gen die fleißigen Schüler wieder heimwärts zu gehen."
Das schreibt die Leipner Lehrerzeitung, eine Vorkämpferin der sogenannten weltlichen, re. gionslosen Schule. Man wird die Geister, die man rief, mcht mehr los. Die Soialdemokratie hat sich auch hier wieder als Wegbereiterin des Kommunismus „bewährt". Der weltlichen Schule bemächtigt sich jetzt die Kommunistische Partei. Sie benutzt dazu die seit kurzem unter allen möglichen Titeln auftretenden Schulzeitungen: Der rote Schüler, Der rote Schulbesen, Die Schultrommel usw.
Im „Roten Schüler", der in den Dresdner Volksschulen verteilt wird, hielt ein dreizehnjähriger Schuljunge, Alex genannt, eine besondere Rolle. Dieser Alex, der im Sommer dieses Jahres wochenlang unentschuldigt von der Schule wegblieb, hat diese Zeit, wie in der roten Schulzeitung mitgeteilt wird ,in — Sowjetrußland verlebt, dorthin entsandt von der kommunistischen Parteileitung. Er berichtet jetzt in besagter „Zeitung" über seine „Studienreise". Ein tolles Stück, diese Angelegenheit, zu der sich noch die Dresdner Schulbehörden äußern müssen, denen es doch wohl nicht gleichgültig bleiben kann, wenn ein dreizehnjähriger Schulknabe wochenlang die Schule schwänzt, um von einer staatsfeindlichen Partei in der geschilderten Weise mißbraucht zu werden.
Womöglich noch „revolutionärer" als das Dresdner Matt gebärdet sich der in Chemnitz erscheinende Rote Schulbesen. Als Schriftleitung zeichnet die „Arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer Organisationen (Arso) der kommunistischen Landtagsfraktion", welche natürlich auf ihre Immunität sündigen zu können glaubt. Im übrigen ist das Blatt nach Stil und Rechtschreibung derart, daß .»3 wohl eher von ABC-Schützen als von ausgewachsenen Landtagsabgeordnetcn geschrieben zu sein scheint. Sehr eindrucksvoll ist der Kopf des Blattes: Zwei Schulkinder kehren mit Schaufeln und Besen die Schulutensilien zum Teufel! Der Leil- artikel verkündet Zweck und Ziel des traurigen Druckerzeugnisses wie folgt: „Wie jeder Besen soll auch der rote Schulbesen kehren, aber gründlich reinmachen und den Schmutz auf den Müllhaufen werfen." Der wahre Zweck der Uebung aber ist am Schluß des Leitartikels klar und deutlich zu lesen. „Tretet ein in den Iung-Spartakus-Bund' Laßt euch nicht abhalien von euren Lehrern, er will nur, daß ihr den Pionieren in den Rücken fallt. Im Gegenteil, beweist euren Paukern, daß ihr die Pioniere liebt, indem ihr alle junge Spartakisten, rote Pioniere werdet. Hinein in den Iung-Spartakns- Bund!" Wobei bemerkt fei, daß der Iung-Spar- takus-Bund selbstverständlich verboten ist.
Der weitere Inhalt: In zwei Artikeln wird unter Namensnennung gegen Lehrer zweier Schulen in Chemnitz gehetzt, die angeblich zuviel aufgeben, Strafarbeiten diktieren und etwa gar einmal den Rohrstock benutzt haben. Dazu entsprechende Illustration. Ein anderer Artikel hetzt gegen die Zeppelinbegeisterung anläßlich des Weltfluges des Graf Zeppelin" und beschimpft Eckener. Sehr bezeichnend ist eine Illustration: eine Kanone in Form eines liegenden Kreuzes wird von einem katholischen Priester abgefeuert. Unterschrift: Der heilige Krieg.
Äehnliche Zeitungen gibt es auch für die Fürsorgezöglinge. Das gleichfalls von der Arfo (f. o.) herausgegebene Blatt „Der Anstaltszögling" zeigt am Kopf einen Anstaltsdirektor, der eine Anzahl Zöglinge der Reihe nach verprügelt, ein Pfarrer ,ceht dabei und hält den Geprügelten das Kreuz hin. Leitartikel: „Gegen das kapitalistische Mordsystem". Aufforderung zur „Erziehungsrevolte": „Tretet den Anstaltspeinigern in wuchtiger Abwehr gegenüber. Wehrt euch gegen Arrest und Prügelstrafen. Verweigert Arbeit ohne tarifliche Bezahlung. Verlangt den Sechsstundentag. Gegen die religiösen Andachten! Freie Auswahl revolutionärer Zeitungen durch eure Vertrauensleute! Urlaub, freier Ausgang, gute Verpflegung! Fort mit der Hausordnung!" „Jede Anstalt muß eine Zelle des Kommunist'schen Jugendverbandes werden!" Dem Leitartikel folgen hetzerische Schilderungen „aus der Anstaltshölle von Leuben", aus dem Müdchenfürsorgehaus Bräunsdorf, dem evangelischen Mädchenerziehungsheim Kötzjchenbroda usw.
„Man schreibt heute viel von der Not der Jugend und vergißt dabei ganz, wie groß die Not der Erzieher heutigen Tages ist. Jeder ältere Lehrer wartet mit Ungeduld auf den Zeitpunkt, wo er in den Ruhestand treten kann", klagt ein sächsischer Schulleiter angesichts der Folgen der allenthalben
sich geltend madjenben kommunistischen Schulhetze. Man kann es ihm nachempfinden, wenn man die roten Schulzeitungen liest. Die bürgerlichen Regierungsparteien im Sächsischen Landtag haben bte Hetzarbeit der KPD. in der Volksschule zum Gegenstand einer Interpellation im sächsischen Parlament gemach:. Hoffentlich wird dadurch die Aufmerksamkeit der Schulkreise in den anderen deutschen Ländern auf die „roten Schulbesen" gelenkt, ehe es zu spät ist. ———— h.
Zeitbilder.
Was ist der Mensch doch nur erfinderisch! Da stehen in den Straßen Berlins plötzlich Automaten, und wer nun gor das Pech hat, unversehens in einen Regenguß zu kommen, ohne gerade einen Regenschirm bei sich zu haben, der steckt eben getrost ein 50-Pfennig-Stück in den Automaten und schon rutscht ihm ein Regenschirm entgegen. Zwar ist er gewiß nur aus Oelpapier — aber immerhin, es ist ein Regenschirm, und heilfroh darf man sein, so ein schützendes „Dacherl" über dem Kopfe zu haben.
Die Vettern in Amerika haben allerdings nur ihre Spitz- und Stupsnasen über diese erfinderische Idee gerümpft, und der Regenschirmautomat hat sÄ) dort drüben keines besonderen Interesses erfreuen dürfen. In Amerika, d h. in New Port, hat man statt dessen Regenschirmabonnements Eme sogenannte Regenschirmgesellschaft besitzt in fast allen Straßen ihre Filialen und gegen einen Dollar Kaution und eine bescheidene Leihgebühr kann man beim ersten besten Regenwetter in irgend einer dieser Filialen einen Regenschirm erstehen, und wenn die Sonne wieder lacht, ihn in irgend einer ganz anderen Filiale wieder abgeben. So ist nun mal Amerika!
Aber Amerika ist noch anders! Da hört man plötzlich etwas von einem protestantischen Pfarrer an der Mount-Plesant-Kirche in Washington, der für gewisse Menschenkinder mit Ehesorgen und Nöten mit mißrateten Kindern eine „Seelische Klinik" bei seiner Kirche angelegt hat. Und der geistliche Herr spricht schon von ganz ausgezeichneten Erfolgen. Da berichtet er z. B. von einem unglücklich verheirateten Manne, der bereits die Scheidung eingereicht hatte, nachdem er jebod) den Pfarrer in keiner „Seelischen Klinik" mehrere Male ausgesucht hatte, ließ sich schließlich ein gemeinsamer Besuch der Ehegatten bei dem Pfarrer durchsetzen, ja, nach einiger Zeit erfolgte eine Aussöhnung und statt der Scheidung begann ein neues Zusammenleben.
Nun, das wäre an sich vielleicht nicht einmal so bemerkenswert, aber erstens ist es nur ein Erfolg aus einer Reihe anderer Erfolge, zweiten: ist es doch immerhin ein recht schöner Erfolg und drittens — und das ist das Bemerkenswerte an der ganzen Saâ>e — bekennt der Herr Pfarrer, daß ihm die Idee mit der „Seelischen Klinik" lediglich durch den katholischen Beichtstuhl gekommen ist. Hier hat er das denkbar günstige Beispiel gewonnen, und er spricht auch ganz offen aus, welch ein Segen der Beichtstuhl für Tausende von Männern und Frauen ist, die Seelen zu entlasten, um neue Kraft für das alltägliche Leben zu schöpfen.
wie er im Gespräch mit einem Kunden bi Kopf schüttelnd. Schreit er: „Ich denke, 1 neun fremde Sprack^en?" — „Ja," sag Mann, „aber nicht Kölsch!"
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Grabspruch: Folgenden hübschen alter verzeichnet die „Münchener Medizinische W
Hier liegt der gute Doktor Frumn Und die er heilte . . . rings herun
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„Ach, Herr Doktor, das ist ein Elend! 6 ich, Schnupfen, Reißen, Kopfschmerzen. . .' alles nicht schlimm. Bei diesem Wetter jetzt haben, ist das ganz normal. Wer bei c nicht krank ist, ist überhaupt nicht gesund i
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Aus der Schule. In einer Dorfschr > Lehrer in der Rechenstunde eines Tages fi gäbe: „Paß auf! Dein Vater hat eine $ gibt jeden Tag einen Liter Milch. W kriegt dein Vater in vier Wochen?" — Zc der aufgerufene Knirps: „I ho koan Bad Lehrer wendet sich zum nächsten Buben: mirs!" und erhält die Antwort: Mei Vai Kuah." — Der Lehrer ist fast sprachlos Unverstand und versucht es noch bei einem 1 ler, der ihm den Bescheid gibt: „Unser Km koa Milli."
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Er Hal recht. Zehn Jahre lang stand i valide mit seinem verstimmten Leierkasten • machte ungestört Musik und sammelte die ’ Vorübergehenden ein.
Eines Tages fuhr man auf der ander« i feite Bausteine an. Ein achtstöckiges, norm entstand. Der Bau dauerte über ein Jahr, der letzte Nagel eingeklopft, der letzte Pinsel
Ein imposant livrierter Türsteher trat fe an. Er hatte folgenden Disput mit dem „Sie, das geht aber nicht, daß Sie sich mit J kästen vor unser Haus hinstellen!"
Da antwortete der andere empört: „Wat det, du oller Affe, du hast dir doch mit beh > meinen Leierkasten hingestellt!"
ExerMen
Exerzitien finden statt im Herz-Jesu-He Schwalbach i. Ts. in der Zeit vom 1.—5. 3 tägig), 12—21. 4. 1930 (8tägig — Karwe Exerzitien werden von Jesuitenpatres gehab
Briefkasten.
Nach Frankfurt-Bornheim. Ihre Zuschr lebhaft interessiert. Leider waren Ihre SW Weise geeignet, uns den russischen Bolscher«: den gegenüber friedlich zu stimmen. Solan tige Kommunistenregierung fortfährt, den ( Kirchen gewaltsam fortzunehmen und die zu Kinos zu machen, müssen wir im „Bonis, mit aller Deutlichkeit das Rückständige dieses „Fortschritts" kennzeichnen.
Ehe. „Meine Ehe ist ausgezeichnet!" freut sich Flamm. — „Streitet ihr euch nie?" — „Doch Aber wir sind sofort wieder gut." — „Wie kommt das?" — „Garrz einfach. Wenn meine Frau einmal wütend wird, wirft sie mit der Kohlenschaufel nach mir. Trifft sie mich, lacht sie, — trifft sie mich nicht, lache ich."
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„Na, Junge, wie war das Examen?" — „Gut, Papa. Der Professor war so freundlich und so fromm." — „Fromm? Wieso?" — „Bei jeder Antwort, die ich gab, schlug er die Hände zusammen und sagte: Mem Gott, mein Gott!"
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Richter: „Na, Sie hätten doch Ihren Streit wegen dieser Bagatelle auch privat regeln können, ohne das Gericht zu bemühen." — Angeklagter: „Das haben nur auch tun wollen, Herr Richter — aber da ist der Wachmann gekommen und hat mir das Messer und ihm den Totschläger abgenommen."
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Der junge Mann hatte dem Chef eines Kölner Warenhauses bei seinem Engagement versichert, er spreche neun fremde Sprachen. Neulich kommt der Chef dazu,
Milde Gaben.
Kindheit-Jesu- und Schutzengel-Verein.
Kindheit-Jesu-Verein 6.—, Kassel für Schutzes 6.—, Schule Elters für Kindheit Jesu-VeK Schutzengel-Verein 15.—.
Sturmiusfonds. J. Sch. 5.—, Ungen । Ginnhe-m 2.— Bronnzell 1—, Gießen 1—, - 10—, Kassel 2.—, Fritzlar 5.—.
Missionen. Neuses 1 Heidenkind „An Eckweisbach desgl. „Antonius" 21—, Kirchl „Johannes" 21—, Leimbach desgl. 21.—.
Gottesdienstordnunk
Sonntag, den 2. Februar 1930. Full Beichtgelegenheit: Samstag morgens von ^-6 von 2—3 Uhr für die Kinder, Vi5—7 und t für die Erwachsenen, Sonntag morgens von 1 Gottesdienste: '/«6, 6, '/-7 und 7 Uhr hl. ' 1 Gelegenheit zum Empfang der hl. Komm. 8 1 weihe und Lichterprozession und Pfarramt mit und Predigt und Komm, des Männerapostolat 8 Schuljahres. *MO Kerzenweihe mnd Kathet Predigt. ’Ml Christenl. für die Jünglinge, hl. Messe mit Predigt. '-2 Andacht zu Ehren s Gottes mit Segen; danach Erteilung des Bb ? 2 Christen e re der Jungfrauen. Um 4 Uhr ist Predigt, Andacht und Erteilung des Blasi Um 6 Uhr abends ist die Andacht in der M! Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von ' halbstündlich hl. Messen mit Kommunion -' 3/,8 Pfarrgottesdienst mit Komm. 9 letzte Messt Montag nachm. 5 Uhr Andacht zu Ehren der Ml,