WochenkatsnLer.
Sonntag, 7. Juni. Sonntag in der Fronleichnamsoktav. Eobanus u. Gen., .Mart.
Montag, 8. Juni. Von der Fronleichnamsoktao.
Dienstag, 9. Juni. Von der Fronleichnamsoktav. Primus und Gen., Mart, t 300.
Mittwoch, 10. Juni. Von der Fronleichnamsoktav. Margarete, Königin, Witwe, t 1093.
Donnerstag, 11. Juni. Oktavtag von Fronleichnam. Barnabas, Apostel.
Freitag, 12. Juni. Fest des hl. Herzens 3efu.
Samstag, 13. Juni. Antonius von Padua, Bek., f 1231.
Zweiter Sonntag nach Pfingsten.
Epistel. 1. Johannes 3, 13—18.
Evangelium. Lukas 14, 16—24. Das Gleichnis vom
großen Gastmahl.
In jener Zeit trug Jesus den Pharisäern folgendes Gleichnis vor: „Ein Mann veranstaltete ein großes Mstmahl und lud viele dazu ein. Als die Stunde des Mahles gekommen war, sandte er seinen Knecht aus und ließ den Geladenen sagen, sie möchten kommen, alles stehe bereit. Da fingen alle insgesamt an, sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihm: „Ich habe ein landgut gekauft und muß hingehen und es besichtigen.
bitte dich, sieh mich als entschuldigt an! Ein anderer sagte: „Ich habe fünf Ochsen gekauft und gehe chn sie zu prüfen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an". Ein dritter sagte: „Ich habe mir eine Frau genommen und kann deshalb nicht kommen". Der Knecht kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da ward Hausvater zornig und sprach zu seinem Knechte: »Geh schnell hinaus aus die Straßen und Gassen der ^dt und hole die Bettler und Krüppel, die Blinden und Lahmen herein!" Der Knecht meldete: .Herr, es ^i^bn, wie du befohlen hast. Aber es ist noch da". Da sprach der Herr zum Knechte: „Geh hin- L ?ie Landwege und an die Zäune und dränge le heremzukommen, damit mein Haus voll werde". läge euch aber, von jenen Männern, die geladen uren, lall keiner von meinem Mahle kosten."
Lichtstrahlen wm Attar.
Hie Sonne unserer hl. katholischen Religion ist die heiligste Eucharistie. Ist M5® ja im hoch-würdigsten Sakrament mit Gottheit und Menschheit, mit Leib oll»» ^ "nd Seele, mit Fleisch und Blut, mit iin^m 1 und Kräften, mit allen Tugenden <„. 'u°Mommenl)eifen Christus selbst aus dem Al- Li-bl ^ilemvärtig, der gesagt hat: „Ich bin das ^eIt; mer mir nachfolgt, wandelt nicht den« u^' „rnis, sondern wird das Licht des Le- ta/vom ^chtvylle Strahlen gehen vom Al- bllrn ^ A^mmis der hl. Messe, vom Gnaden- beaierin» r-1 Kommunion in glaubensstarke, heils- Ge «feken. es UnIc ® letzt in der Fronleichnamsoktav wird un besonderem Interesse sein, zu hören,
wie auch unsere liebe hl. Elisabeth vom Lichtmeer der hl. Messe getrunken und sich darin gesonnt und gebadet hat. Eine anmutige Legende erzählt folgendes:
Einmal hörte S. Elisabeth die Messe; da ward sie entzündet von solcher Andacht und göttlicher Liebe, daß sie auf ihren Knien gegen die Wand sich neigte und mit ihren Augen lange Zeit nach dem Altare starrte und sich nicht regte. Und da sie wieder in ihre schlechte Herberge kam, nahm sie ein wenig Speise, darnach ward sie so schwach und ohnmächtig, daß ihr der Schweiß ausbrach, neigte sich in den Schoß Eilentruds, ihrer Dienerin, und wies alle andern von sich, wie wenn sie ein wenig ruhen und schlafen wollte. Indes sie aber lag, ward ihr Angesicht fröhlich und ihr Mund lachend. Ueber eine kleine Weile aber flossen ihr Tränen aus den Augen gleich wie Regentropfen, und wieder über eine Zeit lachte sie wie zuvor und sprach in sich selbst: ja, mein Herr,
Am Sonntag, den 7. Juni (Vonifakiussonnkag),
Kollekte für den BsnifaSiusVerein;
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du willst mit mir sein und ich mit dir, und will mich nicht von dir scheiden. Da aber Eisentrud, in deren Schoß sie lag, die Worte hörte, verwunderte sie sich höchlich und bat Elisabeth, ihr zu offenbaren, mit wem sie geredet hatte. Die demütige S. Elisabeth weigerte sich anfänglich, da aber Eisentrud nicht abließ sie zu bitten, sprach sie: „Ich sehe den Himmel offen und meinen Herrn Jesum sein Haupt freundlich zu mir neigen und mich trösten in meiner Anfechtung. Als ich den sah, ward ich fröhlich und lachte, wann er aber sein Antlitz abwandte, weinte ich. Da erbarmte er sich meiner, kehrte sich wieder zu mir und sprach: willst du mit mir sein, so will ich mit dir sein. Ich aber antwortete, wie du gehört hast. Da bat Eisentrud sie, zu offenbaren, was sie in der Kirche unter der Messe auf dem Altare gesehen habe. S. Elisabeth aber sprach: was ich dort gesehen habe, ziemt sich nicht zu offenbaren. Aber wisse, daß ich in großer Freude gewesen bin und das Wundergeheimnis Gottes gesehen habe."--
Mit welcher Ehrfurcht, Andacht und Liebesglut wird Elisabeth in der Nähe des Altars gekniet sein und dem unblutigen Opfer des neuen Bundes bsigewohnt haben. Welch großes Licht der Erkenntnis stammte dabei auf in ihrer Seele, welch heilsamer Entschluß riß sich von ihrem Herzen.
Wesche Fülle von Gnaden und Wohltaten gerade durch die hl. Messe schon über die Seelen und die Kirche ausgeschüttet wurden, darüber möchte ich nur noch zwei Beispiele erzählen.
Sicherlich kennst du den Orden der Triniiarier, der als Bollwerk des Christlichen Glaubens gegenüber dem Islam sich erwiesen hat. Vom wem ist er gestiftet? Vom hl. Johannes v. Matha, dessen Andenken am 9. Februar begangen wird. Bei welcher Veranlassung wurde die Stiftung dielens Ordens ausgedacht und beschlossen? Bei der hl. Messe. Die Legende weiß darüber folgendes zu berichten. Als Iohannes mit großer Inbrunst seine Primiz feierte, sah er einen Engel mit schimmerndem Gewände, auf dessen Vorderseite ein Kreuz von roter und blauer Farbe angebracht war. Vor ihm waren mit Ketten gefesselte christliche Gefangene, über welche der Engel die Hände ausbreitete. Der Primiziant deutete dieses Bild dahin, er solle einen Orden zum Loskauf der Gefangenen stiften. Im Verein mit Felix v. Valois und unter dem Segen Innozenz in. brachte er auch dieses Vorhaben zur Ausführung. Die Zahl der Gefangenen, die er selbst zu seinen Lebzeiten befreite, belief sich auf mehrere Tausend. Fast eine Million macht aber die Menge der Christen aus, die der Orden in der ganzen Zeit seines Bestehens aus der türkischen Gefangenschaft befreit und wieder in ihre Heimat zurückgeführt hat. Wem verdankten nun all diese Glücklichen ihre Freiheit? Einer hl. Messe, auf welche der Orden zurückgeführt wird.
Und wer kennt nicht, um ein zweites Beispiel anzuführen, den großen Namen des hl. Antonins von Padua, dessen 700jähriges Jubiläum eben begangen wird und dessen Fest auf den 13. Juni fällt? Hat er nicht taufend und tausend Mal geholfen bei Verlusten und Diebstählen? Meistens geht aber die Hilfe zurück auf eine hl. Messe, die zu Ehren des großen Wundertäters gelesen wird. So kam zu mir vor einigen Jahren eine arme Frau, Mutter von etwa acht Kindern, und klagte mir unter Tränen, daß sie das Testament verloren hat, in welchem sie von ihrer soeben verstorbenen Mutter als Erbin des Hauses eingesetzt war. Nun war das Testament spurlos verschwunden, und die Geschwister machten ebenfalls Anspruch auf das Haus. Was tat da die bedrängte Frau? Eine hl. Messe ließ sie lesen zu Ehren des hl. Antonius von Padua. Und der Erfolg? Nach wenigen Tagen fand sich das Testament ganz unvermutet und wie von selbst. — So achten wir wieder alle die hl. Messe als einen großen Schatz für Seele und Leib, für Zeit und Ewigkeit. Besuchen wir sie gewissenhaft und fleißig nicht bloß aus Pflichtbewußtsein, sondern auch im eigenen Interesse, Der Talpfarrer.
Belohntes Vertrauen zum allerherligsten Herzen Jesu.
Eine wahre Begebenheit.
In einer Stadt des Saarreviers erkrankte eine ehr arme Frau an einem schweren inneren Lei- len. Damit kam ein großes Kreuz zu manchen