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Beilage zum Bonifatiusboten D j
ILr. 5.
Sonntag, 2. Jebruar.
1930.
SM 60. Kommunallandtag.
ibrat Dr. Wiechens-Gersfeld (Zentr) wurde tellvertr. Präsidenten gewählt. Der neue ?nde Oberstudiendirektor Dr. Becker - Kassel he Volkspartei) widmete dem verstorbenen tsrat Dr. Scherf - Bab Orb (Zentr.) einen en Nachruf.
z. Dr. Danzebrink-Fulda (Zentr.) trat als tr. Schriftführer in das Büro ein.
)en aus 19 Abgeordneten bestehenden Haupt- ,ß wurden u. a. gewählt: Rektor Sonber- )r. Mühl und Dr. Wiechens vom Zentrum. 1 Aeltestenausfchuß: Bürgermeister Linkerdt und Rektor Sondergeld vom Zentrum. 1 Eingaben- bzw. Wahlausschuß Bürgermei- erbert-Zirkenbach und Bürgermeister Linker Zentrum.
er 19. Provinzial-Landtag
m 24. und 25. Januar in Kassel zusammen, äsident Thöne-Kassel gedachte der vielfachen mste des Oberpräsidenten Dr. Schwander. nmer im Gedächtnis des Provinzial - Land- ais aufrechter Mann fortleben werde. In Mestenausschuß wurden u. a.gewählt: Rek- ondergeld-Hünfeld (Zentrum), Studiendirek- . Lorenz Ernst-Frankfurt a. M.-Höchst (Zen- Bürgermeister 5)einrich Roth - Montabaur- resterwaldkreis (Zentrum).
5 Hauptinteresse kommt der Wahl der fünf eder der Provinz Hessen-Nassau zum Staafs- d der Wahl des Provinzialausschusses zu. Zu raten wurden gewählt: vom Zentrum Bür- ster Roth-Montabaur, Stellvertreter Rektor kgeld-hünfeld. Ferner Gräs-Frankfu'-t (Soz.), -rat Hering-Kassel (Soz.), Landeshauptmann n Gehren-Kassel (hessische Arbeitsgemein- und Landwirt Dr Otto Kneipp-Gonsenheim he Arbeitsgemeinschaft). In den Provinzial .ß entfandte das Zentrum als stellvertreten- irsihenden Landrat Dr. Wiechens. Bürger- Wilhelm Linker-Neustadt M. d. B. (Zen- wurde zum stellvertr. Mitglied des Pro- msschusses gewählt. Landeshauptmann Dr. Wiesbaden (Zentrum) wird für den Reichs- geschlagen werden.
Hus der Diözese Fulda.
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- dem Kirchl. Amtsblatt vom 18. 1. 30.
irestag der Krönung des heiligen Vaters, t 12. Februar d. I. wiederkehrende Erinne- ig Seiner Heiligkeit Papst Pius XI. ist in Jahre am 5. Sonntag nach Epiphanie, den uar, zu feiern. Deshalb soll an diesem lag? n heiligen Messen die Oration für den hl eingelegt, am Schlüsse des Hochamtes das iligste ausgesetzt, das Te Deum gelungen r sakramentale Segen erteilt werden.
ein von der heiligen Familie. Kein Mittel ne Gelegenheit bleibe unbenutzt, das Fami- m in der Gemeinde zu heben, vor allem rung und sorgfältige Pflege des Vereins der n Familie; regelmäßige Versorgung der Fa- mit guter Lektüre: eine gediegene katho- famillenzeitschrist sollte in jedem katholischen gehalten werden, auch eine katholische To "ng; Verbreitung religiöser Bilder als ck in den Wohnungen. Die Aufnahme n n Papst Leo XHT. ins Leben gerufenen atl- 'en Verein von der heiligen Familie erfolgt eckmäßigsten am Nachmittag des Festes der milie, das mit besonderer Feierlichkeit bewerben soll Die Verpflichtung für che ‘H besteht darin, daß die Familienglieder täglich gemeinsam das vorgeschriebene kurze 3ot dem Bilde der hl. Familie verrichten.
' dem Klerus der Diözese. Zum Pfarrver- der Pfarrei Frankfurt a. M. - Fechenheim
wurde vom 31. Dezember v. Js. ab Pastor Joseph Scherer in Frankfurt a. M.-Seckbach ernannt.
Verlängerung des außerordentlichen Jubiläums. Unser heiliger Vater Pius XI. hat in seiner Enzyklika vom 23. Dezember 1929 das außerordentliche Jubiläum bis Ende Juni 1930 verlängert. Es gelten also alle Privilegien und Vollmachten der Beichtväter weiter, die in dem Erlaß vom 6. Januar. 1929 genannt sind. Die Gläubigen sind von der Verlängerung des Jubiläums zu unterrichten und darauf hinzuweisen, daß der Jubiläumsablaß, der fürbittweise auch den armen Seelen zumend- bar ist, bei Erfüllung aller Bedingungen in dieser Zeit wiederholt gewonnen werden kann.
Verbot des Werkes Ernst Michel. Politik aus dem Glauben. Das heilige Offizium hat durch Dekret vom 11. November 1929 auf das Verzeichnis der verbotenen Bücher gesetzt und zu lesen verboten: Ernst Michel, Politik aus dem Glauben. Eugen Dietrichs-Verlag in Jena 1926.
Fulda. Herr Medizinal-Praktikant Otto Rohr- hirsch promovierte an der „Rwprecht-Carl"-Uni- versität zu Heidelberg zum Dr. med. „cum laude"
Fulda. Am 24. Januar wurde eine Sitzung des Geiamtvorstandes der Marianischen Bürger- und Junggcfellen Lodalität gehalten. Domdechant Dr. Leimbach teilte nach einer religiösen Ansprache den Versammelten mit, daß er mit Rücksicht auf seine zahlreichen Verpflichtungen durch die von ihm bekleideten Aemter den Hochw. Herrn Bischof gebeten habe, einen anderen Geistlichen zum Präser der Sodalität zu ernennen. Es sei ihm schwer gefallen, diesen Wunsch zu äußern, da er seit 1921 stets mit großer Freude das ehrenvolle Amt verwaltet habe, besonders jetzt, da der Besuch der gottesdienstlichen Versammlungen, wenn er auch immer befriedigend gewesen sei, doch in der letzten Zeit einen beträchtlichen Aufschwung genommen habe. Der Hochw. Herr Bischof habe den Spiritual de- Priesterseminars, P. Ferdinand Ehrenborg S. I., mit dem Amte des Sodalenpräses betraut. So steht an der Spitze der von den Jesuiten 160!* ins Leben gerufenen Bürgersodalität, die sie bis zur Aufhebung des Ordens 1773 zugleich mit der ungefähr gleichzeitig gegründeten Junggesellen- Sodalität geleitet haben, wieder ein Sohn des bl Ignatius. Der Präfekt, Lehrer Ebel, sprach dem scheidenden Präses in herzlichen Worten den Dank der Sodalität aus.
Fulda. Ein Opferstockmarder stand vor dem Großen Schöffengericht tr der Person des mehrfach erheblich vorbestraften 28jährigen Jak. Dirks, gebürtig von Dortmund. Er kam im November v. I. mittellos nach Fulda urb wohnte einige Tage in einer hiesigen Wirtschaft Es fiel auf, daß er gegen Abend im Besitze von Geldbeträgen war. Am 18. November erbrach er in der Kirche auf >m Florenberg die Opferwürfe gewaltsam und beraubte sie ihres Inhalts. Das Packpapier des Handwerkszeuges ließ der Spitzbube in der Kirche rurück. D., der an jenem Tage von verch^- benen Leuten dort beobachtet worden war, wurde der Landjägerei und der Kriminalpolizei be'chwe- ben. Rascher als man ahnte, konnte D. dann auch in der hiesigen Wirtschaft ermittelt und verhar-el werden. Zwei Meißel, die man im Bett versteckt norfanb. zierten neben den erbrochenen Opferbüchsen gestern den R'ichtertisch. Zu dieser Verhandlung waren 14 Zeugen geladen. Das Große Schö>- »engericht verurteilte D wegen schweren Dieb- ßahhls zu zwei Jahren Gefängnis.
= Der kalhol. Meister- unb Männerverein hielt am vorigen Sonntag seine diesjährige Generalver- Sammlung ab. Aus dem von Obermeister A N e i- dert vorgetragenen Jahresbericht konnte man entnehmen. daß in dem verflossenen Jahre zum Besten des Vereins Ersprießliches geleistet wurde. Mit einem Mitgliederbestand von 151 Mitgliedern und 4 Ehrenmitgliedern trat der Verein ins neue Jahr ein. Durch d-n Tod ging nur 1 Mitglied verlustig. Das Andenken des lieben Verstorbenen wurde in gebührender Weise geehrt. An den kirchlichen und weltlichen Feiern der Vereine
nahm der Verein teil. Der Kassierer konnte über den Stand der Kasse nur gutes berichten. Ihm wurde unter anerkennenden Worten Entlastung erteilt. Bei der Vor- standswahl wurden die ausscheidenden 5 Herren burd) Zuruf wiedergewählt. Es sollen jetzt wieder regelmäßig Monatsoersammlungen, die von den Mitgliedern besser beobachtet werden möchten, abgehalten werden. Der Verein feiert in diesem Jahre das 60. Stiftungsfest.
Eichenzell (Kreis Fulda.) Es war ein glücklicher Gedanke unserer Jungfrauenkongrega- tion, zur Feier ihres zehnjährigen Bestehens als Theaterstück gerade eine Dichtung über die heilige Johanna aufzuführen. Johanna von Orleans, jene gottgeführte Heldin, die dem Rufe des Himmels gehorsam folgt, die in entscheidender Stunde ihre Kraft dem Vaterlande opfert, die gefangen genommen, wie eine Verbrecherin, zum Tode verurteilt unb, von falschen Richtern schuldig erkannt, dem Scheiterhaufen übergeben wird, ist in Wahrheit ein dichterischer Vorwurf, der ;e= empfindendes herz ergreifen und rühren muß, Und wenn dann diese packende Lebensgeschichte Johannas würdig und mit innigem Verständnis dargestellt wird. bann werden diese Stunden, in denen das irdische Leben der heil. Jungfrau vor dem sichtbaren Auge lebendig wird zu Stunden tiefer Einkehr. Rach den Einführungsworten des Präses folgte das ergreifende Stück, bei dem alle Spieler-nnen ohne Unterschied der Person, vor allem auch die Darstellerin der Titelrolle, mit schauspielerischer Kunst das Drama der heiligen Heldin den Zuhörern vor Augen stellten. Dem Drama: Die Jungfrau von Orleans war ein kleines Marienstück vorausgestellt, das mit seinem wahrhaft innigen, tieffrommen Inhalt und durch das prächtige Spiel der Muttergottes, des Marienkinds und der Engel und Kinder wohl bei allen Gästen tiefe Eindrücke hinterlassen hat. Möge Mariengeist und der Opfersinn und der Heldenmut Johannas stets in der Kongregation geehrt und gepflegt werden.
— Marbach. Pfarrer Braun von hier der sich im Jahre 1927 längere Zeit in Amerika aufhielt, hat bei dieser Gelegenheit dort auch mehrere Patente angemeldet. Jetzt ist ihm mitgeteilt worden, daß das eine erteilt worden ist Die anderen laufen noch. Bei dem Patent handelt es sich um einen Apparat und ein Ver- fayren, um aus dem fliegenden Flugzeug zu landen, ohne wie bisher den Fallschirm zu benutzen. Die Auswertung der Erfindung, dis in sämtlichen Kulturländern zum Patent angemeldet wird, überläßt Pfarrer Braun dem Bonifatiusvere^n.
Hainzell. Am 29 Januar konnten die Eheleute Wilhelm honikel und Maria geb v Keitz ihre Goldene Hochzeit feiern nachdem Herr honikel am 28. Januar feinen 81. Geburtstag beging Allen Mitbürgern hat das hochbetagte Jub-läumspaar ein Beispiel guten Familienlebens gegeben. Möge ihm ein friedlicher Lebensabend beschieden sein
ha nzell (Kreis Fulda). Seit einigen Wochen hat sich in unserer Kuratie-Gemeinde ein Ge- lellenverein aufgetan. Ueber 40 Kolpingssöhne sind an der Arbeit. Es ist ja auch nicht schwer, da der Gesellenverein einem großen Teil unserer Männer- und Iungmännerwelt schon vom Arbeitsaufenthalt n Westfalen bekannt ist.
Kleinlüder. Das seltene Fest der „Goldenen Hochzeit' feierten am Mittwoch, den 22 d Mts die^ Eheleute Johannes S ch ö t t und Frau Magdalena Schüft, geb Engel Am Morgen fand ein feierliches Hochamt statt Wegen Erkrankung der Jubilarin wurde durch ben Hochuv Herrn Pfarrer Klitsch die Erneuerung des Ehsbündnistes mit einer ergreifenden Ansprache im Hause Dorgenommen Gleichzeitig überreichte Herr Pfarrer Klitsch die Glückwünsche und ein Geschenk des Hochw. Herrn Bischofs Im Auftrage des Herrn Landrats überbrachte Herr Bürgermeister Schäfer die Glückwünsche der Reichsregierung der Kreisoerwaitung und die persönlichen Glückwünsche des Herrn Landrats Anschließend überreichte er die Ehrengabe der Reichsregierung. In einer erhebenden Feier am Abend ehrten sämtliche Vereine das sehr beliebte Jubelpaar Die ganze Gemeinde nahm Anteil an dem Jubelfeste. Möge dem Jubelpaare ein noch recht langer und glücklicher Lebensabend beschieden sein!
Vsm GeseireNVerein.
Aus Hainzell wird uns geschrieben:
„Laßt die Fahnen kühn, durch die Lande hin. flattern als Signal. Kolping überall!" Auch im stillen, abgelegenen Dörfchen im Vogelsberg, wo Kolpingsgt ist und Kol- pingseifer Einzug gehalten hat, flattert nun ein neues Kolpingsbanner. Das war es. warum io viele Kolpings- söhne aus Nah und Fern herbeigeeilt waren: aus dem Vogelsberg, aus Kleinlüder. Großenlüder. Petersberg,