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örtlichen Sammelgruppen. Wegen besonderer Zu­wendungen wende man sich an den Generalvor- stand des Bonifatiusvereins zu Paderborn (Post­scheckkonto Köln 22 610).

MUSLKMK ______

Rustland.

„Das Land bis zum Zusammenbruch erschöpft!" Einer der angesehensten amerikanischen Journali­sten. Walter Duranty, der zur Zeit in Moskau lebt und dessen Berichte sich durch eine nüchterne Zuverlässigkeit auszeichnen, bringt jetzt in der „New Port Times" interessante Einblicke in die wahren Wirtschaftsverhältnisse des kommunisti­schen Herrschaftsgebietes. Danach steht es mit dem Erfolge des '»genannten Fünijahresplanes, mit dem der Kommunismus bekanntlich die übrige Menschheit wirtschaftlich ins Knie zwingen möchte, recht windig aus. Entgegen den schönfärbenden Berichten der Kommunisten­blätter habe man das Land bis zum Zusammen­bruch erschöpft, nur um die geforderten Leistungs­zahlen zu erreichen. Wenn auch nicht zu leugnen sei, daß einzelne Industrien das geforderte tat­sächlich erreicht hätten, etwa die Naphtaindustrie, so sei doch die Kohlen- und Stahlproduktion weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bei der Kohle betrage die erreichte Leistung kaum die Hälfte der vorgeschriebenen Förderung, weshalb denn auch selbst in der Hauptstadt die Höchsttem- Mraturgrenze für die Zimmerbeheizung während des Winters stetig herabgesetzt worden sei. Und auch dieser Beobachter der russischen Wirtschaft be­stätigt, daß die Verkehrsverhältnisse total verfah­ren seien, womit dann wieder die durchaus man­gelhafte Versorgung der Bevölkerung mit den primitivsten Artikeln des täglichen Bedarfes zu- sümmenhänge. Der Schreiber meint abschließend, die größte Gefahr liege in der Ermüdung des Vol­kes und in dem Zusammenbruche der Moral, die im Gefolge der Wirtschaftsnot auf ein beängstigen­des Niveau gesunken sei. Es sieht also doch recht rcrzweifelt im kommunistischen Schlaraffenland aus.

Tschechoslowakei.

In der Tschechoslowakei lebt bekanntlich eine ganze Reihe verschiedensprachiger Völker: Tsche­chen, Deutsche, Slovaken, Ruthrnen, Ungarn u'w. Während es anderen Strömungen schon längst ge- lunaen ist, die Grenzen der Rationalität zu über­brücken, sind die politischen unb' vereinsmäßigen Bestrebungen der Katholiken noch fast gänz­lich in nationalen Grenzmauern abgeschlossen. Dies gilt nicht nur im Verhältnis der slawischen Natio­nen gegen die deutschen hier wohnenden Katholi­ken. sondern auch für die slowakischen. tschechischen und ruthenischne Katholiken untereinander. Es wstd daher von hoher kirchlicher Seite als großer Erfolg gewertet, daß es gelang, zum Osterfeste einen gemeinsamen Pilgerzug tschechischer, slowaki­scher und ruthenischer Studenten nach Rom zu­stande zu bringen. Am vergangenen Freitag kehrten die Pilger in ihre Heimat zurück. Der Heilige Vater betonte und belobte beim Empfang dieses Pilgerzuges in Zukunft enger gestaltet wer- neuerungsbestrebungen, die im tschechischen Katho- stzismus in den letzten zwei Jahrzehnten, beson­ders aber seit dem Umsturz einsetzten. Man hofft, dost die Zusammenarbeit der tschechischen, stowa- und ruthenischen kathoistchen Studenten­schaft auf Grund der gemeinschaftlichen Erlebnisse dieses Pilgerzuges in Zukunft engre aestallet wer­den kann. Zu wünschen wäre nur, daß Edv auch möglichst bald eine bessere und engere Zusammen­arbeit zwischen den katholischen Studenten der ver­

schiedenen slawischen Stämme und den hiesigen deutschen und ungarischen katholischen Studenten anbahnen möchte! Das wäre der beste Weg für die Zukunft, die traurigen Spannungen zwischen den Katholiken der verschiedenen Völker in der Tschechoslowakei aus der Welt zu schaffen.

Spanien,

Spanien, das katholische Spanien, ist das Land, das wie kaum ein zweites der Gegenstand der freimaurerisch sozialistischen Wühlarbeit und Hetze war. Das ging bereits so seit Jahrzehnten. Man erinnere sich an die Sozialistengreuel im Jahre 1913 in Barcelona. Die Studierten, die Univer­sitätsprofessoren und Studenten, standen ganz un­ter dem freimaurerischen Einfluß der Variier Großmaurerei. Ebenso wurde von dieser Seite unter der Arbeiterschaft gewühlt: die parlamen­tarischen Verhältnisse waren außerdem sehr un­erfreulich. Offiziere taten nichts lieber als positi- fieren. Sehr unglücklich war von jeher die Haltung der Regierung gegenüber dem Norden des Lan­des, Katalonien. Das Land war in alter Zeit selb­ständiges Königtum, wurde dann mit Spanien vereinigt — konnte aber den Verlust der Selbstän­digkeit nie verschmerzen. Die Regierung keiner Richtung war so einsichtsvoll, dem Lande eine ge­wisse Selbstverwaltung einzuräumen, daher fan­den in diesen Gebieten Unruhen und Unruhestifter immer einen guten Nährboden. Eine schwärende Wunde war sein kleiner Besitz in Marokko. Nord­afrika, Spanien gegenüber. Spanien kann sich den­selben nicht gut nehmen lassen, da sonst die ganze Meeresenge von Gibraltar in fremden Händen gewesen wäre Die lieben Nachbarn, die Franzo­sen, hetzten ständig die Eingeborenen auf. So kam Spanien nie aus dem Kleinkrieg. Die Sache ko­stete viel Geld und viel Blut und war infolge­dessen ständige Ursache der Unzufriedenheit. Um der Hetze und dem Wirrwarr im Parlament ein Ende zu machen, setzte der König 1923 den General Primo de Rivera als Diktator ein. Anfangs war wohltuende Ruhe. Primo beendete den Marokko­krieg, ordnete die Finanzen und sah auf Ordnung. In letzter Zeit war feine Regierung sehr schwach. Er hätte das parlamentarische und politische Le­ben auf eine neue Grundlage stellen müssen, was er aber nicht tat.

Daher wurde die Unzufriedenheit in den höhe­ren Kreisen, bei Offizieren, Universitätsstudenten und -Professoren immer größer und es folgte ein Putsch dem andern. Primo trat 1930 zurück und an seine Stelle trat fein größter Gegner. General Berenguer. Er sollte das parlamentarische Le­ben wieder in Gang bringen. In der letzten Zeit wurde immer mehr für die Republik agitiert und demonstriert.

Gleichzeitig tauchte in diesen Kreisen immer mehr die Forderung nach einer sogenannten kon­stituierenden Parlamentsversammluna und -Wahl auf, wo entschieden werden sollte, ob Spanien Re­publik werden oder Monarchie bleiben sollte. Schon diese Forderung zeigte, wie weit die Agi­tation gediehen war.

Zur Ueberleitung in das parlamentarische Le­ben ließ die Regierung zuerst Gemeindewahlen ausschreiben. Und, merkwürdig, biete vollzogen sich unter dem Schlagwort: Hie monarchistisch — hie revublikanisch. Selbstverständlich gingen Soziali­sten und Liberale und Genossen vereint vor, die Monarchisten in drei, vier Parteien gespalten.

Zur großen Ueberraschung aller erhielten die Republikaner in den großen und größeren Städ­ten weitaus die Mehrheit. Der König betrachtete die Entscheidung als gegen sich gerichtet und legte am 14. April die Krone nieder und begab sich in Begleitung des Kronprinzen nach Paris.

Die Republik wurde ausgerufen. Selbstver­ständlich, wie immer bei solchen Gelegenheiten, rie­sige Begeisterung, Freudentränen, Umarmungen auf offener Straße, rote Gewinde und Fahnen und — Plünderungen seitens des begeisterten Pö­bels bei dem Gegner. Eine provisorische Regie­rung hat sich gebildet, die Entscheidung läge nun eigentlich bei Neuwahlen fürs Parlament: dort müßte die Frage entschieden werden, da Ge­meindewahlen eigentlich nur die Stimmung zum Ausdruck bringen können. Da aber der Kö­nig schon außer Land ist, wird sich nicht viel än­dern. Hoffentlich kommt es nicht zum Bürger­krieg: in Spanien in den früheren Zeiten keine Seltenheit Was nun kommen wird?

Seit dem Sturze des Römerreiches durch die Vandalen und Goten, also leit rund 1500 Jahren, war Spanien immer Königreich. König Altons ist damit aller Wahrscheinlichkeit der letzte König Spaniens. Er wurde 1886, sechs Monate nach dem Tode seines Vaters, des Königs Alfons des XII., geboren und am Tage nach seiner Geburt zum König ausgerufen. Seine Mutter Maria Christine, eine geborene Erzherzogin von Oester­reich, übernahm für das unmündige Kind die Re­gentschaft. Nach einer strengen Erziehung wurde Alfons 1902 für volljährig erklärt und übernahm die Regierung. 1906 heiratete der König die Prin­zessin Viktoria Eugenie von Battenberg, eine En­kelin der Königin Viktoria von England. Auf den Hochzeitszug des Königspaares fand ein Bom­benattentat statt, bei dem 15 Personen getötet wurden. Der König zeigte hierbei, wie auch spä­ter bei den zahlreichen auf ihn unternommenen Attentaten, große Unerschrockenheit. Der Ehe des Königs entsprossen sechs Kinder, darunter vier Söhne, die jedoch sämtlich körperlich nicht gesund sind.

Während des Weltkrieges gelang es den spani­schen Regierungen, das Land neutral, aber mehr deutsch- und österreichfreundlich, zu halten. König Altons lieh mehrfachen Vermittlungsversuchen seine Hand und beteiligte sich eifrig an der Hilfs- tötigkeit für Gefangene und Kriegsbeschädigte.

Kleine MwhL Haâtithten

Die Bevölkerung der Vatikanstadt umfaßt nur 637 Seelen: davon sind 495 Italiener, 118 Schweizer (Offi­ziere und Soldaten), 8 Deutsche, 8 Franzosen, 3 Spa­nier, 2 Holländer, 1 Abessinier, 1 Norweger, 1 Oester­reicher.

Münster. Prof. Mausbachs Nachfolger. Der durch das Ableben des Prälats Prof. Mausbach in der Katho­lisch-Theologischen Fakultät erledigte Lehrstuhl der Mo­raltheologie ist Prof. Dr. Peter Tischleder daselbst ange­boten worden. Pros. Tischleder hat den Ruf angenom­men. Geboren zu Dromersheim, Kreis Bingen (Rhein­hessen), besuchte Tischlecer das Gymnasium zu Bensheim, das Priesterseminar in Mainz und die Universität Mün­ster, besonders als Schüler von Mausbach. Zunächst in der praktischen Seelsorge an verschiedenen Orten tätig, promovierte Tischleder später in Münster und habilitierte sich Michaelis 1822 ebenda für katholische Moraltheolo­gie und Sozialethik mit einer Schrift „Ursprung und Trä­ger der Staatsgewalt nach der Lehre des heiligen Thomas von Aquin und seine Schule". 1928 erhielt Tischleder die Ernennung zum nichtbeamteten ao. Professor. In der Münsterischen katholisch-theologischen Fakultät erhielt er auch einen Lehrauftrag für christliche Sozialethik und wurde auch mit der Abhaltung von Vorlesungen über ka­tholische Weltanschauung an der Technischen Hochschule in Hannover betraut. Der Gelehrte ist als Verfasser zahl­reicher Schriften u. a. über die Staatslehre Leos XIIIV über die geistesgeschichtliche Bedeutung des heiligen Tho­mas von Aquin für Metaphysik, Ethik und Theologie,' über Staatsgewalt und katholisches Gewissen, über den

Zuverlässiges. solides

Hausmädchen

für Mitte Mai gesucht.

Dr. med. Weinberg, Bad Orb.

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Otto Malkmus, Fulda,

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