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Industrie Zufuhren, was gleichbedeutend ist mit Zwangsarbeit für M nderjährige. Wie weit aber diese „soziale" Maßnahme durchdringen w'rd, bleibt noch abzuwarten, weil bereits jetzt schon viele Stimmen gegen die Versklavung des K ndes laut geworden sind. Das ist das russische Arbeiter- paradies!

Moskaus Kampf gegen Golk.

Unter der Ueberschrift: „Ein neuer Organisator des Kampfes an der religionsfeindlichen Front" kündigen die Moskauer Blätter das Erscheinen ei­nes neuen Journals „Der jugendliche Gottlose" an. Danach hat das Zentralkom tee der Jugendver­bände die Herausgabe dieses neuen Gottlosenblat­tes beschlossen, das in Massen verbreitet werden soll. Als besondere Aufgabe des Blattes wird die Schaffung einer Partei der organisierten und par­teilosen Jugend, in erster Linie aber der Schüler, zum Kampf gegen die Religion als den Feind des sozialistischen Umbaus des Rätestaa- tes bezeichnet. Noch selten ist in der Welt so syste- mat scher Kampf gegen alle Religion und gegen den Gottesglauben geführt worden als jetzt im kommunistischen Rußland.

Amerika.

Auf dem Halbjahrs-Konvent der vereinigten lutherischen Kirche in Amerika hat das moralische und soziale Wohlfahrtsamt folgenden Beschluß ver­kündet: „In Uebereinstimmung mit der Lehre der Heiligen Schrift betrachtet die Vereinigte luthe­rische Kirche die Ehe als eine heilige, von Gott ge. weihèe Institution, die von jedermann in Ehren zu halten ist. Sie bedauert tief die zunehmende Mißachtung der Heiligkeit der Ehe und protestiert feierlich gegen jedwede Lehre, die diese Heiligkeit verletzt und damit dem geoffenbarten Willen Got­tes zuwiderhandelt. Sie fordert ihre Pastoren auf, ihre Gemeinden regelmäßig und systematisch über die Bedeutung und Verantwortung der Ehe zu unterweisen; sich zu bemühen, in ihnen eine christ­liche Auffassung über die Scheidung aufrechtzu­erhalten; jedwede Gelegenheit zu ergreifen, um in Ehen, die von der Gefahr der Entfremdung be­droht werden, das Evangelium der Versöhnung hineinzutragen und mit Wort und Sakrament sie jenem Wachstum in der Gnade zuzuführen, das der einzige wirkungsvolle Schutz ist gegen die Mo- rallosigkeit unserer Zeit. Ebenso wie ein Pastor bei einer Eheschließung unumgänglich alle zivilen Rechte zu berücksichtigen hat, so verfechten wir auch den Standpunkt, daß er Gott dafür verantwortlich ist jede Eheschließung Zurückzuweisen, die nicht in Einklang steht mit den göttlichen Geboten. Das die Ehescheidung betrifft, so vertreten wir den Standpunkt. daß die Ehe dem Willen Gottes ge­mäß unauflöslich ist und normalerweise nur durch den Tod der einen Ehehälfte geschieden werden kann. Wird sie auf eine andere Weise gelöst, so heißt das dem Willen Gottes zuwiderhandeln."

Java.

Der Vulkan Merapi auf der Insel Java (Nie- derländifch-Jndien) ist seit kurzem in äußerst ge­steigerter Tätigkeit und hat verhängnisvolle Zer­störungen anger chtet. Acht Dörfer fielen dem Aus­bruch zum Opfer, 700 Menschen wurden getötet.

Australien.

Der Ministerpräsident von Australien, Mr. Scullin, der sich gegenwärtig in Rom aufhält, schilderte in einem Interview mit einem Vertreter des „Osservatore Romano" die Lage der Katho- liken als außerordentlich günstig. „In Australien herrscht eine sehr schöne Gesinnung gegenüber den Katholiken", erklärte er; „wir bilden nur ein Vier­tel der Bevölkerung, aber wir dürfen sagen, daß wir von den übrigen drei Viertel sehr anständig behandelt werden. Es bedeutet einen Triumph der Großzügigkeit unseres Volkes, daß eine nicht­katholische Mehrheit mich gewählt und mir unter den 13 Mitgliedern meines Kabinetts 8 Katholiken zu Seite gestellt hat." Mr. Scullin erzählte ferner, daß er fast überall gefunden habe, wie man sich bemühe, gerade seinem Glauben alle schuldige Ehr­furcht zu bezeugen. Als er mit zwei anderen australischen Ministern in London empfangen wurde, hob man ganz besonders seine katholische Gläubigkeit hervor, während man den Glauben der beiden anderen nicht erwähnte. Sehr erfreut war er, in Rom so viele studierende Landsleute zu fin­den. Im Irischen Eollege habe er 22 australische Seminaristen gefunden, bei den Franziskanern 12 und im Propaganda-Kolleg 27.

Christliche Karitas In China.

Seit 3 Jahren wütet in China eine Hungers­not, die Millionen von Menschen in den nördlichen Provinzen das Leben kostete. Als Rußland im Jahre 1922 von einer schrecklichen Hungersnot ge­schlagen wurde, hat die ganze Welt mit Millionen von Dollars geholfen. Die Chinesen, denen das Schicksal den Hungertod bescherte, mußten still da­hinsiechen, da man ihnen die Unordnung im Lande, die angeblich jede Rettungsaktion unmög­lich machte, mit zur Last legte. Amerika sandte im Jahre 1929 nach mehrmaligem Alarm von fei­ten der Kirdten eine Untersuchungskommission des Roten Kreuzes nach China, die das Problem in aller Ruhe untersuchte, während weitere Millio­nen doh'nstarben. Das Ergebnis der Untersuchung war: China leidet nicht an einer natürlichen Hun­gersnot, sondern an einer Auswirkung feiner zer­rütteten politisch-sozialen und wirtschaftlichen Der. hälknisse. Nach Kansu, neben der Provinz Schensi einem der größten Hungergebiete, drang die Kommission gar nicht vor Kriegswirren erlaub­ten es ihr nicht. Der christlichen Karitas ist der Vormarsch aber doch gelungen. Neidlos hat Bischof Buddenbrock von Kansu die Leistungen der ameri­kanischen protestantischen Karitas in seinem Ge­biete anerkannt. Die dort gemachten Beobachtun­gen werden auch uns Katholiken anspornen, ihre Werke der Karitas noch weiter auszubauen.

Biete kRZLÄsS. HZMÄMMZSK.

Rom. Die kathol. Kirche zählt auf der ganzen Welt 1252 Diözesen und 231 Apostolische Vikariate (Missions­bistümer). Davon wurden im letzten Jahre neu ge­gründet 5 Diözesen und 6 Apost. Vikariate.

- Köln. Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande. Sitz Köln, sieht in diesen Tagen auf ein 78jähriges Be­stehen zurück. Der Verein wurde im Jahre 1855 in Köln als „Verein vom Hl. Grabs" gegründet. Er unter­hält eine ganze Reihe eigener Liebsswerke in Palästina, vor allem Schulen und PilgerhSuser, und unterstützt die Niederlassungen deutscher Männer- und Frauen­orden im Hl. Lande. Seine bedeutendsten Schöpfungen nach Entwürfen des verewigten Kölner Diözesanbau­rats H. Renard sind die herrliche Venediktinerabtei au* dem Sion und das Paulushospiz in Jerusalem, zur Zeit noch Sitz der englischen Regierung. Der Deutsche Ver­ein vom Hl. Lande hat durch feine segensreiche Arbeit nicht nur dem Werke der Glaubensverbreitung gedient, sondern auch durch die vorbildliche Kulturarbeit der von ihm ins Leben gerufenen Einrichtungen und ihrer Sach­walter sehr viel zur Hebung des deutschen Ansehens bei­getragen. Aus Anlaß des 7Sjährigsn Bestehens findet am 27. Dezember ein Festakt statt; im Anschluß daran wird in der Gymnasialstudienanstalt an St. Gereon eine interessante Palästina • Ausstellung eröffnet, die einen Ueberblick über Land und Leute, Flora und Fauna des Hl. Landes darbistet. Die Ausstellung bleibt bis 6. Januar 1931 geöffnet. Während der Dauer der Aus­stellung findet eine Vortragsreihe über aktuelle The- mata, die Palästina berühren, statt.

5ranenbnrg. Der neue Bischof von Ermland, Maxi­milian Kaller, hat neulich verschiedenen Städten seiner Diözese Besuche abgestattet, um die katholischen An­stalten und die katholischen Gemeinden kennen zu ler­nen. Das ausgebaute Eisenbahnnetz hat diese Reise kehr erleichtert, und der Bischof hat sich über die Verhältnisse der Wohltätigkeitsanstalten anerkennend ausgesprochen.

H. M

Frankreich. Die Neubesetzung des Erzbifchofstuhles von Reims hat die ungeduldige Erwartung weiter kath. Kreise Frankreichs erfüllt. Mfgr. Suhard, der erst fett Zwei Jahren Bischof von Bayeux und Lisieux war, tritt nunmehr die Nachfolge des verstorbenen Kardinals Lu- con an. Man hofft in Frankreich, daß der neue Erz­bischof im März zum Kardinal kreiiert wird, um die historische Sechs-Zahl der französischen Kardinäle wieder voll zu machen.

Genf. Wer an Genf denkt unb mit diesem Won nicht gleich den Begriff der Stabt des Völkerbundes ver- bindet, denkt zum mindesten an — die Stadt Calvi, rs Er wird einigermaßen überrascht sein, zu hören, daß es unter den knapp 130 000 Einwohnern Genfs fast 50 000 Katholiken gibt; ist man doch versucht, einen verhältnismäßig starken katholischen Bolksteil am aller­wenigsten in Genf zu erwarten. Und doch ist es so, wenn auch diese 50 000 Katholiken durchaus nicht sämt­lich Genfer, sondern zum Teil zugewanderte Franzosen unb Italiener, zu einem Teil auch Deutsch-Schweizer. Reichsdeutsche und Oesterreicher sind. Es gibt allein 6 staatliche katholische Kirchen in Genf, unter ihnen die

größte und schönste die nahe dem Bahnhof gelegen, „Eglise de Notre Dame", (Liebfrauenkirche). die tatboL „Kathedrale", welche der aus ihrer katholischen Ver­gangenheit her noch den Namen ,Faihedrale" tra­genden caloinistischen „Cathedrale St. Pierre" an Schönheit gewiß nicht nachsteht.

London. Wie bekannt, befindet sich der englische Konvertit und Schriftsteller G. K. Chesterton gegenwär­tig auf einer Vortragsreise in Amerika Bei dieser Gelegenheit wurde in Newyork eine öffentliche Debatte veranstaltet zwischen ihm und dem bekannten amerika­nischen Modernisten Cosmo Hamilton über die Eheschei­dung. G. K. Chesterton, der die Scheidung ablehnte ge­wann die Debatte mit 2042 Stimmen gegen 1082

Ruilon. Durch Dekret Pius' XI bleiben die früher jakobitischen Bischöfe Südindiens, Mgr. Jvanios und sein Hilfsbischof, die in die Hände des Bischofs Benziarr von Quilon das kathol. Glaubensbekenntnis ablegten im Besitz ihrer Privilegien. Sie werden dem fatbofifchen Episkopat angegliedert. Der Hl. Vater gewährt ihnen die Jurisdikion, die sie vor der Konversion befaßen. So hat Erzbischof Jvanios schon einen Priester der ja- kobitischen Kirche in die katholische Kirche ausgenommen. — Die jakobitische Kirche, deren großer Reformator Mgr. Jvanios war, hatte vor 400 Jahren die Verbin­dung mit Rom abgebrochen. Heute zählt sie noch 400 000 Anhänger an der Malaberküste. Trotz der Häresie wa­ren die Priester und Bischöfe gültig geweiht Deshalb brauchte die Weihe nicht erneuert zu werden. Nur durch ein einfaches päpstliches Dekret wurde ihnen die Jurisdiktion gegeben, die sie nur im Gehorsam gegen den Stellvertreter Christi ausüben können. Zahlreiche Priester derselben Kirche wurden bisher in die kathol. Kirche ausgenommen. Jedesmal mußten die Kandidaten zum Priestertum, wenn sie konvertierten, die Beobach­tung des Zölibats (Ehelosigkeit) versprechen.

Unterstelle eifrigst die Missionen!

1. Es ist schön, einen hungrigen zu speisen; aber schöner ist es, dem Hunger her Menschen­seele das Brot der Wahrheit und des Lebens zu brechen.

2. Es ist schön, einen Durstigen zu kränken; aber schöner ist es, dem Durste der Seele die Wasser der Gnade zu reichen.

3. Es ist schön, eines Menschen Blöße zu bedecken; aber schöner ist es, ihm das Gewand christlicher Bildung zu geben.

4. Es ist schön, einen Fremden zu beherbergen; aber schöner ist es, den Fremdlingen des Chri­stentums Herberge und Heimat im Reiche Gottes zu vermitteln.

5. Es ist schön, einen Gefangenen zu erlösen; aber schöner ist es, den Heiden das Licht der Freiheit, das Evangelium zu bringen.

6. Es ist schön, einen kranken zu besuchen; aber schöner ist es, die in Wildheit und Wahn wunde Menschheit zu heilen.

7. Es ist schön, einen Toten zu begraben; aber schöner ist es, Tote zum Leben in Gott und zum ewigen Leben zu erwecken. G,

OM

Mit einem R ist's immer hol.

Du kennt's mit L als Städtchen wohl. Es muß im Tropenlande leben, Sobald du ihm ein M gegeben.

'ahvW 'a h o I 'ah org iSiinjgijn^

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Wer hat sechs Beine und geht nur auf vier?

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Es hat keinen Körper und ist dennoch sichtbar. uossvchZ as(x :Bunjaj|njg

Der zerstreute Professor. Professor Simm traf sei­nen Jugendfreund Bann nach langen Jahren wieder; „Ach", rief er erfreut, „wie bin ich froh, daß ich dich nach so langer Trennung wiedersehe. Was macht die verehrte Frau Gemahlin?" — „Ich bin doch unverher- ratet, lieber Simm", sprach Bann. — Darauf Simm „Stimmt, stimmt, ich glaubte doch ganz bestimmt — bm — ja richtig, was ich noch sägen wollte: wie lange bist Du schon unverheiratet?"

für Körper und süsse nur

DIÄI2N-PUDER