WochenkKSender.
Sonntag, 21. Febr. 2. Fastensonntag.
Montag, 22. Febr. Petri Stuhlfeier zu Antiochien.
Dienstag, 23. Febr. Petrus Damiani, Bisch, u. Kirchenlehrer. 2 5. Jahrestag der Erwählung unseres Hochwürdigsten Bischofs Josef Damian.
Mittwoch, 24. Febr. Vigil des hl. Apostels Matthias.
Donnerstag, 25. Febr. Matthias, Apostel.
Freitag, 26. Febr. Vom Tage.
Samstag, 27. Febr. Vom Tage.
NB.I Am 28. Februar Beginn der öster- l i ch,e n Zeit.
Heute, 2 1. Feb r., i st die O u a r t a l s k o l- iekte für das Priesterseminar.
Sweater IastensonMag.
Epistel. 1. Thessalonicher 4, 1—7.
Evangelium. Matthäus 17, 1—9. Die Verklärung
Christi.
In jener Zeit nahm Jesus, Petrus Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie fernab auf einen hohen Berg. Da war er vor ihnen verklärt. Sein Antlitz leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie Schnee. Und siehe, es erschienen ihnen Moses und Elias und redeten mit ihm. Da nahm Petrus das Wort und sprach zu Jesus: „Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, so wollen wir hier drei Hütten bauen, dir eine, Moses eine und Elias eine." Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und aus der Wolke erscholl eine Stimme: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. Ihn sollt ihr hören!" Als dies die Jünger vernahmen, fielen ste auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr. Jesus trat hinzu, rührte sie an und sprach: „Steht auf, fürchtet euch nicht!" Als sie ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Während sie vom Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: „Erzählt niemand etwas von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist."
Wasser vom Zakobsbrunnen.
n einem Herz-Jesu-Kloster sah ich einen Brunnen mit Mel monumentalen Gestalten: Jesus und eine Frau. Die merkwürdige Begebenheit, auf welche dieser Brunnen anspielt, erzählt der hl. Evangelist Johannes im 4. Kapitel:
-Auf der Reise von Judäa nach Galiläa kam Jesus durch Samaria und-setzte sich müde am 3a- kobsbrunnen nieder. Es war um die sechste Stunde, d. i. mittags 12 Uhr. Da kam eine Sama- tustin, um Wasser zu schöpfen. Jesus bat sie: mir zu trinken." Die Frau antwortete ihm: „Wie kannst du als Jude mich als Samariterin vm einen Trunk Wasser bitten, da doch die Juden kamen Verkehr mit den Samaritern haben?" Jesus antwortete ihr: „Wenn du die Gabe Gottes
erkenntest, und den, der zu dir spricht: gib mir zu trinken — du würdest ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser." „Herr," sagte das Weib, „du hast ja kein Schöpfgefüß, und der Brunnen ist tief. Woher nimmst du also „lebendiges Wasser"?" Jesus erwiderte ihr: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nichk mehr dürsten. Das Wasser das ich ihm gebe, wird zu einer Quelle, die ins ewige Leben emporspringt." Da bat ihn das Weib: „Herr, gib
Nm Sonntag, Sem 21 SsbLnar
Riechen-
Sammlung
Dr Sss
^>tieftee|eminat l
mir dieses Wasser, damit ich nicht mehr dürste und nicht mehr hierher zu kommen brauche, um Wasser zu schöpfen."
Da nun Jesus sah, daß die Frau ihn nicht verstand, gab er plötzlich dein Gespräch eine neue, unerwartete Wendung. „Geh, rufe deinen Mann und komme hierher." Betroffen erwiderte die Frau: „Ich habe keinen Mann." Jesus erwiderte ihr: „Du hast recht, wenn du sagst: „Ich habe keinen Mann." Denn fünf Männer hast du schon gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesagt."
Da nun das Gespräch eine für die Frau peinliche Wendung genommen hatte, suchte sie abzu- lenken, indem sie dem Heiland eine Streitfrage unterbreitete. „Herr," sagte die Frau zu ihm, „ich sehe, daß du ein Prophet bist Unsere Väter haben dort auf dem Berge Gott angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man Gott anbeten muß."
Jesus erwiderte ihr: „Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf dem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Sondern die wahren Anbeter werden den Vater im Geiste und in der Wahrheit anbeten."
Das Weib entgegnete ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der wird uns alles verkünden."
Da sprach Jesus zu ihr: „Ich, der mit dir redet, bin es."
In der Freude und Aufregung des Herzens ließ nun das Weib den Wafferkrua stehen, lief in die
Stadt und sagte den Leuten: „Kommt, sehet einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Sollte er wohl der Messias sein?" Da machten sich die Leute aus der Stadt auf und begaben sich zu ihm. —
Viele Samariter aus jener Stadt glaubten an ihn, weil das Weib ihnen versicherte: „Er hat mir- alles gesagt, was ich getan habe." Die Samariter zogen also zu ihm hinaus und baten ihn, er möge bei ihnen bleiben; und er blieb zwei Tage dort. Wegen seiner Lehre glaubten dann noch viel mehr Leute an ihn. Sie sagten zu dem Weibe: „Run glauben wir nicht mehr auf deine Aussage hin; denn wir haben ihn selbst gehört und wissen: dieser ist wahrhaftig der Heiland der Welt."---*
Schöpfen wir gern Wasser aus dem Jakobsbrunnen. Lebendiges Wasser in dem Sinn, wie es der Heiland versteht: Wasser des Glaubens, Wasser der Gnade, Wasser der Tugend, Wasser des Heiles. Hell und klar sprudelt es in den Schriften des alten und neuen Testamentes, zumal in den hl. Evangelien. Lichtvoll wird es ausgelegt und praktisch angewandt in der Predigt. Eine Erfahrung von mehr als tausend Jahren macht es zur Gewißheit, daß die Lektüre der Bibel und anderer guter Schriften für sich allein nicht genügt. Das lebendige Wort des Unterrichts, der Lehre, der Predigt muß hinzukommen. „Ich würde dem Evangelium nicht glauben," schreibt der hl. Augustr- nus, „wenn nicht das Ansehen der katholischen Kirche mich dazu bewegte." So Notwendig die Luft ist für deine Lunge, so notwendig die Speise ist für deinen Magen, so notwendig das Licht ist für dein Auge, so notwendig ist für deine Seele der Besuch der Predigt.
Das scheint mir eine arge Uebertreibung zu sein, sagst du vielleicht. Ich aber frage dich: glaubst du im Ernst, der göttliche Heiland würde sich in Uebertreibungen gefallen? Und nun vernimm von den Lippen deines Heilandes das gewichtige Wort: „Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort." Und mit unerbittlicher Folgerichtigkeit fährt er weiter: „Darum hört ihr es nicht, weil ihr nicht aus Gott seid." Willst du also Anspruch darauf erheben, mein Christ, ein Freund Gottes zu sein, wenn du darauf rechnest, dereinst Gottes Herrlichkeit und Seligkeit zu genießen, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als das Wort Gottes anzuhören. Recht hat darum Sankt Augustin, wenn er schreibt-
Kein gewisseres Zeichen der Auserwählung gibt es, als das Wort Gottes anzuhören. Umgekehrt aber ist der Ekel am Worte Gottes ein Zeichen der Verwerfung.
Poche nicht, mein Freund, auf deine Bildung, dein Wissen, deine Gelehrsamkeit. War nicht der hl. Paulus ein Wunder der Gelehrsamkeit? Hat er nicht den Herrn selber zum Lehrmeister gehabt? Und dennoch sagt er: „Stückwerk ist unser Wissen." Deswegen hat er auch sein Evangelium,