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und nicht als Entgelt für die geleistete Arbeit an- zusehen sei.
Der ablehnende Bescheid stützte sich ferner darauf. daß der Auszug und die freie Wohnung zur ausreichenden Versorgung genüge, der Kläger also auf die Annahme eines versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses gegen Entgelt nicht angewiesen sei. zumal er ja sein Anwesen abgetreten hätte, um sich in den Ruhestand zu setzen.
Endlich heißt es noch, es sei allgemein üblich, daß ein Auszüger im Betrieb seines Sohnes sich weiterhin betätige, um das von ihm Erworbene dem Sohne erhalten zu helfen. Wenn auf diese Weise auch eine bezahlte Arbeitskraft erspar: würde, so sei dies eine selbstverständliche Begleiterscheinung, aus der man aber nicht auf eine versicherungspflichtige Lohnarbeit bestimmt schließen könne. „Die Beiträge in den Karten 19—23 sind somit als f r e i w i ll i g e anzusehen, der Zahl nach zu wenige, so daß eine neue Wartezeit nicht erfüllt ist."
Der große Vierling.
Was soll das neue Vierpfennigslück?
Das neue Jahr hat uns eine neue Geldmünze, «ein großes Bierpfenniastück gebracht, das das „tyünferf" verdrängen soll. Um den Sinn des Vierlings, der bisher durch 2 Zehnpfennigstücke ousgedrückt wurde, richtig zu verstehen, muß man wissen, daß ursprünglich geplant war, auch noch 40 und 80 Pfennig-Stücke auszuprägen, mit dem Bestreben, dadurch das 50 Pfennig- und Markstück zu verdrängen, um so die Preissenkung zu erleichtern. Von diesem ganzen Plan würde jedoch nur das Vierpfennigstück verwirklicht.
Die Vermehrung der kleinen Geldsorten ist charakteristisch für das heutige Deutschland. Wir müssen wieder zu denselben kleinen Pfennigen zurückkehren, die unsere Großväter zu Reichtum und Wohlhabenheit geführt haben. Dies klingt zunächst zwar sehr widerspruchsvoll und doch steckt sehr viel Wahrheit darin. Die Jnflations- und Nichtinslationszeit hat uns sehr großzügig gemacht. Der Pfennig macht nicht arm und nicht reich: so dachten und handelten wir. Wie oft versäumten ten wir es, durch Preisvergleiche festzustellen, wo wir am billigsten und wohlfeilsten kaufen können, wo wir, ohne schlechter bedient zu werden, ein paar Pfennige sparen können.
Ein armes Volk, dessen Wirtschaft um jeden Pfennig Preissenkung in zäher Arbeit ringen muß, kann sich solche Bequemlichkeiten nicht mehr leisten- Wir verlangen von der Wirtschaft mit Recht eine Verbilligung ihrer Preise, haben dann aber auch die Pflicht, der Verbilligung nachzugehen, auch wenn wir sie uns größer gewünscht hätten, als sie bei der derzeitigen Wirtschaftslage möglich ist. Wer das noch nicht glaubt, nötig zu haben, dem geht es auch noch nicht so schlecht,' wie er tut.
Der Vierling muß der besondere Freund der Hausfrau werden, durch deren Hand heute die meisten Käufe getätigt werden. Welche Frau geht nicht
von einem Laden zum anderen, wenn sie einen neuen Hut oder ein neues Kleid kauft! Würde sie auch dieselbe Ausdauer und Energie aufbringen, wenn es sich um die Einkäufe für ihre Familie handelt, sie würde bis zum Ende des Jahres manches Silberstück erübrigt haben, das sie heute so gerne mehr in ihrem Geldbeutel hätte!
Die neuen Sätze dec
Arbeitslosenunterstützung.
Wie wir häufigen Anfragen aus unserem Leserkreis entnehmen, bestehen über die neuen Unterstützungssätze der Arbeitslosenversicherung viele Zweifel. Wir geben nachfolgend eine Uebersicht über die neuesten Sätze auf Grund der Notverordnung:
Lohnklasse
EinbeNslohn RM.
Jetzige Sätze
V. D.
RM
I
8.00
70
5.60
II
12,00
60
7,20
III
16,00
50
8,00
IV
21.00
42
8,82
V
27 00
35
9,45
VI
33,00
35,5
11,55
VII
39,00
32,5
12,67
VIII
45 00
30
13,10
IX
51,00
30
15,30
X
57,00
30
17,10
XI
63,00
30
18.90
Dazu kommen die Familienzuschläge. Sie betragen 5 v. H. des Einheitslohnes für jeden un- lerstützungsberechtigtsn Angehörigen. Für die Bemessung der Unterstützung ist jetzt nur noch der Arbeitsverdienst in den letzten 13 Wochen oder drei Monaten statt bisher in den letzten 26 Wochen oder 6 Monaten maßgebend. Die Renten der Invaliden- und Angestelltenversicherung, Unfallrenten usw., die bisher bis 30 Rm. monatlich anrechnungsfrei waren, find jetzt nur bis zu 15 Rm. anrechnungsfrei. Bei Kriegsbeschädigten, denen bisher nichts angerechnet wurde, erfolgt jetzt die Anrechnung der Rente, soweit sie den Betrag von 15 Rm. übersteigt. Ausgenommen sind jedoch Pflegezulage, Führerhundzulage und Zusatzrente nach dem Reichsversorgungsgesetz.
Winterliche Salate.
Blumenkohl und Fischsalat. Der verputzte, gewässerte Blumenkohl wird in kochendes Salzwasser zum Weichdünsten gelegt. Er darf nicht zerfallen und wird in große Rosen geteilt. Borbereiteter Fluß- oder Seefisch wird gar gedämpft, von Haut und Gräten befreit utti) in Stücke geschnitten. Kohl und Fisch werden mit Del, Zitronensaft und einem Schuß Weißwein, Salz, Pfeffer, Senf und Zwiebel gemischt mariniert.
Krautsalat. Weiß- oder Rotkohl, auch beide Kohlarten gemischt, kann man für 4 Personen auf 1% Pfund berechnen. Der Kohl wird nach dem Abputzen und Waschen fein geschnitten auf einen Durchschlag gelegt und in kochendes Salzwasser mit etwas Essigzusatz getaucht. 2 ganz zerquirlte Eier, ein Achtel Liter saure Sahne, 2 Eßlöffel Essig, etwas Salz und eine Prise Pfeffer rührt man im Wasserbade dick und schüttet die Soße über den angerichteten Kohlsalat.
Rofenkohlfatal. Die Röschen werden unten am abge schnittenen Teile über die Quere eingekerbt, damit sich de ■ harte untere Teil leichter weichkocht, dann sauber gemac schen, in Salzwaffer ohne Deckel gekocht, damit sie ihr ! grüne Farbe behalten und mit .Del und Essig angemachtr
Kelleriesalat. Nachdem die Sellerieknollen sorgfältig gewaschen worden sind, kocht man sie in der Schale wetcha dann werden sie geschält, in Scheiben geschnitten und mir auf folgende Art zubereiteter Soße vermischt. Die Dokter von zwei hartgekochten Eiern werden durch ein Sieè gestrichen und mit etwas Essig und Del glatt gerührt Dann wird allmählich ein Eßlöffel Essig und zwei Eß-s löffel Del nachgegossen, ein Eßlöffel Senf barunterge^ rührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Bkohrrübensalat. Die geputzten Mohrrüben werden im Wasser gar gedünstet, in dünne Scheiben geschnitten: und noch warm mit Oel, Essig und Gewürz vermischt. Mik feingeschnittener Petersilie und gewiegtem Scbnittlaudp bestreut, richtet man den Mohrrübensalat auf frischgriU nen Kopfsalatblättern» an.
Lauchsalat. Von dicken Lauchstangen werden die grü-i nen Blätter und die Faserwurzeln abgeschnitten, so daß nur der weiße Teil der Lauchstangen übrig bleibt. Dieses werden in Solzwasser weichgekocht, hierauf mit Del und! Essig angemacht. Die Lauchbrühe kann bei Fleisch- undl Gemüsesuppen gute Verwendung finden, da sie sehr mür^i; Zig schmeckt.
Vom Gänseschlachten.
Am schnellsten schlachtet man die Tiere, indem man ihnen den Kopf abschlägt, wie man das ja, auch bei Hühnern, Enten und Puten macht D'esss Schlachtart sollte überall da angewandt werden,: wo man für seinen eigenen Bedarf, also nicht für Verkaufszwecke, schlachtet. Der Kopf ist auch irrn abgeschlagenen Zustände zu verwerten, und zwar: läßt er sich so viel besser rupfen, weil man ihn? dann mit heißem Wasser überbrühen kann. — Will! man den Gänsen den Kopf nicht abschlagen, so betäube man sie zunächst durch einen wuchtigen Schlag auf den Hinterkopf und schneide ihnen dann mit einem scharfen Messer die Schlagader unter dem Halse durch Es ist am besten, wenn man zu zweien Geflügel schlachtet: der eine hält es und der ander? tötet es. Tierquälerei ist es, die Gans> vor dem Schlachten an den Beinen aufzuhängen. Abscheulich ist es, die Gans in den Kopf oder gar in den Schnabel zu stechen Eine schändliche Mode: ist es, der noch zuckenden Gans die Kopfmunde mit einem heißen Eisen zu berühren, um das Blut! zu stillen und die Wunde tunlichst zu verdecken.
Verschiedenes.
Die krisenunlerstühung ist eine Fortsetzung der Arbeitslosenunterstützung und kann nur denen gewährt 1 werden, die eine Arbeitslosenunterstützung bezogen haben. Die Kriegsrente kommt auf die Krisenunterstützung zur Anrechnung. Wer auf diese Unterstützungen keinen Anspruch hat, kann nur im Notfalle die Wohlfahrtsunterstützung beanspruchen.
Beseitigung von Teerslecken. Teer löst sich in Fett auf. Um also Teerflecken aus Wäsche zu entfernen, be-» streiche man die Flecken mit Butter und reibe sie nach r einer Weile; sollten die Flecken beim ersten Male nicht 1 verschwunden sein, so wiederhole man das Verfahren; ; dann reibe man den zurückbleibenden Butterfleck mit warmem Wasser und Seife aus
r MeBROCKMANN'S ^ „RATGEBËR'klOnen!
Wer in einem Stalle über -chlechte Sredej. Änochcnwcichc u. -^rüchigkeit. Kühme, SteNbeinigkeit, Kramvk, ungenü- aeride Erträge an Milch, Fleisch, Kett, Wolle, Eiern, bäu= nßeë Umrindern, Nachlassen des Geschlechtstricbes, struv- Vi^ -»anzkoses Haarkleid zu klagen hat sollte sich ?ofvr die neueste (5.) Ausgabe von
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