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Ausgabe B

Sonntag. 23. November 183V

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Religiöses Wochenblatt

für die katholischen Gemeinden Kassels.

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 40 L-Vienntg 8 45 R.-Pfennig (äulteUgeDühr epra) RedaNiansschluh Montag. Anzeigen-Pretse Eolonelzetle tm An^elgentelt 0.15 Goldmark. Lolonelzetlk 'm Reklameteil 0.60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt Auskunft und Dft.-(9eb. 0.10 Goldmark. Porl» epra Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens tm Besitz der Fuldaer Aetiendruckere» tn ^ulba ie n

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Vochenkalender.

Sonntag, 23. Nov. 24. und letzter Sonntag nach Pfing­sten. Klemens I., Mart., f 100. Felizitas, Marty- nus, f im 12. Jahrh. Kollekte für den Bor- romäusverein.

Montag, 24. Nov. Iohannes vom Kreuze, Bek., f 1591. Chrysostomus, Mart., t im 3. Jahrh.

Dienstag, 25. Nov. Katharina, Jgfr., Mart., f 307.

Mittwoch, 26. Nov. Silvester, Abt, f 1267. Petrus, Bisch., Mart., t 311.

Donnerstag, 27. Nov. Vom Tage.

Freitag, 28. Nov. Vom Tage.

Samstag, 29. Nov. Vigil des hl. Apostels Andreas.

Saturnin, Mart., t 250.

Letzter Sonntag nach Pfingsten.

Epistel. Kolosser 1, 914.

Evangelium. Matthäus 24, 1535. Der Untergang Jerusalems und das Ende der Welt.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:Wenn hr an heiliger Stätte den Greuel der Verwüstung cht, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat roer s liest, der beachte es wohli dann fliehe ins Gebirge, wer in Judäa ist; wer auf dem Dache ist, steige ächt hinab, um noch etwas aus seinem Hause zu holen; »er auf dem Felde ist, kehre nicht erst heim, um seinen lock zu holen. Wehe den hoffenden und stillenden Frauen in jenen Tagen! Betet, daß eure Flucht nicht n den Winter oder auf einen Sabbat falle. Als dann »irb eine so große Drangsal eintreten, wie es von An- eginn der Welt bis jetzt keine gegeben hat noch je leben wird. Ja, würden jene Tage nicht abgekürzt, o würde kein Mensch gerettet werden. Aber um der luserwählten willen werden jene Tage abgekürzt wer? en. Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist christus oder dort, so glaubt es nicht. Denn es werden alsche Christus und falsche Propheten auftreten und roße Zeichen und Wunder wirken, so daß selbst die luserwählten, wenn es möglich wäre, irregeführt wür- en Seht, ich sage es euch vorher. Wenn man also u euch sagt: Seht, er ist in der Wüste, so geht nicht ängus, oder: Seht, er ist in den Gemächern, so glaubt s nicht! Denn wie der Blitz im Osten aufleuchtet und äs zum Westen hin sichtbar ist, so wird es auch mit er Wiederkunft des Menschensohnes sein. Wo ein los ist, da sammeln sich die Adler. Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern, »er Mond wird sein Licht nicht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Him- neis erschüttert werden. Dann wird am Himmel das Zeichen des Menschensohnes erscheinen, und dann wer­den alle Völker auf Erden wehklagen. Sie werden den ^enschensohn kommen sehen auf den Wolken des Him­mels mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird seine ^n9el aussenden mit lautem Posaunenschall, und sie veröen seine Auserwählten von den vier Windrichtun­gen zusammenbringen, von einem Ende des Himmels 's zum andern. Vom Feigenbaum lernt das Gleichnis: Benn seine Zweige saftig werden und die Blätter her- orsprossen, dann wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. -o sollt ihr auch, wenn ihr dies alles seht, wissen, daß 2 nahe vor der Tür ist. Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht, ümmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."

Eintrittspreise.

»ie Türe des laufenden Kirchenjahres ist im Begriff, sich zu schließen. Da nimmt uns die Kirche bei der Hand und läßt uns nochmals durch einen Spalt in die Geheimnisse der Zukunft blicken. Das Ende der Welt und das allgemeine Gericht bilden heute den Gegenstand ihrer Aufmerk­samkeit. Möge uns beim letzten Gericht das Los der Auserwählten zuteil werden: der stimmet

Ja, der Himmel. Uebt nicht dieser Name einen unwiderstehlichen Zauber auf unsere Seele seit den Tagen der Kindheit? Verlangt nicht das Menschen­herz nach Glück und Seligkeit wie das trockene Land nach Regen, wie die Blume nach Sonnen­schein, wie der Kranke nach dem Arzt? Wozu sollte unser Herrgott diesen Glückshunger in unser Herz geschrieben haben? Doch nicht, um uns zu quälen? Doch nicht, um uns damit zu foppen und zu nar­ren? Wahrhaftig nicht. Nach Prüfung und Be­währung wird er diesen Hunger stillen, dieses Ver­langen befriedigen. Leben hast du von Gott be­gehrt, das Leben des Glückes und der Freude, so wird der liebe Gott alsdann zu uns sprechen, und siehe, ich stille dir nun die Sehnsucht dei­nes Herzens und betrüge dich nicht um das Begeh­ren deiner Lippen; glückliche Tage will ich dir nun schenken für immer und auf dein Haupt setzen die Krone unaussprechlicher Freude.

Je kunstvoller nun und je genußreicher ein Schauspiel ist, desto höher sind auch die Eintritts­preise. Da darfst du dich nicht wundern, daß auch an der Pforte des Himmels hohe Eintrittspreise verlangt werden. Welches diese Eintrittspreise sind, das können wir ersehen aus dem Leben des hl. Johannes vom Kreuz, dessen Andenken die Kirche auf den morgigen 24. November gesetzt hat.

Nach anhaltender, glühender Vorbereitung fei­erte Iohannes sein Erstlingsopfer. Flehentlich bat er dabei den lieben Heiland um die Gnade, von jeder schweren Sünde fM) rein zu bewahren. Und der Herr hat dieses Gebet erhört. Unverletzt be­wahrte Iohannes seine Taufunschuld bis zum Tode. Siehe, da habe ich dir schon zwei Eintritts­preise zum Himmel genannt. Die Unschuld und das Gebet. Ja, die Unschuld ist das notwendigste. Verlangt nicht schon die Audienz bei einem Großen dieser Welt ein anständiges, reinliches, geziemendes Gewand? Und Gott, bei dem das Innere alles ist, sollte nicht ein reines Herz verlangen? Nichts Unreines kann in den Himmel eingehen, sagt der Seher des neuen Bundes. Kann man aber die Un­schuld bewahren? Sicher und auf alle Fälle. Ver­loren geht sie ja nur durch die schwere Sünde. Nun lehrt aber die katholische Kirche ausdrücklich, daß es jedem Christen bei gutem Willen möglich ist, sich im Stande der Gnade zu erhalten und vor dem Unglück der schweren Sünde sich zu behüten. Fällst du ab und zu in einen festen Fel^ /

eine läßliche Sünde, so ändert das am Stande der Gnade und Freundschaft Gottes nichts. Der Him­mel bleibt dir gewiß. Nur die schwere Sünde, ja die schwere Sünde, dieses Ungeheuer, dieser ab­scheuliche Räuber, reißt dir das Kleid der Gnade grausam vom Leibe und macht dich zu einem Kan­didaten der Hölle. Drum hüte dich aus allen Kräften vor der schweren Sünde. Denn haben wir auch nur eine einzige in irgend einem schwar­zen Augenblick begangen wir könnten darin sterben und dann, Himmel, lebe wohl!

Iohannes wußte aber, daß er vor der schweren Sünde nicht aus eigener Kraft sich bewahren könne. Was tat er deshalb! Er nahm die Zuflucht zum Gebet. Wir haben ja bereits gehört, wie er bei seiner Primiz ein dringliches Bittgesuch an den Heiland richtete. Ich muß es immer wieder be­tonen, daß ohne Gebet keine Möglichkeit des Heils besteht. Ohne mich, sagt der Herr ausdrücklich, könnt ihr nichts tun. Umgekehrt aber versichert er: Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch auf­getan! Diese Bitte um Bewahrung vor der schwe­ren Sünde kannst du niederlegen in die Worte

Ein religiöses Blatt ist ein Apostel in jeder Familie!

Wer von dieser Ueberzeugung durchdrungen ist, der lese, was nun kommt, und denke nach, ob nicht auch er uns helfen kann. Nocy gibt es viele katholische Familien, in denen unser Katholisches Sonntagsblatt bisher ker­nen Eingang fand. Alljährlich werden Tau­sende von Ehen geschlossen, von neuen Fa­milien gegründet. Da wird Umschau gehal­ten nach einer passenden Wohnung, da wird an der Aussteuer geschafft Jahr um Jahr, da wird die Hochzeit festlich gestaltet wie ein rechter Freudentag. Alles das ist gut und schön. Aber wie wenige dieser neuge­gründeten Familien nehmen als Dritten in ihren kleinen Kreis gleich von Anfang an unser Katholisches Sonntagsblatt auf. Auch die jungen Ehen, auch die neuen Familien wollen vom Sonntagsblatt erobert werden, auch bei ihnen möchte es heimisch werden. Und erst recht natürlich die alten, die schon seit Jahren verbunden sind. Sie alle brauchen das Sonntagsblatt, brauchen es dringender, als das Sonntagsblatt sie braucht

So wollen wir denn jetzt einen neuen

Eroberunaszun für unser Ssnnlaqsblall eröffnen, feder soll und kann uns helfen dabei.

Ans Derk! Auf zum Presseapostolat!