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Wochenkalender.

Sonntag, 17 November. 26. Sonntag nach Pfingsten. Gregor, der Wundertäter, Bisch., Bek., t 270.

Montag, 18. Nov. Einweihung der Kirchen St. Peter und Paul zu Rom.

Dienstag, 19. Nov. Elisabeth von Thüringen, Landgräfin, Witwe, t 1231.

Mittwoch, 20. Nov. Felix von Valois, Bek., t 1212.

Gedächtnis der Toten des Weltkrieges.

Donnerstag, 21. Nov. Mariä Opferung.

Freitag, 22. Nov. Cäcilia, Jgfr., Mart., f 230.

Santstag, 23. Nov. Klemens I., Papst, Mart., t 100.

Felicitas, Märtyrin t. 2. Jhrh.

2b. Sonntag nach Pfingsten.

Epistel. 1. Thessalonicher 1, 210.

Evangelium. Matthäus 13, 3135. Das Gleichnis

vom Senfkorn und Sauerteig.

In jener Zeit trug Jesus dem Volke folgendes Gleichnis vor:Das Himmelreich ist einem Senfkorn gleich, das ein Mann nahm und auf seinen Acker säte Es ist zwar das kleinste von allen Samenkörnern. Ist es aber ausgewachsen, so ist es größer als alle anderen Gartengewächse und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen." Er trug ihnen noch ein anderes Gleichnis vor:Das Himmelreich ist einem Sauerteige gleich, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis das Ganze durchsäuert war." All das redete Jesus Christus in Gleichnissen zum Volke, und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihm. So sollte sich das Wort des Propheten erfüllen:Ich will meinen Mund auftun zu Gleich­nissen, will offenbaren, was verborgen war seit Grund­legung der Welt."

Mit beiden Armen.

usgesprochen auf das Fest Allerhei- ligen, das die herrliche Pforte zum Monat November bildet, kam mir die Statue einer Heiligen zu- geflogen; einer Heiligen, welche dis Heilige gerade unserer Zeit die beliebteste, volkstümlichste, deren Verehrung gleich der Sonne aufsteigt.Zugeflogen" sage ich absichtlich. Denn ich habe die Statue weder be­stellt noch bezahlt. Sie wurde einfach von einem unbekannten an der Pfarrhaustüre abgegeben mii dem lakonischen Bescheid:Ein Geschenk für den Herrn Pfarrer." An der Karmelitertracht und am Kreuz mit den Rosen erkannte ich auf den ersten Blick diehl. Theresia vom Kinde Jesu". Da ^de ich mich gefreut, und als ich mich nun an-

^ie Lesung auf den heutigen Sonntag zu schreiben, da habe ich auf die Statue einen Blick geworfen, und es ist mir ein Ausspruch eingeial- un, der aus dem Munde dieser erleuchteten Jung- nau gekommen und der wie ein leuchtendes Motto weine Lesung paßt:Der größte Ablaß ist die

Ja, von dieser Königin der Tugenden, die uns nicht bloß Nachlaß der Sünden und ihrer Strafen, sondern auch noch die Fülle zeitlichen und ewigen Glückes zusichert, will ich reden. Und wie in den vorhergehenden Lesungen, so soll auch in der heu­tigen der hl. Paulus unser Führer und Wegweiser sein.---

Auf seiner Missionsreise kam er einmal in die Stabs Troas. Es war gerade Samstag, und an­dern Morgens wollte der unermüdliche Missionär schon wieder abreisen. War ja Paulus, wie der f

Der Kampf

geht um die christliche oder weltliche Schule. Es geht um die freie christliche Wohlfahrts­pflege, um die Seelsorge in den Kranken­anstalten, Waisen- und Siechenhäusern, es handelt sich um die Erziehung unserer Ju­gend in christlichem Sinne. Es geht um die Frage der materiellen und geistigen Kultur.

Ueber diese Fragen entscheiden die Wah­len am 17. November. Es ist Pflicht eines jeden Katholiken, zu diesen nach feiner Ge­wissensüberzeugung Stellung zu nehmen. Die Katholiken können nur einer Partei ihre Stimme geben, die für die Ideale unserer katholischen Weltanschauung bewußt und überzeugt cintritk.

Ich fordere darum alle Katholiken auf, sich an der Wahl vollzählich zu beteiligen und ihre Stimme nur einer Partei zu- ge­ben, welche die Gewähr bietet, daß sie im Sinne katholischer Weltanschauung im Stadt- und Gemeindeparlament arbeiten wird.

Der Apostolische Administrator t Dr. Christian Schreiber, Bischof von Meißen.

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hl. Chrysostomus bemerkt, wie eine Wolke, die nir­gends anhält, sondern am Horizonte dahinzieht und überall ihren fruchtbaren Regen spendet. Da hatte nun Paulus der jungen Gemeinde noch gar vieles zu sagen. Wie ein junges, wohlgepflegtes Bäum­chen wollte er die Christengemeinde zurücklassen, das die Garantie des Wachstums und der Frucht­barkeit in sich trügt. Und so geschah es, daß der gute Paulus eine gar lange Predigt hielt, d'e gar iiicht mehr aufhören wollte und bis Mitternacht sich ausdehnte. Da war nun ein Knabe dabei, Eu- tyches mit Namen, der den Strapazen eines so langandauernden Unterrichtes nicht gewachsen war. Er saß am offenen Fenstersims und schlief ein Plötzlich bekam er das Uebergewicht und stürzte vom dritten Stockwerk kopfüber hinab in die gäh­nende, finstere Tiefe. Da wird er wohl das Genick

gebrochen haben und blieb tot auf dem Platze. Große Aufregung unter den Zuhörern wie unter den Fischen, wenn ein Stein ins Wasser geworfen wird. Paulus allein bewahrte inmitten dieser Pa­nik die Ruhe. Er eilte hinab, legte sich auf den Leichnam, umschlang ihn mit beiden Armen und sprach:Beunruhigt euch nicht; es ist Leben in ihm." Dann stieg er wieder hinauf,brach das Brot und es." Und dann fuhr er mit seinem Vortrag weiter bis zum Anbruch des Tages. Den Knaben aber führte man lebendig herbei, und alle hatten viel Freude und Trost. sApg. 20, 712).

In diesem geheilten, wiederbelebten Knaben er­lebten wir ein großes Wunder. Da muß ich aber dem hl. Papst Gregorius beistimmen, der da sagt, die Wunder sollen nicht bloß Geschehnisse, sondern auch Lehren sein. Warum denn, so frage ich, ist Paulus nicht oben im dritten Stock geblieben und hat von dort aus durch die Kraft feines Willens, durch die Kraft feines Gebetes, durch die Kraft sei­nes Segens und feines Wortes den Knaben wieder gesund gemacht oder neu belebt? Warum das Herabsteigen, warum dasUmschlingen mit bei­den Armen?" Sollte da nicht eine Lehre verbor­gen sein? Ich finde sie im Kommentar, den ich zu Rate gezogen habe und wo ich folgendes lejie: Paulus wollte einen Beweis der Liebe und Barm­herzigkeit geben."

In der Tat, dieses Ereignis zu mitternächtigst Stunde in Troas ist eine lichtvolle Predigt. Auch wir sollen die Zerschmetterten, die Gefallenen, die Hilflosen, die am Leib oder an der Seele Bedürf­tigenmit beiden Armen" umschlingen.

Und der eine Arm ist das Verständnis, der andere Arm ist die Tat.

Das erste ist also, daß wir gegenüber den Be» dürftigen, besonders gegenüber den Jugendlichen und Kindern das rechte Verständnis haben. Ist nicht bei vielen Menschen der Schlüssel zum Ver­gehen des Schwachen, des Geringen und Kleinen fällig abhanden gekommen? Gibt es nicht bru­tale Menschen, die da sagen: wozu solche elende, epileptische, rachitische, schwindsüchtige, verkrüp­pelte, schwachsinnige Geschöpfe noch pflegen und betreuen? Ist es nicht besser, man überläßt sie ihrem Schicksal, damit sie von ihrem Elend erlöst und die Menschheit von solchen Schmarotzern be« reit wird! ! ! O wenden wir uns ab von solcher ch will nicht sagen Gottlosigkeit sondern nur Unmenschlichkeit und Grausamkeit. Ist denn nicht auch das schwächste, elendste Kind ein Geschöpf und Erbe des Himmels? Will der gute Gott nicht auch das Kleine und Schwache erhalten, und zwar furch dich? Ist dein Heiland nicht selbst ein schwaches, hilfloses Kind geworden, umschlossen von )en weichen Armen seiner lieben Mutter? Sagt nicht der hl. Paulus, daß Gott oft genug gerade das Schwache und Geringe auserwählt hat, um das Starke und Große zu beschämen? So er­innere ich an das Wort des hl. David:Selig ber|