WocheRkänder.
tag, 21. Dez. 4. Adventssonntag. uartalstollekte für das Vriesierfeminar. a^ 22. Dez. Thomas, Apostel. tâg, 23. Dez. Vom Tage.
och, 24. Dez. Vigil des hl. Weihnachtsfestes. (V i- l f a st t a g.)
rstag, 25. Dez. hochheiliges Weihnachlsfest.
> llekte für das Bischof l. Konvikt und e Lateinlchulen.
ig, 26. Dez. Stephanus, Erzmartyrer.
tag, 27. Dez. Johannes, Evangelist, Apostel, f 100.
Vierter AdVZMsonMsZg.
Epistel. 1. Korinther 4, 1—5.
elium. Lukas 3, 1—6. Als die Zeit erfüllt war.
i fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers as, als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa lerodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philip- iierfürst von Jturäa und der Landichait Trachoni- ysanias Vierfürst von Abilene; als Annas und is Hohepriester waren: da erging das Wort des an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und :e die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie eben steht im Buche der Reden des Propheten : „Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet den les Herrn, machet eben seine Pfade! Jedes Tal lsgcfüllt, jeder Berg und Hügel abgetragen wer- Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll Weg werden! Und alles Fleisch wird schauen eil Gottes."
‘ Freund des BrèiuUgams.
rhebet eure Häupter: es naht eure Er- lösung. Der Advent neigt sich feinem Ende zu. Weihnachten steht vor der Tür. Der Sohn Gottes steht an der Schwelle der Ewigkeit, um Herabzuri von seinem königlichen Thron und eine t zu suchen. Und die Braut ist das Menschenecht, ist die Kirche, ist die Menge der Seelen, r erwirbt mit feinem Blute. Und er selbst r königliche Bräutigam, der aus der Kammer lwigkeit hervortritt wie ein Held, um zu lau- eme herrliche Bahn.
'3 er aber »st der Freund des Bräutigams? Joes, Jesu Vorlauter, der wie ein riesiger * turm hereinragt in die Liturgie der hl. ntszeit.
inst kamen die Jünger des Iohannes zu ihrem er mit einer Klage und sprachen: „Meister, m andern Jordanuler bei dir war — damit cn sie Jesus — siehe, der tauft, und alles ihm zu!" Johannes aber antwortete und
L „Kein Mensch kann sich etwas nehmen; es ihm vom Himmel gegeben sein. Ihr selbst mir be eugen, daß ich gesagt habe: ich bin der Messias; ich bin nur vor ihm hergesandt, die Braut hat, der ist der Bräutigam. Der
Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, freut sich herzlich über die Stimme des Bräutigams: dieie Freude ist mir nun in vollem Maße zuteil geworden. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen." lJoh. 3, 25 f.) —
Johannes ist ein wahrer Freund des gö.tlichen Bräutigams. Hat er doch den Heiland über alles geschützt und geliebt. Er kannte die Rolle, die einem jeden von oben zugeteilt ist. Er wußte, daß Christus der Messias ist, er selbst aber nur sein Freund, sein Vorläufer, sein Wegbereiter, fein Herold. Er ist größer als ich, spricht Johannes Zwar kommt er erst nach mir; aber doch ist er vor mir gewesen. Denn er ist von Ewigkeit und ich nur aus der Zeitlichkeit. Ich taufe nur mit Wasser; er aber wird mit dem hl. Geiste und mit Feuer taufen. Mit der Wurfschaufel wird er seine Tenne reinigen. Den Weizen wird er in die
Heule,
am 4. Adventsonnlag,
ist in der ganzen Diözese Fulda
Kollekte für das
Priefterfeminar
Von Hochwardigsten Herrn Buchof aujs wärmste empfohlen.
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Scheune führen, die Spreu aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer."
Johannes wirbt für Jesus und führt ihm seine Jünger zu. In feiner Selbstlosigkeit kenm er keine Eifersucht. Wurde er ia allgemein für den Messias gehalten. Er war der Held des Tages. Wurde er in unserer Zeit leben, io würdest du fein Bildnis in allen illustrieren Zeitungen antreffen. Man würde ihn bitten, am Radio zu wrechen. damit alle Welt ihn höre. Was tut aber Johannes? Er zerstört mit rauher Hand die Meinung, die man von ihm hat. Dre Jünger, die wie Kletten an ihm hängen, schüttelt er mit Gewalt von sich ab und übergibt ste Jesus. Für den ihr mich haltet, der bin ich nickt, erklärt Johannes mit edlem Freimut. Jesus ist der Messias. Geht nur zu ihm und überzeugt euch aus seinen eigenen Worten und aus seinen Taten. Und die Jünger gingen hin und fragten JZus: „Bist du es, der da kommen soll ober muffen wir auf einen andern warten? Jesus erwiderte: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören. Tote stehen auf, und den Armen wird die frohe Botschaft gepredigt. Als ob Jesus sagen wollte: aus meinen Taten und Wundern könnt ihr unzweifelhaft erkennen, daß
ich tatsächlich der Messias bin. Ist das nicht von Johannes ein edler Freundichaf.sdienst, daß er feine eigene Person herabietzl. um Jesus zu erheben, leinen eigenen Ruhm vernichtet und hin- weist auf den neuen Stern aus Bethlehem, feine eigenen Jünger von sich losreißt und abtritt an den göttlichen Meister?
Johannes will aber auch das ganze Volk für Jesus erwärmen und zum Eintritl in fein Reich vorbereiten. Bringt würdige Früchte der Buße. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Bereitet den Weg des Herrn. Jeder Berg soll abgetragen und jedes Tal soll ausgefüllt werden. Was krumm ist. soll gerade, was uneben ist soll ebener Weg werden, und alles FleUch wird das Heil Got es sehen."
Dieser Tage bekam ich einen lieben Brief, der diese Adventsbereit^chast widerspiegelt. Es handelt sich um einen Herrn in schöner Staatsanstel- lung und angesehenem Beruf. Run war er von leidenschaftlichen Gegnern an feiner Ehre und gutem Namen schwer angegriffen, angeschwärzi und verleumdet worden. Hüt e die ihm angedichtete Tat bei der Behörde Glauben gefunden oder hätte sie vor Gericht bewiesen werden können, so wäre er mit Schimpf und Sckande aus dem Amte getagt und vielleicht noch mit Gefängnis gestraft worden. Doch die Anklage erwies sich als Verleumdung. Trotz FreUpruch kochte aber das Herz des Verleumdeten von Zorn und Rachsucht. Doch lassen wir nun den Brief selber sprechen: „Der letzte Vorhang von diesem Trauerspiel wäre damit gefallen; ick will ihn nicht mehr aufziehen. Ich habe Wandlungen durckgemackt. Nach reiflicher Ueberlegung und schweren Kampf habe ich mich entschlossen, nicht aktiv gegen meine Kläger und Verleumder rormqeben Ich will vergucken. Hügel abzugraben und Täler auszufüNen statt vor Weihnachten neue Gräben aufzureißen. Und ick bin heute zufrieden und froh mit dieser Lösung "
Sieh, das ist richtige Deihnachtsbereitung. So werden auch wir mit Johannes Freunde des Messias und göttlichen Bräutigams. bei dessen Geburt aus Engelsmund das Lied ertönte: .Friede den Menicken auf Erden die eines guten Willens lind.
Erhebt die Häupter: es naht die Erlösung. Du triffst jetzt wohl die lebten Vorbereitungen für das Haus, für das Gebäck. für den Christbaum, für die Geschenke. Vergiß aber nicht die Vorbereitung der Seele im Geiste des Johannes. Reinige die Seele von allem Schmutz der Sünde, von den Spinngeweben des Neides, des Zornes, der Eifersucht, des Hasses, der Verärgerung, der Unzufriedenheit. So werden sich an Weihnachten die Worte des Propheten erfüllen: An jenem Tage tropfen die Berge von Süßigkeit und die Hügel fließen über von Milch und Honig.
Der Talpfarrer.