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Ausgabe B

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Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels. Erscheint leben Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 40 IL-Dfennlg 3 45 L-pfennlg (Zustellgebühr extra)

Wochenkalender.

Sonntag, 24. April. 4. Sonntag nach Ostern.. Fidelis von Sigmaringen, Mart.

Montag, 25. April.

Dienstag, 26. April.

Mart.

Mittwoch, 27. April.

Donnerstag, 28. April.

Mart.

Evangelist.

u. Marzellinus, Päpstè,

Markus, Kletus

Petrus

Canisius, Kirchenlehrer.

Paul vom Kreuze, Bek. Vitalis,

(Freitag, 29. April. Petrus, Mart.

Samstag, 30. April. Katharina von Siena, Jungfr.

Vierter Sonntag nach Ostern.

Epistel: Jakobus 1, 1721.

Evangelium: Johannes 16, 514, Das machtvolle

Wirken des heiligen Geistes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:Ich gehe zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr ist euer Herz voll Traurigkeit, weil ich euch das gesagt habe. Allein ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich ? hingehe. Denn, wenn ich nicht hingehe, kommt der Tröster nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, will ich

ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der

Welt deutlich zeigen, daß es eine Sünde gibt, eine Ge­rechtigkeit und ein Gericht: Eine Sünde, weil sie an

A

mich nicht glauben: eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr sehen werdet; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist. Noch vie­les hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt noch Vicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit

kommt, wird er euch alle Wahrheit lehren. Er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er re­

den, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden."

Auf der Anklagebank.

mmer näher rückt das dritte Haupt­fest der Christenheit, das Fest des hl. Geistes, Pfingsten. Um uns mit großer Achtung vor der Person des hl. Geistes zu erfüllen, uns auf seine

geheimnisvollen,

reichen Gaben hinzuweisen

und uns mit großem Verlangen nach neu himmlischen Geschenken auszurüsten,

uns die Kirche an den Sonntagen, die Pfingstfest vorausgehen, die Rede des Herrn Augen, mit denen er imhohenpriesterlichen bet" die Jünger aufmerksam gemacht hat auf

sei- legt dem

vor

Ge- den

göttlichen Gnadenspender und Tröster. So auch im heutigen Evangelium.

Wenn der Tröster kommt, wird er der Welt zum Bewußtsein bringen, daß es eine Sünde, eine Gerechtigkeit und ein Gericht gibt: eine Sünde, weil sie nicht an mich geglaubt hat: eine Gerech­

tigkeit, weil ich zum Vater gehe; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt bereits gerichtet ist."

Erkenne also, mein Ehrist, daß die Welt vom Heiland selbst auf die Anklagebank gesetzt wird, daß ihr ihre Sünden vorgerupft werden, daß ihr das Urteil gesprochen wird.

Drei Verbrechen sind es aber, derentwegen die Welt auf der Anklagebank sitzt.

Das erste Verbrechen ist der Unglaube. Der Prophet von Nazareth kam als Gottesbote in die

Heute, am 24. April

Landtags-Wahl!

Restlose Wahlbeteiligung ist heilige Pflicht!

Wir wählen Liste 3

Zenlrumsparkei!!

Welt, predigte öffentlich drei Jahre lang auf Stra­ßen und in Kirchen, wirkte Wunder ohne Zahl, er­weckte Tote zum Leben. Als er aber daran ging, Glauben zu fordern an seine göttliche Sendung, da hat er von derWelt", vom Satan und seinen Helfershelfern, von Jesu Feinden Widerspruch er­fahren und wurde ans Kreuz geschlagen. Mit wohltuender Offenheit hat der hl. Geist durch den Mund des hl. Petrus den Juden dieses Verbre­chen vorgehalten, als er kurz nach Pfingsten zu ihnen sprach:Ihr habt den Heiligen und Gerech­ten hinter dem Mörder Barabbas zurückgestellt, den Urheber des Lebens aber habt ihr gekreuzigt." (Apg. 3, 14.)

Auch in unsern Tagen legt der hl. Geist durch den Mund der Kirche Zeugnis ab für Christus und seine Gottheit, wie überhaupt die ganze Ge­schichte des Christentums nichts anderes ist als der Triumph des Heilandes, die Verkündigung seiner Lehre, die Durchführung seines Programms, die Widerlegung seiner Gegner.

Das zweite Verbrechen, dessen die Welt ange­klagt wird, folgt aus dem ersten und besteht in der Ungerechtigkeit Jesus gegenüber. Denn was hat die Welt mit Jesus gemacht und was macht

sie setzt noch aus ihm? Einen Betrüger, einen Lügner, einen Volksv-erderber, einen Revolutio­när, einen gemeingefährlichen Menschen, für den der Galgen gerade gut genug ist. Welchen Spott treiben nur die Gottlosen in Rußland mit Jesus, mit seiner Lehre, mit seinen Sakramenten, mit seinem Kreuz, mit seinen Bildern. Haufenweise werden sie aufgeschichtet und den Flammen über­geben. Doch es gibt auch Jesus gegenüber eine Gerechtigkeit. Hat ihm nicht der himmlische Va­ter einen Ehrenplatz zu seiner Rechten eingeräumt und ihm einen Namen gegeben, der über alle Na­men ist, daß im Namen Jesu sich alle Knie beu­gen? Und ersinnt nicht die Kirche, vom hl. Geist erleuchtet, die rührendsten Huldigungen für ihren Stifter und Bräutigam? Was sind unsere Got­tesdienste, unsere Prozessionen, unsere Katholiken­tage, unsere eucharistischen Feiern, zumal die eu­charistischen Weltkongresse anders als gewaltige, hinreißende Kundgebungen für Christus, den Got­tessohn, das einzige Heil der Welt? Schließen wir uns diesen Huldigungen nach Kräften an. und wir werden gegen das Gift des Unglaubens ge­feit sein.

Das dritte Verbrechen, das halten wird, ist die Freundschaft dieser Welt. Satan ist gemeint, des Unglaubens, der Vater der

der Welt vorge- mit dem Fürsten Er ist der Fürst Lüge, der Zwie-

tracht, der Schlechtigkeit, des Unglücks, der ewigen Verdammnis. Wer hat den Unglauben in die Welt gebracht? Der Teufel. Wer hat Zwietracht zwischen Gott und seinem Schöpfer, Zwietracht zwischen Kain und Adam, zwischen Menschen und Menschen, zwischen Völkern und Völkern gesät und freut sich immer noch dieses traurigen Handwerks? Der Teufel. Wer hat Freude daran, die Men­schen zu quälen, in Versuchung, Not und Leid, Nacht und Verzweiflung und zu guter Letzt in den Pfuhl des höllischen Feuers zu stürzen? Der Teu-

fel. Doch dieser richtet. Christus Waffen aus der macht verurteilt. Apostel und ihre

Fürst der Welt ist bereits ge» hat sein Reich erobert, ihm die Hand geschlagen, ihn zur Ohn- Auch der hl. Geist übt durch die Nachfolger Herrschaft über den

Fürsten der Finsternis. Als der Satan versuchte, durch Ananias und Saphira einen Keil in die Kirche zu treiben, wer hat da dem Teufel die Maske vom Gesicht gerissen? Petrus ist es ge­wesen. Warum, so herrschte er den unglücklichen Ananias an, warum hat der Satan dein Herz ver­sucht, zu lügen dem hl. Geist? Ist es nicht eine bekannte Tatsache, daß durch Zulassung Gottes immer wieder Satan eine gewisse Herrschaft über die Seelen und Körper ausübt, die aber gerade durch die Kirche und ihre Diener gebrochen wird? Erst Ende vorigen Jahres hat ein katholischer Geistlicher in einem bayerischen Dorf eine Teufels­beschwörung mit Erlaubnis des Bischofs erfolgreich