fen Eindruck, zumal der Redner auch viele persönliche Erlebnisse seiner Romfahrt im September dieses Jahres miteinflocht. Stehend sang die Versammlung am Schlüsse das „Großer Gott, wir loben dich". So wurde die weltliche Feier des Papstjubiläums hier zu einem religiösen Erlebnis, was auch Bürgermeister Kiel in einem Schlußwort zum Ausdruck brachte.
Bukèlar (Amt Geisa). Die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom heil. Vinzenz von Paul, Mutterhaus in Fulda, gründete als jüngste Stiftung eine Niederlassung für die hiesige Pfarrei. An dem Tage, der dem Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen Soldaten gewidmet ist, trafen in Begleitung der ehrwürdigen Frau Mutter drei Schwestern hier ein. Sie wurden in der Kirche, in der die ganze Gemeinde freudig bewegt versammelt war, von Pfarrer Heinrich Ramb feierlich empfangen und begrüßt. In seiner Ansprache wies unser Seelsorger darauf hin, wie die barmherzigen Schwestern nunmehr gleich den Vestalinnen des alten Rom das heilige Feuer unterhalten und zu weiterer Glut entfachen würden, aber das heilige Feuer der ch r i st l i ch e n Karitas. Herzlicher Dank gebühre der ehrwürdigen Frau Eeneraloberin und dem hochw. Herrn Superior für die liebevolle Entsendung der Schwestern, allen eifrigen Mitarbeitern-und Mitarbeiterinnen aus der Gemeinde, nicht an letzter Stelle der hohen Staatsbehörde für ihr lebhaftes Interesse. — Nach kurzer Segensandacht zu Ehren der hl. Elisabeth wurden dann die Schwestern in ihr neues Heim geleitet und dort seitens des Kirchenvorstandes und der Gemeindevertretung herzlich bewillkommt. Herr Bürgermeister Schreiber hielt die Begrüßungsansprache, Fräulein Paula Hohmann sprach ein passendes Begrüßungsgedicht. Namens der Schwestern dankte die ehrwürdige Mutter für den freundlichen Empfang und wünschte Buttlar Gottes reichsten Segen für das schöne Werk, das seine Bewohner geschaffen. Ein Gang durch das Haus überzeugte alle Gäste von der Zweckmäßigkeit der Stiftung als Kinder-, Jugend- und Altersheim. — Für die lebenden und verstorbenen Wohltäter wurde andern tags ein feierlicher Gottesdienst gehalten. Möge von dem Schwesternhause, dem Mittelpunkt der christlichen Liebestütigkeit in der Pfarrei Buttlar, reicher Segen sich ergießen auf alle, die tätiger Liebe bedürfen!
Hofgeismar. Anläßlich des außerordentlichen Jubiläumsjahres wurde vom 17. bis 24. November hier und in Karlshafen eine „religiöse Woche" unter Leitung des Hochw. Herrn Pater Zephyrin Maas aus Fulda gehalten. Die Katholiken des Kreises kamen eifrig zu den Predigten, die so recht geeignet waren, religiöses Leben zu vertiefen und auf die Gewinnung des Jubiläumsablasses vorzubereiten. Am Sonntag abend schloß sich dann eine sehr gut besuchte außerkirchliche Papstfeier im Saale des „Hessischen Hof" an. In Rede, Gedicht, Spiel, lebendem Bild und Lied wurde die Bedeutung des Papsttums wie die segensreiche Wirksamkeit des Jubelpapstes gezeigt. Alle Darbietungen fanden ungeteilten Beifall. Besonderer Dank gebührt den Barmherzigen Schwestern, die keine Mühen und Opfer bei der Vorbereitung des schönen Abends gescheut hatten.
Fritzlar. Zu seiner ersten großen Veranstaltung in diesem Winter hatte der hiesige Gesellenverein seine Mitglieder, Freunde und Gönner geladen. Und wie in früheren Jahren waren auch am vergangenen Sonntag recht viele diesem Rufe gefolgt. Dem Charakter des letzten Sonntags im Kirchenjahre angepaßt war das Stück, das zur Aufführung gelangte. „Eva, ein Spiel vom ersten Sterben", von Pfarrer Ludwig Nüdling. Sterben — das Los der ersten Menschen ob ihrer Freveltat, Sterben — das Los aller Menschen, weil Eva das Gebot des Herrn übertrat und von der verbotenen Frucht aß. Es waren erhebende Stunden, als man dieser Aufführung beiwohnte. In die nicht leichten Rollen hatten sich Spieler und Spielerinnen gut eingedacht. Zu dem Bühnenerfolg trug wesentlich bei die geschmackvoll her- gerichtete Bühne. Mächtige Felsen ragten empor und in den Felsenhöhlen befanden sich die Hütten Adams und Kains. Besonders ansprechend war die Szenerie des Jetten Auszugs, der Baum der Schande in der Mitte,
und rechts die Altäre der beiden Brüder mit den Epfergaben. Erwähnt werden muß auch noch die Lichtanlage, die von Mitgliedern des Vereins tadellos hergerichtet war, und mit der herrliche und prachtvolle Lichteffekte erzielt wurden.
Marburg-Land. Bei den diesmaligen Wahlen sollte 65 lich zeigen, ob nach Auskreisung der Stadt es gelingen würde, einen Zentrumsmann in den Kreistag zu entsenden. Asngstliche Gemüter zweifelten daran, da fair ja seither mit Hilfe der Stadt auch nur einen Kan- ^Men durchgebracht hatten. Aber dank der Treue
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