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gelischen Orte könne er sich so etwas leisten. In ganz ge- ineiner Weise schimpfte er auf die „Kath. Pfaffen, die dem Nationalsozialismus auf dem Eichsfelde — so große Schwierigkeiten machten." Die Verbreitung des Nat.- Soz. fei auf dem Eichsfelde fa stunmaglich. (!) Wörtlich zitierte er dann: „Jedem Katholiken die Spitzhacke auf die Schnauze und der Schädel durchbohrt." Dem Papst warf er Machtgelüste vor, ferner schimpfte er, wir hätten ja überhaupt kein deutsches, sondern nur ein römisch-jüdisches Recht. Im weiteren Verlauf der Rede, Lie durchweg in diesem niederträchtigen Tone gehalten war, sprach er nur von Rache, SPD.-Blut müsse fließen, der Nationalsozialismus werde mit langen Stiefeln und aufgekrempelten Aermeln in den Reichstag einziehen, um aus« zumisten, usw. Es ist unglaublich, wie weit der politische fanatische Haß sich bereits verstiegen hat, daß er zu derartigen Blüten auswuchert. Und das Unglaublichste: Der Bürgermeister des Ortes, als Hüter der Ordnung, sitzt am Dorftandstisch und hat für diese ganzen Entgleisungen keinerlei Zurechtweisung, sondern beteiligt sich am Schluß lebhaft an den Bravorufen. Soll so der Rechtsstaat des Dritten Reiches aussehen. Wir banten! „Da sind wir Wilden doch bessere Menschen."
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INemÄ.
Das deutschsprachige Memel ist bekanntlich durch einen Gema ltstreich nach dem Krieg von Litauen okkupiert worden, wurde aber nach der sog. Memel - konvenLion durch ein besonderes Direktorium, cm dessen Spitze Präsident Böttcher stand, verwaltet.
Der schon seit langem geplante neue litauische Staatsstreich im Memelgebiet ist jetzt zur Tatsache geworden. Der Präsident der Memellandregierung wurde am Samstag Vormittag von litauischen Offizieren im Landesdirektorium festgenommen und in einem Auto entführt. Mit der Führung der Regierungsgeschäfte hat Gouverneur Merkys unter Außerachtlassung des Autonomisten- stetus einen großlitauischen La-ndesrat beauftragt.
Die Geschäftsräume des Präsidenten Böttcher ließ der litauische Gouverneur versiegeln. Die Telephone des Landtages, des Magistrats und des -Gerichts wurden gesperrt. Ebenso wurde auch das Telephon zum deutschen Generalkonsulat als „ge= stört" bezeichnet. Nach den letzten Meldungen soll der verhaftete Präsident Böttcher in die litauische Kaserne in Memel gebracht worden sein.
In Berliner politischen Kreisen hat der litauische Gewaltstreich im Memelgebiet größtes Aufsehen erregt, umsomehr, als der lttauische Gesandte in Berlin erst am Samstag der vergangenen Woche im Auswärtigen Amt offiziell erklärt hat, daß bie Gerüchte über einen Putsch im Me- melland jeder Grundlage entbehrten und daß die lttauische Regierung das Memelabkommen auch weiter achten werde. Es wird hierin ein offensichtliches Täuschungsmanöver der litauischen Regierung erblickt. Äußerordentlich verstimmt hat es auch, daß es litauischerseits dem Auswärtigen Amt unmöglich gemacht wurde, sich telephonisch mit dem deutschen Generalkonsulat in Memel in Verbindung zu setzen. Aus diesem Grunde war man auch in der Wichelmstraße bis in die späten Nachmittagsstunden hinein ohne jede amtliche Nachricht über die Vorgänge im Memelgebiet. Die Auffassung in der Wichelmstraße geht dahin, daß hier ein dreister Bruch der Memelkonvention vorliegt und es die Pslicht der Signaturmächte sei, sofort einaugreifen.
Die Nachrichten über den Staatsstreich in Memel trafen in Genf ein, als gerade der Völkerbundsrat über die Aöfchoffrmg des Sklavenhandels in Libero verhandelte. In den Lagern der Unterzeichnerstaaten des Memelstatuts, England, Frankreich, Italien und Japan, wurde sofort erklärt, daß der Dölkerbundsrat einen Bruch der Memelkon- vention durch die litauische Regierung unter gar keinen Umständen zulasten könne und daß unverzüglich der Völkerbundsrat zu einer neuen außerordentlichen Sitzung zusammentreten müsse, falls sich die Mitteilusigen bestätigen sollten.
Spanien.
Während das spanische Land durch kommunistische Aufruhrbewegungen, Streits urÄ neue Brandstiftungen an Klöstern und Kirchen Heim-
Zeigt ihnen,wle sie fm Gebet, in der Reisiger Messe, im Empfang der heiligen Sakramente bi Kraft finden, rein und edel zu bleiben.
Pflegt ihr Schamgefühl?
Ihr Umgang, Sport, Spiel, Wandern, Bader darf ihnen nichts von ihrem Feingefühl räubern
Achtet besonders auf die Kleidung eurer Toch: ter. Eine schamlose Mode hat leider schon avzu^ viel Edelsinn, Mädchenreinheit und FrauengiüA vernichtet. '
Erzlchl eure Löhne zur ritterlichen Haltung g& । genübet den Mädchen.
Erhaltet euch das Vertrauen eurer Linder!
Sie müssen aus jedem Worte, aus jedem Labels aus jedem Befehl, aus jedem „Nein" herausfülp len, daß ihr es gut mit ihnen meint. Sonst ist alle Erziehungsarbeit umsonst.
Sie kann nichts erreichen, wenn nicht das EU ternhaus ihre Erziehungsarbeit vertrauensvoll unterstützt.
Gehl Hand in Hand mit der Schule!
Gehl hand in Hand mit den Seelsorgern?
Führt eure Söhne den katholischen Jugend-vereinen zu. Hattet sie fern von solchen Vereine«, welche auf den Glauben und die sittlichen Grund« sätze der katholischen Kirche keine Rücksicht nehme«.' Mittler, bedenkt: Es handelt sich um l as zeitliche und ewige Grü«t eurer Kinder!
Desmifdttes
gssuHt wird, hat die sozialistische Revoluttons- regierung nichts Eiligeres zu tun als die Jesuiten zu vertreiben, ihr Vermögen zu säkularisieren und neue Kulturkampf, qesetze zu beschließen. Das Neueste ist: Die Kammer hat den Gesetzentwurf betreffend die Ehescheidung angenommen. Artikel 1 bestimmt, daß die Ehe, wenn die Scheidung einmal von einem Zwikgerrcht ausgesprochen worden ist, gelöst ist, in welcher Form und zu welcher Zeit sie auch eingegangen sein mag. Artikel 2 bestimmt, daß die Scheidung ausgesprochen werden kann, wenn beide Teile gemeinsam den Antrag stellen, oder wenn einer der beiden Teile sie aus bestimmten Ursachen verlangt.
So treibt Spanien vorwärts zur vollen Ent- kirchlichung und Entchriftlichung. Schwere Schuld haben jene Katholiken auf sich gelsden, die bei den Aatisnalwahlen den liberalen und sozialistischen Kirchenfeinden ihre Stimmen gegeben haben. Und da behaupten immer die „Freunde" der kathol. Kirche: Religion hat mit Politik nichts zu tun.
Palästina.
Ueber Jerusalem tobte am Sonntag ein außerordentlich heftiger Schneesturm. Der Verkehr wurde eingestellt. In dieser Jahreszeit ist seit langen Jahren in Jerusalem kein Schnee mehr gefallen. Man spricht hier allgemein von einem seltenen Naturereignis.
Indien.
Religionskämpfe schwerster Art sind in der Stadt Kolli in Kaschmir zwischen Hindus und Mo-^ Hammedanern ausgebrochen. Die Polizei sah sich wiederholt gezwungen, von der Feuerwaffe Gebrauch zu machen, um die Kämpfenden ausein- anderzutreiben. Rach den bisherigen Feststellung een find bereits 21 Tote und über 100 Verwundete zu verzeichnen. Die Lage in Kotli wird als außerordentlich kritisch bezeichnet. Militär befindet sich bereits unterwegs, um die Ordnung wiederherzustellen.
China und Japan.
Im fernen Osten geht die Schießerei luftig weiter. Japan drängt, und China wehrt sich. Japan verspricht Ruhe, wenn England und Amerika drohen, und macht barm doch, was es will. Auf den Völkerbund pfeifen die Japaner. Wenn man fidn von Genf aus einmischen will, droht Japan mit: dem Austritt aus dem Völkerbund. Und schon wird man wieder vorsichtig in Genf.
Wer, »ir fleht es nm eure h«s«- «sachseM» SSHie an» Töchler?
Gedanke» zur FamMenpädagogik.
Mütter? Eure heranWachfende» Söhne und Tochter sind schweren Gefahren ausgesetzt. Doppelt verhängnisvoll können diese Gefahren werden, weift unsere Jugend früher als sonst in der Reifezeit steht. Selbst eure noch schulpflichtigen Kinder sind schon ernstlich gefährdet. Darum seid euch eurer Hefti- - gen Verantwortung bewußt:
Mrfichei fiel
Sie stehen in der Unruhe, Hast und Not des heutigen Lebens. Sie stehen im harten Lebens- beruf. Darum sind sie früh wissend, früh reif, früh selbständig — und doch so halttos und hilflos den Schwierigkeiten und Kämpfen des Lebens gegenüber.
Hütet fiel
Bewahrt sie vor allem, was ihren Glauben und ihre Reinheit gefährden kann.
Ihr müßt wissen, was eure Kinder lernen, woher sie sich Bücher und Schriften holen.
Ihr müßt wissen, wo sie ihre Freude und Erholung Juden.
Ihr müßt wissen, ob das Kino, das Theater, das Vergnügen, das sie auffuchen, einwandfrei ist, oder ihnen zum Verderben werden kann.
Ihr müßt wissen, mit wem sie Umgang haben.
Führet fiel
Besprecht mit ihnen ihre Schwierigkeiten. Redet mit ihnen offen und doch in edler Weise über die Fragen der Liebe und des Lebens, sobald und soweit es notwendig ist. Ihr dürft die geschlechtliche Aufklärung nicht gemeinen, verantwortungslosen Menschen überlasten.
Mädchenhändler find neuerdings wieder an der Arbeit. Sie laden alleingehende Frauenspersonen auf der Landstraße zum Miffahren ri«, Mädchen und Frauen seien davon eindringlich gewarnt und gebeten, sich die Nummern solcher Aw tos genau zu merken und sofort der Polizei mihi zuteilen. Auch vor Heiratsschwindlern sei gervarrfti
Nâsez
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Lchadenffeude. „Gestern habe ich bei Schmidts eine halbe Stunde gesungen." „Bravo! Bravo! Das geschieht diesen Parvenüs ganz recht."
Schlechte Zeiten. „Wie geht das Geschäft jetzt?" — „Ach, entsetzlich schlecht — ich setze täglich Geld zu!" — „Aber, lieber Freund, bann wäre es doch besser de« Betrieb ganz zu schließen!" — „Schließen? Sie habe« gut reden! Wovon soll ich denn leben?"
3m Examen. Profestor: „Dieser Patient hier hat eine Verkürzung des Augenmuskels unb schielt infolgedessen. Was -würden Sie in einem solchen Falle tun?" Kandidat „Auch schielen, Herr Professor."
Vom schottischen Geiz. Ein Farmer aus den Gram- piano fuhr mit der Bahn in die Stadt. Mit ihm saßen noch drei andere Landwirte im Raucherabteil. — Dei' Farmer nahm eine Pfeife aus der Tasche unb bat einen der Mitreisenden um Feuer. Der bedauert, keine Streichhölzer bei sich zu haben. Der zweite und dritte gaben dieselbe Erklärung ab. — „Verdammt schäbige Gesellschaft", knurrte der Farmer und zog sein eigener Feuerzeug aus der Tasche.
Elastische Vorschrift. „Ja, gnädige Frau", sagt» der Arzt nach der Untersuchung, „ich würde Ihnen empt fehlen, häufig zu baden, sich viel in freier Luft auf tu* halten und recht leicht anzuziehen. Dies genügt zur Besserung Ihres Zustandes. — „Nun", fragt der Gat« der Patientin, „was hat der Arzt gesagt?" — „Er hat mir dringend befohlen, lautet die Antwort, „zuerst ei«' Seebad aufzusuchen und dann noch eine längere Nachkur im Hochgebirge zu machen. Außerdem muß ich eine Menge neuer leichter Kleider haben."
Hansl.
Hansl fragt feine Mutter: „Warum schreit denn Klein-Elschen so?" — „Sie bekommt Zähne," erwidert die Mutter. — Hansl fragt rasch weiter: „Warum will sie keine?"
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Hansl erscheint in einer Drogerie. „Haben Sie ch Mittel gegen Schmerzen?" flüstert er dem Verkäufer geheimnisvoll zu. — „Was für Schmerzen hast du, mein Junge?" fragt der Drogist. — „Vorläufig habe ich noch keine Sâ)merzen," erklärt Hansl, „aber ich habe int Salon den Spiegel zerschlagen, und wenn Papa heim-- kommt, da wird er mich tüchtig verhauem"
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„Papa, weshalb regnet es?" fragt Hansl. — „Somit das Gras wachsen soll," erklärt der Vater. — „Uni warum," fragt Hansl darauf, „regnet es hier in bei Straße, wo kein Gras wächst."