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Beilage zum Bonifatiusboten

Ar. 6

Sonntag, 9. Februar

1939

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nf und Segen des Heiligen Valers.

n vergangenen Sturmlusfeste hatte der H o ch- digste HerrBischof folgendes Schrei­nach Rom gesandt:

50 Jahre vollenden sich heute, seitdem der e Sturmius, der treue Jünger des heiligen fatius und in dessen Namen und Auftrag der der des Klosters Fulda, auch Apostel der sen, aus diesem Leben geschieden ist.

iiefe§ Jubiläum begehen wir in der ganzen >se, mit besonderer Feierlichkeit aber durch Pontifikalamt und eine Festakademie in der ofsstadt Fulda. Dabei gedenken wir der treuen - und Anhänglichkeit gegen den Apostolischen l, wodurch sich nach dem herrlichen Beispiele ) eiligen Bonifatius der heilige Abt Sturmius seine Nachfolger ausgezeichnet haben.

Vir erinnern uns auch der Privilegien und den, womit die Päpste die Fuldaer Kirche bt haben, die durch den Ehrennamen der be- ers geliebten Tochter der Römischen Kirche gezeichnet war.

Deshalb sei es uns gestattet, an diesem fest- n Tage Ew. Heiligkeit die Gesinnungen der ie unb des Gehorsams in aller Ergebenheit uörmgen und bei dem Herannahen des Tages, )as Haupt des Heiligen Vaters mit der golde- Priesterkrone zieren wird, die Glückwünsche oiederholen, die wir schon am Feste der Apo- irften Petrus und Paulus von einer glänzen- 8 Festversammlung aus übersandt haben.

»ugleich bitte ich Ew. Heiligkeit, der Stadt und ganzen Diözese Fulda den Apostolischen Segen das Unterpfand der väterlichen Liebe erteilen rollen.

:w. Heiligkeit gehorsamster und ergebenster er und Sohn Joseph Damian, Bischof von a.

u l d a, den 17. Dezember 1929.

Cuf dieses Schreiben ist nunmehr bei dem «würdigsten Herrn Bischof die vom 23. ds. Mts. iirte Antwort des Kardinalstaatssekretärs Grossen. Sie lautet folgendermaßen:

reim Ausgange des goldenen Priesterjubel- :s unseres Heiligen Vaters haben es Ew. löslichen Gnaden in Ihrer Liebe und Anhäng- it gegen den Statthalter Christi nicht unter- n wollen, ihm zugleich im Namen der Ihrigen ) èin sehr herzliches Schreiben Ihre Glück- Segenswünsche auszudrücken.

;ür diesen Beweis der Liebe spricht der Heilige -r seinen verbindlichsten Dank aus. Ihre Liebe väterlicher Gesinnung vergeltend, erfleht er sie und die Ihrigen durch die Fürsprache des gen Gründers des Klosters Fulda von Gott ; Gute und Heilsame.

Vermittler dieser himmlischen Gaben sei der :n, den Seine Heiligkeit Ew. Bischöflichen den, dem gesamten Klerus und Volk, allen, die w Hirtensorge anverttaut sind, liebevoll im :n spendet.

Mit vorzüglicher Hochachtung Ew. Bischöflichen .den ergebenster Petrus Kardinal Gasparri.

Aus der Diözese IuLda.

! DW>.»- ii<u- i_bimi_"-^ tuamcw ,_ji.LiMnajw-,<<^iaawaga3onwJ3 mbw vsbkbem^- heilige Weihen. Der Hochw. Herr Bischof hat ! Freitag, den 31. Januar, auf dem Chor des nes die Tonsur erteilt an den Alumnus des ifterfeminars Karl Austermann aus leigte ß. (Apostolische Administratur Schneidemühl)

Sonntag, 2. Febr., morgens 6.30 Uhr in Marienkapelle des Domes die beiden ersten 'deren Weihen an den vorgenannten Kan- iten sowie die Subdiakonatsweihe an Alumnus Joseph Becker aus Groß-Auheim izese Fulda) und an die Fratres vom Kloster uenberg Hermenegild Sauter, Michael rzalla, Willigis Heß, Bernhard Herre, Julius Janssen, Cyprian Baßler, Th eo- i l ä-echt, am D ienstag, 4. Febr., morgens 6.30

Uhr in der Marienkapelle des Domes die hl. D i a- konatsweihe an den Alumnus Jos. Becker, Frater Theophil Hecht vom Kloster Frauenberg und Frater Heinrich Forger vom Kloster Hün­feld.

Fulda. Die hl. Priesterrr-eihe empfing am Sonntag (Maria Lichtmeß) Diakon Joseph Maul von hier, Sohn des Zollbeamten A. Maul, Ka­puzinerstraße, durch Kardinal Bertram von Bres­lau. Am Sonntag, den 9. Februar, 9^ Uhr. feiert er in unserer Stadtpfarrei sein erstes heil. Meßopfer.

Vom Diözesanklerns. Der Hochw. Herr Bischof hat die Pfarrei Frankfurt a. M.-Fechenheim dem Pastor Wilhelm Müller in Kirchhain vom 1. Februar dieses Jahres ab übertragen. Der Nachfolger des verstorbenen Pfarrers Abel ist 1883 zu Poppenhausen in der Rhön geboren. 1905 legte er am Gymnasium zu Fulda die Reifeprüfung ab. Zum Priester wurde er am 18. Dezember 1909 geweiht. Seit 1920 wirkte er in Kirchhain, nachdem er während und nach dem Kriege Erster Dom­kaplan in Fulda war.

In den Landesausschuß, die Behörde des Be­zirksverbandes Kassel, sind auf der letzten Tagung des Kommunallandtages vom Zentrum ge­wählt worden: Bürgermeister und Landwirt Her­bert-Zirkenbach (Stellvertreter Landrat Dr. Wie- chens-Gersfeld) und Magistratsrat Dr. Danzebrink- Fulda (Stellvertreter Bürgermeister und Landwirt Linker-Neustadt, Kreis Kirchhain)

Fulda. Versammlung des Franzis­kaner - Missions-Vereins. Am Licht- mehtage fanden sich die Förderer und Freunde des Franziskaner-Mifstonsvec :ns zu einer bescheidenen Feier im früheren Bellevue-Saale, der jetzt dem Klo­ster Frauenberg gehört, ein. Es mögen 200 Personen gewesen sein. Nachdem das Franziskaner-Orchester ei­nen beifällig aufgenommenen einleitenden Musikvortrag gehalten, sprach P. Epiphanius Böschen den Förderern und Freunden des Misstonsvereins für die seitherige Unterstützung herzlichen Dank aus. Von den 20 Klöstern der Ordensprovinz sei aus Fulda und Um­gegend im hiesigen Kloster am meisten für die Missio­nen zusammengekommen, ein schönes Zeugnis für die wohltätige Gesinnung des Fuldaer Landes. Der Redner begeisterte in bekannter volkstümlicher Weise ür neuen Missionseifer, zur Mithilfe an der Retiung unsterblicher Seelen in Ian^n. Es wurde die Bitte aus­gesprochen. man möge in Wirtschaften und Privathaus­halten die Stanniolkapseln und das Silberpa- p i e r sammeln und an der Frauenberger Klosterpforte abliefern zugunsten der Mission. Die Feier war gleich­zeitig eine A b s cb i e d s f e i e r für den voriges Jahr geweihten japanischen Priester Andreas. der bald als Missionär in fein Heimatland zieht. Dieser weilt feit 6 Jahren in Deutschland und feit 4 Jahren zum Stu­dium im Kloster Frauenberg. In seiner Abschiedsr-'de bat Missionar Andreas in recht gutem Deutsch um Ge­bet und tatkräftige Unterstützung für die japanische Missionen, damit das Reich Gottes in Japan immer mehr verbreitet werde. Der liebe Gott werde alles vergelten. Den Hauptteil der Veranstaltung nahmen uvei Serien Lichtbilder mit begleitendem Text ein D'e erste Serie zeigte Reckebilder und Bilder aus Ja- nan. während die zweite Serie die Geschichte der Söhne des hl Franziskus im Laufe der 700 Jahre des Bene- hens des Franziskanerordens darstellte. Wir erfahr ren daraus bah die Franziskaner-Missionäre, ein Fünf­tel der Missionare überhaupt, in allen fünf Weltteilen und unter fast allen Heidenvölkern wirken, besonders unter den Mohammedanern, Chinesen Javanern Negern Indianern und Australiern. Seit fast 600 Jahren Hub sie Wärter an den hell Orten in Palästina. Nach der neuesten Statistik sind 3100 Franziskaner, unter­stützt non 3350 Schwestern, in der Missionsarbeit tätig Die 63 Missionsaebiete werden von 19 Franziskaner Bischöfen und 7 Avostolischen Präfekten geleitet Im letzten Jabre tauften die Franziskaner-Missionare 174 654 Kinder. Die Missionen leiden alle noch schwer unter den Nnchweben des Weltkrieges und sind deshalb tatP^nftiaer Riffe bedürftig.

Fulda. Der Notburgaverein der Stadt Fulda veran­staltete im Marienheim einen wohlgelungenen ernsten Theaterabend. Der Präses des Vereins, Herr Stadtkaplan Medler konnte ein übervoll besetztes Haus begrüßen. Eine flotte jugendliche Mandolinen- und Gitarrekavelle unter Leitung des Herrn Plappert er­freute reichlich mit schönen Weisen. Sodann ging das

TheaterstückDas wahre Glück" über die Bretter. Die Oberm des Marienheims, Schwester Bona hat das Stück vorzüglich einstudiert. Die Schauspielerinnen hatten sich gut in ihre Rollen eingelebt, ja man darf es ruhig sagen, sie spielten nicht, sondern sie lebten.

Fulda. Mit der Renovierung des kath. Gesellenhauses zog gleichzeitig neues Leben in den Verein ein. In bunter, froher Farbenpracht bieten die großen und kleinen Räume, in denen allabendlich Lehrkurse stattfinden, dem Auge einen besonderen Reiz. Ein kleines Zeugnis von dem Leben im Verein legte die letzte Wochenversammlung ab. Der Senior konnte außer über 100 Mitgliedern den Herrn Gewerbeoberlehrer Feldmann begrüßen. Dieser kielt einen Vortrag über den Vertrag von Versailles.

Fulda. Die Generalversammlung des Männer- und Arbeitervereins der Dompfarrei am Sonntag war wohl ein Beweis dafür, daß in die kath. Arbeiter- und Män­nervereine ein neuer Geist eingekehrt ist. Der Saal im VereinslokalZum goldenen Anker" war bis zum letzten Platz besetzt, als der Vorsitzende Kämpf um 159 Uhr die Versammlung eröffnete und die in so überraschend großer Zahl erschienenen Mitglieder herzlichst begrüßte. Die weitere Leitung der Versammmlung übertrug er dann dem Präses, Herrn Domkaplan Wehn er, der die erfreu­liche Mitteilung machen konnte, daß wieder 4 Neuaufnah­men gteätigt werden könnten. Aus dem Jahres- bezw. Kafenbericht ging hervor, daß der Verein in finanzieller Beziehung gut dasteht und im verflossenen Jahr ein reges Leben im Verein ge­herrscht hat. Die besonders in letzter Zeit in immer stär­kerem Maße besuchten Versammlungen und Familien­feiern haben dazu beigetragen, daß die Mitglieder nebst Angehörigen wieder stärker die Bedeutung und die Größe der vom Verein zu leistenden Aufgaben erkannt haben und dadurch die Verbindung zum Verein neu gestärkt und gefestigt wurde. Da auch im letzten Jahr die Wer k- jugen dgruppe neu belebt wurde und in Zukunft wieder regelmäßig ihre Zusammenkünfte abhält, kann der Verein voll Vertrauen in die Zukunft schauen. Zum Führer der Werkjugendgruppe wurde einstimmig Joseph Happ gewählt. Zum folgen- den Punkt der Tagesordnung, Finanzierung des Arbeits­sekretariates, erklärte Arbeitersekretär Gellings die Bedeutung und die Aufgaben des Sekretariates und in welcher Form die Finanzierung erfolgt. In der an­schließenden Aussprache wurde die Errichtung des Se­kretariates begrüßt und der vom Diözejan-Delegiertentag beschlossenen Erhöhung des Diözesanbeitrages zuge- stimmt. Von den Mitgliedern wurde gewünscht, den in den Statuten vorgeschriebenen obligatorischen Bezug der Westdeutschen Arbeiter-Zeitung wieder einzuführen und den alten Mitgliedern das Verbandsorgan kostenlos zu liefern. Infolge des vorliegenden Antrages, in den Ver­einsbeitrag gleichzeitig den Bezugspreis für die West­deutsche Arbeiter - Zeitung einzubeziehen, wurde die Neu­regelung der Beitragszahlung bis zur nächsten Versamm­lung zurückgestellt. Zu der von den Mitgliedern ange­regten Hausagitation konnte der Vorsitzende mitteilen, daß der Vorstand die in dieser Beziehung notwendige Vorarbeit schon geleistet hat und in der nächsten Zeit eine systematische Werbearbeit vorgenommen werden soll. Den Vätern wurde empfohlen, ihre erwachsenen Söhne dem Verein und besonders der Jugendgruppe zuzuführen. Zu dem am 23. Februar stattfindenden Familienabend, der besonders den Frauen gewidmet sein soll, wurden die Anwesenden durch den Vorsitzenden herzlichst einge- laden. Herr D i e g e l ma n n dankte im Namen der Mit­glieder beni Präses für die Arbeit, die er im vergangenen Jahr in selbstloser Hingabe für den Verein geleistet hat.

Harmerz. Die Goldene Hochzeit feierte am 5. Februar in körperlicher und geistiger Frische das Ehepaar Peter Schwendner und Frau Josephine, geb. Gaßmann im Kreise von 7 Kindern und 52 Enkelkindern.

Niederkalbach. Einträchtig arbeiten in diesem Winter die kirchlichen Vereine miteinander. In wöchent­lichen Versammlungen treffen sich die Gesellen und Jungmänner, wobei die Anwesenden besonders auf­merksam den Vorträgen lauschen, welche die Miitglieder selbst halten müssen. Jeden Monat findet ein religiöser Abend zur Vorbereitung auf die gemeinsame hl. Kom­munion statt. Am 2. Weihnachtstag spielten die Ge­sellen und Jungmänner in mustergültiger Weise das Volksstück:So lang dein Mütterlein noch lebt." Noch enger schlang der gemeinsame Familienabend die Bande, bei dem neben dem Gesellenverein auch die Mar. I u ng- srauen - Kongregation heitere Theaterstück« spielte. Am letzten Sonntag war die Iahresgeneralveo sammlung des kath. Gesellenvereins mit den übliche» Wahlen und Berichten. Neben dieser Ver->'"rurveit lauf ein Deutschkursus einher mit wölben»^ zwei Stunden für den die Jugendlichen grnß-n Eifer zeigen.

Weyhers Unser freyerer Bürgermeister Val A l s_. heimer. -er 33 Jahre unserem Gemeinwesen ein treff*