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Wochenkalender.

n »mitag, 27. April. Weiher Sonntag.

onbag, 28. April. Markus, Evangeiist. Paul vom Kreuz, Bek.; Vitalis, Mart.

ienstag, 29. April. Petrus Canisius, Kirchenlehrer. 2. Apostel Deutschlands. Petrus, Mart.

ittwoch. 30. April. Katharina von Siena, Jgfr.

mnerstog, 1. Mai. Philippus und Jakobus, Apostel. Walburgis, Jgfr.

eitag, 2. Mai. Athanasius, Kirchenlehrer. Herz- C Jesu-Freitag.

unstag, 3. Mai. Auffindung des hl. Kreuzes. Alexan­der I., Papst, Mart., und Gen.

Weitzer Sonntag.

Epistel. 1. Johannes 5, 418.

Evangelium. Johannes. 20, 1931. Der Osterfriede.

In jener Zeit, am Abend jenes ersten Wochentages, ; die Jünger aus Furcht vor den Juden bei ver- Rlossenen Türen versammelt waren, kam Jesus, trat in 'e Mitte und sprach zu ihnen:Friede sei mit euch!" ch diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und ne Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den rrn sahen. Abermals sprach er zu ihnen:Friede mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende euch." Nach diesen Worten hauchte er sie an und ach zu ihnen:Empfanget den Heiligen Geist. De- n ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nochgelas- denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten." Ei- r von den Zwölfen, Thomas, der den NamenZwil- g" hat, war nicht dabei, als Jesus kam. Die ande- I Jünger erzählten ihm nun:Wir [jaben den Herrn ehen." Er aber erwiderte ihnen:Wenn ich an sei- r Händen nicht das Mal der Nägel sehen und meinen rger nicht in die Stelle der Nägel und meine Hand ht in seine Seite legen kann, glaube ich nicht." Acht ge darauf waren die Jünger wieder in dem Hause, d Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei ver- ossenen Türen, trat in ihre Mitte und sprach: riede sei mit euch!" Dann sprach er zu Thomas: ?g deinen Finger hierher und sieh meine Hände; ch deine Hand und leg sie in meine Seite, und sei ht ungläubig, sondern gläubig!" Da rief Thomas s:Mein Herr rind mein Gott!" Jesus erwiderte ihm: du mich siehst, Thomas, glaubst du; selig, die nicht en und doch glauben!" Noch viele andere Wunder , Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die nicht diesem Buche ausgezeichnet sind. Diese aber sind auf- ^'chnet, damit ihr glaubt, daß Jesus ist Christus, der Mn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben vt in seinem Namen.

Die treibende ârnft.

Introitus des heutigenWeißen â Sonntags sowie mehrere Episteln ZWM der Sonntage nach Ostern sind den Briefen des Apostelfürsten Petrus entnommen. Darum sollen diese leie den Jungbrunnen bilden, an dem der Bo- ckiusbote für die nächste Zeit sich labt und er­at. ~.

Zwei Briefe sind es, die aus der Feder des hl. Petrus geflossen sind. Beide voll Apostolischer Kraft, voll Würze und Tiefe der Gedanken. Beide sind an eine Anzahl Gemeinden gerichtet, in denen das Glaubensleben noch nicht ganz konsolidiert und die christliche Zucht noch nicht vollständig durchgeführt war. Für heute soll die Einleitung des ersten Briefes uns beschäftigen.

Petrus, Apostel Jesu Christi, an die aus- erwählten Fremdlinge in der Zerstreuung von Pontus, Galatien. Kappadozier», Asien und Bithy- nien. die gemäß dem Ratschluß Gottes des Vaters und durch die Heiligung des Geistes zum Gehor­sam und zur Besprengung mit dem Blute Jesu Christi bestimmt sind.

Gnade euch und Friede in reichem Blaße!

Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns in seiner großen Barm­herzigkeit durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten wiedergeboren hat zu lebendiger Hoffnung."

Wie ein Juwel in einer Krone, so glänzt und funkelt in diesen Einleitungsworten die Tugend der Hoffnung.

Golt hat in seiner großen Barmherzigkeit durch die Auferstehung Jesu Christi von den To­ten uns lviedergeboren zu einer lebendigen Hoff­nung."

Warum heißt esin seiner großen Barmher­zigkeit"? Weil jede gute Gabe und jedes voll­kommene Geschenk von oben stammt, vom Vater der Lichter.Daß ich bin, habe ich von dir, o Gott; und daß ich Christ bin, Kind Gottes bin, Erbe des Himmels bin, das alles habe ich von dir, o Gott", so betet der hl. Kirchenlehrer Augustinus. Sag an, was hast du denn, das du nicht empfan­gen hättest? Hast du dir selbst das Leben ge­geben? Hast du dir selbst die Eltern gewählt? Hast du die Glieder des Leibes, die Kraft der Seele, das Gedächtnis, den Verstand, die freie Entscheidung selbst gegeben? Die Kenntnisse, de­ren du dich vielleicht rühmst, haben dir zwar viele Mühe, Anstrengung, Arbeit, Strapazen und Ko­sten verursacht. Aber den Löffel, mit dem du die­sen geistigen Vorrat geschöpft, will sagen den Ver­stand und das Gedächtnis, hat ein guter Schöpfer dir verliehen. Und gewiß bist du nur mit äußer­ster Anstrengung, mit zäher Energie, mit außer­ordentlichen Leistungen aufgestiegen zu dem viel­begehrten Berufe, den du jetzt in Staat, Gemeinde oder Kirche bekleidest, der dir so viel Ansehen und ein auskömmliches Gehalt einträgt. Aber Gott ist es gewesen, der dir die Neigung und das Ta­lent gegeben, der dir die Gunst der Behörde zu- gewandt hat. Blase also jeden Funken des Hoch­mutes, der in dir rumoren will, sofort aus und erröte nicht, in ein Gebet einzustimmen, das man so gern von Kinderlippen hört:

Was ich habe, kommt von Dir;

Was ich brauche, gibst du mir.

Gut bist du, du liebest mich

Höchstes Gut, wie lieb ich dich!"---

Durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten". Das ist der Gedanke, der jetzt in der hl. Osterzeit uns immer wieder durch den Sinn gehen soll. Der unserm Gemüt reine Freude und unsern Lippen ein Alleluja entlocken soll. Ja, die Auf­erstehung Jesu ist der einzige Grund unserer Hoff­nung. Nun ist aber Christus wirklich und tat­sächlich auferstanden. Darum bauen wir auf Die# fes Fundament die Feste der Hoffnung.

Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung, Worin besteht diese Hoffnung? Daß wir wahr­haftig erlöst sind, daß die Sünde mit Jesu Blut abgewaschen ist, daß der Himmel uns geöffnet ist. Das Leben Jesu ist unser Original. Unser sieben von seinem eine Kopie. Was hat sich mit ihm zu- getragen? Er hat für Gott gearbeitet, er hat ge­litten, er ist gestorben, er wurde begraben, er ist wieder auferstanden. So ist es auch mit uns. Wir müssen mit Gott und für Gott arbeiten, wir müs­sen Gort dienen, wir müssen leiden, wir müssen sterben, wir werden ins Grab steigen. Dann aber kommt die Befreiung. Zuerst wird die Seele be­freit von den Fesseln des Leibes und fliegt zu Gott. Dann wird auch der Leib befreit von den Fesseln des Grabes und der Verwesung, vereinigt sich wieder mit der Seele und der ganze Mensch nimmt seinen Flug in das Land der ewigen Her r- lichkeit.

Zu einer lebendigen Hoffnung. Unsere Hoff­nung ist nicht tot, nicht eitel oder trügerisch. S'e hat eine solide Basis und grünt wie ein Baum zur Frühlingszeit und wird Früchte tragen Lebendige Hoffnung. Sie hat zum Gegenstand das wahre, das ewige Leben. Denn dieses irdische, zeitliche Leben verdient den Namen Leben überhaupt nicht. Es ist vielmehr, wie der hl. Papst Gregorius sagt, ein langsamer Tod. Das wahre Leben ist das ewige, das von keiner Krankheit, von keinem Tode bedroht wird. Lebendige Hoffnung. Weil sie die treibende Kraft" ist im religiös sittlichen Le­ben. Wer krank ist, aber Hoffnung hat, wieder gesund zu werden, der geht zum Arzt und befolgt seine Anordnungen und läßt sich operieren und macht seine Kur und scheut weder (Schmerz noch Mühe, ncch Aufwand an Zeit und Geld. Wer zu siegen hofft in einem Wettstreit in Sport oder Kunst, der ist Tag und Nacht im Training. Un sere Hoffnung ist Christus und der Himmel. Da gibt es keinen Müßiggang. Diese Hoffnung wirst sich auf das Gebet, auf die guten Werke auf die Buße, auf die Uebung jeglicher Tugend Die Hoffnung ist ein günstiger Wind, der da» Schiff über die Fluten treibt und es glücklich h den Hafen führt. Mein Gedanke mündet bo den lieben Erstkommunikanten, die heute im Cho vorn aller Augen auf sich ziehen. Die glückliche? Menschenkinder. Ein lebendiger Frühling, der er neu vollen Sommer und fruchtbaren Herbst it