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WochenkaSender.
tag, 29. Juni. 3. Sonntap nach Pfingsten. Fest ? r Heiligen A p o st e l Petrus und Pau - i s. Ged. des Sonntags und der Oktav des ftery ; su-Festes.
ag, 30. Juni. Gedächtnis des hl. Paulus. Ged. s hl. Petrus, des 4. Tages in der Oktav des Herz- su-Festes und der Oktav des hl. Johannes des lufers.
tag, 1. Juli. Fest des kostbarsten Blu- s unseres Herrn Jesus Christus.
>och. 2. Juli. Fest Mariä Heimsuchung. Tag in der Oktav des Herz-Jesu-Festes.
erstag, 3. Juli. Prozessus und Gen., Mart. Leo ., Papst, Bek. 7. Tag in der Oktav des Herz-Jesu estes
ag, 4. Juli. Oktav des Herz-Jesu -Fe st es. ed. der hl Apostel Petrus und Paulus. Herzes u - F r e i t a g.
-tag, 5. Juli. Antonius Maria Zaccaria, Bek. ch. der Oktav der hl. Apostel Petrus und Paulus.
L Sonntag nach Pfingsten.
Epistel. 1. Petrus 5, 6—11.
jelmm. Lukas 15, 1—10. Der Freund der Sünber und Zöllner.
jener Zeit nahten sich Jesus Zöllner und Sun- m ihn zu hören. Da murrten die Pharisäer und tgelehrten und sagten: „Dieser nimmt die Sün- is und ißt mit ihnen." Da trug er ihnen folgendes nis vor: „Wer von euch, der hundert Schafe be- nd eins davon verliert, läßt nicht die neunund- P in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis findet? Und hat er es gefunden, so nimmt er es frerrde auf seine Schultern. Kommt er dann nach . so ruft er seine Freunde und Nachbarn zusam- md sagt zu ihnen: „Freuet euch mit mir; ich habe Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage Ebenso wird im Himmel größere Freude sein über einzigen Sünder, der sich bekehrt, als über nsun- unzig Gerechte, die der Bekehrung nicht bedürfen, fündet nicht eine Frau, die zehn Drachmen besitzt ine davon verliert, ein Licht an, kehrt das Haus nd sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet? Hat >er die Drachme gefunden, so ruft sie ihre Freun- n und Nachbarinnen zusammen und jagt: „Freut nit mir; denn ich habe die Drachme gefunden, die rlo"n hatte'. Ebenso, sage ich euch, wird bei den ” i ( A'eâ sein über einen einzigen Sünder, ch bekehrt.
Heiliger Kreislauf.
^^^*5 jd) in der Pfmgstwoche mit meinen Firmlingen in der Bischofsstadt war, besuchte ich auch mit denselben das dortige Franziskanerkloster. Da bemerkte ich an der Pforte einige Leute, us einem großen Topfe die Klostersüppe sich ch schmecken ließen. Als wir uns zürn Fort- anschickten, drückte mir die Mutter eines
Firmlings ein Geldstück in die Hand mit dem Bedeuten, dasselbe den Patres abzugeben.
Da sind wir schon beim heiligen Kreislauf: die Ordensleute erhalten von barmherzigen Menschen Almosen und sogleich verwenden sie es wieder zugunsten der Armen und Notleidenden.
Von diesem heiligen Kreislauf spricht Sankt Petrus, der Apostelfürst an der Stelle, an welche heute die Reihe kommt. Wollen wir nicht mit um so größerer Aufmerksamkeit seiner Stimme lauschen, als gerade am heutigen 29. Juni allerwärts sein Fest gefeiert wird? — —
„Vor allem habt innige, beständige Liebe zu einander. Denn die Liebe deckt die ganze Wenge der Sünden zu. Seid gastfreundlich zu einander ohne Wurren. Dient einander mit dec Gnadengabe, wie ein jeder sie empfangen hat und zeigt euch als gute Verwalter dec mannigfachen Gna- dengabe Gottes. Wer die Redegabe hat, trage Gottes Wort vor. Wer ein Amt hat, verwalte es mit der Kraft, die Gott verleiht, damit in allem Gott durch Jesus Christus verherrlicht werde. Ihm gebührt Herrlichkeit und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." 1. Petr. 4, 8—12.
Immer wieder kommt der hl. Petrus auf die Karitas zurück, auf die gegenseitige Zuneigung, Unterstützung, Hilfe und Liebe. Weiß er ja ganz gut und hat es sich tief eingeprägt daßdie Liebe beim Heiland alles ist. Daß ein Christ ohne Liebe nichts ist. Warum sagt aber Petrus, daß die Liebe „die ganze Menge der Sünden zudeckt"? Dieser Gedanke ist einer Untersuchung wert. Die ganze Menge der Sünden. Wie meint das der gute Petrus? Packen wir den Gedanken einmal von der Rückseite. Wie steht es da, wo kerne Liebe ist? Da bleibt der Mensch in seinen Sünden stek- ken Sollte ein Katholik auch in allen Bruderschaf- len sein, allen Vereinen angehören allen hl. Mes- sen beiwohnen, die hl. Kommunion sogar tagtäg- lich empfangen, hätte aber seine wahre Nächstenliebe, keine Höflichkeit, keine Nachsicht, kein Erbarmen, kein Verzeihen, sondern nur Eigenliebe, Selbstsucht, Hochmut, Kleinlichkeit, Kritikfuchr, Verkleinerung — eine solche Seele lebte wahrhaftig in der größten Verblendung. Eine olche Seele lebte im Stande der Sünde. Und viele andere, denen dieser Christ zum Aergernis wird, kommen ebemomenig zum Lichte, sondern bleiben in der Finsternis und Sünde. Und wo keine Liebe ist, sondern der Haß. da forscht man sorgfältig nach den Sünden der Mitmenschen, zerrt sie ans Licht, bringt sie vor den Staatsanwalt, vor den Gerichtshof, in die Spalten der Presse, in die Mäuler der Oeffentlichkeit.
Umgekehrt aber, wo wahre Liebe herrscht, da deckt der liebe Gott die Sünden derjenigen zu, die Werke der Liebe ausüben. Sollten niese Menschen der Barmherzigkeit, diese Menschen des Mitleids, diese Menschen der Wohltätigkeit auch diese oder jene Sünden begehen, der GoU der Barm
herzigkeit verzeiht sie ihnen wegen der Karitas. Was aber die Sünden der andern betrifft, was tut die wahre Nächstenliebe? Sie ignoriert dieselben, sie sieht nicht darüber weg, sie nsch„'d.gt dieselben, sie spricht nicht darüber, sie bedeckt sie mit dem Mantel der Vergessenheit und des Schwei- gens. Also hast du ganz Recht, heiliger Petrus, mit dem Satz: „Die Liebe deckt die ganze Menge der Sünde zu." —
Gastlich sein ohne Murren! Weshalb wohl dieser Zusatz: ohne Murren? Weil eine Gastfreundschaft mit Murren kein Verdienst har vor Gott. Murren könnte vielleicht einer über die große Zahl der Gäste, über die Häufigkeit des Besuches, über ihre Ansprüche, über ihre Aufführung und mangelhafte Qualität und undankbares Benehmen. Diese Lehre müßten wir zu Rate ziehen, wenn bisweilen an einem Tage 10 oder 20 Bettler, Arbeitssuchende, Obdachlose bei uns vorsprechen. Soweit unsere schwachen Kräfte reichen, wollen wir ihnen helfen, oder wenigstens raten oder trösten. Wer übrige Räumlichkeiten zur Verfügung hat, verstehe die Apostolische Mahnung dahin, solche Räume den Wohnungssuchenden zu überlassen unb auch „Starke Familien" mit vielen lärmenden Kindern in die Miete zu nehmen. Ein solches Werk ist groß vor Gott und den Menschen.
Zeigt euch als gute Verwalter der mannigfachen Gnade Gottes. Was will damit der hl. Petrus sagen? Nichts anderes, als daß jede Gabe, jedes Gut, jedes Haus, jeder Acker, jeder Beruf, jedes Einkommen, jedes Vermögen, jede Fertigkeit körperlicher oder geistiger Art ein Geschenk Gottes ist, das nicht bei uns bleiben, sondern zum Wohl auch des Nächsten Verwendung finden soll. Da soll eben der hl. Kreislauf einsetzen und sich bewähren. So haben es ja die Apostel selbst praktiziert und geübt. Petrus hatte vom Herrn die Gabe der Predigt und der Schriftstellerei. Beide hat er zum allgemeinen Besten angewandt. Ohne Rücksicht auf seine eigene Bequemlichkeit zog er nach Rom, wo das Heidentum seine letzten und schlimmsten Triumphe feierte, zog die empfänglichen Seelen in das Netz des Evangeliums, versetzte sie in das Reich dèr Wahrheit und Gnade, verschaffte ihnen das Glück einer ewigen Herrlichkeit. Und wie fruchtbar hat er das Talent feiner Schriftstellerei verwertet. Zwei Briefe von ansehnlichem Umfang und wunderbarer Tiefe hat er uns geschenkt. Hat er aber von den Gläubigen auch etwas bekommen? Gewiß. Sie gaben ihm Wohnung und Lebensunterhalt. Petrus aber und die Gläubigen haben alle irdischen und geistlichen Güter auf Gott bezogen und ihm für alles die Ehre gegeben. —
Vergessen wir nicht den großen Gedanken, den wir heute in uns ausgenommen haben. Wie die Sonne ihre Strahlen von Gott erhält und wiederum aussendet in die Welt; wie die Blume ihre Farben und ihren Geruch vom Schöpfer bekommt und uns damit erfreut, so wollen auch wir alle Ga-