Der hl. Geist wird also selber Zeugnis geben. Wenn er über die Apostel herabgekommen sein wird, dann wird er sie mutig machen, wie Löwen, start und hart machen wie Diamant. Das Zeugnis, das die Apostel über Jesus ablegen durch Predigt und Wunder, durch Leiden und Tod, ist das Zeugnis des hl. Geistes, des Geistes der Wahrheit und der Stärke. $efu Feinde werden es sich , ja zur Aufgabe machen, die Apostel, die Herolde des verhaßten Nazareners, vom Erdboden zu vertilgen. Als gottgefälliges Werk, als Wohltat an der Menschheit werden sie diesen Mord betrachten. Hielten sie ja auch in ihrem Wahn den Heiland selbst für einen Gotteslästerer, für einen Feind des himmlischen Vaters, für den Räuber an Gottes Ehre, für einen Menschen, der ein bloßer Mensch ist, aber sich selber zum Gotte macht. Die Toren! Konnten sie doch mit Händen greifen, daß der himmlische Vater selber Zeugnis ablegte für Jesus, den er als feinen Sohn anerkannte durch Wort und Tat. Doch der Großteil der Juden, besonders die gebildeten Kreise, waren verblendet und überlieferten Jesus dem Kreuzestod. Kein Wunder, daß diese Juden auch gegen die Apostel eine feindliche Stellung einnahmen. Neid und Eifersucht und falscher Nationalismus bewaffnete ihre Hand, daß sie die Apostel verfolgten, geißelten, einkevkerten, marterten, töteten. Aber nicht einen Fingerbreit wichen die Apostel von ihrem Herrn und Meister. Für seine Lehre, ■Tür seine göttliche Würde, für seine Kirche sind sie mit Feuereifer eingetreten. Auf das entschiedenste haben sie es abgelehnt, mit dem Judentum, mit seinem Formekram, mit seiner Unverträglichkeit zu paktieren. Und auch vor den Heiden haben [je Zeugnis abgelegt, vor den Gerichten, vor den Königen und Kaisern, vor ihren Stellvertretern und Beamten. Mit Entrüstung haben sie sich geweigert, die heidnische Staatsreligion anzuerkennen oder den Götzen Opfer zu bringen. Den Befehlen der Gewalthaber, die Botschaft vom Reiche Gottes nicht weiter zu verkünden, haben sie kein Gehör geschenkt. Von dem zu schweigen, was wir gehört und gesehen, ist unmöglich, und man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen, das war ihre Erklärung, ihre Parole. So hat die tapfere Schar der dreizehn Apostel — Matthias und Pqst- lus eingeschlossen, ohne Ausnahme den Martyrer- tod freudig auf sich genommen. Petrus wurde ge- enden werde als Geist der Wahrheit der vom; ^"A, ^ulus enthauptet. Johannes in fiebern Vater ausgeht, dieser wird Zeugnis von mir ge- ^s Oel geworfen, Jakobus durch das Schwert geben; und auch ihr werdet Zeugnis von mir geben, tötet, und einer um den andern bis zum letzten hat
Wschenkalenèer.
Sonntag, 8. Mai. Sonntag in der Oktav van Christi Himmelfahrt.
Erscheinung des Erzengels Michael.
Montag, 9. Mai. Gregor von Nazianz.
Dienstag, 10. Mai. Antonius, Bisch., Bek. Gor-drcmas
u. Gen., Mart.
! Mittwoch, 11. Mai. Von der Elston van Christi Himmelfahrt.
Donnerstag, 12. Mai. Oktavtag von Christi Himmel
fahrt.
Freitag, 13. Mm. lehrer.
Samstag, 14. Mai.
Stobers Bellarmin, Bek. Kirchen-
Vigil von Pfingsten. (Vigil-
f a stt a g).
Sechster Seimtag «ach Oster«.
Epistel: 1. Petrus 4, 7—11.
Evangelium. Johannes 15, 26—16, 4. Jüngerzsugnis
und Sänger los.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wenn der Tröster kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater aus» geljf, so wird er Zeugnis von mir geben, weil ihr von Anfang bei mir seid. Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr nicht irre werdet. Man wird euch aus den Synagogen ausschließen: ja, es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, glaubt, Gott einen Dienst zu erweisen. So werden sie gegen euch verfahren, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Aber ich habe das
eud) gesagt, damit ihr euch daran erinnert, wenn Stunde kommt, daß ich es euch gesagt habe."
eure
Helde« des Glaubens.
je höchste Blüte der Religion,
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i letzte und siegreichste Beweis der Treue gegen Gott unb den Heiland — ist das Martyrium. Ist es nicht ganz
die
äußerste Kraftleistung der Liebe, der
in der Ordnung, daß der Heilarrd gerade von den Pionieren des Glaubens, von den Herolden seines Reiches diese Höchstleistung erwartet und verlangt? Daß er seine Apostel und Jünger zu Blutzeugen und Märtyrern einweiht und beruft?
Und dieser Beruf zum blutigen Zeugnis für Christus leuchtet aus dem heutigen Evangelium ■'n mit aller Deutlichkeit hervor. Denn so spricht un= er Heiland zu seinen Aposteln:
-Wenn der Tröster kommt, den ich vom Vater
weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das sage ich euch zum voraus, damit ihr kein Aergernis nehmt. Aus den Synagogen werden sie euch sto- yen: ja, es kommt die Zeit, wo man glauben wird,
mn; za, es rammt die Zeit, wo man glauben wird, tyrer aller Zeiten und Zonen. Kennst du die einen Gefallen zu tun, wenn man euch tötet." rührende Geschichte des hl. Petrus v. Mailand?
für Christus den Herrn das blutige Zeugnis abge
legt.
Ihnen folgte das glorreiche Heer der hl. Mär-
Fünf Jahre sind es, seit ich mit einem guten Freund sein Grab besucht habe. Es hat sich der Mühe gelohnt, daß wir mit einem Auto aus der Innenstadt von Mailand in die Vorstadt zur Kirche S. Eustorgio gefahren sind, wo Petrus begraben ist. Am Altar wurde gerade ein feierliches Anst gehalten. Scharenweise standen Italiener aus dem Volke um den Altar und verfolgten mit sichtlicher Andacht die hl. Handlung. Wenige Schritte neben dem Altar ist das Grab mit den hl. Reliquien des. Märtyrers Petrus. Und was hat es mit feinem Leben für eine Bewandtnis? Von Kindheit an schon kämpfte er für seinen hl. kath. Glauben. Seine eigenen Verwandten waren in Häresie verstrickt. Petrus aber betete ohne Menschenfurcht in ihrer Mitte das kath. Glaubensbekenntnis. Aks Mann trat er in den Dominikanerorden und wurde ein Hammer der Häretiker. Auf dem Wege zwischen Como und Mailand lauerten sie ihm auf und schlugen ihn tot. Mit letzter Anstrengung betete er noch den Glauben. Als er aber, dem Tode nahe, kein Wort mehr hervorbringen konnte, tauchte er seinen Finger in sein eigenes Blut und schrieb auf den Boden das Wort „Credo". —
Nicht wahr, das sind in Wahrheit Helden des Glaubens. Für ihren Glauben zu leiden und zu sterben, betrachteten diese hochgemuten Seelen nicht bloß als Pflicht, sondern auch als Ehre und Auszeichnung. Und glaubst du nicht, daß die hl. Märtyrer für die Beweise ihrer großen Liebe zu Gott auch einen großen Lohn erhalten haben? Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr gehört und kein Menschenherz gesuhlt, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Ewig feiern sie mit Christus das Siegesfest im himmlischen Jerusalem. Folgen wir wenigstens im Geiste ihren Spuren. Sie haben das Leben verachtet: wir wollen wenigstens der Weichlichkeit und dem Wohlleben entsagen. Sie haben ihre Glieder dem Feuer preisgegeben: wir wollen wenigstens unsere Gabe in die Hände der Armen niederlegen. Sie sind mit nackten Füßen auf glühende Kohlen getreten: wir wollen wenigstens die Funken der Leidenschaft auslöschen. In diesem Sinne sollen wir, wie der hl. Chrysostomus uns ermahnt, Helden des Glaubens werden, die aud) in der Feuerprobe nicht versagen, sondern bereit sind, aus ihrem Glauben die letzten Konsequenzen zu ziehen.
Der Talpfarrer.
Was die tote Mußker vermag
Klemens Brentano, der berühmte Dichter, ist nicht sein ganzes Leben lang der brave Katholik gewesen, als den wir den Dichter besonders schätzen. Er hat sogar eine lange Zeit das wüste Leben eines argen Sünders geführt. Und doch durfte