Feier des 25jährigen Stiftungsfestes des Vereins Kath. Kaufm. Gehilfinnen und Beamtinnen am 6. 10. 29 abends 7 Uhr im Hannfch-Saal, liegt — dem Tage angepaßt — fertig vor. Fräulein Gerda Kind wird als Umrahmung der verschiedensten Darbietungen ihre feine Liederkunst zur Verfügung stellen. Im Mittelpunkte des 1. Programm-Teiles wird die Festrede der Generalsekretärin des Verbandes, Fräulein Schmitz-Volkenberg, Köln, stehen. — Im Weiten Teil dagegen wird das lieblich — feine Spiel von Wiesebach „Ein klein Marienspiel" besonderen Zauber ausüben. Im Angesichte der „schönsten Fraue", der Madonna am Waldesrande, die allabendlich mit ihrem holden Jesusknaben zu Spiel und Unterhaltung auf die grüne Wiese herniedersteigt, sieht man ein Stück mittelalterlichen Lebens und Erlebens. Klein-Konrad, der Gottesmutter geweiht, widersteht unter Mariens Schutz allen Lockungen und allem Uebelwollen des Teufels und stirbt als frommer Kreuzritter. — Die Jugend des Kath. Kaufm. Vereins hat es sich zur Aufgabe gestellt, Gesang und Reigen, Geigen —, Geigen- und Klampfenspiel der lieblichen Waldgottesmutter zu weihen. Sicher ein Bild, dem auch diejenigen sich nicht verschließen können, denen das Leben ernstere Dinge als Gesang und Reigen geboten! Alle ehemaligen Mitglieder des K. K. V. werden an diesem Tage bestimmt erwartet. Ganz besonders herzlich sind noch einmal die Eltern, Verwandten und Bekannten der Mitglieder eingeladen. Sie alle werden die Teilnahme an gieser bare Stadt Vacha". Bürgermeister Weidt über- Feierstunde gewiß nicht bereuen!"
„Josef Wittig».
„Ein evangelischer Vrnnnenmacher in Roms Kirche".
Unter dieser Ueberschrift bringt der „Kirchliche Anzeiger der Altstädter Gemeinde zu Kassel" in seiner Nummer 9 vom September dieses Jahres einen Artikel, der gerade nicht geeignet ist, zur Förderung des konfessionellen Friedens beizutra- gen. In dem Artikel wird u. a. von Wittig gesagt: „Es war nicht schwer, aus seinen Schriften ein ganzes Schock ketzerischer Irrlehren zu einem duftigen Strauße zusammenzubringen". Und weiter: „Der Grundzug der Wirksamkeit des „neuen Luther" in Schlesien war grundevan-^llisch". Trotzdem bringt es der Artikelschreiber /brtig, „Rom" anzugreifen, daß Wittig „aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen und mit dem Banne belegt wurde". Ja, er verdächtigt sogar „Rom", daß es Wittig mit dem Banne belegt habe aus Haß gegen den „zu römischem Geiste in polarem Gegensatz stehenden deutschen Geist". Er schreibt:
„Am Falle Wittig wird dem nachdenklichen Deutschen deutlich klar, warum die römische Kurie von Natur eine Feindin des deutschen Bolkstumes ist. warum sie es in Südtirol an Italien verraten hat, warum sie im Osten dem andringenden Po- lentum jeden möglichen Vorschub leistet. Das deutsche Volkstum ist ihr unheimlich, aus ihm steigen immer wieder die Menschen „mit den Feueraugen und den tiefen Gedanken im Kopf" empor. Jene Menschen, die Gott mehr gehorchen müssen, als selbst dem Papste. Jene Gewissensnaturen, die kein Scheiterhaufen schreckt, für die es in Lebensfragen kein Weichen gibt. Darum würde Rom niemals trauern, wenn Deutschland bis zur Elbe slawisch und bis zur Weser französisch würde. Kluge Evangelische werden überlegen lächeln, wenn sie dies lesen, wissende katholische deutsche Mitchristen aber werden bestätigen: „genau so ist es".
Nein, das werden „wissende katholische deutsche Mitchristen" nicht bestätigen. Sie werden vielmehr bestätigen, daß sich der Artikelschreiber hier eine nichtswürdige Verdächtigung leistet. Ob er wohl auch etwas daran finden würde, wenn eine evangelische Kirchenregierung gegen einen evangelischen Theologieprofessor vorgehen würde, der in seinen Büchern ein „ganzes Schock" von nichtevangelischen, etwa katholischen, Lehren verbreiten und dessen Wirksamkeit einen katholischen „Grundzug" tragen würde, und rvas er wohl sagen würde, wenn ein Katholik dieser Kirchenregierung solche Beweggründe unterschieben würde, wie er es bei „Rom" tut? Wie im übrigen dieser Artikel sich vereinbaren läßt mit dem' unmittelbar vorausgehenden „Von der reinigenden Kraft der Liebe", in dem es u. a. heißt:
„Viele wollen alle totschlagen, die sie gottlos finden. ■ Das ist falsch! Willst du Fortschritt'haben
— liebel Willst du etwa das Bessere des Protestantismus groß machen — liebe! Hebet euch doch raus, raus auf Gottes Seite, der groß über alle Menschen ist. Er liebt auch die Heiden, er liebt auch die heidnischen Christen — es gibt nämlich auch ein heidnisches Christentum — man kann aber nicht auf die einen hineinschlagen, nicht aus Haß Religion haben, sondern nur aus Liebe kann man Religion haben, aus der Liebe, aus der Gott die Welt liebt. Gott bewahre uns, daß wir nicht wieder in die alten Hasseszeiten zurückfallen!"
Das dürfte das Geheimnis der Redaktion fein.
Zenkrumsparkei Kassel.
An unsere Mitglieder richten wir hierdurch einen ernsten und dringenden
Mahnruf!
Seit zwei Jahren werden die Parteibetcäge nicht mehr wie früher durch die Vertrauensleute der Bezirke eingezogen, sondern durch zwei bevollmächtigte Sammler.
iDe Herren haben ein mühsames und zeitraubendes Amt!
Nach ihren Erfahrungen wären unsere FreundewohlinderLage,ihnen ihre Tätigkeit um vieles zu erleichtern, wenn sie sich Folgendes vor Augen halten wollten:
1. Parteibeträge sind keine Almosen. Sie sollen der Partei, die deine Grundsätze im öffentlichen Leben zur Geltung zu bringen sucht, die finanzielle Lebensmöglichkeit geben. Der Sammler ist dein Parteifreund; er hat selbstverständlichen Anspruch auf deine Achtung und ehrenhafte Behandlung.
. 2. Er kommt gern mehrmals zu dir im Lause des Jahres; er nimmt auch die kleinsten Teilbeträge. Aber wenn du es irgend kannst, so erspare ihm vielfache Treppen und Wege! Vor allem ermächtige eines deiner erwachsenen Hausmitglieder, in deiner Abwesenheit zu zahlen!
3. Gib nicht mürrisch den Mindestbeitrag! Schätze dich selbst ein nach deinem Vermögen; denn du verlangst von deiner Partei auch mehr als Mm- destleistungen.
4. Verschone den Sammler mit politischer Kritik! Wenn du mit den Entscheidungen der Führer nicht einverstanden bist, dann komm in die Partsiversammlungen. Dort wirst du gern gesehen und noch lieber gehört.
5. Denke immer daran, daß du dich mit einem auch noch so hohen Beitrag nicht von der staatsbürgerlichen Pflicht loskaufen kannst, am Aulbau unseres demokratischen Staates auf dem einzig möglichen Wege durch die Partei selbsttätig mitzuarbs:ten. Nach dem Beschluß der Ausschußsitzung im April d. Js. läuft das diesjährige Beitragsjahr vom I. April 1929 — 1. 1. 1930, (dann fortlaufend nach den Kalenderjahren).
~ Neuanmeldungen der Mitglieder nehmen die Sammler, aber auch die Vertrauensleute und Vorsitzenden der Bezirke entgegen. Schriftliche Anmeldungen erbitten wir an den Kassierer der Kreisgruppe: Herrn Eisenbahnobersekretär Elm Kassel, Uhlandstraße 11.
Ueberweisungen auf das Konto der Zentrumspartei bei der Kreditbank, Kastel. Spohrstraße. D.
Veremskalender.
Sonntag, 29. September.
Zugendgroppe der Zungfrauenkongregation St. Elèssbekh. Nachmittags 3'/., Uhr gemütliches Beisammensein aller Mitglieder im Agneshaus. (Gebäck mit- bringen.)
Montag, 30. September.
Kath. Zünglingsverein Sf. Jose M. Heute abend Versammlung.
Kirchenchor Sk. Elisabeth. Probe fällt aus. (Siehe Samstag.)
Dienstag, 1. Oktober.
O. 3- â. Schwarz-Weiß. 8 Uhr Versammlung im „Ritter".
ft. 3. U. Versammlung fällt aus.
Sakh. Gesellenverein. " 9 Uhr Versammlung.
Zugeudgruppe des kakh. Frauenbundes. Abends 8 Uhr Zusammenkunft im Agneshaus, Frankfurterstraße 25 (Caritaszimmer).
Kirchenchor Sf. Kunigundis. Heute abend nach der Rosenkranzandacht Probe im St. Heinrichs-Haus.
Kirchenchor Sk. Familie. Abends 8 Uhr Probe im Paramentensaal der Kirche.
Mittwoch, 2. Oktober.
Jugend- und Iungmännerkongregakion Sk. Sumgundis. Heute abend Vereinsabend im St. Heinrichs- Haus.
Vinzenz Konferenz Sk. Kunigundis. Heute abend Konferenz im Pfarrhaus.
Verein kakh. kaufmännischen Gehilfinnen und Beamtinnen. Abends 8b, Uhr Vereinsabend.
Kirchenchor St. Maria. Abends 8 Uhr Probe im Paramentensaal der Kirche.
Donnerstag, 3. Oktober.
Kakh. Zungmännerverein Sk. Joseph. Heute abend Versammlung mit Vortrag.
Zungfrauenkongregation Sk. Kunigundis. Heute abend Vereinsabend im St. Heinrichs-Haus.
Arbeiterinnenverein St. Elisabeth. Abends 8 Uhr Versammlung. Märchenlichtbildervortrag: Kalif Storch.
Samstag, 5. Oktober.
Kirchenchor Sf. Elisabeth. Abends 8M Uhr Probe in der Kirche.
GottesÄrenstordNANg.
Sonntag, 29. September.
1. Pfarrkirche St. Elisabeth (Friedrichsplatz 16).
6 Uhr hl. Messe. 7 hl Messe. 8* * Uhr hl. Mess« mit Predigt für die Schulkinder. 9Va Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe -mit Predigt. 8 Uhr Andacht.
An den Wochentagen mit Ausnahme von Dienstag 6M, 7.10 und 8 Uhr hl. Messen, am Dienstag um 7.10 und 8 Uhr, am Donnerstag ist die erste hl. Messe im Agneshause.
Freitag ist Herz-Jesu-Freitag. 7 Uhr Segensamt» Abends 8 Andacht.
Rosenkranzandacht : Mittwoch und Freitag abends 8 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Samstag morgens in Verbindung mit der hl. Messe um 7.10 Uhr.
Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von 5—8 und Sonntag morgens von 6 Uhr an, ferner Donnerstag nachm. von 6—7 Uhr und Freitag morgen von 6M Uhr an.
Komm.-Austlg.: An Sonn- und Feiertagen in der hl. Messe um 6 Uhr, vor und nach der hl. Messe um 7 Uhr und im Kindergottesdienste um 81« Uhr, an Werktagen in den hl. Messen.
2. Pfarrkirche Sf. Familia (Köln. Straße 53).
63A und 8 Uhr hl. Messe mit Komm.-Austlg. MIO liturg. Hochamt mit Predigt, 11 hl. Messe mit Predigt. Abends M7 Uhr Andacht mit Segen.
Dienstag und Freitag abends 8 Uhr Rosenkranzand.
An den Wochentagen 7.10 Uhr hl. Messe.
Beichte: An den Vorabenden der Sonn- und Feiertage und des Herz-Iesu-Freitags nachm. von M5 Uhr, Sonn- und Feiertags morgens von 6'Ai Uhr an.
3. Pfarrkirche Sf. Marien (Hindenburgplatz).
Um 1 -7 und M8 Uhr hl. Messen, Kommun.-Austlg' MIO Uhr Hochamt mit Pred. 11 hl. M^sse und Predigt. 8 Andacht.
Hl. Messe an den Werktagen um 7.10 Uhr.
Beichte am Samstag von V-5, am Sonntag von V:7 Uhr ab.
Niederzwehren. 10 Uhr Hochamt und Predigt.
4. Pfarrkirche St. Joseph (Marburgerstraße 87).
7 Uhr Frühmesse mit Predigt und Komm, der Frauen und Mütter der Gemeinde. MIO Uhr Hochamt mit Predigt. 2 Uhr sakram. Andacht.
An den Werktagen 7.10 Uhr hl. Messe.
Am Herz-Jesu-Freitag 7 Amt mit Segen. Abends 8 Herz-Iesu-Andacht.
Beichtgelegenheiten: An den Tagen vor Sonn- und Feiertagen morgens nach der hl. Messe, nachm. von M4 bis 4 und von 6—8 Uhr, an Sonn- und Feiertagen selbst von morgens 6 Uhr an.
Komm.-Austlg. An Sonn- und Feiertagen morgens in der Frühmesse, an Werktagen in der hl. Messe.
Marienkrankenhaus. An Sonn- und Feiertagen 6 Uhr hl. Messe, vorher Komm.-Austlg. Nachm. M3 Uhr Andacht. An Werktagen 6M Uhr hl. Messe.
Ihringshausen. An Sonn- und Feiertagen MIO Uhr Hochamt mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
5. Kirche Sf. Kunigundis (Leipzigerstraße 145).
7 M Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2 Uhr Christenl. und Andacht.
Werktags ist die hl. Messe um 7 Uhr.
Freitag, Herz-Jesu-Freitag. 7 Uhr Segensamt. Um 8 Uhr abends Herz-Iesu-Andacht.
Dienstag abend 8 Uhr feiert. Eröffnung des Rosenkranzmonats. Die Rosenkranzandacht wird in folgender Weife gehalten: Dienstag und Freitag abends 8 Uhr, an den übrigen Tagen morgens in Verbindung mit der hl. Messe.
Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von 5—7 Uhr, Sonntag morgens von 6M—7.20 Uhr. Werktags vor dec hl. Messe.
Komm.-Austlg.: Sonntag morgen während der Frühmesse, um 8M und während des Hochamtes. Werktags während der hl. Messe.
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