stücke, Deklamationen, Lieder und theatralischeDarvie- tungen sorgten für den frohen Abschluß des Bètsammen- seins.
Hohengandern. Die Jungschar unseres katholischen Jungmännervereins hielt am vergangenen Sonntag ihre Wimpelweihe. Nach der erhebenden Weiheandacht verbrachten die Jungmannen frohe Stunden tn ihrem Ver- einshause. ,
hausen. Auch in unserem Gesellenverein sprach Vi- aenräfes Döbler-Gotha über Fragen der Wirtschaftskrise und der Arbeitslosigkeit. Der Nachmittag brachte einen Besuch der Domäne und der Frauenschule Reiffenstein Nach einer Aussprache über Obstbau und Hühnerzucht sanden sich die Mitglieder am Abend mit ihren Angehörigen zu einem Vortragsabend ein, aus dem Vikar Rose als Präses über den Gesellenverein referierte. Kurt Döbler kennzeichnete dann in längeren Ausführungen die heutige Zeit mit ihren weltanschaulichen und politischen Strömungen.
Hundeshagen. Einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde, der vielgereiste Musiker Christoph Nacht- weg ist 85jährig gestorben.
Jützenbach. Einer der Mitbegründer unseres Gesellenvereins, Benedix Freundlieb, wurde von seinen Angehörigen nach der Fastenandacht bewußtlos im Zimmer angetroffen und ist in derselben Nacht dem Schlaganfall erlegen. Vor drei Jahren war es ihm vergönnt, die goldene Hochzeit au feiern.
Kirchworbis. Das langjährige Mitglied der hiesigen Zentrumsortsgruppe, Maurer Wilhelm Seeboth, der lange Jahre in der Gemeindeverwaltung und als zuverlässiger Gemeinderechner wirkte, ist im Alter von 51 Jahren den Folgen eines im Kriege zugezogenen Herzleidens erlegen.
Kirchgandern. Altveteran Gottfried Zicke, der als gedienter Sanitäter während seines langen Lebens in zahllosen Unglücksfällen hilfreich beisprang, ist im Alter von 87 Jahren gestorben und unter Teilnahme fast aller Einwohner zur letzten Ruhe gebettet worden.
Kreuzebra. Die Großmutter des Präfekten Bolte in Heiiigenstadt konnte ihren 90. Geburtstag feiern. Ein Sohn unserer ältesten Einwohnerin wirkt als Pfarrer in Nordamerika. Drei Priester sind aus der Familie der hochbetagten Greisin hervorgegangen. 21 n ihrem Ehrentage feierte der priesterliche Enkel das feierliche Hochamt
Lutter. Auch hier bot der Vizepräses Kurt Döbler- Gotha den Gesellen- und Jünglingsvereinsmitgliedern interessante Einblicke in die heutigen Zeitverhältnisse. In einer freien Aussprache wurden die unglückseligen Wirt- schaftserscheinungen der Gegenwart beleuchtet. Dem nachmittäglichen Ausflug folgte ein Vortragsabend, be' dem die Erziehung des jungen Mannes zu Familie, Demokratie und Völkerfrieden eingehend erörtert wurde.
Struth. Im St. Bernwardskloster zu Hildesheim wurde die Tochter unseres Lehrers Döring als Schwester des Vinzentinnerinnenordens eingekleidet, nachdem vor einem Jahre ein Bruder von ihr in Bad Driburg das Kleid der Steyler Missionsgesellschaft genommen
Struth (Eichsfeld). Die ehemalige Kirche des Klosters Zella, die schon seit Jahren nicht mehr (wie es leider früher geschah) als Stall benutzt wird, sondern als Sammelstätte für Altertümer dient, soll noch mehr den Charakter eines kleinen Museums erhalten. Rittmeister v. Fries will den Fremden, die Kloster Zella besuchen, diese alte Kulturstätte wertvoll machen.
Teistungen. Gelegentlich eines Vortragsabends des hiesigen Gesellenvereins sprachen Dr. Radke über das Reichsmilchgesetz und Obstbauinspektor Bayer über Obstbau, Obstbaumschädlinge und deren Bekämpfung. — Pater Prior des Augustinerklosters zu Germershausen hielt für unsere Frauen eine Missionserneuerungswoche, die sich einer regen Beteiligung erfreute.
Wingerode. Ein Trupp von Nazijüngern beglückte unsern Ort. Der Redner, der sich nicht durchsetzen konnte, trat schließlich mit feinen (Befolgmannen unverrichteter Dinge den Heimweg an.
Worbis. Die Aufnahme der Schulneulinge in die katholische Volksschule erfolgt am Donnerstag. 23 d. Mts., um 9 Uhr. — Die Industrie- und Handelskammern Mühlhausen i. Th. u. Kassel haben vereinbart, zur Wahrung ihrer gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen die Bezirke beider Kammern zusammenzulegen und eine Kammer mit dem Sitz in Kassel zu errichten. Die neue Kammer erhält den Namen „Industrie- und Handelskammer Kassel-Mühlhausen, Sitz Kassel." Zur Wahrung der lokalen Belange der eichsseldischen Kreise wird
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9 Salate usw. durch wenige Tropfen â MAGGI5 Würze
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in Mühlhausen eine Zweigstelle errichtet. — Die Ortsgruppe der Zentrumspartei hatte am Mittwoch zu einer Versammlung im Schützenhaus eingeladen, die der Vorsitzende, Kaufmann Hermann Rummel, leitete. Reichstagsabgeordneter Gerig-Köln sprach über die deutsche Innen- und Außenpolitik. Er rechnete gründlich mit der nationalen Opposition ab und bezeichnete es als Ehrenpflicht, am 13. März Hindenburg zu wählen. Seine Ausführungen fanden allgemein Beifall. Herr Stadtdechant Buch trat ebenfalls warm für Hindenburg ein. Die Versammlung nahm einen ruhigen Verlauf.
Die ihre Ostern nicht halten.
Eines Tages ging der selige Don Bosco durch die Turiner Vorstadt. Er hatte es eilig. Die Straßen der Stadt sind aber manchmal eng und schmal. In einer engen Gasse versperrte ihm plötzlich ein Fuhrwerk den Weg. Don Bosco traute den Gäulen nicht, denn manchmal sind sie störrisch und schlagen aus. Darum blieb er stehen und überlegte. Soll er sich zwischen Pferd und Haus sachte vorbeidrücken oder lieber doch umkehren und durch die nächste Gasse gehen? Da sieht der Metzgermeister den zögernden Priester. „Gehn's nur ruhig vorbei, hochwürden! Der Gaul tut Ihnen nichts" Darauf der Selige: „Meine Mut- ter sagte immer: „Hänschen, hüte dich vor denen, die ihre Ostern nicht halten!" Daher nehme ich mich in acht." Sprach's, lächelte den Mann an, klopfte dem Pferd freundschaftlich auf den Rücken und setzte gelassen seinen Weg fort. — Am nächsten Sonntag kniete ein Turiner Metzgermeister im Beichtstuhl und hielt seine Ostern . . .
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Rom. Das Programm für das 700jährige Jubiläum des Todes des heiligen Antonius von Padua liegt jetzt in den Hauptzügen fest. Am 28. Mai trifft der päpstliche Legat Kardinal Lega mit einer päpstlichen Abordnung in Padua ein und wird sich dort zur Abhaltung der kirchlichen Feierlichkeiten bis zum 2. Juni aufhalten. — Im römischen Palast des Fürsten Doria wurde durch die Königin von Italien eine Ausstellung kunstvoller Paramente für den Kardinal-Legaten eröffnet.
Meschede (Sauerland.) Durch päpstliches Dekret vom 10. Februar 1932 wurde die Niederlassung der Missions- benediktiner zu Meschede in Westfalen zum selbständigen Priorat erhoben. Der Erzabt von St. Ottilien Dr. Chroysostomus Schmid ernannte sodann den bisherigen Oberen des Mescheder Klosters P. Linus Leberle O. S B. zum ersten Prior. Das Kloster ist errichtet unter dem Titel vom Königtum Christi. Es führt deshalb fortan den Namen: K ö n i g s m ü n ft e r. Auf Ersuchen der städtischen Behörden tarnen die Benediktiner Ostern 1928 nach Meschede und richteten sich vorläufig in der Stein- straße ein, wo ihnen die Stadt ein Prioathaus zur Verfügung stellte. Schon Pfingsten war es möglich, die ersten Missionsschüler aufzunehmen. Bald waren jedoch die Räumlichkeiten zu eng. Um für die Schüler mehr Raum zu haben, schufen sich die Patres ein eigenes heim nahe am Baugelände für das eigentliche Kloster, wohin sie Ostern 1930 übersiedelten. Eine geräumige Kapelle gab nun die Möglichkeit, den Gottesdienst feierlicher zu gestalten. Die schwierigen Zeitverhältnisse drohten ein großes Verhängnis für die Entwicklung zu werden. Mit Gottes Hilfe und infolge überaus großen Entgegenkommens seitens der Behörden und der Bevölkerung ist es doch gelungen, die Gründung zu festigen und nunmehr kanonisch zu konstituieren. Das Kloster kann nun auch für seinen Nachwuchs selbst sorgen und Kandidaten als Chornovizen und Laienbrüder aufnehmen. Als eine besondere Aufgabe ist den Benediktinern zu Meschede die Uebernahme der Städtischen höheren Schule gestellt. Hier studieren mit den Schülern aus Stadt und Umgebung auch die Klosterschüler des Konviktes. Die Leitung der Schule liegt bereits jetzt in Händen eines Patres.
Karlsruhe. In Leipferdingen brannte die aus dem Jahre 1111 stammende alte, kunstvolle Wallfahrtskirche nieder. Das Langhaus stammte von 1482 und war 1907 restauriert worden.
Berlin. Wie das Bischöfliche Ordinariat Berlin mitteilt, besteht die Absicht die praktische Ausbildung der Priesterkandidaten für das Bistum Berlin im letzten Studienjahr vor der Priesterweihe nach Berlin selbst zu verlegen. Bis jetzt besucht die Mehrzahl der Theologiestudierenden des Bistums Berlin nach Ablegung des Abiturs die katholisch-theologische Fakultät der Universität Breslau, während ein geringer Teil der Theologiestudiereuden in den staatlich anerkannten theolo-
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gischen Hochschulen in Fulda und Frankfurt a. M. Aufnahme findet. Nach vierjährigem wissenschaftlichen Studiengange erhielten die Berliner Theologen bisher ihre praktische Ausbildung im fürsterzbischöflichen Alumnat in einem einjährigen Alumnatskursus. Dieser Alumnatskursus soll mit Beginn des Sommersemesters 1932 nach Berlin-Hermsdorf in das bisherige Kinderheim der Dominikanerinnen verlegt werden, das sich für die Errichtung eines Priesterseminars eignet und fast keine Umbauten zu diesem Zwecke erfordert.
Die Entwicklung des Berufes katholischer Gemeindehelferinnen schreitet trotz der Not der Zeit langsam aber stetig voran. Immer stärker arbeitet sich dabei der Gedanke heraus, daß für diese kirchliche Hilfsarbeit eine möglichst klar durchgearbeitete, spezifische Berufsausbildung, die neben religiösem und sozialem Wissen besondere Forderungen an die Persönlichkeitsbildung stellt, am ehesten vor Mißerfolgen und Rückschlägen in der Berufsentwicklung bewahren kann. Diesen Umstand hat die Berufsgemeinschaft katholischer Gemeindehelferinnen, in der Ordensfrauen und weltliche Kräfte zusanunengeschlossen sind, dadurch Rechnung getragen, daß in Zukunft die Mitgliedschaft nur noch erwerben kann, wer eine mindestens zweijährige entsprechende Vorbildung mit kirchlicher Abschlußprüfung nachweisen kann. Von den gleichen Grundsätzen geht die Geschäftsstelle der Berufsgemeinschaft aus bei ihrer ausgedehnten Stellenvermittlung. Es ist von Interesse, daß die sozialen Frauenschulen Aachen, Breslau,. Dortmund, Heidelberg und München ihren Kursen einen besonderen Kursus mit kirchlicher Prüfung für Gemeindehelferinnen angegliedert haben. Mit besonderer Empfehlung sei hingewiesen auf die einzige spezifische Berufsschule, die Katholische Gemeindehelferinnenschule des Deutschen Karitasverbandes (Freiburg i. Br., Werthmannplatz 4), die sich auf Grund weitgehendster Erfahrung mit selbständigem kirchlichen Lehr- und Er- ziehungsplan im Jahre 1928 gebildet hat. Zur Pflege des Berufsgedankens nach der religiösen um ^-^iAen Seite gibt die Berufsgemeinschaft die Zeitschrift „Die katholische Gemeindehelferin" heraus und veranstaltet zahlreiche Bezirkstagungen und Einkehrtage. Alljähr- jährlich findet eine größere Tagung statt.
Die katholischen Beamten. Der Vorsitzende des Verbandes katholischer Beamtenvereine, Aug. Asmuth, schließt einen Artikel: „D i e ka t h o l i s ch e n Beamten stehen zu Hindenburg", mit folgenden Sätzen: „Lange genug hat das heutige Staatsvolk das verantwortungslose Treiben des Nationalsozialismus mit allzu großer Nachsicht geduldet. Der Staat von heute muß sich nun endlich auf sich selbst besinnen und seine Autorität vor allen staatsfeindlichen Elementen, gleichviel ob sie links oder rechts stehen, energisch und mit Nachdruck schützen. Denn der Staat, der sich nicht selbst^ respektiert, hat aufgehört, Staat zu sein. Daher muß auch die Parole des Staatsvolkes lauten: Heraus aus der Reserve! Heraus aus der Verteidigung zum Angriff! Am 13. März schlägt Deutschlands Schicksals stunde . Die Reichspräsidentenwahl entscheidet darüber, ob der Machtwille politischer Hasardeure oder staatspolitischer Vernunft das deutsche Volk in Zukunft regieren wird. Wir katholischen Beamten wollen bei dem Generalangriff nicht fehlen. Die Stimme eines jeden katholischen Kollegen, jedes Mitgliedes einer katholischen Beamtenfamilie gehört unserem Kandidaten Hindenburg. Wir schulden es dem in Sturm und Drang erprobten Freunde und Netter des Volkes.
Aur ein Groschen ♦ . -
Ohne Unterbrechung ertönt es mit heiserer Stimme immer rvieder in das George! und Getute des Rummelplatzes „Nur ein Groschen", ruft der Mann von der Schaubude her, davor ein schäeier- verhülltes Weib steht. „Bloß zehn Pfennige für das größte Weltwunder, Mann und Frau zu- gleich."
Was ist ein Groschen? Kaum soviel, als früher zehn Pfennige? Er juckt in den Taschen der Jugendlichen, denen eigentlich, wie ein Plakat besagt, der Zutritt verboten ist. Aber was bedeutet solch ein Schild? — Es ist die beste Reklame. das feinste Lockmittel. „Nur für ein Groschen, meine Herrschaften, treten sie ein---"
Und es strömt hinzu Immer mehr verschwinden hinter den schmutzigen roten Plüschvorhängen. Meist nur Jugendliche, ast noch Kinder. E n Lächeln huscht über das bemalte Gesicht des hageren