sie bereits Gebrauch gemacht, mit dem Erfolg, daß die Devisennachfrage ganz erheblich nachgelassen hat. Die Reichsbank würde auch nicht zögern, das noch strengere Mittel der Kreditrestriktion anzuwenden, falls dies notwendig würde. Auch von Seiten der Reichs- und Staatsfinanzen drohen der Währung keine Gefahren, denn die Reichsbank ist gegenüber dem Reich durchaus selbständig, das durch die rigorosen Maßnahmen der Notverordnungen für die Ordnung seines Etats sorgt. Unter diesen Umständen ist es vollkommen unüberlegt. wenn hier und da aus falscher Besorgnis Guthaben von Geldinstituten abgehoben werden und ins Ausland gebracht werden. Abgesehen davon, daß die Guthaben in Deutschland in keiner Weise gefährdet sind, ist es doch ein wirtschaftlicher Widersinn, wenn man zum gleichen Zeitpunkt, in de min Deutschland wegen des starken Kapitalmangels die Zinssätze in die Höhe gehen, die Schweizer Banken für die aus Deutschland geflüchteten Guthaben nicht nur keine Zinsen mehr zahlen, sondern sogar für Einlagen Depotgelder sich zahlen lassen. Eine ruhige, nüchterne Üeber- legung läßt also erkennen, daß zu Besorgnissen kein Anlaß vorliegt. Das deutsche Kapital soll in Deutschland bleiben und die deutsche Wirtschaft mit Kredit versorgen.
Die WMen-Versicherung L 3* 1930»
Das Reichsoersicherungsamt hat soeben die vorläufigen Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der Invalidenversicherung für das Jahr 1930 veröffentlicht. Die Gesamteinnahme betrug im Jahre 1930 1 123,5 Millionen RM. gegenüber 1 235,4 Mill. RM. im Vorjahre. Auf Beiträge entfielen hiervon 986,4 Mill. RM. (1929 = 1 092 Mill. RM.), auf Zinsen 82,3 Millionen RM. (73,7 Millionen RM.). Die gesamten Ausgaben in der Invalidenversicherung sind von 931 Mil- Nonen RM. auf 1067,8 Mill. RM. angewachsen.
I Hiervon nahmen die Rentenleistungen mit 905,8 Millionen RM. den Hauptanteil ein. Die Aufwendungen für freiwillige Leistungen (Heilver- 8 fahren, Invalidenhauspflege, Waisenhauspflege) sind gegenüber dem Vorjahre geringfügig zurückgegangen, nämlich von 97,62 auf 97,45 Millionen Mark. Den Hauptanteil jener Aufwendungen für die freiwilligen Leistungen bilden die Heckver- fahren, sowie die allgemeinen Maßnahmen zur Hebung der gesundheitlichen Verhältnisse der versicherungspflichtigen Bevölkerung mit einem Kostenaufwand von zusammen 91,89 Mill. RM. Dst eigentlichen Verwaltungskosten betrugen 4,1 v. H. der Beitragseinnahmen. Der Vermögens- Überschuß belief sich im Jahre 1930 auf 55,6 Mill. RM (1929 = 304,4 Millionen RM.). Das Reinvermögen stellte sich für Ende 1930 auf 1637 Millionen RM.
Zur Mrschen-Ernke.
Mit dem Reifen der Kirschen muß auch wieder an einige Vorsichtsmaßregeln erinnert werden, um sich und andere vor Schaden zu bewahren. Zunächst sind es die Unfälle und Verletzungen, die alljährlich beim Kirschenpflücken vorkommen und daher besonderen Anlaß zur Warnung geben. Vor Abnahme der Früchte prüfe man erst das Leitermaterial, gebe der Leiter einen sicheren Stand und versteife sich nicht darauf, auch die schier unerreichbaren Früchte, und sollten es gerade die schönsten sein, an den äußeren Enden der
Aeste und Zweige noch herbeizulangen und zu pflücken, denn erstens kann dies sehr gefährlich werden und zweitens dürfen die Spatzen und anderen Vögel doch auch wenigstens ein bißchen von den köstlichen Früchten erlaubterweise knappern. Eine schmale, schwankende Leiter wird der besseren Sicherheit halber an mehreren Stellen mit dem Baume verbunden.
Weitere Gefahren drohen durch das Wegwerfen von Kirschkernen auf Gehwegen, was nicht nur für alte und gebrechliche Leute, sondern ohne schwierige Umstände auch für ganz standfeste Personen zum Verhängnis werden kann. Und dann das besondere Kapitel beim Kirschenessen oder vielmehr darnach, wenn Durst sich einstellt. Die Gefahr der Erkrankung ist hierbei für Groß und Klein bei jedem Getränk, Wasser und Alkohol, gleich drohend, besonders aber für Menschen, deren Organismus so schon zu Koliken neigt. Bei kluger Vorsicht und Mäßigkeit jedenfalls wird die Kirsche, dieses köstliche Geschenk des Frühsommers, hinterher nicht zur Plage.
Seefisch in der Volks ernährung.
Mehrere Milliarden Reichsmark wandern jährlich für Lebensmittel in das Ausland, wovon ein großer Teil für solche Nahrungsmittel bestimmt ist, die unsere einheimische Produktion gut ersetzen könnte. Tausenden deutscher Arbeiter würden dadurch neue Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten erschlossen und ungeheure Geldsummen blieben im Inlande, mit denen am Aufbau und Ausbau der deutschen Wirtschaft gearbeitet werden könnte. Im letzten Jahre sind noch über drei Milliarden Reichsmark für die Einfuhr von Lebensmitteln ins Ausland gegangen.
Ein Gewerbezweig, der noch lange nicht voll beschäftigt ist und der noch wesentlich zur Deckung unseres Bedarfs für die Volksernährung beitragen könnte, ist die deutsche Seefischerei. Sie verfügt über 356 Dampfer, 128 Motorfahrzeuge für die kleine Hochseefischerei, 134 Logger für die Heringsfischerei und 12128 andere Fahrzeuge für die Küstenfischerei einschl. der Haffe. Die Hochseefischerei beschäftigt nach der letzten Statistik rund 9000 Personen und die Küstenfischerei 7625 Personen, wozu allerdings die Betriebsinhaber und ihre Angehörigen kommen, die meist alle mitarbeiten, aber von der Statistik nicht erfaßt werden. Fischhandel und Fischindustrie zählen an den Fischereihafenplätzen mehr als 2000 Geschäfte, die Zahl der Arbeitskräfte daselbst und im Fischhandel des Binnenlandes beträgt mehr als 200 000 Personen.
Der Gesamtfang der deutschen Fischereifahrzeuge betrug im Jahre 1930 600 Millionen Pfund Seefische, wovon leider nur etwa vier Fünftel in Deutschland umgesetzt werden konnten. Wegen Absatzschwierigkeiten mußte der übrige Teil des Fanges im Ausland, hauptsächlich in England, ge« landet werden. Der Produktionswert des deutschen Seefischfanges beträgt 79,5 Millionen Mark, der Handelswert ist wesentlich höher.
Wenn man den englischen Seefischverbrauch mit 50 Pfund je Kopf und Jahr dem deutschen Seefischverbrauch mit 18,8 Pfund je Kopf und Jahr gegenüberstellt, sieht man, daß der Seefischverbrauch in Deutschland noch sehr zum Vorteil der deutschen Volkswirtschaft gesteigert werden kann.
Die genannten Zahlen mahnen uns nachdrücklich, möglichst solche Produkte für unsere Ernährung zu verwenden, die deutschen Ursprungs sind.
und dazu rechnet vor allem der leider noch zu wenig beachtete Seefisch, der zu unsern wertvollsten Nahrungsmitteln gehört, und der deshalb mehr als bisher in unseren Küchenzettel ausgenommen werden sollte.
Die PsSZ-Zeik hak eingesetzt.
Das feuchtwarme Wetter hat die Pilze schon verschiedentlich aus dem Boden gelockt und da damit auch das Pilzsammeln beginnt, ist es geboten, auf die mit dem Pilzgenuß verbundenen Gefahren zu verweisen. Mer Pilze sammelt, muß Pilzkennknisse besitzen. Der Genuß des Knollenblätterpilzes zieht sehr oft den Tod nach sich. Häufig aber sind Erkrankungen nach dem Verzehren von Pilzgerichten nicht darauf zurückzuführen, daß die Pilze giftig waren, sondern daß sie lediglich unsachgemäß behandelt wurden. Hauptregel für Sammler und Küche muß sein: Was schlecht riecht, viel Ungeziefer an und in sich hat, ist nicht genußfähig. Bei Regenwetter oder unmittelbar danach dürfen Pilze nicht gesammelt werden; denn durchnäßte oder von Maden durchsetzte Pilze sind gesundheitsschädlich. Pilze dürfen auch nicht stundenlag oder eine Nacht hindurch aufeinanderliegen. Wenn sich nach dem Genuß von Pilzgerichten Verdauungsstörungen einstellen, ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der viel verbreitete Glaube geht fehl, daß man ein giftiges Pilzgericht immer daran erkennen kann, daß ein hineingesteckter Löffel blau oder schwarz anläuft.
Am beliebtesten und am häufigsten ist bekanntlich der Steinpilz, der wegen seines Wohlgeschmak- kes und seiner Ergiebigkeit der König der Küchen- pilze genannt wird. Hut und Stiel des Steinpilzes werden teils suppenartig gekocht, auch nimmt man sie zum Garnieren von Braten. In lichten Laub- und Nadelwäldern, besonders auf Waldwiesen, kommt der Steinpilz gerne vor, oft in prächtigen Exemplaren bis zu einem Hut von 25 Zentimeter Breite. Von den eßbaren Pilzen wird häufig der echte Reitzger und der gelbe Pfifferling, auch Rehling genannt, gesammelt. Ein ganz hervorragend guter Speisepilz ist der Champignon mit rosaroten Lamellen. Viel gekocht werden auch die Morcheln und Lorcheln. Tatsächlich gibt es mehr Eß- als Giftpilze. Selbst die sog. Giftmorgel, die durch ihren Leichengeruch die Tannenwälder verpestet, ist nicht giftig, kommt aber wegen ihres Gestankes nicht auf den Tisch. Der gefährlichste Pilz ist der Knollenblätterpilz; wer ihn nicht kennt, wird gut tun, auf das Pilzsammeln überhaupt zu verzichten.
Verschiedenes.
Ein Hilfsmittel, den Geschmack alter Kartoffeln zu verbessern, wird mancher Hausfrau willkommen sein. Denn in der Zeit der neuen Kartoffeln werden die alten Kartoffeln beim Kochen oft blau und unappetitlich aus- sehend. Man schält die Kartoffeln am Abend vorher und läßt die Kartoffeln in recht viel Wasser stehen, â Morgen werden sie abgegossen, worauf man frisches Wasser auffüllt. Man kann auch die Kartoffeln, die man kurz vorher geschält hat, mit kaltem Wasser um etwas Salz ansetzen, sie zum Kochen kommen lassen um das Wasser abgießen, worauf man sie mit neuem kochenden Salzwasser aufsetzt und dann garkocht, abgießt uno dämpft. Beide Verfahren verbessern den Geschmack um das Aussehen der alten Kartoffeln wesentlich. ^.
Grasflecke aus Kleidern aller Art kann man mit «m ritus entfernen. Auch das Waschen mit Gallseife tut gute Dienste.
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