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tet nach der Reinigung nun wieder in der ursprünglichen roten Steinfarbe. Die Malereien aus dem 19. Jahrhundert wurden beseitigt und die Gewölbekappen haben eine zartgrüne Tönung erhalten. Gegenwärtig wird noch an der Reinigung des herrlichen Barockaltar;, eines Werkes von Balthasar Neumann gearbeitet. Durch die Wiederherstellung hat der Wormser Dom wieder seine reine Wirkung erhalten, die ihn unter den romanischen Domen am Rhein auszeichnet.
Miltenberg. Im hiesigen Franziskanerkloster sind im Jahre 1931 15 000 Personen an der Pforte verköstigt worden. 13 382 durchreisende Wanderer und 586 arm« Studierende erhielten einen Imbiß, 286 Kinder und Arme werden regelmäßig verköstigt.
Hildesheim. Der Bischof von Hildesheim hat den Propst Hermann Seeland, Dechant in Hannover, zum Domkapitular ernannt. Der neue Domkapitular ist in Hildesheim geboren im Jahre 1868 und wurde 1892 zum Priester geweiht.
Berlin. Die St.-Hedwigs-Bafilika in Berlin erfährt zurzeit eine durchgreifende Renovierung, die das Bischöfliche Ordinariat in Verbindung mit der Staatlichen Denk- rualspflege durch den Architekten Professor Holzmeister ausführen läßt. Die in diesem Zusammenhang nötig werdende farbige Ausgestaltung des Inneren ist von be- soriderer Bedeutung. Man hat die neu zu schaffenden Bilder dem Maler Peter Hecker in Köln übertragen, der durch seine in Verbindung mit dem Institut für religiöse Kunst der Stadt Köln ausgeführten Arbeiten in St Mechtern in Köln und in der Kreuzkirche in Wissen bekannt geworden ist. Peter Hecker hat den Auftrag bekommen, für die Kuppel zwölf kreisrunde 2,50 Meter im Durchmesser große Bilder zu malen, welche die vier Evangelisten, die vier lateinischen und die vier griechischen Kirchenlehrer darstellen. In Verbindung mit Stuckreliefs anbetender Engel sollen sie die gewaltige Kuppel der Hedwigs-Basilika schmücken. Im übrigen wird an der Architektur des Innern nichts verändert.
Aachen. Nach dem ersten Schematismus der neu errichteten Diözese Aachen ist das Bistum in 38 Dekanate eingeteilt, von denen die beiden Stadtdekanat« Gladbach- Rheydt und Krefeld Uerdingen mit je drei Unterdekanaten neu errichtet wurden. Mit 1162 182 Katholiken in 432 Pfarreien und 54 Rektoraten ist die neue Diözese eine der größeren des Deutschen Reiches. Sie zählt 941 Priester. Im hauptamtlichen Schuldienst sind 70 Priester beschäftigt (37 an höheren Knaben-, 19 an höheren Mädchen-, 11 an Berufs- und 3 an Mittelschulen). Die Diö- zesanoerwaltung beansprucht vier hauptamtliche geistliche Kräfte. In Anstalten der verschiedensten Art, in Organisationen usw. sind dazu noch 24 Priester hauptamtlich tätig. 34 Angehörige des Aachener Klerus besitzen akademische Grade. Der älteste aktive Pfarrer ist der Pfarrherr von Granterath b. Erkelenz, Peter Esser, der im 83. Lebensjahr steht. In der Diözese befinden sich 26 Niederlassungen männlicher Priester- und 12 männlicher Brüderorden. 26 weibliche Orden resp. Kongregationen besitzen zahlreiche Häuser, die sich den verschiedensten Zwecken des Unterrichts, der Karitas usw. widmen.
Frauenburg. Die Diözese Ermland gibt in ihrem soeben erschienenen Elenchus für 1932 eine kurze Uebersicht der kirchlichen Verhältnisse. An der Spitze der Diözese Kseit 1930 der Bischof Maximilian Kaller. Das Dom- iel besteht aus dem Dompropst, dem Domdechanten, 6 Domherren und 4 Ehrendomherren. Das Priesterseminar in Braunsberg hat mit 64 Alumnen eine seit langem nicht mehr erreichte Frequenz aufzuweisen: 14 von ihnen gehören der Diözese Danzig an, und 6 sind an andere Hochschulen beurlaubt. Von den 352 Weltpriestern sind 255 in der Seelsorge tätig. Die arideren wirken in der Bistumsverwaltung, an öffentlichen Anstalten und Schulen oder leben im Ruhestande. Der älteste Priester ist der 1844 geborene Pfarrer i. R. Franz Lilienthal-Heilsberg. Die Zahl der Katholiken in Ostpreußen beträgt rund 342 000, von denen gegen 220 000 im eigentlichen Ermland wohnen, während die anderen sich auf die von 2 Millionen Andersgläubigen bewohnten Diaspora-Gebiete verteilen.
Lourdes. Von Beginn des neuen Jahres an wird auf Anordnung des Bischofs von Tharbes und Lourdes am ersten Samstag jeden Monats morgens 8 Uhr in der Grotte von Lourdes eine Messe für den Weltfrieden zelebriert werden. In dieser Zeit sollen auch Vertreter aller in Lourdes anwesenden Nationen aufgefordert werden, an dieser Messe teilzunehmen.
Paris. Wie „La Vie Catholique" mitteilt, wird vom 10. Februar ab in Paris eine neue katholische Zeitung erscheinen, betitelt: „L' Aube" unter der Leitung von Francois Gav und Gaston Thesier. Das Blatt will die Leser über Strömungen orientieren, die besonders im Auslande richtunggebend sind. In politischen Fragen
will es einen möglichst weiten und humanen Standpunkt einnehmen.
Paris. Kardinal Verdier, Erzbischof von Paris, hat zur Linderung der Erwerbslosennot angeordnet, daß sofort mit dem Bau von 60 neuen Kirchen innerhalb der Diözese Paris begonnen werden soll. Damit wird tausenden von Erwerbslosen Arbeit gegeben werden. Ursprünglich sollte die Arbeit auf einen Zeitraum von 5—6 Jahren verteilt werden. Obwohl im Augenblick nicht genügend Kapitalien vorliegen, hofft man, die Mittel durch Anleihen aufbringen zu können. Auch soll ein Kirchbau- Fonds eröffnet werden. Die Kirchen sind für diejenigen Distrikte vorgesehen, die ungenügend versorgt sind, oder die erst kürzlich entstanden und noch keine eigene Kirche besitzen.
Italien. Der dritte internationale Kongreß fstr christliche Archäologie findet in Ravenna vom 25. bis 30. September statt.
Italien. Die italienischen Bischöfe haben eine große Propagandaattion für die katholische Tagespresse organisiert. In einem Hirtenschreiben wird darauf hingewiesen, daß es für die Katholiken eine Gewisienspflicht ist, die katholische Tagespresse zu stützen und zu propagieren. Der „Osservatore Romano" fügt hinzu, daß die Katholiken Italiens bisher ihre Pflicht gegenüber der katholischen Zeitung vernachlässigt haben und infolgedessen jetzt die nachteiligen Folgen spüren. Es ist gewiß eine betrübliche Erscheinung, daß vierzig Millionen italienische Katholiken nicht einmal über sechs katholische Zeitungen verfügen. Und das berühre noch umso peirllicher, wenn man sähe, mit welchem Erfolg die Katholiken in anderen Ländern ihre Presse unterstützten, besonders in Deutschland, in der Schweiz und in Holland. Die italienischen Katholiken haben noch nicht begriffen, ein wie starkes Apostolat die katholische presse ausübt.
Rabat. Seit einigen Jahren bedeckt sich Maroko mit neuen Kirchen. Die Franziskaner scheinen sich zur Aufgabe gefetzt zu haben, die Gotteshäuser wieder erstehen zu lassen bezw. zu vervielfältigen, die sie einst in diesem Lande besaßen. Die wachsende Kacholikonzahl nötigt zum Bau großer Gotteshäuser in den Städten und kleinerer in den ungeheueren Wüsten Marokos. In kleinen Kapellen hält der dort durchreisende Missionar von Zeit zu Zeit Gottesdienst ab. Der Apost. Vikar von Maroko, Msgr. Vielle, weihte am 15. Dezember zu Tazert, 60 Kilometer von Marrakech, mitten in einem Berberdorfe, an den Ausläufen des Atlas eine Einsiedelei ein, in. der zwei Missionare leben. Ein bescheidenes Häuschen, eine kleine Kapelle, eine Armenapotheke bilden diese Missionskaritasstation, zu der die Ansiedler in den Ebenen von weither kommen, um dort seelsorgliche und karitative Hilfe zu finden.
Kongolo (Katanga). Wie schnell einzelne Kongomissionen wachsen, zeigt das Bild von Katanga (Afrika), wo die Väter vom HI. Geist im Jahre 1907 etwa 500 getaufte Neger vorfanden, die der Vahnbau an den großen Seen dorthin gezogen hatte. Im Jahre 1922 waren anstelle der 500 über 5000 getreten. 1931 zählte man 12 740 Katholiken und 11151 Taufbewerber am selben Ort. In einer einzigen — der jüngsten — Residenz firmte jüngst der Apost. Präfekt 940 Einheimische. Die Erfolge wurden in einem Gebiet erzielt, dessen Bevölkerung von Natur sehr wanderlustig ist. Die Christen leben zudem zerstreut in einem Gebiet von 110 000 Quadratkilometer (2 Personen auf 1 Quadratkilometer!). Sie haben durchgängig 8—10 Stunden zurückzulegen, ehe sie einen Missionar erreichen.
Amerika. Ein katholischer Priester in Detroit, USA., hat anschließend an einen Vortragszyklus am amerikanischen Rundfunk nicht weniger als 490 000 Briefe erhalten, durchschnittlich 60 000 pro Woche. Er schlug damit den Rekord, den der amerikanische Flieger Byrd nach seinem Rundfunkvortrag über seinen Südpol-Flug gewonnen hatte.
Amerika. In einem Newyorker Hotel fanden sich kürzlich 100 Vertreter der Geistlichkeit aller Konfessionen zusammen, um ein „Bürgerkomitee für öffentlichen Anstand" zu bilden. Der Zweck dieses Komitees, soll die Bekämpfung unsittlicher und anstößiger Zeitschriften sein, wie sie unter der Bezeichnung „Magazine" ja auch in Deutschland schon Eingang und Verbreitung gefunden haben.
Mexiko. Die anti katholische Bewegung in Mexiko greift weiter um sich. Senator Eliazar del Valle wurde aus der national-revolutionären Partei ausgestoßen, weil er zugelassen hatte, daß während der Jahrhundertfeier der Madonna von Guadalupe sein Haus mit den päpstlichen Farben geschmückt wurde. Senator Caloca wurde von dem Abgeordneten Gonzalo Santos, einem bekannten airtiklerikalen Führer der Partei, zur Rechenschaft gezogen, well er sich weigerte, eine antiklerikale Verfügung des Senats zu unterschreiben. Die Auseinanderset
zung nahm so heftige Formen an, daß die beiden Senatoren mit Gewalt getrennt werden mußten. Das Ergebnis war die Annahme jener Verfügung.
Südamerika. Wie soeben bekannt gegeben wird, soll der übernächste internationale Eucharistische Kongreß im Jahre 1934 in Buenos Aires abgehalten werden. Der diesjährige Kongreß findet in Dublin (Jr- land) statt.
Katholische Frauen für die Abrüstung. In der ganzen Welt hat eine rege Werbetätigkeit katholischer Frauen für den Abrüstungsgedanken eingesetzt, die im Hinblick auf die in wenigen Wochen in Genf beginnend« große Abrüstungskonferenz besonders bedeutsam ist. In diesen Tagen veröffentlichen auch die weiblichen Mitgl, der der Genfer Katholischen Vereinigung eine Petlti in der es heißt: „Die unterzeichneten Frauen stellen ft daß die Menschheit dreizehn Jahre nach dem Krieg noch keinen wirklichen Frieden kennt und daß jeder Mensch, besonders aber jeder Christ, seinen ganzen Einfluß zur Verhinderung des Krieges, Der eine Schande für das Menschengeschlecht ist, ausbieten muß; sie stellen fest, daß nach den Worten S. Heiligkeit des Papstes Pius XI. die beste Garantie für die Ruhe nicht in einem Wald von Bajonetten, sondern im gegenseitigen Vertrauen und in der Freundschaft besteht, und daß S. Heiligkeit Papst Benedikt XV. die gleichzeitige und gegenseitige Abrüstung eine unentbehrliche Vorbedingung für den Frieden genannt hat; sie sprechen deshalb auch den Wunsch aus, daß die kommende Abrüstungskonferenz eine sofortige, wirksame, beträchtliche und gleichmäßige Herabsetz mg der Rüstungen aller Art bringe, und sie beschwören die Delegierten, sich ihrer Verantwortung bewußt zu bleiben, und nicht auseinanderzugehen, bevor eine fühlbare Abrüstung erreicht ist." Die Petition hat jetzt japn Me Unterschriften zahlreicher katholischer Frauen Genfs gefunden. Daß diese Petition in der Stadt des Völkerbundes und der kommenden Abrüstungskonferenz aufliegt, daß sie weiterhin in der Stadt Calvins von katholischen Frauen ausgeht, verleiht ihr, wie wir glauben, eine besondere Bedeutung.
Rundfunk - Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Katholiken.
Sendebezirk Frankfurt a. M.
Katholische Morgenfeiern 1932.
„Ser Christ in der Schöpfung." Sonntag, den 31. Januar 1932 (Sexagesima).
„Sünde und Erlösung".
Sonntag, den 21 Februar 1932 (2. Fastensonntag).
„Der Christ unterm Kreuz." Sonntag, den 13. März 1932 (Passionssonnlog).
„Das Hochfest der Christen." Sonntag, den 27. März 1932 (hl. Osterfest).
„Die Grundlegung des christlichen St» bens in der Taufe."
Sonntag, den 3. April 1932 (Weißer Sonntag).
„Der mündige Christ in der Kirche." Sonntag, den 24. April 1932 (4. Sonntag nach Ostern).
„Ehe und Jungfräulichkeit."
Sonntag, den 8. Mai 1932 (6. Sonntag nach Ostern).
„Mutter und Kind."
Montag, den 16. Mai 1932 (Pfingstmontag).
„Der Christ und die Eucharistie."
Sonntag, den 29. Mai 1932 (9. Sonntag n. Pfingsten),
„Das Priestertum der Kirche."
Sonntag, den 26. Juni 1932 (6. Sonntag n. Pfingst.).
„Die Liturgie der Kirche."
Sonntag, den 17. Juli 1932 (11. Sonntag n. Pfingsten), „Die Sendung des Christen in die Welt."
Sonntag, den 31. Juli 1932 (11. Sonntag n. Pfingsten).
„Maria, Hilfe der Christen."
Sonntag, den 14. August 1932. (13. Sonntag n. Pf.). „Sie Wunde der Christenheit und ihre Heilung." (Trennung und Wiedervereinigung).
Sonntag, den 11. September 1932 (17. Sonntag n. Pf).
„Die evangelischen Räte."
Sonntag, den 2. Oktober 1932 (20. Sonntag n. Pf.).
„Christ und Krankheit."
Sonntag, den 16. Oktober 1932. (22. Sonntag n. Pf ).
„Christkönigsfest."
Sonntag, den 30. Oktober 1932.
„Der Christ und der Tod."
Sonntag, den 13. November 1932 (26. Sonntag n. Pf.).
„Advent."
Sonntag, den 27. November 1932 (1. Adventssonntag).
„Weihnachten."
Sonntag, den 25. Dezember 1932 (1. Weihnachtsfeiertag).