Einzelbild herunterladen
 

Achter siebt die hier ein Heim fanS. — Sie ist frans — schwermütig. Des Sohnes Schuld — ihre eigene. Ja der „Einzige" hat mehr Leid ver­ursacht als man damals befürchtete. Ein Trost für die Großmutter sind die andern Enkelkinder. Die „Sieben", von denen einer am Altare steht, zwei Töchter als Klosterfrauen ihr Glück fanden. Die andern alle prächtige, gläubige Menschen — die ihrer Tante Marta mit Liebe entgegen kom­men. Sie betreuen und pflegen helfen. Mit den Eltern und der Großmutter — daß die Wunde doch heile.---Die Prozession „wallt" vor­über. „Mutter — wißt's noch damals? Ach" — „Still Marta — nicht aufregen. Laß uns beten, daß alles noch gut wird." Und die Mutter hebt an: „Vater unser". — Mit bebender Stimme er­widert die Schwergeprüfte: „Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern, führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Uebel — Amen." ----

Therese Faupel.

Gedanken vor zwei Bildnissen «Christi Himmelfahrt*'.

Mitten in die Alltagswoche hinein fällt einer der schönsten und wunderbarsten Festtage des ganzen Kirchenjahres — Christi Himmelfahrt! Und vor mir liegen zwei Reproduktionen großer Mei­ster, die dèn Himmelfahrtstag aus ihrer Seele heraus in Form und Farben zu gestalten wußten: Rembrandts „Christi Himmelfahrt" und Fra An­gelicos „Himmelfahrt", und man steht gebannt vor der ungeheuren Schönheit und Tiefe in diesen Werken.

Ja, was waren das für Künstler, für Maler! Fra Angelico und Rembrandt, — die die Ge­schehnisse der Heiligen Schrift auf ihre Leinwand brachten: was müssen sie auch für Menschen gewe­sen sein, stark im Erleben, tief im Schauen ihrer Seele. Wie unendlich fein und geheimnisvoll tritt uns Fra Angelico mit feinem Himmelfahrtsgemälde entgegen: der Kranz der Jünger mit Maria und über ihnen entschwebend der Heiland. — Und schauen wir Rembrandts Gemälde an: aus einem Düster zum Licht — das Unbegreifliche wird vor den Augen der Jünger wahr — Christus, ihr Meister, der Auferstandene vom Tode — er schwebt hinauf gen Himmel, wird hinaufgehoben in sein ewiges Reich — verklärt und wunderbar erhöht.

Und wenn man diese Bildnisse betrachtet, ahnt man etwas von jener Zeit, von jenen Menschen, die noch erfaßt waren von der Urgewalt des Glau­bens an jene geheimnisvollen Geschehnisse um Je­rusalem, Wir beschauen diese Bilder mit Bewun­derung, mit Staunen, mit Ergriffenheit, wir wol- len ganz gewiß keine Kunstkenner, keine Kunst­historiker sein — o nein —, dem Volke gehört die Kunst — aus dem Volke heraus schafft de» Künstler für sein Volk, aber sind wir uns auch wirklich dieser Kräfte, dieser Gewalten bewußt, die aus dem Glauben heraus eine Kultur geschaf­fen haben?

Christliche Kunst! Christliche Kultur! Alle diese Werke sind Gemeingut geworden für jeden, die hl. Taufe empfangen hat — und doch wie sieht man gerade aus unserer Mitte Menschen gleichgültig, verständnislos dieser großen, gewal- trgen christlichen Kunst und Kultur gegenüberstehen, und wir Katholiken gerade — wir aus dem Volke, wir haben so manchen Blick für die? und jenes "der an dem Größten, an dem, was für uns geschaffen, gehen wir gleichgültig vorüber.

.. Katholiken! Seid doch stolz auf die Kunst, auf die Kultur, die aus der katholischen Seele in jenen berühmten Vertretern der Maler und Bild- Yauer erblühte! Sind wir, uns der Schätze vollauf wwußt, die aus unserem Glauben geboren wur- ,?"'w, Wandel der Jahrhunderte? Müssen wir ucht klein werden mit unserem winzigen Ich, wenn einmal so ein Bildwerk genauer beschauen? sm,?,6®’!' unsere Zeit ist die Zeit der Not, der ?™' ber Armut — aber haben wir nicht den- we Schätze des Glaubens in den Bildnissen <h.^r großen und größten Meister, die uns mm werden lassen, wenigstens für die Minuten, üdu r,. . beschauen. Wieviel Schönes, Hohes ’s m her Welt, das unseren alltagsschweren ’ ,en Blick der Sorge, der Not, des Kum- Emal auflichten kann!

Dis immerwöhrende Hilfe.

In einer Seitenkapelle des stillen Dorfkirch­seins war ein gar liebes Bild der Gottesmutter errichtet worden. Der Herr Pfarrer hatte es in Rom eigens anfertigen und segnen lassen, und an keinem Tag des Jahres war das Kniebänklsin vor dem Bilde von Betern leer. Die Kinder felgten dem Beispiele der Erwachsenen, und es war ein erbebender Anblick, wenn das Licht der vielen Kerzen, die ununterbrochen vor dem hehren Bilde brannten, sich in den hellen Augen so vie­ler betender Kleinen widerspiegelt, welche mit fromm gefalteten Händen zur Gnadenmutter auf­blickten.

Eines Tages kniete der alte Pfarrherr im Chorstuhl, und er konnte durch die Türwölbung der Nebenkapelle just einen kleinen Knaben beo­bachten, der einsam vor dem goldig schimmernden Gnadenbilde weilte und in dessen Äugen große Tränen glänzten. Sie rollten langsam über die runden Wangen herab, und Anton bemerkte es nicht, bewegte doch ein tiefer Schmerz seine kind­liche Seele. Der Herr Pfarrer kannte das Leid des Kleinen, hatte er doch selbst vor einer Stunde Antons Mütterlein zum Tode vorbereitet, und der Arzt gab wenig Hoffnung auf Genesung. An­ton war vertrauensvoll zum Bilde der immer­währenden Hilfe geeilt und sprach immer von neuem das liebe Gebet: „Jungfrau, Mutter Got­tes mein, laß mich ganz dein eigen sein."

Endlich erhob sich der Knabe getröstet und er­leichtert. Die Hoffnung machte sein junges Herz freudiger schlagen. Noch einen bittenden Ab­schiedsblick warf er der süßen Mutter mit dem Kinde zu, dann entfernte er sich nach einer ehr­erbietigen Kniebeugung vor dem Hochaltar aus der Kirche.

Zu Hause herrschte große Freude. Lieb Müt­terlein war in einen erquickenden Schlummer ge­sunken, der die Genesung brachte. Mit dankbarer Liebe kniete Anton bald wieder vor dem Bilde Mariens und versprach ihr, ein gutes Kind der Gottesmutter zu werden. Und als der Pfarrer an einem der nächsten Tagen den Schulkindern die Geschichte des Bildes von der immerwähren­den Hilfe erzählte, hatte er keinen aufmerksameren Zuhörer als den kleinen Anton.

Im 15. Jahrhundert flüchtete ein frommer Kaufmann der Kriegsunruhen wegen von der In­sel Creta nach Italien. Er führte ein griechisches Bild der Mutter Gottes mit sich, das bei einem Meeressturm plötzlich wunderbare Windstille be­wirkte. Später wurde das Bild in der Kirche des heiligen Matthäus zur Verehrung aufgestellt und manche wunderbare Hilfe wurde den Bitten­den dort zuteil. Im Jahre 1866 erweckten die Patres Redemptoristen die Andacht zu neuem Le­ben. Es wurden Abbildungen des schönen Bildes angefertigt, und auch vor diesen geschehen viele Wunder. Seidem hat sich die Andacht zur Mutter von der immerwährenden Hilfe sehr verbreitet, und wenn auch du, mein Kind, ein solches Bild in einer Kirche erblickst, so flehe voll Vertrauen zu die­ser Hilfe der Christen.

Hug den Semskn-en

Versetzung. Herr Kaplan Laufer an St. Fa- milia ist vom 1. dieses Monats an zum Pastor in Neustadt a. d. Orla ernannt worden.

St Familia. Vom Feste Christi Himmelfahrt an beginnt an Sonn- und Festtagen die erste hl. Messe um 6, die zweite hl. Messe 7.45 Uhr.

Katholischer Jünglingsverein „Sf. Elisabeth". Hoffentlich haben unsere Gäste und Freunde und Ängehörigen noch nicht wieder den Theaterabend im Winter vergessen mit dem Kolumbusspiel. Wir melden uns heute wieder zu Wort. Am Sonntag, den 10. Mai, abends um 8^ Uhr, hal­ten wir im Gesellenhaus die Aufnahmefeier derer, die Ostern aus der Schule gekommen sind und zu uns stoßen wollen. Das ist selbstverständ­lich eine wichtige Sache für den ganzen Verein. Deshalb ist es noch selbstverständlicher, daß wir alle da sind: also denkt daran, ihr Mitglieder. Der Abend ist eine wichtige Sache auch für die „Neu­linge"; denn aus der Schule entlassen, sollen üe sich nun einer neuen Gemeinschaft, einer Jugend- gemeinschaft eir.gliedern. Es tun oder nicht tun kann schon für die kommenden Jahre ihres Jugend­lebens von ziemlicher.Bedeutung werden. Ihr

Jungens, die ihr aus der Schule gekommen se-d, überlegt kurz und handelt schnell und kommt am Sonntag abend alle und stärkt unsere Reihen. Schließlich ist eine solche Aufnahmefeier in einem Verein eine wichtige Sache auch für die Eltern und Angehörigen sowohl derer, die im Verein sind als derer, die im Verein sein sollen und sollten. Darum ist es die letzte und ebenso wichtige Selbst­verständlichkeit. daß die Eltern unserer Jungens am Sonntag auch da sind; diese Erwartung darf wohl hier in aller Freundlichkeit und Dringlichkeit der Präses aussprechen. Ich finde, daß es für einen Jungen immer eine entmutigende Feststel­lung ist, wenn er sieht „soviel« sind gekommen, nur ich bin allein hier." — Es soll der Abend ein Familienabend werden. Der Herr Diözesanjugend­sekretär Lehrer Gesang aus Fulda wird zur Auf­nahmefeier die Rede halten. Lieder zwischendurch; am Schluß noch ein .Märchenlustspiel „Der Knüp­pel aus dem Sack". Den Rahmen zu all diesem schafft unsere neue Vereinskapelle. — Wir heißen unsere Gäste zu dem Abend herzlich willkommen.

Katholischer Gesellenverein. Am Nachmittag des Christi-Himmelfahrtsfestes ladet der Verein wieder alle seine Mitglieder und die verehrten Angehörigen zu einem kurzen Ausflug ein und >u ein paar Stunden frohen Zusammenseins. Treff­punkt ist wieder wie im vergangenen Jahre an­gesagt gegen 4 Uhr in den Safträumen mit schö­nem Garten der Gastwirtschaft R. Maurer in Kirchditmold. Es wird in gewohnter Weise MN schöner Nachmittag werden, wenn ein heller Maientag den schönen Rahmen gibt. Deshalb la­det der Verein noch einmal alle seine Freunde ein. Für diejenigen, die nicht ganz stark bei Fuß sind, fahren die Linien 2 und 4. Für die anderen heißt es Punkt 2% Uhr im Gesellenhaus, Mittel­gasse 42: Ohne Tritt marsch!!

Selbsthilfe katholischer Vereine in Slerbesällen Kassel. Unser Mitglied, Frau Heiland, ist am 26. April 1931 gestorben. Die fällige Umlage ist am Sonntag, den 10. Mai, vormittags 11 Uhr, im Gesellenhause, Mittelgasse 42 zu entrichten. Eine geordnete Kassenführung macht es notwendig, daß dieser Zahlungstermin von allen Mitgliedern ein­gehalten wird. — Mit Zahlung rückständige Mit­glieder haben keinen Anspruch auf Sterbegeld.

MNâVOMMNâTZMâesMr

MoLrtülsprsy IS.

Pilgerin auf Erden. Leben der heiligen Elisa­beth. Von Elisabeth von Schmidt-Pauli 1931 (Ver­lag für Kulturpolitik in Berlin) Ganzleinen Mk. 7.50, broschiert Mk. 5.50. Dieses Buch von dem irdischen Weg der heiligen Elisabeth, der ungarischen Fürstentochter, der Gemahlin Ludwigs von Thüringen, die in selbstge- wählter Armut zu Eisenach ihre junge Seele aushauckte, kann nicht im landläufigen Sinne „Geschichte einer frei» ligen" genannt werden. Es ist viel mehr. Was h>er von der Verfasserin erlebt, durchgeistigt und beseelt wird, ist eine große leidenschaftliche Epoche des Mittel­alters, mit ihrem seelischen Aufschwung zu Gott. Der historische Hintergrund ist von dramatischer Wucht — mit Fernblicken auf weltgeschichtliche Ereignisse und Ge­stalten. Auf die Kämpfe zwischen Papsttum und Kai­sertum, die Kreuzzüge einer glutersWten christlichen Ritterschaft, auf den glorreichen Aufstieg und den orien­talischen Hof Friedrichs II., auf die dunkle Erlcheinung des Ketzerverfolgers Konrad von Marburg und die lichte von Liebe für die Armen erfüllte Erscheinung des Franz von Assist, auf die Bischofsstadt Bamberg und die deut­sche Wartburg. Und zwischen diesen gewaltigen, be­wegten Kulissen blüht und träumt die junge Menschen- blumc. Elisabeth, aus dem heißen. romantischen Ungar­lande in frühester Jugend hierher verpflanzt, blüht zu­nächst in Glanz von Liebe und Glück. Wird dann wild gezaust vom Schicksalswind. Der Landgraf Ludwig, ihr Gatte, stirbt im Zeltlager von Otranto an der Pest. Seinen silbernen Sarg geleiten deutsche Ritter Tag

Don Gnaben und Gaben des Heiligen Geistes, die jetzt jiir Pfingstzeit die Äèlt erfüllen: laßt gute Büdjer jetzt zu Cuch sprechen!

Nach Herderbüchern beim tzuchhândler fragen!