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war èr Stadtpfarrer, Dekan und Distriktsschulinspektor in Kaiserslautern. Der neue Dompröpst genießt in Speyer und der ganzen Diözese bei Klerus und Volk hohes Ansehen.

Ermiand. Der Regens des Priesterseminars in Braunsberg, Dr. Ernst D u b o w y, wurde vom Kultus­minister zum Professor an der Theologischen Fakultät der Staatlichen Akademie Braunsberg ernannt.

Prag. Im St. Veit-Dom ging am 16. November die feierliche Inthronisation des neuen Prager Me­tropoliten und Erzbischofs Dr. Caspar vor sich. An der Feier nahmen teil neben zahlreichen kirchlichen Würdenträgern aus allen Teilen der Republik als Ver­treter des Staatsoberhauptes Dr. Biskovsty und andere Mitglieder der Regierung, des diplomatischen Korps Vertreter der Wehrmacht und zahlreiches Volk. Ziefer Eindruck machte es, als der neue Erzbischof vor der Thronbesteigung seine 82 Jahre alte Mutter um ihren Segen bat und die alte Frau ihren Sohn unter Tränen segnete.

London. Thomas Bowyer Champbell, einer der be­kanntesten Geistlichen der protestantischen Epistopalkirche, wurde im August in die katholische Kirche ausgenommen. Die letzten drei Jahre vor seiner Konversion amtierte er an der anglikanischen St. Paulskirche in Oxford, vorher war er Pfarrer an der Kalvarienkirche in Baltimore, Amerika, gewesen. Sieben Jahre diente er in China als Missionar. Er ist jetzt 44 Jahre. Auch als Verfas­ser von Romanen ist er in England und Amerika be­kannt. Nach seiner Aufnahme in die katholische Kirche hat er eine Professur für Geschichte an der Notre Dame Uni­versität, Indiana, erhalten. Er wird sich dort privat für das Priestertum vorbereiten, um später in ein katholisches Seminar einzutreten.

Oslo. Norwegen zählt z. Zt. 2700 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von 2,5 Millionen. In Oslo wohnen allein 1000 Katholiken. Im Lande wirken 33 Missionare (12 Holländer, 6 Franzosen, 6 Deutsche, 3 Luxemburger, 2 Polen, 1 Oesterreicher, 3 Norweger.) Im letzten Jahre traten 44 Protestanten zum Katholizis­mus über. Jüngst wurde zu Arendal der Grundstein zu einem von Ordensfrauen geleiteten Krankenhaus gelegt.

An vor 50 Zähren verstorbener Mut* lawÄ-Mchos.

Das Jahr 1931 soll nicht zu Ende gehen, ohne eines Bischofs zu gedenken, der die ganze Bitter­keit des Kulturkampfes verkostet hat und infolge der erduldeten Leiden allzufrüh am 4. August vor 50 Jahren seinem hohenpriesterlichen Wirken ent­rissen wurde, im 59. Lebensjahre: Lothar v. Kübel, Bischof von Leu?« i. p. t, Erzbislums- verwefer von Freiburg. Bis vor kurzem gehört; die Diözese Fulda zur Oberrheinischen Kirchenpro­vinz, deren Metropolit>XHochwürdigste Erz­bischof von Freiburg ist. Auch aus diesem Grunde ist es berechtigt, daß die Gläubigen der Diözese Fulda jenes Bischofs teilnahmsvoll gedenken, der gleich dem hochseligen Bischof Florentius ein Op­fer jenes Kampfes war, den noch viele von uns erlebt haben. Das Leben und Leiden des Bifcl>ofs Lothar v. Kübel hat der den Fuldaer Katholiken bekannte frühere badische Zentrumsführer Dr. Jo­seph Schöfer in einem bei Herder in Freiburg 1911 erschienenen Buche geschildert, dessen Lektüre allen Katholiken, besonders Priestern und Alum­nen angelegentlichst empfohlen wird. Die hervor­ragenden kirchlichen Führer jener großen Zeit werden wieder lebendig und begeistern durch Wort und Beispiel die heutigen Katholiken im Kampf« gegen die Mächte der Finsternis zur Standhaftig­keit und Treue gegen Gott und die hl. Kirche: Der große Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel v. Ketteler und vor ihm der Erzbischof Hermann v. Bivari, derAthanasius der Oberrheinischen Kir­chenprovinz", gegen den der Sturm des deutschen Kulturkampfes zuerst losbrach, der fort und fort sich zu wehren hatte gegen die Angriffe einer kir­chenfeindlichen Regierung. Im hohen Alter von 95 Jahren starb Erzbischof Hermann am 14. April 1868. Drei Wochen vorher am 22. März war Lo­thar v. Kübel als Bischof von Leuka und Koadju­tor des hochbetagten Erzbischofs vom Bischof Wil­helm Emmanuel konsekriert worden. Der Erz­bischof selbst war den Anstrengungen einer Kon­sekration nicht mehr gewachsen. Aber bei dem be­scheidenen Festmahle nach dem Hoch auf den Dul­derpapst Pius IX. und auf den greisen Erzbischof sprach dieser einige Worte und wünschte seinem KoadjutorGlück und Wohlfahrt". Es erinnerte dies lebhaft an den hl. Papst Sixtus, wie er fei­

nem Diakon, dem. hl. Laurentius auf dem Wege zum Martyrium verkündigte:Deiner harren noch größere Kämpfe für Christi Glauben. Aber nach.drei Tagen, d. h. hier nach wenig Jahren, wirst du mir folgen."

Sein erstes Pontifikalamt hielt Bischof Lothar am Feste Mariä Verkündigung im Freiburger Münster zur Feier der am 26. März 1843 statt7 gefundenen Inthronisation und des 25jährigen Hirtenjubiläums des Erzbischofs. Der Konsekra- tor Lothar's hielt dabei eine großangelegte Fest­predigt über das Wesen und Wirken der Kirche im Gegensatz zu den Bestrebungen der modernen Welt. Den Eindruck dieser Predigt auf die Gläu­bigen schildert ein Ohrenzeuge:Man glaubte den zürnenden Mosus zu sehen, als der große uni» be­redte Bischof die Anbeter des goldenen Kalbes in heiliger Entrüstung züchtigte und die Bürgerschaft Freiburg's vor dem modernen Götzendienst warnte."

Die festlichen Tage gingen schnell vorüber, und es begannen 13^ Jahre der angestrengtesten Ar- heit und der schwersten Leiden für Bischof Lothar. In allem bewährte er sich als würdiger Nachfolger Hermann's. Nachfolger nicht in der Erzbischöflichen Würde, sondern als Erzbistumsverweser nur in der Bürde, die von Tag zu Tag drückender wurde. Zu der Würde ließ ihn die kirchenfeindliche Regierung unter Führung des Ministers Jolly nicht gelangen.

Erzbischof wurde er nicht, dafür erhielt er den Ehrentitel eines Herzbischofs. Er hatte ein war­mes Herz für alle feiner Hirtensorge Anvertrauten, für Priester und Laien, Hoch und Niedrig, Kinder und Erwachsene, für das ganze katholische Volk Dafür gewann er die Liebe und treue Anhänglich­keit aller, die umsomehr zunahm, je ärger die Feinde gegen die Kirche und ihren Oberhirten wü­teten.

Ein großes Kapitel widmet Schöfer diesen An­feindungen mit der AufschriftBischof Lothar und der Kulturkampf" und elf Einzelschilderungen, von denen besonders zu erwähnen sind:Die ver­hinderte Erzbischofswahl",Wegen Amtsmiß­brauchs in Untersuchung",.Der Kampf gegen di« religiösen Orden und Äereine",Die altkatholisch« Bewegung",Der Bischof vor dem Strafrichter". Schon diese Ueberschriften lassen uns ahnen, wel­chen Kreuzweg Bischof Lothar wandeln mußte, ge­quält von den Peinigern in der damaligen libera­len Regierung und ihren Anhängern.

Kein Wunder, daß die nagenden Sorgen um das Wohl der Kirche, die jahrelangen Kümmer­nisse und Kränkungen und die schwere Last der Arbeit die Kräfte des sonst so rüstigen Mannes vorzeitig aufrieben. Mitte Juni 1881 traf ihn ein leichter Schlaganfall. Der Todesengel hatte sich gemeldet. Er erholte sich vorübergehend soweit, daß er noch in einigen Pfarreien die hl. Firmung spendete und am 13. Juli in St. Peter zwölf Dia­kons zu Priestern weihte.

An den darauf stattfindenden Priesterexerzitien konnte er nicht mehr teilnehmen. Ein Herzleiden zwang ihn, in seinem Zimmer mit dem Rosen­kranz jene Exerzitien zu machen, die nun einmal Gottes Vorsehung für ihn bestimmt hatte. Am Schlüsse der heiligen Uebungen wollte der hohe Patient auf seinem Krankenzimmer die hl. Kom­munion empfangen. Die Priester sollten in feier­licher Prozession das Allerheiligste begleiten und der Feier beiwohnen. Jedoch am 4. August kurz nach Mitternacht trat unerwartet schnell der Tod ein. Der in der Nähe weilende Beichtvater konnte ihm nur noch das hl. Sakrament der letzten Oe- lung spenden. Der Dulderbischof hatte ausgelit­ten. Der unerwartet schnelle Tod glich einem Blitz aus heiterem Himmel.

Die Trauer war eine allgemeine und aufrich­tige, im Palast wie in der Hütte. Selbst vom Großherzog, Erbgroßherzog und anderen Mitglie­dern des Herrscherhauses trafen herzliche Beileids­bezeigungen ein. Diesen fürstlichen Tvauerkund- gebungen schlossen sich ungezählte an aus allen Tellen der deutschen Heimat, aus der Schweiz und Oesterreich Der einzige damals im Fuldaer Dom- kapikel noch lebende Domherr, der nachmalige Domdechant und Generalvikar kalb, schloß sein Kondolenzschreiben also:Mit Vertrauen die ver- wallte Er^iözese der göttlichen Vorsehung emp- y bitte ich um ein ' ches für die Diözese Fulda die nicht nur ihr^ Oberhirten, sondern auch ihrer Behörde beraubt ist, und harre in der

festen Hoffnung, daß der oberste Hirt, unser Hes. land, ehebaldigst den beiden Diözesen würdige Hirten schenken werde." Von allen Seiten, von Freund und Feind, wurde der edle Sinn, die sitt­liche Größe, die uneingeschränkte Nächstenliebe des hohen Entschlafenen anerkannt. Eine Stimme aus gläubig evangelischen Kreisen lautete:Bischof ». Kübel hat mehr als dreißig Jahre als Priester ge­wirkt, unermüdlich ist er bis in die letzten Tage tä­tig gewesen zum Wohle der ihm anvertrauten Herde. Sein Wesen war Frömmigkeit, Milde und Herzensgüte: der Urgrund seines ganzen Wirkens wahrhaft christliche Liebe. Er hat sie stets bewahrt inmitten der mannigfachen Stürme, von denen seine Amtsführung begleitet war, dem Freunde gegenüber wie dem Gegner." Unter großer Vs. teiligung aller Behörden, des Vertreters des Groß­herzogs und der Regierung, der Generalität und der Offiziere, des hohen Adels, vieler hochgestell­ten Männer, insbesondere von über 300 Geist­lichen und einer gewaltigen Menge des trauernden gläubigen Volkes wurde der hohe Tote beerdigt vom Bischof Ehrler von Speyer, der auch das Pontifikalamt hielt. Als Vertreter der Diözese Fulda war Regens Dr. Komp gekommen, der spä­tere Bischof von Fulda Georg Ignatius, der ein­stens selbst hochbetagt auf der Reise nach Freiburg, um den Erzbischöflichen Stuhl in Besitz zu nehmen, in Mainz das Opfer seines Lebens bringen sollte. Nach langen Verhandlungen mit der noch stark vom liberalen, kirchenfeindlichen Geiste beherrsch­ten badischen Regierung der Vorkriegszeit war seine Ernennung zum Erzbischof erfolgt. Sein intimer Freund, der damalige Dechant Kreisler in Fritzlar, fügte seinem Glückwunsch zur hohen Aus- ,Zeichnung Worte hinzu, welche die verflossene ba­dische Regierung trefflich charakterisierten:Dein Konpatron-Ignatius, Bischof von Antiochien wurde den Löwen vorgeworfen. Du wirst der badischen Regierung vorgeworfen."

Bischof Lothar v. Kübel, wenn auch nicht Erz­bischof nachTiteln und Mitteln", sicherlich nach Würde und Bürde", wie ein Professor damals schrieb, wurde neben der Gruft des Erzbischofs Hermann v. Moari beigesetzt.Wie Vater und Sohn ruhen sie nun beisammen."Wie im Leben in Liebe vereint, so auch im Tode nicht getrennt."

Schöfer beschließt sein Buch über den Verstor­benen:Mit reichem theologischem Wissen und großer praktischer Erfahrung ausgerüstet, als Kan. zelredner gerne gehört, bei aller Milde in prin­zipiellen Fragen von festen Grundsätzen, war Bi­schof Lothar ein Hirt, der die Seinen kannte, für sie lebte und, man darf es ruhig sagen, auch für sie in den Tod ging. Die Kraft, sein Kreuz zu tragen, holte er bei seinem Herrn und Meister im heiligsten Sakrament. Lothar war eine kindlich fromme Natur. Domino, doce me facere volunla- fern kuam! Herr, lehre mich deinen Willen tun, war sein oft am Tage wiederholtes Stoßgebet. So nahm er willig den bitteren Leidenskelch aus der Hand der Vorsehung. Körperkraft und Ge­sundheit sind unter dem Kreuze zusammengebro­chen. Die Seele reifte in der Juliglut des Leibenr einer frühen Ewigkeit entgegen; sein Leben aber predigt die höchste Lebensweisheit: Domine, doce me facere voluntatem tuam! Herr, lehre mich dei­nen Willen tun!"

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Die Räubersuche aus der Insel Korsika. Die Säu­berungsaktion der französischen Polizei auf Korsika wird mit unvermindertem Eifer fortgesetzt. In der ersten Woche sind rund 100 Räuber verhaftet worden, Das Hauptziel, nämlich die Unschädlichmachung der bei­den noch überlebenden Führer des Banditenunwesens, Spadia und Bornea, ist jedoch noch nicht gelungen. Die Polizei hatte bereits am Samstag das Blockhaus Borneas auf einem fast unzugänglichen Felsen umzin­gelt. Es gelang dem Banditen jedoch, im letzten genblick in der Dunkelheit die Absperrkette zu durchvre chen und zu entkommen. Dafür gelang es, einen an deren gefährlichen Banditen zu verhaften, der beson­ders wegen seiner hühnenhaften Gestalt Angst un Schrecken verbreitet. Der Räuber mißt in der Tat W weniger als 2,10 Meter und wiegt nahezu drei Zentne r-

Achtung! Unsere Leser möchten wir nochmals dawu hinweisen, daß in der letzten Ausgabe unserer ZeiYMM eine Beilage der Firma Milhelm Fuchs kirch enthalten war. In Anbetracht der großen Bon hinsichtlich Qualität und Preis, sowie der ;eör . Weihnachtsgeschenke empfehlen wir unseren.Lesern heute, diese Vergünstigungen in ihrem eigensten Inter wahrzunehmen