Einzelbild herunterladen
 

VeUsgvzumN MlsbeMblstt

j|r 12 Sonntag, 20. März 1932

Wochenkalender»

Sonntag, 20. März. Palmsonntag.

Montag, 21. März. Vom Tage. Benedikt, Abt.

Dienstag, 22 März. Vom Tage.

Mittwoch, 23. März. Vom Tage.

Donnerstag, 24. März. Gründonnerstag.

Freitag, 25. März. Karfreitag.

Samstags, 26. März. Karsamstag.

Palmsonntag»

Epistel. PHUrpper 2, 5—it.

Evangelium. Matthäus 21, 1—9. Jesu Einzug in

Jerusalem.

In jener Zeit näherte sich Jesus Jerusalem und fam nach Bethphage am Oelberge. Da entsandte er zwei von seinen Jüngern mit dem Auftrage: „Geht in den Flecken, der vor euch liegt. Alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen dabei Bindet sie los und bringt sie mir. Wenn euch jemand darü­ber zur Rede stellt, so sagt: „Der Herr bedarf ihrer", und sogleich wird man sie 'freigeben. Dies alles ist ge­schehen, damit das Wort beim Propheten in Erfüllung gehe: „Sagt der Tochter Sion: Siehe dein König kommt zu dir in Sanftmut, er sitzt auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres". Die Jün­ger gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte. Sie brachten die Eselin und das Füllen herbei, legten ihre Kleider auf sie und ließen ihn daraufsitzen. Sehr viele aus dem Volke breiteten ihre Kleider auf den Weg hin, andere schnitten Zweige von den Bäu­men und streuten sie auf den Weg. Die Volksscharen, die ihm vorauszogen und die ihm nachfolgten, riefen mit lauter Stimme: „Hosauna dem Sohne Davids! Hochgelobt. der da kommt im Namen des ^errn'"

Des Mrzgefchent des katholische« Volkes an den hl. Zrseph.

Gerade der Monat März zeigt es in jedem Jahre, welche tiefe Verehrung zum hl. Joseph in der Seele des Volkes, vor allem unter dem schlich­ten einfachen Landvolk, lebt. Kein Wunder. Der heilige Joseph hat ja in seinem irdischen Leben dieselben Sorgen getragen, im Schweiße seines Angesichts harte Arbeit verrichtet, Flüchtlingsnot und Erwerbslosigkeit durchkostet. Darum fühlt sein Herz auch warm lind väterlich für die Not des armen Volkes.

„All' deine Plag' ihm künd' und klag':

Er wird dich wohl verstehen."

Er ist bestellt in dieser Welt,

Ein Tröster aller Armen;

Geh' hin, o Christ, wo Joseph ist,

Er muß sich dein erbarmen."

Aus diesem Beweggründe heraus opfert das gläubige Volk diesem seinem Lieblingsheiligen im Monat März reichlich seine Gaben. Es werden sehr viele heiligen Messen bestellt zu seiner Ehre. Es werden sehr viele Kerzen geopfert für seinen Altar.

Eine Opfergabe aber wird nicht lnehr so reichlich in die Vaterhand des heiligen Joseph gelegt, die Gabe des Sankt Josephspfennig zur Heranbil­dung würdiger P r i e st e r.

Wenn du eine Kerze für den Sankt Josephs- Altar opferst, so willst du, daß diese brennende Kerze in flammender Inbrunst in deinem Anlie­gen so lange zu Sankt Joseph betet, bis das letzte Fünklein im letzten Tröpflest, Wachs erloschen ist. So sieht man auf manchen Josephs-Altären den ganzen Monat hindurch oft 20 und mehr Kerzen brennen in den Anliegen des Volkes. Hierin än­dere die Art deiner seitherigen Josephsopfer. Gib einen Teil des seitherigen Kerzenopfers als Jo­se p h s p f e n n i g in die Hand des hl. Schutz­herrn unsrer Kirche. Er wird mit diesen Gaben Priesterseelen heranbilden und zum Altare füh­ren. Und diese Priesterseelen werden dann täglich als lebendige Gottesflainmen am Altare die An­liegen ihrer Wohltäter rum Throne Gottes empor- *rn$en- Trageser, Pfr.

Fulda und Rom.

(Aus dem Kirchl. Amtsblatt.)

Aus Anlaß des 10. Jahrestages der Erhebung Pius XI. auf den Päpstl. Stuhl habe ich Sr. Hei­ligkeit die Glückwünsche der Diözese Fulda über­sandt. Darauf hat Se. Eminenz, Kardinal Pacell, im Auftrage des Hl. Vaters ein huldvolles Dank­schreiben an mich gerichtet. Indem ich dem Kle­rus und den Gläubigen meiner Diözese den Wort­laut beider Schreiben hiermit zur Kenntnis bringe, ersuche ich die hochwürdigen Geistlichen zu eifrigem Gebete für den Hl. Vater und die Anliegen der Kirche aufzufordern. Auch erinnere ich eindring­lich an das große Anliegen der Kirche, besonders der Diözese Fulda, nämlich die Wiedervereinigung im Glauben und gebe der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß gerade das Gebet in dieser Meinung besonders am Grabe unseres Glaubensvaters, des hl. Bonifatius im Dome zu Fulda, eifrig gepflegt werde, sei es bei Andachten, bei den Prozessionen oder bei Einzelbesuchen.

Fulda, den 10. März 1932.

f Joseph Damian, Bischof von Fulda.

Schreiben an den Hl. Vater:

Heiligster Vater!

Heute vollendet sich das zehnte Jahr, daß Eure Heiligkeit als Stellvertreter Christi den Stuhl Petri bestiegen. Auf allen Altären der Kirche Christi steigen barum heute frohe Dank- und heiße Bittgebete zum Himmel empor.

Den demütigst unterzeichneten Bischof von Fulda hat es bârum gedrängt, das Grab des heil. Bonifatius zu besuchen und dort an der ehrwürdi­gen Ruhestätte unseres, der Kirche und ihrem Oberhaupte so treuen Glaubensvaters feine dank­baren Glückwünsche Eurer Heiligkeit zu senden.

O wie viel verdankt das Corpus mysticum Christi, seine Kirche, ihrem sichtbaren Haupte Pius Xt„ der, so ganz durchdrungen von Christi Geist, vom Beginn seines apostolischen Amtes kein höheres Ziel kannte und erstrebte, als alle mit dem Geiste Christi zu durchdringen und so die Quelle des wahren Friedens allen zugänglich zu machen. Darum schwebte Eurer Heiligkeit stets der Wahlspruch vor: „Pax Christi in regno Christi."

Deswegen drängt es mich, Eurer Heiligkeit im Namen der ganzen Diözese Fulda innigst zu dan­ken für die hingebenden Opfer, um den Geist Christi in alle Herzen zu senken, ihn zu erweitern durch den Missionsgeist, ihn zu verteidigen gegen seine Feinde, ihn einzusenken in das Privat- und Familienleben, in Unterricht und Erziehung, in das Gesellschafts- und Völkerleben.

Mit dem kindlichen Dank verbinden wir unser heißes Gebet, daß die Absichten in der Arbeit Eurer Heiligkeit von Christus gesegnet und mit dem ersehnten Erfolge des Pax Christi gefrönt werde.

Darum verspricht der Bischof von Fulda Sorge zu tragen, daß die Lehren, Anordnungen und Wünsche unseres hl. Vaters von allen er­kannt und treu befolgt werden.

Das sei mein Gelöbnis am heutigen Tage oom Grabe und im Geiste unseres Glaubensvaters. Dazu bitte ich demütigst um den väterlichen Apo­stolischen Segen.

Eurer Heiligkeit in treuem Gehorsam und kindlicher Liebe

ergebenster

's Joseph Damian, Bischof von Fulda.

Fulda, den 6. Februar 1932.

Antwort des hl. Dalers.-

Dal Vaticano, am 26. Februar 1932.

Eure Exzellenz!

Hochwürdigster Herr Bischof!

Dem Heiligen Vater gereicht Ihr frommes Ge­bets- und Wunschgedenken für Ihn am Grab des heiligen Bonifatius zu besonderem Troste. In

Seinem Namen beehre ich mich, Ihnen innigen Dank dafür auszusprechen

Seiner Heiligkeit ist das warm gehaltene Schrei­ben Eurer Exzellenz ein neuer Beweis, daß die lebensvolle Verbindung zwischen Rom und Deutschland, die einst der heilige Bonifatius so eifrig gepflegt hat, van dessen Nachiolgern im Bischafsamte als kostbares Erbe gewahrt und daß sie ganz besonders auch von Eurer Exzellenz, deren Obhut das teuere Grab jenes verdienstvollen "postels der Deutschen anvertraut ist, vorbildlich hochgehalten wird

Zum Zeichen Seiner huldvollen Gesinnung für Eure Exzellenz sendet Ihnen der Heilige Vater vom Grabe des Apostelfürsten Seinen besonderen Segen mit dem tiefempfundenen Wunsche, daß Gottes reichste Gnade allzeit mit dem Oberhirten der Diözese Fulda und ihren Gläubigen bleibe.

Mit dem Ausdruck herzlicher Verehrung bin ich

Eurer Exzellenz ergebenster

E. Kard. Pa c e l l i.

Zungmünuerexerzitien.

Die Jungmännerexerzilien finden auch dieses Jahr wieder in der Karwoche zu Bad Soden (Marienheim) statt. Die Herren Präsides mögen sich bemühen, trotz der Ungunst der Zeitverhältnisse einen oder den anderen ihrer Jungmänner für die Teilnahme an den Exerzitien zu gewinnen. Die Anmeldungen sind an das Marienheim in Bad Soden-Salmünster zu richten. Die Verpflegungs­kosten betragen nur 6 Mark, Die Exerzitien begin­nen am Gründonnerstag abend 8 Uhr und schlie­ßen am Ostersonntagmorgen.

Bischöfl. Generalvikariat.

Kus der Diözese fiitta

Heilige Weihen.

Samstag, den 12. Mürz, hat der Hochw. Herr Bischof die hl. Subdiakonatsweihe an folgende Alumnen des Priesterseminars erteilt: Robert Ar­nold aus Bad Salzschlirf, Pius Burkard aus Roßbach. Wilhelm “ Dominka aus Dingelstädt, Franz Christoph Gesang aus Bad Pyrmont, Paul Oberthür aus Hsiligenftadt, Eduard Paul aus Emsdorf, Eduard Pfeifer aus Höchst (Kr. Geln­hausen), Franz Schopp aus Bad Orb. Moritz Weinrich aus Steinbach (Eichsfeld). Die genann­ten Kandidaten empfingen am Sonntag, den 13. Mürz die hl. Diakonatsweihe. Die Weihsfeierlich- kciten fanden in der Marienkapelle des Domes statt.

Spendung der hl. Firmung 1932. Der Hochw. Herr Bischof wird im Jahre 1932 die hl. Firmung spenden: in den Dekanaten Geisa, Heilwenstadt, Hünfeld, Kirchworbis, Neuhof und in den Genrein­den der Städte Fulda und Kassel.

Fulda. Der Magistrat wählte zum Konrektor für die in Fulda erledigte Konrektorstelle ^Herrn Lehrer Rudolf Happ von der Dom'chule. Ferner wählte der Magistrat für eine Ostern zur Erledi­gung fommenbe Lehrerstelle den bisherigen Lehrer in Wissels, Herrn F a ß b e n d e r.

„Zeugen Jehovas" — io nennen sich zur Ab­wechslung einmal die „Ernsten Bibelforscher" jene Sekte, die durch Verbreitung von Flugblättern. Traktälchen und Büchern für ihre verworrenen Ideen wirbt. Zur Zeit wirken sie wieder einmal in Ftllda, belästigen die Klöster, indem sie „lie­benswürdige" Briefe über die Mauer werfen unb halten Versammlungen. Da die Stadt Fulda die­sen kirchenfeindlichen Sekten die fRäume des Stadt­saals verweigert, haben sie in einer Gastwirtschaft einen Saal zu finden gewußt. Man muß sich wun­dern, daß ein Wirt seine Räume für solche Bestre­bungen hergibt! Die Blätter unb Traktütchen die-