalben. Auch die Feldlercke ist leicht an ihrer Stimme zu erkennen. Im Walde, wie in großen Anlagen zeigen sich nicht selten Spechte und Baumläufer. Auch der flinke Zaunkönig ist leicht aufzufinden. Auf Nadelbäu­men kann nam das Goldhähnchen turnen sehen. Schwieriger ist die Bestimmung der wechselvollen Rufe der Meisen, leichter hingegen die des Rot­kehlchens. Nach einiger Zeit gelingt es auch, den Haus- und Garten-Rotschwanz herauszuhören. Besondere Freude gewährt der Gesang der Gras­mücke und auch der Blattmönch erfreut mit seinem schwarzen Käppchen das Herz des Kundigen.

Verschiedenes.

Obstbäume und Sträucher aller Art werden einem Obstbaumkarbolineum behandelte. Karbolinsn in seiner gewöhnlichen Form als Kolzkonservieruru mittel ist für die Zwecke desPfianzenschutzes nicht brat, bar: es muß ein Obstbaumkarbolineum sein, das dohiu verlässiger Wirkung gegen saugende und fressende sekten, Pilzkrankheiten, Moose und Flechten ist.

Manche Obstzuchler haben mit dem bisher gebrav ten Karbolineum schlechte Erfahrungen machen müll Das liegt daran, daß sie Karbolineum in der gewo lichen Form verwendet haben. Zum Zwecke des Psts zenschußes ist ein Karbolineum in der Form als Hä konservierungsmittel natürlich nicht brauchbar; hiei muß ein gereinigtes, auflösbares Obstbaumkarbolinei benutzt werden, das dann ein Universalmittel für i Obstbau ist Es soll sicher gegen saugende und frepet Insekten, Pilzkrankheiten, Moose und Flechten mirh Am vorteilhaftesten wirkt die Spritzung kurz vor d Schwellen der Knospen.

Blumensamen von pulverförmiger Feinheit liegt f dem Boden auf und darf mit Papier, das abdunki und die Erdfrische erhalten soll, nicht in Berührest kommen. Letzteres saugt die Bodenfeuchtigkeit < schmiegt sich somit eng den Erdpartikelchen an und nimm beim Lüften der Papierdecke manches Körnchen mit fq das dann die Verbindung zur Erde nicht wiederfindn Ein beträchtlicher Teil der frisch aufgelaufenen Sämlirch haftet mit den Keimblättern am Papier, wird Heras gerissen oder an den Samenlappen beschädigt, was t turgemäß baldige Verkümmerung zur Folge hat.

Das Legen schalenloser Lier seitens der Hühner: auf Krankheit des Legedarms oder Eileiters zurück,) führen. Man füge dem Legefutter Kalkmörtel ob phosphorsauren Kalk hinzu. Bei Vorfall des Eileitlj werden die vorgefallenen Teile zurückgeschoben; brängn sie nochmals vor, so wird mehrmals ein kleines runbi Stück Eis in die Kloake geführt. Bei Legebeschwerdi helfen gewöhnlich vorsichtige Einspritzungen von id warmem Wasser mit Olivenöl und gelindes Vorwärts schieben des Eies.

Enten müssen nach den bestehenden Gesetzen v fremden Teichen und Wasserläufen serngehallen werdä Nur wenn der Eigentümer bezw. Fischereiberechtigte ' ausdrücklich und schriftlich gestattet, bleibt der EntenU sitzer straflos. Die Enten vernichten nämlich auf einet; Wasserlauf sehr viel Fischbrut und bringen somit große Schaden. Hiergegen schützt auch die Berechtigung, i fremden Enten auf dem Wasser totschlagen zu dürfen. .

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mit Versteifung der Füge. Auch die Unterleibsorgane waren in Mitleidenschaft gezogen und ich hatte auberde u noch an einer chronischen Schlaflosigkeit zu leiden. was mich fast zur Verzweiflung brachte. Gehen konnte ich überhaupt nicht mehr.

In meinem trostlosen Zustand wandte ich mich ver­trauensvoll aus Empfehlung eines anderen Patienten an die Phrmoor-Heilanstalt in München. Das Wunder, das bei meinem hohen Alter niemand mehr für möglich hielt, geschah. Ich konnte wieder stundenlange SvaUer- gänge unternehmen. Mein <5Kaf besserte sich zusehends und ich fühle mich heute wieder frisch und leistungsfähig.

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