gibi, dem Gottesdienst berechnen und die 1)1. Sa- rrnmente empfangen sönnen.
Nach dem Urteil der in Dänemark wirkenden Geistlichen (Weltpriester und Ordensleute) würden die Katholiken ohne die Schwesternhäuser sich an vielen Orten nicht halten können. Die Missions- tätigkeit könnte sich noch ivett mehr ausdehnen, wenn nicht ein Mangel an Arbeitskräften es verhinderte. Mit Vorliebe werfen die Oberen der Genossenschaft wiederum ihren Blick auf Deutschland, woher ihnen so oft tüchtige Mitglieder zugeführt wurden und empfehlen hiermit inständig die dänische Mission dem Wohlwollen der bochwürdigen Geistlichkeit mit der demütigen Bitte, ihnen nach Möglichkeit junge Mädchen mit gutem Berufe zuführen zu wollen.
Diè deutschen Schwestern erlernen mit Leichtigkeit die dänische Sprache unb eignen sich wegen ihrer praktischen Kenntnisse vorzüglich zu den Missionsarbeiten. Ein großer ausgedehnter Wirkungskreis steht ihnen offen, um durch die Erziehung der Jugend und Pflege der Kranken am Heile der Seelen zu arbeiten.
Das Klima ist sehr gesund; auch die Bevölkerung ist den Schwestern recht wohl gesinnt und begegnet denselben stets mit Liebe und Wohlwollen.
Es wird nicht gefordert, daß die Kandidatin schon ausgebildet fei; denn mit dem Noviziat steht ein Seminarium in Verbindung, wo die jungen Schwestern, je nach Anlagen, in den verschiedenen Berufstätigkeiten unterrichtet werden. Die Reise bietet keine Schwierigkeiten und die Schwestern sind stets bereit, den Reiseplan anzugeben.
Die Schwestern richten eine dringende Aufforderung an mutige, junge Mädchen,' welche den Wunsch hegen, sich dem Miffionsleben zu weihen und rufen ihnen zu: „Zögert nicht länger, kommt und teilt unsere Missionsarbeit " Es werden euch viele Gelegenheiten geboten, die Ehre Gottes zu fördern und reichliche Verdienste für den Himmel zu sammeln.
Die Obern werden durch ihre Güte und die Mit- schwsstern durch liebevolles Entgegenkommen Euch den Verlust eurer teuren Angehörigen zu ersetzen suchen.
Die Eintrittstermine finden statt am 14. Februar und am 15. September.
Die besten Empfehlungen vom Apostolischen Vikariat zu Kopenhagen stehen zur Verfügung, auch können Anfragen gerichtet werden an die hochw. Jesuitenpatres in Kopenhagen, Stenosgade 5, oder an Schwster Marie Amalie, Provinzial-Oberin der St. Jofephs-Schwestern, Strandvej 91, Kopenhagen, Dänemark.
Ein HsSd im Arbeitsrkreid.
Vor einigen Tagen starb in einem Industrie- orte der Steiermark der Monteur Heinrich Exner. Er war in den Tagen des Umsturzes in Oesterreich zu einem wahren Märtyrer seiner Ueberzeugung geworden. Fast ein Vierteljahrhundert arbeitete er bei der gleichen Firma, die ihn in den Tagen der Revolution nicht schützen konnte, als die Sozialdemokraten an Exner die Forderung stellten: „Entweder Austritt aus dem katholischen Arbeiterverein und der christlichen Gewerkschaft — oder Entlassung!" In der ganzen Gegend — der Vorfall spielte sich in Hilm-Kematen in Niederöster- rek) ab — gab es für Heinrich Exner kein Brot mehr. So groß war die Angst vor dem sozial- denrokratischen Terror Exner blieb trotzdem seiner Ueberzeugung treu, musste Frau und fünf Kinder zurücklassen und begab sich auf die Wanderschaft, bis er bei einem Kleinmeister wieder Brot und Arbeit fand. In den Jahren des schrankenlosen sozialistischen Terrors war Exner eine feste Säule der katholi'cben Arbeiterschaft in Steiermark. Er war Vorstand des katholischen Arbeitervereins Kapfenberg. Um ihn sammelte sich die katholische Arbeiterschaft des Mürztales, bis endlich die Sklavenkeiten des fozialistifchen Terrors gesprengt wurden. Als Vorkämpfer seiner katholischen Ueberzeugung ist Exner vor kurzem gestorben.
Nach seinem Tode wurde ein Brief bekannt, den Exner an einen kathol'schen Journalisten schrieb, unb der folgenden Wortlaut hat, ein Zeichen der Standhaftigkeit katholischer Arbeiter im Kampfe:
„Wegen Teilnahme und Betätigung an der christlichen Arbeiterbewegung und weil ich mich nicht rot organisieren will, verlangten die Roten
meine Entlassung. Ich mußte mit meinem Weib, meinen fünf Kindern und den alten Eltern meiner Frau auswandern. Es nützt mir nichts, daß ich der Fabrik 24 Jahre treu gedient habe. Auch mein Vater war 42 Jahre bei der Firma und mein Schwiegervater 35 Jahre. Das alles wurde nicht berücksichtigt. Die Fabrikbeamten, die früher deutsch-freisinnig gewesen waren, gingen nach dem Umsturz zu den Roten über und hatten nicht den Mut, mir Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der aber selbst einst in der verborgenen Werkstätte zu Nazareth harter Arbeit oblag, hat mich nie verlassen. Ich habe wieder Arbeit gefunden. Noch schmerzt die Wunde, aber ich habe keinen Haß im Herzen; vielmehr bete ich für die Andersgesinnten, daß ste sich frei machen von der Unterdrückung falscher Führer, die nicht Frieden noch Freundschaft kennen, wenn sie solche Worte noch so oft im Munde führen. Ins Werk setzen diese Ideale doch nur die christlichen Gewerkschaften."
Der Märtyrer seiner Ueberzeugung hat sich in diesem Briefe wohl das schönste Denkmal gesetzt.
Heuschreckenplage auf Sinai. Auf der Halbinsel Sinai sind nach Meldungen aus Kairo wieder ungeheure Heuschreckenschwärme aufgetaucht. Die Schwärme haben den Suezkanal überquert und sich in dem fruchtbaren Gebiet in der Nähe von Jsmailia niedergelassen. Die Regierung hat 140 Flammenwerfer und etwa 200 Tonnen Gifte zur Bekämpfung der Plage zur Verfügung gestellt.
Reiche Erbschaft. Ein reicher Deutsch-Amerikaner Le- mesneger bei St. Louis vermachte feine 10 Millionen Goldmark feiner einzigen Tochter Johanna unter der Bedingung, daß sie wieder aus dem Orden der guten Hirtinnen austrete. Hätte sie es nicht getan, wären zahlreiche Prozesse unter den Verwandten entstanden. So trat sie denn mit Bewilligung der Oberen aus und der höchste Gerichtshof sprach ihr die Erbschaft endgültig zu. Sie brachte dann alles durch Verteilung in Ordnung und trat dann abermals ins Kloster ein.
Der heilige Angustin. Ein Lebensbild von Heinrich Hubert L es a a r. Mit acht Bildern. 8°. 313 Seiten. Ganzleinen 7.50 Mk. Verlag Joseph Kösel u. Friedrich Pustet, München. Zum Augustinus-Jubiläum (430—1930) hat der Verlag Kösel u. Pustet die in der ersten Fassung von Bischof Egger von St. Gallen geschriebene Biographie des hl. Augustinus neu herausgegeben. Mit der Bearbeitung wurde Heinrich Hubert Lesaar, ein eifriger Augustinus-Forscher, betraut, der seine Aufgabe nach dem neuesten Stande der Forschung und auf streng wissenschaftlicher Basis glänzend gelöst hat. Das nun vorliegende Werk ist zu einem ganz neuen Buche, zur besten neuzeitlichen Biographie des großen Kirchenlehrers geworden. In kristallklarer Sprache geschrieben, schöpft Lesaars Darstellung im Wesentlichen aus Augustinus selbst, indem er aus den Schriften und Bekenntnissen des Heiligen ein ergreifend eindringliches Lebensbild formt.
„Feuerzeichen". Ein Brief jm die Firmlinge von Monsignore Johann Mörzinger, Schriftleiter des „Wiener Kirchenblattes" und des „Kleinen Kirchenblattes". 2. Aufl. 51.—150 000. Dieses Büchlein wurde von den Bischöfen, den Seelsorgern und der Presse überaus herzlich begrüßt und beftens_beiirteilt. Eine sehr schwer empfun-- dene Lücke in der E-eelsorgsliteratur ist damit behoben, ein unentbehrlicher Helfer den Priestern für die Firmungskatechese in die Hand gegeben worden. Preis bloß 14 Pfg. und Porto. Bestelladresse: V g Kleines Kir- chenbjatt, Wien, I, Rotenturmstraße 2.
Gespenstergeschichten. Von Robert Hugo Benson. Aus dem Englischen übersetzt von Freifrau v. M o r e a u. 8". 211 Seiten. Halbleinen 5 ML Verlag Joseph Kösel u. Friedrich Pustet, München. Hugh Benson, schon zu seinen Lebzeiten in England und Amerika einer der volkstümlichsten Schriftsteller, ist uns Deutschen durch seine Romane „Der Herr der Welt", „Ein Durchschnittsmensch" u. a. gut bekannt geworden. Der leidenschaftliche Schwung dieser Romane findet sich auch in seinen „Gespenstergeschichten", die uns in einer guten Uebersetzung von Freifrau von Moreau vorliegen. Vor allem besinn det sich in ihnen der starke Sinn Hugh Bensons für die Welt, die nicht Fleisch und nicht Geist ist. Die einzelnen Geschichten in den „Gespenstergeschichten" sind verbunden durch die Form einer Rahmenerzählung. Sie werden von sieben Geistlichen aus verschiedenen Ländern erzählt, die aus ihren Seelsorge-Erfahrungen einen tiefen Einblick in die geheimnisvollen Zusammenhänge zwischen Diesseits und Jenseits gewannen.
Monika. Zeitschrift für katholische Mütter und Hausfrauen. Verlag L. Auer, Donauwörth. Die „Monika" erscheint bereits 61 Jahre, sie ist deshalb aber nicht altersschwach geworden, im Gegenteil: sie gerade hat es verstanden, an der Lösung der neuen Ausgaben,
soweit sie den Wirkungskreis der katholischen Mütter berühren, erfolgreich mitzuarbeiten. Die brennenden Tagesfragen: Ehe, Familie, Kindererziehung werden ein^ gehend behandelt und in lebenswahren Bildern wird' das Wirken glaubens- und willensstarker Frauen und Mütter geschildert. Selbstverständlich nimmt auch der s hauswirtschaftliche Teil einen breiten Raum ein. Für das behagliche Heim, die Wäsche, Küche und Keller, Berufsbildung, Handarbeiten usw. ist die „Monika" eine n reiche Fundgrube.
Langbehn — Der Geist des Ganzen. Von Julius : Langbehn, dem Rembrandtdeutschen. Zum Buch geformt i von Benedikt Momme Nissen. Mit 12 Tafeln. 1. bis . 15. Tausend, gr. 8. (IV u. 242 S.) Freiburg i. Br. : 1930. Kartoniert 4.20 Mk.; in Leinwand 5.50 Mk. Wer 19 in die Geisteswelt des Rembrandtdeutschen tief und Ö ganz eindringen möchte, der muß den „Geist des Gan- * zen" lesen. Er wird dadurch nicht nur Langbehn als e den aufbauenden, kunstvollen Denker kennen lernen, der i zuerst „zum Ganzen hin" strebt, dann „vom Ganzen r aus" schaut, sondern wird sich mit jedem neuen Ab- =■ schnitt zu neuen geistigen Ausblicken wie zur Vertiefung r feiner eigenen Gesamterkenntnis geführt sehen.
„Treugeleil". Schulentlassenen Jungmädchen zum i Wegweiser. Von Lehrerin Aenne Nuelcn. 12. 128 S. . mit 9 eingedruckten Bildern und Titelbild. Broschiert i mit Bildumschlag Mk. 0.75, in Leinen geb. 1.35 Mk. . Verlag Butzon u. Bercker, Kevelaer (Rhld.). Eine Lehrerin mit warmem, verstehendem Herzen spricht in „Treugeleit" zu ihren jungen Schwestern vor der Schulentlassung. Eigenartig ist darum dieses Merkchen. Viel Segen wird aus dem Dargebotenen in die Mädchen- i herzen fließen. „Treugeleit" ist die Kameradin des Büchleins für Knaben zur Schulentlassung „Vor der Ausfahrt" (ebenfalls Verlag Butzon u. Bercker, Kevelaer).
Palästina. Von Dr. rer. nat. Robert Koeppel, Pater S. I. in Tübingen. Die Landschaft in Karten und Bildern. Mit 150 Photographien, 34 Zeichnungen, 34 Karten. 1929. 175 S. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen. Der Inhalt ist ungemein reichhaltig. Es bringt vor allem gute Starten, sagt uns das Allgemeine vom Landschaftsbild, von der geologischen Ent- tefjung, legt die interessanten Verhältnisse dar von Land- chaft und Klima, Pflanzen, Tier und Mensch. Darauf olgen Bilder von den einzelnen Landesteilen, Flug- und Standaufnahmen, alle bis ins Kleinste erklärt, so daß man sich leicht zurechtfindet. Zum Schluß sind noch eine brauchbare Hinweise gegeben, wo man für alle Tur möglichen Fälle weitere Literatur findet. Vier ver- chiedene Verzeichnisse lassen das Gewünschte schnell sin- )en. Nicht vergessen dürfen wir die schönen 'Abbildungen von den großen Reliefen, die H. H. P. R. Köppel chon vorher verfertigt hat. Wir haben nun ein wirklich allen Anforderungen gerechtes Werk, zudem auf kath. Seite erschienen. Zwar kostet es 18 RM. im Buchhandel. Dieses Büch ersetzt dafür zehn andere. Die 200 Abbildungen und Karten sind allein soviel wert.
Der Vatikan als Thron der Welt. Von Joseph Bernhart. Verlag Paul List, Leipzig. — Geb. 12 RM. Mit großem Interesse lieft man dieses Buch. Es ist in glänzendem stil geschrieben und auch buchtechnisch fein unb vornehm ausgestattet. Der Titel ist vielleicht etwas irreführend. Im Grunde genommen ist das Buch nichts anderes als eine Geschichte der katholischen Kirche. Der Verfasser hat viel gelesen, unb innerlich verarbeitet. Da das Buch in einem nichtkatholischen Verlag heraus- kommt, mag es eine besondere Sendling haben, da es in oft treffender Weise veraltete und irrige Anschauungen über das Papsttum und die katholische Kirche zurückweist. Und dennoch befriedigt es einen katholischen Leser nicht ganz. Es liegt über den wohl abgerundeten Kapiteln eine gewisse Süffisance, die man sich nicht anders erklären kann, denn als bewußte oder unbewußte Aeußerung persönlicher Erfahrungen.
Diagnose. „Ach. Herr Doktor, das ist ein Elend! Husten habe ich, Schnupfen, Reißen, Kopfschinerzen ..." — „Das ist alles nicht schlimm. Bei diesem Wetter, wie wirs jetzt haben, ist das ganz normal. Wer bei diesem Wetter nicht krank ist, ist überhaupt nicht gesund!"
Schwierig. Ein Schotte spazierte mit seinem Hund durch die Straßen Glasgows. Vor einer Fischhandlung kam der Hund an einen Korb, der lebende Hum- mern enthielt und einer der Hummern kniff sich mit seinen Scheren in den Schwanz des Hundes fest, der heulend die Flucht ergriff. „Hei," rief der Fischhändler, „pfeifen Sie Ihren Hund zurück!" — „Fällt mir nicht ein," sagte der Schotte, „pfeifen Sie doch Ihrem Hummer!"
Unsicher. „Wissen Sie, ob Meyer trinkt?" — „Ich weiß es nicht, aber wenn ich eine Flasche Kognak wäre — ich möchte mit ihm nicht allein im Zimmer, lein "
Sprachlehre. Lehrerin: „Wenn ich sage^ ich bin schön, welche Zeitfolge ist das?" — Der kleine Fritz rasch und freudig: „Die Vergangenheit, Fräulein!"
Mitgefühl. Der junge Gatte will nichts mehr von dem Pudding essen, den seine Frau eigens für ihn zubereitet hat. — „Wie schade," meint sie traurig, „nun muß der Hund ihn fressen!" — „O ja das ist schade/ erwiderte der zärtliche Gatte, „es ist so ein lieber Hund.