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für die katholischen Gemeinden Kassels.
$r|d)efnt leben Sonntag und kostet monatUlV Ausgave A 40 IL-Piennig 3 45 Ä.-Pfennig (SufteQgebfibr «pra)
Wochenkalender»
Sonntag, 13 März. Paffionssonntag.
Motitag, 14. März. Mathilde, Wwe, Königin.
Dienstag, 15. März. Clemens Maria Hofbauer, Bek.
Mittwoch, 16. März. Vom Wochentag.
Donnerstag, 17. März. Patricius, Bischof Bek.
Freitag, 18. März. F e st der 7 Schmerzen Mariä.
Samstag, 19. März. F e ft des hl. Joseph.
NB.! Vom 16. bis 18. März Triduum z. E. des hl. Joseph. — Am 19. März, 25. Jahrestag der Bischofsweihe des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Joseph Damian.
Passions-Sonntag»
Epistel. Hebräer 9, 11—15.
Evangelium. Johannes 8, 46—59. Jesus inmitten seiner
Feinde.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Scharen der Juden: „Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid." Die Juden entgegneten ihm: „Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?" Jesus erwiderte: „Jcl) habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Jcl) bin aber nicht auf meine Ehre bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht schauen in Ewigkeit." Da sprachen die Juden: „Nun erkennen wir, daß du einen bösen Geist hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: „Wenn jemand meine Worte bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht kosten. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?" Jesus entgegnete: „Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts; mein Vater ist es, der mich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott, und doch kennt ihr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; und wollte ich lagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Won. Abraham, euer Vater, jubelte, daß er meinen Tag sehen wollte. Er iah ihn und freute sich." Da sagten die >uiden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und wicht Abraham gesehen haben?" Jesus erwiderte ihnen: „Wahrlich, wahrlich, sage ich euch: Ehe Abraham ward, bin ich." Da hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen, Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tenipsl hinweg
Sein Angesicht mit Schmach beOedt.
erhüllt sehen wir in unsern Domen und Kirchen die Kreuzbilder des Herrn vom heutigen Passions - Sonntag an bis zum düstern Karfreitag. Hat es nicht den Anschein, als müßte der Hei
land sich bedecken und verhüllen, daß wir die ihm angetane Unbill und Schmach nicht sehen? Und doch verlangtes von uns die Dankbarkeit, auch der Leuten Schmach und Erniedrigung unseres
I Erlösers nicht auszuweichen, sondern vielmehr sie I ins einzelne zu betrachten
Sein Angesicht mit Schmach bedeckt. Schon durch den Mund des Propheten Jsaias stimmt der Herr die Klage an-
„Meinen Leib gab ich denen, die mich schlagen und meine Wangen denen, die mir die Haare aus- ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ ▼ Heute ▼
■ am 13.mäC3 ist ■ Seichspräsidenle»- Wahl!
Mr wählen
Paul von Hindenburg!
Niemand versäume die Wahl! Es kommt auf jede Stimme an!
raufen. Mein Antlitz verbarg ich nicht vor denen, die mich lästern und anspucklen."
Besonders vor dem Richlerstuhl des Kaiphas wurde dem Heiland der bittere Trunk der Entehrung und Schmach bis zur Hefe gereicht.
Wer war dieser Kaiphas? „Der Hohepriester jenes Jahres", sagt kurz und bündig der Evangelist Iohannes. Offenbar ein Mann von Fähigkeiten und Tatendrang. Aber ein Mann, bis zum Platzen gefüllt mit Scheelsucht und Neid. Das Licht des Propheten aus Nazareth stand ihm im Wege und darum mußte es ausgelöscht werden. Bevo-' noch eine geordnete Untersuchung stattgefunden hatte, war der Tod Jesu schon eine beschlossene Sache. Nur Spiegelfechterei, Heuchelei und Scheinheiligkeit war das ganze Verfahren des Hohevrie-
sters gegen Jesus. Kaiphas war es auch, wie Johannes erzählt, der den Juden den Rat gegeben hatte: „Es ist besser daß ein Mensch stirbt, als daß das ganze Volk zugrundegeht." Es glaubte nämlich dieser Tor, Jesus würde das Land durch seine Lehre in Unruhe versetzen und die Römer hätten dann einen willkommenen Vorwand, ins Land ein- zurücken und es dem Römerreich einzuverleiven. Aus Furcht. das irdische Reich zu verlieren, hat er Jesus dem Tode überliefert und so hat er das irdische mitsamt dem himmlischen eingebüßt, sagt der hl. Augustinus.
Früh morgens, vielleicht um 4 oder 5 Uhr nach unserer Zeit, hat Kaiphas eine Sitzung des Hohen Rates einberufen. Da sehen wir den Eifer der Feinde. Müßten wir, die wir uns für Freunde Christi betrachten, uns nicht zu Tode schämen, würden wir nicht bisweilen Jesus zulieb, der Religion zulieb, der Ueberzeugung zulieb, dem Himmel zu- lieb ein Opfer bringen, eine Anstrengung auf uns laden, auf einen Vorteil verzichten?
„Der Hohepriester und der ganze Hohe Rat suchten nun nach einer falschen Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn zum Tode verurteilen zu können. Aber trotz der vielen falschen Zeugen fanden sie keines. Zuletzt kamen zwei falsche Zeugen und sagten: dieser behauptet: ich kann den Tempel Gottes niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen. Da erhob sich der Hohepriester und fragte ihn: „Sagst du nichts zu dem, was diese gegen dich vorbringen?" Jesus aber schwieg. Da sprach der Hohepriester zu ihm: „Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns, ob du Christus, der Sohn Gottes bist". Jesus erwiderte ihm: „Ja, ich bin es. Aber ich sage euch, von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten des allmächtigen Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen."
Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: „Er hat Gott gelästert! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt ja soeben die Gotteslästerung gehört Was dünkt euch?"
„Er ist des Todes schuldig", anworteten sie.
Nun spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Andere gaben ihm Backenstreiche und höhnten: „Messias, künde uns, wer hat dich geschlagen?"----
Ist es also wahr, was niederzuschreiben meine Feder sich sträubt? O, es ist wahr, und der Evangelist hat es sorgfältig gebucht: der heiligste aller Heiligen, der König der Engel, der Herr der Welt wurde von rohen Knechten und Soldaten ins Gesicht geschlagen und angespuckt. Der Kulturmensch bäumt sich auf gegen solche infame Beleidigung. Fühlt er sich überlegen, so holt er aus zum Gegenschlag. Zum mindesten ruft er die Gerichte an und verschafft sich durch die Bestrafung des Beleidigers eine Genugtuung. Und Jesus? Hat er sich verteidigt? Hat er die Hand des Angreifers zurück-