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können auch weiter mit Erfolg Uspulum-Univerial verwenden. Gleiche, nicht einseitige Düngung ist anzuraten (also Kali, Thomasmehl oder " Super- phosphat und schwefelsaures Ammoniak). Die drei Kernnährstoffe können in einem Arbeitsgang mit den Bestellungsarbeiten, als Nitrophoskâ I. G., gegeben werden. Weiter ist richtige Reaktion des Bodens zur Vermeidung von Fußkrankheiten beim Getreide erforderlich. Man verwende als Stick- stoffdünger in diesem Falle etwa Kalksalpeter oder Kalkammonsalpeter. Damit die Pflanzen genügen­den Raum zur Ausbeizung behalten, ist' es not­wendig, daß besonders in bäuerlichen Wirtschaften, wo wir eine zu enge Drillweite vorfinden, daß man sich die Mühe macht und die Drillmaschine weiter stellt.

Gin neuer Erwerbsberuf

für unsere Töchter.

Der Minister für Handel und Gewerbe hat un­term 29. März 1931 einen neuen Schultyp geschaf­fen, der den Mädchen beste Erwerbsaussichten bie­tet. In drei Halbjahren (1% Jahren) werden die Schülerinnen zur Kinderpflege- und Haushalts- ; gehilfin ausgebildet. Aufnahme finden Jungmäd- chen von 14 Jahren an mit beliebiger Vorbildung je besser natürlich dieselbe, desto leichter sommert die Schülerinnen später vorwärts. Der Lehrplan umfaßt im allgemeinen den Stoff einer staatlich an­erkannten Haushaltungsschule, doch ist er nach der pflegerischen Seite erweitert. Hat das junge Mäd­chen vor dem Eintritt in dieSchule für Kinder­pflege- und Haushaltsgehilfinnen" sich in Kinder­pflege oder Hauswirtschaft schon praktisch betätigt oder hat es sich in anderen Schularten darin vorge- vildet, so kann die anderthalbjährige Ausbildungs- zeit gekürzt werden. Der erfolgreiche Abschluß , berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung 1 »Kinderpflege- und Haushaltsgehilfin" und zur Uebernahme einer Berufsarbeit in Familie, Kin- ä. usw. , befreit vom Besuch der Hauswirt- ) schaftlichen Berufsschule und gilt als fachliche Be- t rufsschulung für Haushaltspflegerinnen, Wohl- , fahrtspflegerinnen Kindergärtnerinnen, Diätassi- stentinnen usw. Als eine der ersten derartigen An- i palten wurde dieKinderpflege- und Ha'ushalts- ; yehilfmnenschule der Englichen Fräulein" zu Bad Homburg eröffnet und genehmigt. Die Kurse be­ginnen Herbst und Frühjahr. Nähere Auskunft kann durch die Prospekte erholt werden.

Die Pflege der Hufe.

Für die Gebrauchsfähigkeit des Pferdes ist ein sorgfältig gepflegter, richtig behandelter, gesunder und guter Huf außerordentlich wichtig. Gesunde Hufe zeigen einen geraden Verlauf von dem Kro- venrand bis zum Tragrand. Die Wand des Hu­fes darf keine Risse, Sprünge und nach vorn zu- samemnlaufende Ringe aufweisen; sie soll in der Uußeren breiten weißen.Linie keine Trennung besitzen. Die fleckenfreie Sohle soll mäßig nach oben gewölbt sein. Der Strahl muß trocken sein und kräftige, gerade nach der Spitze zu verlau­fende Eckstreben haben. Die Hufballen sollen gut entwickelt sein und mit den beiden Strahlschenkeln in einer Höhe liegen.

Der Pflege gesunder Hufe mit gesundem Strahl muß noch viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Schon beim Absatzfohlen sind die Hufe nachzusehen und auszuwirken. Später ist sechs- bis achtwöchentliches Beschneiden unerläßlich um Hut- und Stellungsfehlern vorzubeugen. Die Foh­len sollen auf einer trockenen, nicht zu hohen Stroh'chicht auf ebenem Boden gehen und nicht, wie man es leider noch sieht, in kleinen dumpfen Buchten, in denen sie sich kaum drei Schritt be­wegen können, auf hohem Dung stehen. Die Fol­gen davon sind schlechte Hufe und Erkrankungen des Strahls. Es genügt nicht, die Fohlen nur auf der Miststatte umherlaufen zu lassen. man braucht stch dann nicht über steile Fesseln, unnachgiebige Sehnen und Bockhufe zu beklagen. Fohlen müs­sen große Laufställe mit Auslauf im Ferien auf festem Untergrund haben, um sich die für gesundes Hufwachstum ausschlaggebende, unbedingt erfor­derliche genügende Bewegung verschaffen zu kön­nen. Jungen Pferden, die nur im Stalle gehalten werden, ist der Huf regelmäßig alle vier Wochen ouszuwirken, da die Abnützung des Hornes nur ungleichmäßig erfolgt und der Huf infolgedessen leicht schief werden kann.

Auch auf die Reinhaltung der Hufe ist Wert zu legen. Beim voll entwickelten Pferd, sowie

schon beim Fohlen sind die Hufe des öfteren vom Schmutz zu säubern und gründlich abzuwaschen. Durch Einschlagen der Hufe in aufgeweichtem Lehm werden diese weich und elastisch erhalteri. Der dicke, zähe Lehmbrei wird nach vorheriger Reinigung des Hufes in den Huf fest eingedrückt und bleibt über Nacht drin. Dis Feuchtigkeit des Lehmes teilt sich dem Hufe mit und gibt ihm die notwendige Federung. Auch kann dazu geraten werden, den Hornschuh hin und wieder in Lein­samenschleim einzuschlagen, um ihm die Sprödig­keit zu nehmen. Zur weiteren zweckentsprechenden Hufpflege gehört das Einfetten der Hufe; hierzu genügt gewöhnliches Schweineschmalz. Die oft für teures Geld angebotenen Hufsalben, die angeblich das Hufwachstum befördern sollen, erfüllen zu­meist nicht ihren Zweck, da sie doch nicht an die das Horn erzeugende Huflederhaut gelangen. Be­sonders Sohle und Strahl sind mit Fett gut ein­zureiben, das nicht zu dick aufgetragen werden darf, da sonst der Huf spröde und rissig werden könnte. Folgende billige Hufschmiere, die man sich leicht selbst herstellen kann, ist zu empfehlen: sie besteht aus einer Mischung von 250 Gramm reinem Schweinefett, 50 Gramm gelbem Wachs, 50 Gramm Honig und 50 Gramm Holzteer, die zusammengeschmolzen werden müssen. Will man nach einer Verletzung des Hufes, bei Hornspalt, Vernagelung, Steingalle usw. sein Wachstum för­dern, so ist nachstehende Salbe zuzubereiten und aufzulegen: 100 Gramm Schweineschmalz, 10 Gramm Fischtran, 20 Gramm Unschlitt, 100 Gramm Lorbeeröl und ein Gramm Terpentin­harz. Dreimal in der Woche ist der Huf am Kronenrand mit dieser Salbe ordentlich, aber vor­sichtig einzureiben.

Achtung Giftpflanzen!

Aus dem Pflanzenreich drohen namentlich den Kindern viele Gefahren, wenn sie den Wald auf­suchen, oder sonst unbeaufsichtigtEntdeckungs­reisen" unternehmen.

Da sind zuerst die Früchte der Tollkirsche, nach deren Genuß schwere Vergiftungsericheinungen auftreten. Dann das Bittersüß mit seinen kirsch­roten Früchten an Gartenzäunen und Baumstäm­men, an denen die Giftpflanze emporrankt. Auch die roten Früchte der Eibe sind giftig, sowie alle Früchte der Nachtschattengewächse, besonders die kugelrunden, tiefschwarzen Beeren des schwarzen Nachtschattens, der an allen Wegen und Schutthau­fen wächst. Dann der an allen Wegerändern wach­sende Stechapfel, an dem alle Teile giftig sind. Ebenso sind das Mutterkorn, die Kornrade und auf den Wiesen im Herbst die Herbstzeitlose gefährliche Giftpflanzen. Ferner gehören hierzu noch der Fin­gerhut, Bilsenkraut, Eisenhut, Hahnenfuß, Schier­ling, Schöllkraut u. a. m.

Man schärfe Kindern dringend ein, keine Bee­ren oder Früchte zu essen, die ihnen unbekannt sind, verbiete besonders, keine Pflanzenteile in den Mund zu nehmen und sorge durch belehrenden An­schauungsunterricht für Aufklärung. Bei jeder ge­meinsamen Wanderung in Feld und Flur mache man Kinder auf schädliche Pflanzen aufmerksam.

Bei auftretender Erkrankung hole man sofort Arzt und gebe bis zu dessen Ankunft viel Milch oder Alkohol zu trinken und veranlasse Erbrechen.

Das Färben von lebenden Blumen.

Maiglöckchen werden rot. Großartige Wirkun- gen in allen Farbstufen.

Mancher wird vielleicht erstaunt fragen, war­um es nötig sei, lebende Blumen zu färben, da wir sie doch in den köstlichsten Farben haben Nun es ist aber Tatsache, daß bisweilen Blumen von sehr schöner Formung in der Farbe schlecht meggefommen sind, es können aber auch Fälle eintreten, wo man eine Blumenart in Men­gen hat, etwa aus dem Garten, sie zu einer De­koration verwenden möchte und sie deshalb ein­zufärben wünscht. Bekanntermaßen werden bei den berühmten Blumenkorsos die zu dem Schmük- ken der Gefährte benutzten Blumen fast stets ae- färbt, um die gewünschten Farbtöne herauszube­kommen, aber man hat dabei sehr oft die unan­genehme Begleiterscheinung gesehen, daß die Blu­men, die zum Werfen von Wagen zu Wagen oder von Wagen zu Zuschauern und umgekehrt benutzt wurden, auf den Kleidern der Beteiligten schlimme Flecke zurückließen, da sie durch Eintauchen in

eine Farblösung gefärbt waren und dann, zur Frischhaltung angefeuchtet, natürlich abfärbten.

Dieses Eintauchen der Blumen in eine Farb­lösung ist also fehlerhaft und darum nicht zu emp­fehlen. Cs gibt aber eine Art, Blumen hübsch und gewissermaßen natürlich zu färben,^t man ihre Eigenschaft, die Säfte in ihren Zeilm emporzuleiten, ausnutzt. Will man z. B. Blu­men rot färben, so läßt man Anilinicharlaâ, in Wasser und stellt die abgeschnittenen Blumen hin­ein. Man läßt sie solange in diesem Farbwasser stehen, bis sie die richtige Farbe angenommen ha­ben. Blaue Blumen erzielt man durch eine ent­sprechende Lösung von Indigokarmin in Wasser. Durch Mischen von Anilinscharlach mit Indigo- karmin lassen sich alle Farbstufungen von Pur­pur bis Violett erzielen. Meist dauert das Fär­ben einige Stunden; man kann ganz genau sehen, wie der Farbstoff in den Stengeln emporsteiat. Ziemlich schnell färben sich Maiglöckchen, die schon nach sechs Stunden rot oder blau sind. Weiße Narzissen werden nach sieben Stunden rosa, läßt man sie noch einige Zeit stehen, so nehmen sie schließlich eine herrliche purpurne Färbung an. Schneeglöckchen, Lewkojen, Hyazinthen und Tul­pen färben sich schnell. Die Tulpen wirken ge­färbt besonders eigenartig, weil der Farbstoff sich in ihnen flammenartig verteilt. Rosa gefärbte . Schneeglöckchen wirken als Tafelschmuck besonders hübsch. Ebenso sind Christrosen sehr geeignet, die eine netzartige Aderung bekommen. Mit weißen Kamelien, Flieder und Primeln lassen sich köstliche Farbwirkungen erzielen.

Daß unansehnliche Blüten auf diese Weise oft ihren schönsten und prächtigsten Blumenschwestern an die Seite zu stellen sind, ist ein besonderer Vorzug des Verfahrens.

Zu erwähnen ist noch, daß dies Färben übri­gens dazu beiträgt, die Lebensdauer der abae- fchnittenen Blumen zu verlängern, was natürlich besonders angenehm ist. Die unbehandelt in Wal­ser gestellten Blumen halten sich nicht entfernt so lange.

Bei abgeschnittenen Blumen darf man nie vergessen, ihnen jeden Morgen frisches Wasser zu geben und die Stengel unten ein Stück ab« zuschneiden. Bei Flieder und allen Blüten mit holzigem Stengel tut man gut, den Stengel unten der LürM nach ein Stück einzuschneiden und die harte Nußenrinde zu entfernen, da sonst das Wal­ser nicht eindringen kann. Bei noch nicht erblüh­ten Blumen kann man etwas Kochsalz dem Was­ser beimengen. Stellt man welk gewordene Ro­sen ins Wasser, so tut ein Pyramidon-Tablettchen Wunder: Nach ganz kurzer Zeit richten sich die Rosen neue belebt wieder auf.

Verschiedenes.

Getrocknete Holunderbeeren sind eine pikante Würze an Wildbraten und Tunken, gelten aber auch als er­probtes Räucher- und Desinfektionsmittel. Sie werden in Leinen- oder Gazebeuteln luftig und trocken hängend aufbewahrt.

Blumen bleiben beinahe doppelt solange frisch, wenn man dem Wasser etwas Kochsalz und einige Hornspäne zusetzt. Schnittblumen sollen auch täglich am Stengel etwas gekürzt werden, damit das Wasser in den Sten­geln zirkulieren kann.

Sellerie als Heilmittel. Ein amerikanischer Arzt hat entdeckt, daß Sellerie ein vorzügliches Heilmittel für rheumatische Schmerzen ist. Die Sellerieknolle soll ge­schält, in Stücke zerschnitten und bis zum Weichwerden in schwachem Salzwasser gekocht werden. Das Wasser trinkt der Patient. Die Selleriestücke dünstet man in Milch, nur mit Salz und Muskat gewürzt. Die Sauce wird dann mit Mehl verdickt und der Patient ißt das Gericht zum gerösteten Brot oder zu Kartoffeln.. Der Arzt empfiehlt das Selleriewaffer und -gericht täglich zu genießen und verspricht den Leidenden dann völlige Be­freiung von ihren Rheumaschmerzen.