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Religiöses Wochenblatt
für die katholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgade A 40 L-Psenntg B 45 ZL-Pfennig (Zusteüaevühi extra) Redaktiansschlutz Montag. Anzeigen-Pretse: Eolonelzetle tm Anzetgenletl 0.15 Goldmark, EolonelzeU» tm Reklameteil 0,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0.10 Goldmark. Porto «pro. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens tm Besitz der Fuldaer Aetiendruckeret in Fulda fern.
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wochentalender.
»g 7. Dez. 2. Adventssonntag. Ambrosius, Kir- ste'hrer, f 397. Kollekte für die auswär- en Missionen (Franziskus-Tave- s - Verein).
z, 8. Dez. Fe st d e r U n b e f l. Empfängnis i r i ü.
ig, 9. Dez. 2. Tag der Oktav der Unbefl. Emp- nie. " '
ch, 10. Dez. 3. Tag der Oktav der Unbefl. Empf. chiades, Papst, Mart., t 314.
stag, 11. Dez. Damasus Papst, Bek., f 384.
, 12. Dez. 5. Tag der Oktav der Unbefl. Empf. ig, 13. Dez. Lucia, Jgfr., Mart, t 304.
leitet Sonntag im Advent.
Epistel. Römer 15,4—13.
iium. Matthäus, 11,2—10. Die Gesandtschaft des Täufers.
jener Zeit hörte Johannes im Kerker vom Wir- rifti. Da entsandte er zwei von seinen Jüngern Q ihn fragen: „Bist du es, der da kommen soll, iben wir einen anderen zu erwarten?" Jesus :ete ihnen: „Gehet hin und berichtet Johannes, r gehört und gesehen habt: Blinde sehen, Lahme Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen men wird die frohe Botschaft verkündet. Wohl r an mir nicht irre wird!" Als jene weggingen, Zesus zu den Volksscharen von Johannes: „Wozu in die Wüste hinausgezogen? Ein Schilfrohr zu ms vom Winde hin und her bewegt wird? Oder äd ihr hinausgezogen? Einen Menschen zu sehen hlichen Kleidern? Seht, die da weichliche Kleigen, sind an den $öfen der Könige. Wozu seid o hinausgezogen? Einen Propheten zu sehen? sage euch, mehr als einen Propheten. Denn die- es, von dem geschrieben steht: „Siehe, ich sende Boten vor dir her, auf daß er deinen Weg vor eite."
iem gebührt der Schönheit Preis?
der Schönheitskonkurrenz in dieser und jener Stadt haben wir gelesen — und den Kopf dazu geschüttelt. Preis- gekrönt wurde die körperliche Schön- heit, die doch ein Produkt der Natur keinerlei sittliche Werte aufzuweisen hat und > nach dem Geschmack so verschieden beurteilt Die materialistische Einstellung unserer Zeii durch nichts besser veranschaulicht als durch lächerliche Schönheitswettbewerbe. — lders unsere vom hl. Geist erleuchtete Kirche, ihre Augen sind empfänglich für Schönheit. Ummt sie ihr Urteil aus dem Munde Gottes, r spricht: „Der Mensch schaut auf das, was mßen erscheint, der Herr aber schaut auf das
Und wenn nun die Kirche Umschau hält d"n Millionen von Erdenpilgern, die schon
", ^nrn^i gewallt sind oder noch bis
zum Ende der Welt wallen werden — wem gibt ste der Schönheit Preis?
Glänzender Stern,
Kleinod des Herrn,
Jungfrau und Mutter, sei herzlich gegrüßt.
Du bist ganz rein.
Schuldlos allein,
Vor jeder Sünde bewahret. —
Mit dieser schönen Strophe umschreibt der Dichter die allerseligste Jungfrau Maria, deren Unbefleckte Empfängnis wir am achten Dezember festlich begehen. Freue dich, katholisches Herz, und neige dich in Ehrfurcht und bekenne, daß der aller- seligsten Jungfrau Maria der Schönheit Preis gebührt. —
Viele Witwen gab es zur Zeit des Elias. Doch zu keiner ward der Prophet gesandt als allein zur Witwe von Sarepta. Und viele tapfere Frauen gab es zur Zeit des Holofernes. Aber keine ward bestimmt, diesem Wüterich das Haupt abzuschlagen als allein die fromme Judith. Und viele vorbildliche, gottinnige Jungfrauen gab es in der Zeitenfülle. Aber keine wurde zur Gottesmutter aus- erwählt als einzig und allein Maria. Und warum gerade diese? Legen wir die Antwort in den Mund des hl. Kirchenlehrers Johannes Chrysosto- mus:
„Gottes Sohn hat nicht eine reiche oder wohlhabende Frau sich zur Mutter auserwählt, sondern jene glückliche Jungfrau, deren Seele mit Tugenden geschmückt war. Ein großes Wunder in der Tat, liebe Brüder, ist die allerseligste Jungfrau Maria. Was ist denn größer oder schöner jemals erfunden worden oder kann in Zukunft erfunden werden als sie? Diese allein hat den Himmel und die Erde an Größe überragt. Wer ist heiliger als sie? Nicht die Propheten, nicht die Apostel, nicht die Märtyrer, nicht die Patriarchen, nicht die Engel, nicht die Thronen, nicht die Herrschaften, nicht die Seraphim, nickt die Cherubim; kein Geschöpf in der sichtbaren oder unsichtbaren Ordnung kann gefunden werden, das würdiger oder größer wäre als Maria." —
Und welches ist der schönste Edelstein an dieser so heiligen Seele? Es ist der Gnadenvorzug der Unbefleckten Empfängnis. Noe, Abraham, Isak, Jakob, Joseph, Judith, Esther, Jsaias, Jeremias, Johannes und alle Patriarchen, Propheten und Heiligen des alten Bundes; Petrus, und Paulus, Sebastian und Laurentius, Antonius und Franziskus, Katharina und Cäcilia, Klara und Theresia samt allen Aposteln, Märtyrern, Bischöfen, Be- kennern, Jungfrauen und Heiligen des neuen Bundes find mit der Makel der Erbsünde in ihrer Mutter Schoß empfangen worden. Maria allein, Maria ganz allein wurde vor der Erbsünde bewahrt und ihre Seele im ersten Augenblick der Empfängnis ausgestattet mit der Fülle der Gottähnlichkeit, der Heiligkeit und Gerechtigkeit. Ströme der Gnade ließ die Güte Gottes immer nock nackfließen, und
Maria selbst hat durch persönliche Mitwirkung ihre Tugenden und Verdienste immer mehr gesteigert.
Mit großer Aufmerksamkeit und ich möchte sagen mit heiliger Aufdringlichkeit richtet die Kirche im ganzen Advent unser Äuge auf diesen Juwel der Schönheit, auf die unbefleckte Mutter des Erlösers, Gleich in der ersten Vesper des ersten Advents- Sonntags stellt sie Maria uns vor und grüßt sie mit den Worten des Erzengels Gabriel: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade gefunden bei Gott. Du wirst empfangen und einen Sohn gebären. Alleluja." Sie bittet und bestürmt die Jungfrau von Nazareth, doch einzustimmen in die Berufung zur Gottesmutter und dadurch unsere Erlösung zu beschleunigen. „Nimm auf das Wort, Jungfrau Maria, das dir vom Herrn durch den Engel überbracht wurde. Du wirst ein Kind empfangen und gebären, das Gott und Mensch zugleich sein wird."
O hohes Schönheitsideal der Kirche, das ste uns allen vorstellt das ganze Jahr und besonders in diesen besinnlichen Tagen des Advent. Hört, ihr Menschenkinder, auf diese Botschaft; erhebt euere Augen zu diesem Ideal wahrer, gottgewollter Schönheit. Nicht die Form des Angesichtes, nicht der Glanz der Augen, nicht die Wölbung der Stirne, nicht die Farbe der Haut, nicht die Fassung der Haare, nicht die Kleider oder der Gürtel oder die Schuhe, nicht das Gebimmel von Spangen und Ketten, nicht das Blitzen von Ringen, von echten oder gefälschten Edelsteinen, sondern nur innere Heiligkeit, wahre Tüchtigkeit, solide Leistungen in Beruf und Familie, in Staat und Kirche bilden den Ausschlag für wahre, echte Schönheit — auch der Krüppel mit seinen verunstalteten Gliedern, auch der Kranke mit seinen schmerzverzerrten Zügen, auch der Greis mit seinen Runzeln und weißen Haaren, auch der Proletarier im Arbeitskittel, auch der Bauer im Schafskleid kann sie besitzen. Besitzest du gleichzeitig auch körperliche Schönheit, Gesundheit und Kraft, so danke deinem Schöpfer zweimal, und bilde dir nichts darauf ein. Eitel ist die Schönheit und betrüglich die Anmut; ein Mensch aber, der den Herrn fürchtet, wird gelobt werden."
Der Talpfarrer.
Der Ruf des Vaters.
Der ausdrückliche Befehl Christi, die Pflicht der Gottes- und Nächstenliebe, fordern von jedem Christen Mitwirkung an der Bekehrung der Heidenwelt. Keine eigene Not, keine leichtfertige Entschuldigung, entbindet nach den Worten des Hl. Vaters selbst von der Pflicht, nach Kräften mitzuwirken an der Ausbreitung unseres heiligen Glaubens in der ganzen Welt. Der Weltmissionssonntag, der auf Anordnung der Ritenkongregation als Gebets- und Werbesonntag für die Missionen in allen Diözesen der Welt gefeiert werden muh, wird in unserer