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Serie 8 / Nummer S.__________

Dekret, das die Einleitung des Seligsprechungsprozesses anordnete, und 1921 wurde unter Benedikt XV. das Dekret verlesen, das den heroischen Tugendgrad P. Neu- rnanns anerkannte.

Rom. Mit besonderer Erlaubnis des Hl. Vaters ist der Generaldefinitor der Kapuziner P. Gondulphus Vermont von Terneuzen vom lateinischen 311m byzan­tinisch-slawischen Ritus übergetreten. Er soll gemäß einem Beschluß der Ordensleitung die Heranbildung junger Mitglieder des Ordens für die Aufnahme des Apostolates in Rußland vorbereiten. Im Generalrat der Kapuziner zu Rom ist bereits eine Kapelle nach den Vorschriften des byzantinisch-slawischen Ritus einge­richtet. Vier junge Religiösen der niederländischen Ka­puzinerprovinz besuchen das russische Kolleg zu Rom, um mit P. Gondulphus später die Missionsarbeit auf­zunehmen.

Rom. Schwester Maria Irma von den Missionarin­nen der Gesellschaft Mariens zog sich bei Karitasbe­suchen in den Wohnungen Aussätziger in Neukaledonien die Lepra zu. Sie wurde in das Ausfätzigenheim zu Ducos, das von katholischen Schwestern geleitet wird, überführt. Auf Neukaledonien gibt es zur Zeit nach Angabe der ärztlichen Behörden 860 Aussätzige. Die Zahl ist aber viel zu niedrig angegeben. Sie schwankt zwischen 3 und 12 Prozent der Bevölkerung.

Rom. Die seit 50 Jahren in den Missionen der Ma­xisten in Ozeanien arbeitenden Schwestern vom Dritten Regularorden Mariens haben unter dem Titel „Mis- sionsschwestern der Gesellschaft Mariens" die päpstliche Bestätigung erhalten. Die Zahl der 3. Zt. in den Mis­sionen tätigen Mitglieder beträgt 300. Die erste Gene­raloberin ist Amerikanerin. Das Mutterhaus befindet sich in Sainte-Foy-les Lyon (Frankreich).

Prag. Dec Prager Weihbischof Dr. Anton Podlah, Dechant des Metropolitankapitels von St. Veit, ist im Alter von 67 Jahren an einem Herzschlag verschieden. In Weihbischof Podlah verliert die Prager Diözese einen Kirchenfürsten, der ebensosehr durch seine Frömmigkeit wie durch sein gerechtes, lauteres Wesen in weitesten Kreisen größte Hochachtung und Verehrung genoß. Deutsche, Tschechen, Slowaken waren diesem bischöflichen Seelenführer in gleicher Weise verbunden. Sie alle betreute er in ihrer Muttersprache. Daneben war der Verstorbene ein angesehener Kenner der böhmischen Kunst-, Literatur- und Kirchengeschichte. Der Böhmischen Akademie gehörte er als Mitglied an.

Italien. In Turin starb im Alter von 78 Jahren der Generalleiter der Handwerker- und Gewerbeschulen der Salesianischen Gesellschaft, Don Guiseppe Vespignani. Er war vom sel. Don Bosco selbst nach einer Unter­redung ausgenommen worden und hat, von diesem als Missionar nach Argentinien gesandt, zwischen 1877 und 18.95 vier teilweise riesige Anstalten seiner Gesellschaften ins Leben gerufen. Seine drei Brüder und seine drei Schwestern sind in dieselbe Gesellschaft eingetreten.

Spanien. Der spanische Vertreter des französischen „Journal" äußert sich wie folgt über die kommunistische Gefahr in Spanien: „Nach den Aeußerungen von Leu­ten zu urteilen, die ich in den letzten Tagen sprach, zwei­felt kein einziges Mitglied der gegenwärtigen Regie­rung an dem endgültigen Erfolg des Bolschewismus. Vorige Woche hat Indalecio Prieto, der Arbeitsminister, öffentlich erklärt, daß er den Kommunismus hundertmal der Wiederkehr der Monarchie vorziehen würde. Was die offiziellen Leiter der Gewerkschaften in Madrid be­trifft, so sind sie zwar Sozialisten. Aber die wahren Führer sind Kommunisten.

Amerika. In der Kapelle der Notre Dame-Akademie zu Cleveland wurde Frl. Helene Finsel als sechste ihrer leiblichen Schwestern feierlich eingekleidet. Das heilige Meßopfer zelebrierte das siebente Mitglied der Familie, iht Bruder P. Karl Finsel.

Mexiko. Der im Flugzeug entführte Erzbischof Orozco von Guadalarjara ist in Los Angeles (Vereinigt. Staaten) angekommen. Auf dem Wege von feinem Haus zur Kathedrale war er ohne Angabe von Gründen ver­haftet, nach einem Flugzeug geschleppt und damit über die Grenze gebracht worden. Die mexikanische Regie­rung fürchtete wohl, der Erzbischof, der während der Verfolgung von verschiedenen Gebirgsverstecken aus in feiner Diözese den passiven Widerstand gegen die Ver­folgungsgesetze leitete und trotz Aufgebots von 25 000 Mann Truppen nicht gefunden werden konnte, würde das Experiment vielleicht wiederholen.

Südamerika. Für die Diözese Santa Maria im Staate Rio Grande do Sul in Brasilien wurde der

Deutsche- Anton Reis zum Bischof ernannt.. Erzbischof I. Becker von Porto Alegre, ebenfalls ein Deutscher, führte Bischof Reis in sein hohes Amt ein.

Schanghai. Die Studenten der medizinischen Fakultät an der Katholischen Universität zu Schanghai haben sich in den Dienst der Verwundeten- pflcge gestellt. Ein Teil von ihnen hat schon den Dienst im Militärhospital angetreten.

Anking (Zentralchina). Der Jesuit P. Avito ist seit April 1930 in chinesischer Gefangenschaft. Die Räuber beharren auf der Zahlung von 4000 Piastern, die bisher nicht aufgebracht werden konnten. Am 25. November hat man wieder Verhandlungen angeknüpft und das verlangte Lösegeld abgesandt. Das Ergebnis dieser Be­mühungen ist noch unbekannt.

Der pfiffige Rothschttd.

In der letzten Märzwoche des Jahres 1848 qing es in Frankfurt a. M. sehr aufgeregt zu. Im Volke gärte es und man ging bereits dazu über, die Häuser der Reichen zu plündern. So branq auch eines Morgens ein Haufen Männer in das Hans Rothschilds ein, um den Millionär zu sprechen. Einer von ihnen trat als Sprecher auf. Der Sinn seiner Rede war: Die Reichen müßten nun ordentlich hergeben, sonst würde das Volk sie zwingen, mit ihnen zu teilen. Rothschild antwor­tete darauf: „Nun, da wollen wir gleich mit dem Teilen anfangen. Herr Buchhalter", rief er, „le­gen Sie die Quittungsbogen hin." Sich an die Leute wieder wendend, rief er: „Wieviel Vermö­gen glauben Sie wohl, daß ich habe?" Der Spre­cher erwiderte: „Zehn Millionen Gulden", und vermeinte, damit etwas Ungeheures zu sagen. Rothschild bemerkte: „Wir wollen es verdreifachen. Ich besitze zwar etwas weniger, aber ich will eine runde Summe nennen. Wie viele Deutsche gibt es?" — „Gegen dreißig Millionen", sagte der Buchhalter. „Nun, das macht dann auf jeden Deut­schen gerade einen Gulden", versetzte Rothschild. „Quittieren Sie, meine Herren, hier auf diesem Bogen den Empfang eines Gulden, so wird der Buchhalter einem jeden von Ihnen einen Gulden geben." Die Leute sahen erst ganz verdutzt drein, dann nahm aber jeder von ihnen seinen Gulden und quittierte „Ihr könnt es auch draußen wei- tersagen", meinte Rothschild, „daß jeder, der her­einkommt und quittiert, seinen Gulden erhalten wird." Und so geschah es auch am selbigen Tage. Es fanden sich viele Guldenabnehmer ein und am Abend brachten betrunkene Volkshaufen dem pfif­figen Rothschild ein Hoch.

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Zum Paksionsspiel in Erl hat die Reichsbahn für die Zeit vom Mai bis 25. September 1932 zwischen Mün­chen und Oberaudorf, der Bahnstation von Erl-Tirol, den Verkehr besonderer Passionszüge vorgesehen. Bei Be­nutzung dieser Passionszüge genießt jeder Einzelreisende 33& Proz. Preisermäßigung. Außer diesen regulären Passionsspielzügen verkehren aus Deutschland, Holland und Oesterreich zahlreiche Sonderzüge, um Gelegenheit zum Besuche des gewaltigen Passionsspieles in unserem Bruderlande zu bieten. Das Erler Passionsspiel ist ur­alt und ehrwürdig eingebürgert wie ein Kirchenfest. Seine älteste Urkunde datiert aus dem Frühjahre 1631. — Eine eigens errichtete „Organifationsstelle für Erler Passionsspiele 1932" Würzburg, Sterngasse 5, gibt auf alle Anfragen, die das Spiel und den Besuch des Spieles betreffen, bereitwilligst und unverbindlich Auskunft.

Der älteste Deutsche gestorben. Der älteste Mann Deutschlands, Peter Schupp, der vor einigen Tagen seinen 104. Geburtstag gefeiert hatte, ist am Sonntag in Baumbach (Westerwald) gestorben. Er war 1828 in Montabaur geboren. Seitdem vor einigen Jahren fein Sohn als katholischer Pfarrer auch im hohen Alter (fast 70 Jahre) gestorben war, hatte ihn die Gemeinde in treue Obhut genommen.

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Heinzel wandert durch das Iahr. Bunte Bilder und Verslein von J. Bohatta-Morpurgo. 28 Seiten Text mit 12 ganzseitigen Bildern. In Geschenkausstattung Mk. 1.30. Verlag „Ars sacra" Joseph Müller, Mün­chen 13, Friedrichstr. 18. „Heinzel wandert durch das Jahr, durch Sommerhitze und Winterkälte, bei Regen und Sonnenschein, und mit ihm wandern all die Tierlein, die den Kindern so wohl vertraut sind. Alle Tiere des Waldes und Feldes sind dem kleinen Wichtelmännchen

gut. Und das Christkind beschert ihm zu Weihnachten ein Paar wunderschöne Pantoffeln für die kleinen Füße. Die farbigen Bilder von Ida Bohatta-Morpurgo atmen die ganze Anmut und Heiterkeit, die dieser Künstlerin eigen ist.

Einsame Stunden. Von Sophie von Bechthols- heim. 12". 32 Seiten Text und 8 Bilder in Kupfer­tiefdruck. 40 Pfg. Verlag „Ars sacra" Joseph Müller, München 13, Friedrichstr. 18. Diese paar Kapitelchen sind wertvoll für Frauenherzen, die einsam und still ge­worden sind. Sie werden viel Trost, und was wert­voller ist, viel Kraft spenden, wenn sie ebenso schlicht und anspruchslos genommen werden, wie sie gegeben worden sind. Beim Lesen fühlt'man sich in ein trautes versetzt, mitten in ein einfaches aber sauberes Stübchen, durch dessen blumengeschmücktes Fenster die verglühende Nachmittagssonne ihren letzten Gruß schickt, der sich beruhigend uni) verklärend auf die stille Be­wohnerin, ihren schlichten Hausrat und all die beredten Andenken und liebgewonnenen Sächelchen legt.

Hans Sauerland, Das Heldenbuch der Kirche. 2000 Jahre lebendiges Christentum. Gesehen aus der Per­spektive unserer Zeit. Leinenband mit 80 Bildern in Kupfertiefdruck 12 Mk. „Nicht stereotype Heiligenbilder, nicht nach einem bestimmten Schema gearbeitete Sta­tuen mit Heiligenschein! In diesem Buch ziehen leben­dige Menschen an uns vorüber. Sie werden nicht als Heilige geboren. Sie schweben nicht in irgend einer staubfreien, verklärenden Ferne. Manche gehen in Sandalen, manche in zerrissenen Schuhen, manche in Pontifikalschuhen, manche in Reiterstiefeln. Man be­kommt wieder Mut in seinem eigenen Auf und Ab, wenn man Große als Menschen sieht. Es zieht aber auch mit diesen achtzig Reich-Gottes-Menschen ein gut Stück Kirchengeschichte an uns vorüber. Aus der Zeit der Apostel in die Heroenzeit der Katakomben, in die Zeit Augustins, in die Wirrnisse des sterbenden Römer- reichs, in die Anfänge germanischen Christentums, in die Zeit, wo Schwert und Kreuz so dicht beieinander lagen, daß die gleiche Hand bald nach dem einen, bald nach dem anderen griff, in die Zeit, wo die Einheit des deutschen Glaubens zerbrach, bis in die Sorgen und Kämpfe der neuen Zeit. Herrlich zu sehen, wie in jeder Zeit und unter allen Verhältnissen Menschen, die ganz vom Evangelium ergriffen wurden, über ihre Zeit hinauswachsen und zu Führern werden. In einer füh­rerlosen und in vielen Beziehungen haltlosen Zeit ein doppelt wertvolles Buch." Emil Fiedler.

Augustin Wibbelt: Sonnenaufgang. Ein Buch für Kommunionkinder mit vielen bunten Bildern und ei­nem bunten Titelbild von Tilde Eisgruber. Gebund-n 2.80 Mk. Verlag Fredebeul u. Koenen, Essen. Ein Buch von der ersten Besinnung des Kindes auf den Un­terschied von gut und böse, dargestellt in entzückenden, durchaus kindertümlich geformten Erzählungen, einge­prägt durch Verse und Reime, die das Kind sein Leben lang nicht wieder vergißt, veranschaulicht durch Bilder einer begnadeten Künstlerin, deren tieffromme Szenen und duftige Farben unmittelbar auf das Kindesgemüt einwirken.

Die Abrüstung. Eine Forderung der Weltmeinung und des Weltgewissens. Von Univ.-Prof. D. I P. Steffens. 161 Seiten, Preis kart. Rm. 3,75. Schriften zur deutschen Politik, Heft 28. Gilde-Verlag, Köln. Das Werk ist geeignet, die internationale Aussprache über Abrüstung wesentlich zu vertiefen und zu berei­chern. Es ist von einem warmen Glauben an die sitt­liche Erneuerungskraft der Völker und einem lebendi­gen Bewußtsein der Verantwortlichkeit, die gerade auf der gegenwärtigen Stunde lastet, erfüllt.

Das deutsche Volkstum und die Kirche. Ein Beitrag zum Ethos der Minderheiten. Von Prälat Univ.-Prof. Dr. Georg Schreiber, MdR. 104 Seiten, Preis kart. Rm. 1,80. Schriften zur deutschen Politik, Heft 27. Gilde-Verlag, Köln. Eigenwert und Eigenrecht des Volkstums und der Minderheit als etwas Selbständiges neben dem Staat werden scharf und überzeugend her­ausgearbeitet. Die Studie zeigt, wie die staatliche All­macht vom Volkstum her gesprengt wird. Das ^Buch öffnet die Zugänge zu den großen Kulturideen: Staat und Nation, Volkstum und Kirche, Minderheit und Europagedanke.

Deutsches Gul. Eine Sammlung deutscher Klassiker­literatur. Verlag Fredebeul u.Koenen, Essen. Romane. Novellen, Erzählungen, Lebensbeschreibungen, Märchen, Jugendschristen usw. Nur wertvolles Literaturgut, von berufenen Fachkennern herausgcgeben, zum Teil nach den Quellen neu bearbeitet. Jedes Bändchen hat ein eigenes Vorwort, das in den Text einführt. Die Stoff­wahl ist so reichhaltig, daß mühelos für jeden Zweck ein paffendes Bändchen gefunden wird. Jedes Bändchen ist reich, zum Teil bunt illustriert, in Art und Technik je­weils auf den Inhalt abgestimmt. Verwendung edelsten Materials (holzfreies, blütenweißes Papier usw.) Das neue typographisch schöne Satzbild (Prof. Burchartz) bie­tet etwa 30 Prozent mehr Text als die meisten ähnlichen Bändchen gleichen Umfangs und läßt in der Mitte so­viel Raum, daß der Text bei Vermeidung des gewalt­samen Umbrechens mühelos gelesen werden kann. Jedes Bändchen wirkt nach Form und Inhalt wie eine Vor­zugsausgabe und kostet dock) nur 85 Pfg. Das uns vor­liegende Bändchen Peter Dörfler, Bucklige Well, bringt eine Schublade köstlicher Geschichten aus aller 1 Welt.