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von AlkanLara werden mir dann eines Tages spre­chen können:

0 selige Buße, die mir eine so große Herrlich­keit eingetragen hat."

Der Talpsarrer.

HMhe und MitSäufer.

Zum EvavgrUum des dritten Sonntags der Iasien- zeil. Lk. 11, 1428.

Unser heutiges Evangelium zeigt einen Aus­schnitt aus dem gewaltigen Ringen des Heilandes um die Seele seines Bastes, die dessen berufene Führer ihm immer wieder streitig zu machen und zu entfremden versuchen. Auf der einen Seite Christus, der seine ganze Gotteskraft aufbietet, um durch Lehre und Mahnung, durch Wunderzeichen und Wohltaten unerhörter Größe die Menge für das Gottesreich zu gewnmen, und dagegen d e Pharisäer unb Schriftgelehrten, die in ihrem Haß vor keinem Mistel zurück'cheuen, das ihnen geeig­net scheint, den Eindruck dieser Mühen Christi denn Volke zu zerstören, bis zu dem vom diabolischen Haß ausgebniteten Vorwurf:Durch Beelzebub den obersten der Teufel, treibt er die Teufel aus "

Um diese Gegenspieler wogt die Menge des Vol­kes. Die Nur-Gaffer, die ewig Neugierigen uns Selbstfüchtlinge, die nach allen Wundern, deren Zeugen oder gar Nutznießer sie sein durften, »acht die so klar zu Tage liegende Folgerung zu ziehen vermögen: Also ist wahrhaftig das Reich Gottes zu euch gekommen, sondern nur weitere Zeichen vom Himmel, weitere Heilungen und Brotvermehrun- gen vom Heiland verlangen. Es ist ihnen ja im Grunde so gleichgültig, wer jener Wundertäter und Lehrer eigentlich ist. Wenn er nur ihre Neu­gier befriedigt, ihre Kranken und Besessenen heilt Aber seine Forderung erfüllen, zu glauben und in sein Gotteisreich einzutreten, daran denken sie nicht. Sie haben Wichtigeres zu tun, zu schachern und Geld zu verdienen, zu essen und zu trinken, sich mit d"n Großen in Jerusalem gut zu halte» Me doch des Nazareners Feinde sind. So bl^ âe lieber unentschieden undneutral" bis zu lenem Tage, wo sie nütschreien werden-Kreuzige, kreu­zige ihn!"

DieseNeutralen" sind es hauptsächlich, denen der Heiland nach der siegreichen Abfertigung feinet offenen Widersacher das Drohwort eNtgegenholi:

Wer nicht mit mir ist, ist wider mich. Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!"

Dieses Heilandsmokt klingt warnend und mah­nend auch in unsere Zeit hinein, in der ja der Kampfruf: Hie Christ, hie Widerchrist, von allen Seiten widerhallt Unglaube und Freidenkertun» machen die unglaublichsten Anstrengungen im Kampfe gegen Christus und seine Kirche, allenthal­ben schrillen die Fanfaren gegen dieüberlebte" christliche Sitte und Zucht/locken die Einladungen zum Bunde des freien Menschentums, das die al- ien Tafeln zerbrach. Aber so gewaltig die Kampf­front gegen Christus und die Kirche auch auftrotzr-. nicht hier droht die größte Gefahr für den fort­lebenden Christus. Die lauert auch heute wieder in dem gewaltigen Heer der Unentschiedenen und Halben, der Mitläufer und Nachhinker in unseren Reihen, die es zu einer ernsten Absage weder an Christi Feinde noch an ihn selber bringen. Die da im Schatten der Kirche träge dahindämmern und dabei die Zeitungen und Illustrierten des libe­ralen Freisinns mit Wonne genießen, denen die Kirche zwar gerade gut genug ist, sich schützend vor ihrheiliges" Eigentum zu stellen, die aber für ihre Mahnungen zu Taten christlicher Gerechtigkeit und Liebe nur taube Ohren haben. Die da 'n ihrer Angst, für rückständig gehalten zu werden, jeden kitschigen Aufklärungsfilm mitgenießer« mür sen, für die Bestrebungen ober einer Literatur und Kunst im Sinne christlicher Kultur nur ein Achsel­zucken übrig haben. Denen jede Sonntagspred'gt und jedes gute Buch zu langweilig und unmodern ist, die dafür aber auf jeden modernen Literaten hereinfallen, die entrüstet aufschreien, wenn ü>" Kirche einmal ihr Recht, die Gläubigen zu warnen und vor dem Irrtum zu bewahren, geltend mawt. All diesen gilt so gut wie damals dem Bolke mit dem verhärteten Herzen und Ohre das Heilands­wehe. Sie sind in Wirklichkeit wider ihn, weil sie nicht für ihn find, zerstreuen, weil sie nicht mit ihm sammeln. Unb auch von tenen Trägen gilt es, die ohne lebendige Anteilnahme an den Kämpfen und Aufgaben der Kirche dahindämmern im ewigen

Alltag, von jenem Heer der Philister in Schlafrock und Pantoffeln, das mit mehr oder weniger Brum­men seine Kirchensteuer zahlt unb seine halbe Stunde Sonntagspflicht absitzt, alles lebendigere Christentum aber, wie Katholische Aktion, Vinzenz- arbeit, Teilnahme an der Pfarrgemeinde, liturgi- 'ches Leben, Exerzitien, häufige Kommunion, als Ueberschwang" ablehnt, für den im heutigen Hast­betrieb keine Zeit und Sfraft übrig sei.

Entschiedenes Bekenntnis und hochherzige Jün- gerfdxift allein dient der Sache Christi. Wo im­mer er ein Arbeiten in seinem Geist und Namen sieht, hat er das Wert, das er zu den Jungen, sprach, die (M) über die fremden Teufelsaustreiber im Namen Christi beklagten:Wer nicht wider euch ist, ist für euch" (Luk. 9, 50). Ein Hinken aber nach beiden Seiten ist ihn» ein Greuel und ein Ver­rat an seiner heiligen Sache.

Der schmerzhafte Rosenkranz.

Das dritte Gesetz.

Ein neuer Höhepunkt der messianischen Passion: die Dornenkrönung? Die Henker des Herrn haben erfahren, er nenne sich den König der Juden. Das gibt ihnen Anregung zu einem höllisch-rohen Spiel mit ihrem gemarterten Opfer: Königskrönung und

Entsagen und Genießen.

Entsagen", femtf ihr dieses Wort?

Der heut'gen Well ging es verloren. Genießen" heißt es dafür dort, Es ist als Losungswort erkoren.

Bei allen âtuffen wird s zur Tat, Erschreckend mehrt sich das Begehre«», Es ist ein Unglück, das da naht, Gerufen durch die falichen Lehren.

Ein neuer Gott ist der Genuß, Ihm opfern freudig Millionen, Er fesselt sie mit feinem Kutz, Läßt sie in seinem Himmel wohnen.

Da trinken sie berauscht die Lust, Doch niemals mb» es ein Genügen, Kur wilder schlägt es in der Brust, Nach mehr, nach mehr, in giergen Zügen.

Kommt denn das Glück, das sie erträumt? Wird dort das müde Herz zufrieden? Wo des Genusses Becher schäumt. Ward niemand glücklich noch hlnieden.

Entsagen", lernet dieses Wort Mnb machks zur Tat, dann wird's gelingen, fr er gibt es Glück und einstens dort Wird es auch das Genießen bringen.

Königshuldigung! stricht nur die Liebe, auch der Haß macht erfinderisch.

Die ganze römische Wache mirb zusammengeru- fen. Ein solches unterhaltsames Schauspiel muß genossen werden. Nun kann dasSpiel" beginnen. Ein Stein ist der Thron für den, der von Ewig­keit in den Himmeln thront, und dessen Fußschemel die Erde ist. Gin alter, roter Soldatenmantel ist das Königsgetvand für den, besser« Mantel das Weltmeer umsäumt. Ein Rohr, in die gefesselten Hände gepreßt, ist das Zepter für den, dessen Zepter die ewig schaffende Allmacht ist. Unb ew Kranz aus jenen fingerlangen, spitzen unb eisen­harten Dornen, wie sie *n Palästina wachsen, um die blutende Stirn geschlungen, gewaltsam ins Haupt hineingepreßt, ist die Krone für den, des­sen Diadem der Kranz der Gestirne ist. So sieht der Erlöser im dritten Rosenkranzgeheimnisse vw uns. Das Bild, wie es der Sänger des alten K:r- chenliedes schaut:O Haupt voll B!ut und Wun­den!"

Der Schandkrönung folgte die Schandhuldigung Die Henker ziehen an ihrem Opfer vorüber. Se beugen hohnlachend ihr Knie vor ihm. Sie erwei­sen ihm Ehrfurcht, die Lästerung ist. Sie fpe*p'i ihn an. Sie zerren an seinem Gewand, das schmerzvoll an den Wunden fleht. Sie schlagen mit Stöcken auf die Dornen, daß diese sich tiefer

in Stirn und Schläfen bohren. Unb dazwischen im­mer wieder der hohngesätugte Ruf:Sei gegrüßt, König der Juden!"--

Und Jesus schweigt! Schweigend erträgt er dieß tiefste aller Erniedrigungen. Er weiß ja: Dich elenden Menschen sind nur die Vertreter vieler, un« gezählter anderer. Hinter ihnen sieht er die end­losen Scharen einer ungläubigen Menschheit heran- ziehen, den Mund gefüllt mit Lästerungen, auf bei) Lippen den Hohnruf, her durch die Jahrhundert« gellt:Sei gegrüßt, König der Juden!"

Die Väter bezeichnen biefe Leidensszenen als die besondere Sühne für alle Sünden des Geistes die Sünden des Unglaubens, des Hochmutes, bei Selbstsucht. Die erste Sünde der Menschheit m® eine solche Sünde. Jene Sünde der Menschheits eitern, denen das Verfübrerwort in die Seel schmeichelte:Ihr werdet fein wie Gott!" DiK Sünde brachte über die Erde Gottes Fluch, ai dessen äußeres Zeichen sie Dornen und Disteln tra gen sollte. Nun »nutzte das Sühnopfer der Wet jenes Zeichen des Fluches auf feinem Haupte tra gen. Tiefste, freiwillige Erniedrigung des Herr sollte den Menschenstolz sühnen, so wie er sich i hundertfacher Gestalt zeigt Auch heute noch! Auc das 20. Jahrhundert drückt dein Erlöser die Schänd frone auss Haupt. Jeder Mensch, der über M göttlichen Geheimnisse des Glaubens spottet, bc sich losreißt von den Geboten des höchsten Geset gebers und Richters, entwindet Ehristus das Ze­ter seiner Macht und gibt ihm ein Rohr bafü Jeder Mensch, der sein Herz an äußere Güter hänti und die ewigen Güter der Seele mißachtet, häm Christus den Mantel der Verachtung um. Jed- Mensch, der die Liebe des Erlösers mißachtet, b Sakramente unwürdig empfängt, macht Christ« zürn Spottkömg. Hub alle unsere kleinen ur großen Sünden des Stolzes, der Eitelkeit, d Selbstsucht sind Dornen, die wir immerfort in d< Haupt hineinpressen.

Darauf wollen wir uns besinnen, wenn mir d. dritte Gesetz beten Unb wollen Gericht über tu halten im Geiste dèr Demut und Reue. Und ne an ein anderes »voller« mir denken. Mitten in sein tiefen Erniedrigung gab Christus auf die veröd liche Pilatusfrage die Antwort:Ja, ich bin c König!" Als er das sagte, sah er mit seinem a wissenden Auge alle jene, die ihm in Wahrheit c ihrem Könige dienen. Die Glaubenshelden, k Apostel im Priester- unb Laienkleide, die Dem ttgen, die Jünger der Karitas, die Kreuzträg. - Auch von ihren Sippen klingt der Ruf:Sei < grüßt, du König!" Nicht als Hohn, sondern als Ä betung, als Bekenntnis zur Nachfolge, als Sieg« ruf! Auch wir tragen das Königswichm Ch« an der Stirn, und alles sammt darauf an, daß r seines Königtums würdig werden. Nicht nur bui ein Lippenbekenntnis, sondern durch d e Tat, bw unser Leben. Viel Kampf wird uns das kosten i unserm niederen Ich, viel Selbstüberwindung, u zuweilen wird auch uns habet eine Dornenkr» beheben sein. Aber ein herrlicher Lohn ha unser: die Teilnahme an der ew "m herrsch oft l sen, der für uns mit Dornen gefrönt worden ist.

Maria VerkimdiD^ma.

Von Friedrich M u ck e r m a i« i« S. J.

Ganz merkwürdig ist das: In Büchern uns« Zeit, die f^ mit dem Verworfensten, was wir t neu, beschäftigen, Kifft man ost auf Stellen,, denen eine solche Sehnsucht nach Reinheit Jungfräulichkeit aufbriebt, daß man davon g ergriffen ist. Ebenso merkwürdig ist jene ant Tatsache, daß nämlich Züchter, die sonst wirk, nicht im katholischen S'nne schaffen, immer immer wieder Töne und Melodien anstilnrnen,- uns irgendwie als eine Fortsetzung ober eine füllung des Magnificat erscheinen. Dietes Bild unbeflecft Empfangenen hat, nachdem es ein erschienen ist. die Mensicheit so beglückt, so i sich hinaus entzückt, daß es nicht mehr hat mei können aus ben Tälern b efer Erde. Solange. fes reine Gestirn über uns steht, sann die st? heit nicht verblassen, auch wenn ganze Zeitci wieder nach Sodoma und Gomorrha gehen, j kann ein^n mit tiefstem Trost erfüllen, daß N mo die Religion in weiten Schichten verm cheint, wo der Kampf gegen die Kirche aur ganzen Front entbrannt <Ü. wo alles erlaubt r unb niemand sich mehr im öffentlichen Leben den Schutz des Sittengesetzes zu kümmern fd