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Veuron. Die Benediktiner-Missionare von St. Ottilien »ekominen Hilfe in Japan: Das Kloster Beuron wird - nächster Zeit zwei Patres nach Japan entserrden. Sie raben die Aufgabe, dort zunächst die japanische Sprache u studieren und dann die Möglichkeit einer Klostergrun- >ung zu erforschen. Damit betritt das Kloster Beuron, ms bisher feine Tätigkeit ganz auf die Heimat beschränkt mt, den Weg der Außenmission. Jedoch soll dabei die Tätigkeit sich nicht auf einzelnen Posten verlieren, son­dern in einem geschlossenen Klosterverband, ähnlich wie m Mutterkloster selbst, sich entfalten. Auf diesem Wege vurde Deutschland im 8. Jahrhundert durch die englischen and irischen Mönche im Christentum unterrichtet und ge­festigt. In neuerer Zeit haben mehrere Benediktiner- rbteien, vor allem in Belgien und Amerika, diesen alten Weg benediktinischer Missionsarbeit wieder beschritten.

München. Da ehemalige Schloß Fürstenried bei Mün- hen, wo König Otto von Bayern die Jahre seiner Gei- tesumnachtung verbrachte und dann starb, ist bekanntlich ion weitschauenden Männern als Seminar für Priester- pätberufe eingerichtet worden. In Fürstenried studieren lereits 136 Kandidaten; der gesamte Gymnasialstoff ist ruf fünf Jahre verteilt. 1932 stellten sich die ersten Abitu­rienten aus Fürstenried zur Prüfung. — Am 15. 'April 1932 beginnt ein neuer Kursus.

Glelwitz. Stm Feste Mariä Lichtmeß hat Albertus Magnus, der neue Heilige der katholischen Kirche, fei­len Einzug in den deutschen Osten gehalten. Der Erz- nschof von Breslau, Kardinal Bertram, hat an die- em Tage dem neuen großen Erzbischöflichen Konvikt in Ileiwitz nebst der neuen Konviktskirche als „Albertinum" and als „Albertus-Kapelle" die kirchliche Weihe gegeben. Es war die erste Weihe, die nach der Heiligsprechung des Abertus Magnus vollzogen wurde, und ist schon aus die­sem Grunde von besonderer Bedeutung. Das neue Ju­genderziehungshaus wurde im Anschluß an das vor eini­gen Jahren errichtete neue und vergrößerte staatliche katholische Frisdrich-Wilhelm-Gymnasium erbaut. Mit Recht wurde es unter den Schutz des hl. Albertus Mag­nus, des großen Gelehrten und Forschers und des wirk­samen Förderers der kirchlichen und weltlichen Wissen­schaften, gestellt. Durch fein Patronat in Gleiwitz wurde ein neues Band der Einheit zwischen dem Osten unseres Vaterlandes und den Ländern an der Donau, an deren Ufer die Wiege des Heiligen gestanden, und denen am Rhein, wo er seine letzte Ruhestätte fand, geknüpft.

Eucharistischer Kongreß und Norddeutscher Lloyd. Wie aus gleichen Anlässen in früheren Jahren, so wird auch ;um diesjährigen Eucharistischen Kongreß, der vom 22. ns 26. Juni in Dublin stattfindet, der Norddeutsche üloyd, Bremen, besondere Kongreßdampfer bereitstellen. Bon Bremerhaven aus wird D. „Lützow" am 17. Juni Kongreßteilnehmer aus europäischen Staaten nach der irischen Hauptstadt befördern. Von Newyork aus wer­den außerdem die Dampfer „Sierra Cordoba" (12. Juni) und „Dresden" (13. Juni) direkt nach Dublin dirigert. Diese drei Dampfer dienen ihren Fahrgästen während der Dauer des Kongresses als Hotelschiffe. Die Dampfer ,Lützow" und Sierra Cordoba" werden in Dublin-Stadt sAlexandra-Bassin) am Kai liegen, während die „Dres­den" IN Kingstown bei Dublin auf Reede geht. Für Rei- iende aus den überseeischen Ländern kommen außerdem noch Schnelldampfer „Columbus" (ab Newyork 4. Juni) und Dampfer „Pork" (ab Galveston 1. Juni, ab Havanna

4. Juni), die ebenfalls Queenstown anlaufen, in Frage.

Belgien. Zu Malonne (Belgien) liegt der schlichte Bruder Mutien Marie aus der Gesellschaft der christlichen Schulbrüder begraben. Er starb während des Krieges 1917. Tag für Tag besuchen 700—1500 Personen sein Grab, an Sonntagen zu vier- und mehr Tausenden, um >a Hilfe zu erflehen. Die darüber gesammelten Berichte iirib in 30 Bänden zu je 600 Seiten gesammelt worden. Der Seligsprechungsprozeß ist eingeleitet worden.

London. Der anglikanische Geistliche Mac Gillivray gibt eben in einer Schrift öffentlich Rechenschaft über seine Konversion. Er war vom (protestantischen) Erzbischof von Canterbury in die Assyrier-Mission nach Kurdistan geschickt worden. Da hatte er die Entdeckung gemacht, daß die anglikanische Kirche doch nur eine Sekte, noch dazu mit nationalistischem Einschlag, ist. Heimgekehrt führte ihn dann sein Studium dazu, die katholische Kirche rls die eine Kirche Christi anzuerkennen und um Auf­nahme in dieselbe zu bitten.

Afrika. In Ruanda geht der Katholizismus schönen Tagen entgegen. 14 einheimische Priester wurden im Vorjahr geweiht. Es gibt eine blühende Kongregation einheimischer Schwestern und eine gut sich entwickelnde

Katholiken, “»teWt den

^^■'«^ Vo nifakius -Verein.

Kongregation einheimischer Ordensbrüder. 1533 Katechi­sten arbeiten als Gehilfen der Missionare. 80 000 Per­sonen bereiten sich auf die Taufe vor Die Gebildeten kommen in Massen. Nach der Absetzung des Königs Mu­singa am 16. November 1931 trat an seine Stelle sein Sohn Mutara Ruadigwa. Er ist seit einem Jahre eifri­ger Katechumene. Angesichts solcher Tatsachen darf man bald auf ein „Katholisches Königreich Ruanda" im Herzen Afrikas hoffen und mit dem Propheten sprechen: „Ein Volk, das im Dunkeln lebte, hat ein hellstrahlendes Licht erblickt" Das Wort Christi erfüllt sich hier: „Erhebet eure Augen und sehet: die Felder sind reif zur Ernte".

Erste Eingeborencn-Prieslerweihe in Südafrika. Am 8. Dezember 1931 weihte Msgr. Gijlswijk, Apost. Delegat für Südafrika, den Vasutoneger Raphael Mohasi im Se­minar zu Roma (Basutoland) zum Priester. Diese Weihe ist die erste Ordination eines Eingeborenen in Südafrika. Der Großvater des Neupriesters war noch Kannibale Mohasi verließ mit 15 Jahren (1905) als Heide sein Eltern­haus wider den Willen seines Vaters, um katholisch zu werden. 1909 empfing er die Taufe. Um sich Geld zum Studium zu beschaffen, ging er einige Zeit als Gruben­arbeiter in die Minen von Johannesburg, studierte dann von 1914—1921 und gab während dieser Zeit wiederholt dem Wunsch Ausdruck, Priester zu werden. Ein Oblaten­pater wurde ihm zum Lehrer bestellt. Mit ihm bereiteten sich einige andere Schwarze aufs Priestertum vor. Das war der erste Schritt zur Gründung des Seminars St. Augustin, das jetzt den ersten Priester der katholischen Kirche schenkte.

Vinh (Indochina.) Der Äpost. Delegat in Indochina, Msgr. Kolumban Dreyer, hat in Vinh den ersten Fran­ziskanerkonvent in ganz Hinterindien eingeweiht. Die Patres wurden im Jahre 1929 vom Apost. Vikar Msgr. Eloy aus dem Pariser Seminar nach Indochina berufen. Zum Organisator der Neugründung berief man P. Mau­ritius Bertin, der schon in Japan als Missionsgründer und in Marokko als Organisator der Mission sich betätigt hatte. Der Klosterbau dauerte zwei Jahre. In Kürze wird ein Seraphisches Kolleg für junge annamitische Or­densaspiranten seine Tore öffnen.

Goa (Indien). Während der Aussetzung der Reli­quien des hl. Franz Xaver zu Goa im Dezember 1931 sind verschiedene auffällige Heilungen festgestellt worden. 11. a. wurde ein Knabe von 6 Jahren, Valeriano Agostino von Karkal (Mangalore), von einer vollständigen, seit zwei Jahren bestehenden Lähmung, die von verschiedenen Aerzten in Mangalore und Madras vergeblich behandelt worden war, plötzlich geheilt, als ihn der Vater den Sarg des Heiligen berühren ließ.

Mexiko. In ganz Mexiko erregt die Entführung des Erzbischofs von Guadalajara Orozco y Jiminez, größtes Aufsehen. Daß der Erzbischof im Auftrag der Regierung abgeführt und mit Hilfe eines Flugzeugs in die Verban­nung gebracht worden ist, wird von Erzbischof Pascual Diaz, dem Haupt der römisch-katholischen Kirche in Me­xiko, bestätigt. Der Vorgang der Entführung wird wie folgt geschildert: Frühmorgens gegen 6,30 Uhr erschien ein Militäraufgebot in der Wohnung des Erzbischofs und forderte ihn auf, sich sofort bereit zu machen. Der Erz­bischof verstand das so, daß er erschossen werden solle. Er versicherte dem diensttuenden Offizier, daß er es vor­ziehe zu sterben, statt in eine unbekannte Verbannung zu gehen, wurde aber gezwungen, ein Flugzeug zu besteigen, das ihn an einen entlegenn Gebirgsplatz brachte, wo der Erzbischof verborgen gehalten wird. Die Entführung steht im Zusammenhang mit der Bestimmung, daß in Altmexiko nur ein Priester auf je 50 000 Einwohner zu­gelassen ist.

Mexiko. Mexikos Kirchenstürmer in Kammer und Senat gefielen sich in einem geradezu kindischen Beschluß. Sie ordneten an, daß der Ort Guadelupe, auf dessen Ge- gebiet das Nationalheiligtum, die Erscheinungskirche der Mutter Gottes von Guadeluppe liegt, künftig den Namen Villa Gustavo Madero zu führen habe. Man scheint zu glauben, das Volk werde den anderen Namen, mit dem sich diese Erinnerung an das Wunder Mariens verbin­det, auf diese Weise vergessen. Das neue Gesetz über die Schließung der Kirchen und die Reduzierung des Kle­rus trat am 30. Dezember in Kraft. Erzbischof Diaz hat dasselbe öffentlich für die Katholiken abgelehnt.

China. Die chinesische Kongregation der „Jünger des Herrn", die im Jahre 1927 vom Päpstlichen Delega­ten in China, Erzbischof Costantini, begründet wurde, und die unter dem Schutz des chinesischen Bischofs Chao steht, zählt zur Zeit zwei Priester und mehr als 60 Mit­glieder. Die „Jünger des Herrn" leben in einem nach chinesischem Stil von dem Benediktiner-Architekten Dom Adalbert Gersnigt (Abtei Marodsous, zur Zeit Professor an der Katholischen Universität Peking) erbauten Kloster ein hartes Opferleben. Der Ort ihrer stillen beschaulichen Lebensweise hat den Numeri „Emmaus" erhalten. Spa- * nische Redemptoristen haben der Kongergation zur ersten

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Entwicklung geholfen. Die neue Kongregation will chine­sische Priester von wirklicher geistiger Befähigung vorbe­reiten, die die Landessprache vollkommen beherrschen und allen Klassen der Bevölkerung das Evangelium zu predigen in der Lage sind.

„Wir opfern Gott unser Leben für den Frieden der IBelt“.

(Papst Benedikt XV. auf dem Sterbebett.)

Schon ist der Zeitraum größer, der uns von dem Leben des großen Friedenspapstes trennt, als die Zeitdauer seines Pontifikates, das 7 Jahre, 4 Monate und 19 Tage dauerte vom 3. September 1914 bis 22. Januar 1922. Das Pontifikat dieses Statthalters Christi wird allen künftigen Zencn erscheinen als die einzige Stätte des Friedens in jener Zeit unfaßbaren Grauens, da 60 Millionen Menschen mobilisiert waren, um sich gegenseitig zu töten, wo Tag für Tag 6—7000 Menschen ihr Leben lassen mußten, die Zeit der unerhörten see­lischen Qualen für die Angehörigen, für die Frauen und Kinder.

Schon vier Tage nach seiner Wahl zum Ober­haupt der Kirche Christi wandte sich der Heilige Vater in der edlen Unerschrockenheit des sich feiner Sendung bewußten Statthalters Christi auf Erden an die Häupter der kriegführenden Staaten und beschwor sie, es genug sein zu lassen mit dem, was an Menschenblut schon geflossen, und dem Gedan­ken der Völkerversöhnung näherzutreten.

Am ersten Allerheiligentag des Krieges erließ der Heilige Vater sein erstes Weltrundschreiben mit demselben Wunsche, wie der Heiland, bevor er die Kreuzeslast auf sich nahm. „Ewiger Vater, be­wahre sie, die du mir gegeben hast in deinem Na- men." Und Papst Benedikt wiederholte die Frie- densmahnung an die kriegführenden Nationen. Die Nationen aber blieben taub, und das anklagende Woâ des Heiligen Vaters war Wirklichkeit „sie kannten kein Maß des Zerstörens, keines im Mor. den."

Auf den Weihnachtsabend ging eine Friedens­botschaft über die Erde, in der Nacht, die der Er­innerung an das Kommen des Heilandes geweiht ist. das Leben zu schonen, den Waffenlärm stumm werden zu lassen im Klang der Weihnachtsglocken. Auch die Erfüllung dieser Bitte versagte eine im Haß blind gewordene Menschheit.

Im Mai 1915 wiederholte der Heilige Vater seine flehentliche Bitte mit „schmerzzerissener Seele" und auf den Jahrestag des Kriegsausbruches er­ließ er einen neuen Friedensaufruf an die verant­wortlichen Regierungen: Der Vater der Christen­heit gedenkt mit unaussprechlichem Schmerz „unsere niedergemähten jungen Kinder, des furchtbaren Schmerzes der vor der Zeit zu Witwen gewor­denen Gattinnen, der zu Waisen gewordenen Kin­der . . . Wir erheben unsere Stimme noch lauter um den väterlichen Ruf nach Frieden hören zu lassen . . Es ist Bruderblut, das man zu Wasser und zu Land vergießt."

In den folgenden Jahren hat der Heilige Va­ter seine Mahnung zum. Frieden wiederholt. Und als drei Jahre des Mordens und des Elendes ver­gangen waren, stellte er praktische Richtlinien auf, die zur Verständigung führen mußten. Hier wurde vom Heiligen Vater „die Ersetzung der materiellen Gewalt der Waffen durch die moralische Kraft des Rechts gefordert, eine gleichzeitige und gegensei­tige Abrüstung" verlangt. Soll erinnert werden on die Hoffnung, die jene Botschaft in den Herzen der Frauen und Mütter wach rief, in jenem Kriegsjahr, das vom Hunger, von Entkräftung der Kinder begleitet war? In Dankbarkeit haben die Mütter und die Frauen die Worte des Heiligen Naters vernommen; die verantwortlichen Träger der Entscheidung über Krieg und Frieden sind dort nicht die vorgeschlagenen Wege gegangen, sie suchen sie heute.

In das Elend der Nachkriegsjahre sandte der Heilige Vater jene ergreifende Abrechnung mit dem Kriegselend in seinem Rundschreiben über die Wie. derherstellung des Friedens unter den Völkern, dem man den Untertitel geben könnte „Christus und der Völkerbund". Es war die Pfingstbot- fchaft des Jahres 1920. Da lenkte Benedikt XV.