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Wochenkarender»

Sonntag, 16. März. 2. Fastensonntag. Quartals­kollekte für das P r i eft e r se m i n ar. B e- ginn des I ribuum 5 zu Ehren des hl. Joseph.

Montag, 17. März. Patricius, Bisch., t 493.

Dienstag, 18. März, t 368.

I Mittwoch, 19. März.

Cyrillus, Bisch., Kirchenlehrer,

Fest des hl. Jose pH. 23.

Jahrestag der Konsekration des Hochw. 5). Bischofs Joseph Damian.

Donnerstag, 20. März. Vom Tage.

Freitag, 21. Mär,,. Benediktas, Ordensstifter, t 543.

Samstag, 22. März. Vom Tage.

Zweiter FastensonMag.

Epistel. 1. Tesfalonicher 4, 17.

Evangelium. Matthäus 17, 19. Die Verklärung Christi.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakabus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie fernab auf einen hohen Berg Da ward er vor ihnen uc/Härt. Sem Antlitz leuchtete wie die Sonne, und seine Klei­der wurden weiß wie Schnee. Und siehe, es erschienen ihnen Moses und Elias und redeten mit ihm. Da nahm Pelins das Wort und sprach zu Jesus:Herr, es ist gut. daß wir hier sind. Wenn du willst, so wollen wir drei Hütten bauen, dir eine, Moses eine und Elias eine." Während er noch redete, siehe da überschattete sie eine lichte Wolke. Und aus der Wolke erscholl eine St'mme:Dieser ist mein geliebter Sohn, an dein ich mein Wohlgefallen habe Ihn sollt ihr hören!" Als dies die. Jünger vernahmen, fielen sie auf ihr Ange­sicht nieder und fürchteten sich sehr. Jesus trat hinzu, rührte sie an und sprach:Steht auf, fürchtet euch nicht!" Als sie ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein Während sie vom Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus:Erzählt niemand etwas von d^m was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von dm loten auferstanden ist"

Die Sonne über dem Totenhügel.

»" einem Dorf bei RK-mebene 'ah ist) kürzlich eine frriegergeSächrmskapetèe, ?ie mich ungemein angefprochen bat Unten am Beden sind- die Bilder ge- fallenti Soldaten. Friede unb Ruhe iegen auf ihren Gesichtszügen ioie der Margs-'- ummel, wenn ihn die Sonne verklärt. Engeisge- taiten weisen in die Höhe. Und was Uept man a droben ^ Sie Gestalt des auferstandenen H§i- .mdcs. Majestätisch schwebt er über dem Grabe, inaetaucht in ein Meer von Licht, Glorie und ireube.

BdMrauetfßg heute. Ein Zug der Wehmut nd des Schmerzes schleicht durch die Sesle b^s "âheu Volkes wie ein kalter Nebel. Wir sehen II Geist einen ungeheure". Berg von Söhnen des Vaterlandes, die auf dem Felde der Ehre ihr jun­

ges Leben ausgehaucht haben. Ueber diesem Berg strahlt aber mit hellem Glanz die Sonne. Und wer ist diese Sonne? Jesus Christus, unser Hei­land, der den Tod überwunden und sich unb uns ewiges Leben erworben hat, den wir heute zwi­schen Moses und Elias auf dem Berge stehen sehen.

Schlagen wir nun nach unserer Gewohnheit die Apostelgeschichte auf. Da stoßen wir auf den Bericht des Statthalters Festus, den dieser über den gefangenen Paulus an den König Agrippa macht. Darüber lese ich im 25. Kapitel folgende Zeilen:

Hier ist ein Gefangener n^i) von der Zeit des Felir her. Bei meinem Besuche in Jerusalem wurden die Hohepriester und Aeltesten der Juden seinetwegen bei mir vorstellig unb forderten seine Verurteilung. Ich entgegnete ihn, es sei bei den Römern nicht Sitte, jemand preiszugeben, bevor der Angeklagte seinen Anklägern Aug in Aug ge- genübergeftanben und Gelegenheit gehabt habe, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. Als sie dann hierherkamen, bestieg ich ohne Aufschub am folgenden Tage den RiÄterstuhl und ließ den Mann vorführen. Die Ankläger traten auf, brach­ten aber keine Beschuldigung von solchen Uebel- taten vor, wie ich sie vermutete. Nur einige Streitfragen über ihre Religion hatten sie gegen ihn, sowie über einen gewissen

Jesus, der gestorben ist, der aber nach der Be­hauptung des Paulus noch lebt.

Da ich diesen Streitfragen gegenüber ratlos da- staub, fragte ich ihn, ob er nicht nach Jerusalem gehen wolle, und sich dort über diese Sache ver­antworte. Allein da legte Paulus Berufung ein und verlangte damit, für die Entscheidung des Kaisers aufbewahrt zu trerben. So befahl 'ch. ihn in Haft zu behalten, bis ich ihn bem Kaster schicken würde.

Aus diesem Berichte des Festus ragt turmhoch die Stelle: Paulus behauptet, daß Jesus gestorben ist, aber noch lebt Von allen anderen Lehrsätzen des Paulus hält er keinen der Erwähnung wert. Doch dieser Lehrsatz vom Sterben und der'Aufer­stehung Jesu hat sich in seinem Gedächtnis unaus­löschlich festgesetzt: Jesus ist gestorben und lebt Das war eben im Lehrgebäude des Apostels das Fundament: Christus ist gestorben, aber Christus ist wieder auferstanden und lebt. Mit ihm leben auch alle, die ar ibn glauben. Wenn wir die Briefe des hl. Paulus auch nur oberflächlich le­sen, dann begegnen wir aus Schritt und Tritt der Auferstehung Jesu. So schreibt Paulus im 1. Vries an die Korinther:Goki hat den Herrn aurer- weckt, und er wird auch uns auferwecken durst -eine Macht." (6,14.) Abermals schreibt er im sei­den Brief, 15. Kapitel:Christus ist von den To­ten auferstanden, der Erstling der Entschlafenen. Denn durch einen Menschen ist der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung von den Toten Unb gleichwie in Adam alle sterben, so kommen in Christus alle zum Leben "

Woher schöpft aber Paulus diesen Glauben? Einmal aus dem Glaubensbewuhtsein der Kirche, beionbers aus den Berichten der Mitapostel, denen ja der Auferstandene so oft erschienen ist. Betrachtn nur die folgenden Worte des hl. Petrus:Ge­lobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Chri­stus, der uns durch seine Barmherzigkeit wieder, geboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu non den Toten, zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklicheu Erbe, welches euch im Himmel aufbernahrt wird." Indes schöpft Paulus auch aus seiner eigenen Er« fahrung. Ist ihm denn nicht Christus erschienen vor den Toren der Stadt Damaskus? Hat er nicht mit Paulus geredet und ihn so oft gebärst in seinen Arbeiten und Strapazen? Der Glaube an Christus, den Auferstandenen ist dem Apostel so sehr in Fleisch unb Blut übergegangen und hat derart seine Hoffnung aufgerichtet, daß er aus­ruft:Christus ist mein Leben, Sterben mein Gewinn."

Volkstrauerlagl Ohne Christus ist er trostlos und düster wie ein Nebelmeer. Männer, welche den Stauben aus ihrem Wörterbuch gestrichen haben, die für die künftige Auferstehung nur Spott ha­ben, dann aber an Krieaerargbern den M"nd auftun zu salbungsvollen Reden, sind mir ein Rät« sei. Indes will mir scheinen, daß es solche Män« ner in Wirklichkeit gar nicht gibt. Vielmehr ist btt Glaube an die Auferstehung nur versteckt in einem Winkel. Dort ist noch eine Knospe, die sich eines Tages wieder entfalten wird. - Glücklich aber die Gläubigen, in deren Brust der Glaube an Jesus, seine und unsere Auferstehung wie ein Anker ruht. Die Armee der Toten ersteht beim Posaunenschail des jüngsten Tages zu einer Armee der Lebendi­gen, und auch die Gefallenen unserer Feinde wer­den Auferstehung feiern. Unb diese Armeen, die . sich einst feindlich gegenüberstanden, werden sich in Gott vereinigen wie Ströme im Meer. Unb gemeinsam werden sie Gott loben und des Hun« mels Freuden genießen. Unb keinem einzigen Sol­daten wird Hand oder Fuß ober ein anderes Glied fehlen. Alle werden mit gesunden Leibern und vollkommenen Gliedern auferstehen.

Unb neue Lebenstrisbe wachsen am Baume des Auferstehungsglaubens. Unser Leib soll ein taug­liches Werkzeug der Pflichterfüllung, der Mäßig« feit, der Keuschheit, der Arbeitsamkeit werden und nie ein Werkzeug der Schlechtigkeit. Gerade die Fastenzeit, in deren dritte Woche wir heute eintreten, soll uns in der Beherrschung des Lei­bes und seiner Glieder auf der Höhe finden. 23 er* □eisen wir nie die Lehre unseres Lehrers Paulus:

Wir alle müssen vor dem Richterstuhl unsers Herrn Jesus Christus erscheinen, damit ein jeder, je nachdem er in »einem Leibe Gutes ober Loses getan, darnach empfange."

Der Talpfarrsr.