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bleusten. Auch die Regierung stellte diesbezügliche Forderungen. Aber Bischof und Klerus lehnten die Teilnahme ab, da eine Reihe von Verfafsungs- bestimmungen im Widerspruch mit dem katholi­schen Kirchenrecht standen und mit katholischen Grundsätzen unvereinbar waren. Auch der ver­langte Treueid auf die Verfassung wurde vom Bi­schof und vom Klerus einmütig abgelehnt. An der entschiedenen Haltung des Bischofs und dem katholischen Klerus scheiterten jene Zumutungen, und das ganze katholische Deutschland lobte ein­mütig diese Fuldaer Erundsatzfeftigksit.

So hatte der neue Bischof, gestützt auf ein kluges, energisches und treu kirchlich gesinntes Domkapitel, die Hoffnung gerechtfertigt, die der Apostolischer Stuhl bei der schließlichen Bestäti­gung auf ihn gefetzt. Die Diözese Fulda stand bei allen treuen Katholiken Deutschlands und bei der römischen Kurie in besonderem Ansehen.

Mitte des Jahres 1831 erkrankte der greife Oberhirte. Mit kindlicher Andacht empfing er die hl. Sterbesakramente der Kirche. Am 30. Juli starb er im Frieden des Herrn, fast 80 Jahre alt. Drei Tage später fand die feierliche Beisetzung im Dome statt. Sein Grab erhielt er vor dem Sturmiusaltare neben dem feines Vorgängers, des letzten Fuldaer Fürstbischofs Adalbert von Har- stall.

Der hl. ErzeKgsr Michael.

Zum 29. September.

Michael . . . Wer ist wie Gott?" So res ser Führer der treuen Engel den Abtrünnigen zu. Ein Wort der Besinnung wars, in dem wahnsinni­gen Beginnen zuchtloser Geschöpfe aufleuchtend wie ein greller Blitz.Wer ist wie Gott?"

Im Gang der Geschichte wiederholt sich unzäh­lige Male der unselige Abfall mit seinen verheeren­den Folgen, aber auch der Donnerruf Michaels: Wer ist wie Gott?" Wie oft dröhnt er an den Toren der Hölle, nachdem er lang und lang an den Pforten des Gewissens gepocht hat! Und durch die weite Ewigkeit hallt dann als Schreckenswort immer nach:Wer ist wie Gott?"

Mögen aber viele Aergsrnis geben, Kinderfilm und Engelschutz durch ein ärgerliches Leben verach­ten,es müssen anstoßerregende Beispiele kom­men", lagt das heutige Evangelium voraus. Die Kirche und mit ihr die treuen Seelen werden um Io mehr Opfergeist und tätige Tugend zeigen, je bitterer die Schicksale sind. Und St. Michael, der Schutzgeist der Kirche, trägt alles Gute, das neben dem ungezählten Böfen auf Erden geschieht, zu Gott hinauf und fleht um Erbarmen, so lang es noch Erbarmen gibt.Daß Gott auch uns jetzt auf feine Bitte versöhnt aufnehme und die Teilnahme an der Eucharistie uns wirklich zum Heile gereiche!"

Entnommen dem BucheIn Herbstestagen" von Dr. Clemens Oberhammer, Verlagsanstalt Tyro- lia, Innsbruck. Ganzleinen Rm. 4.20.

| Aus des MSzsss WWE.

Der Hochwürdigst Herr Bischof weilt feit dem 21. September auf einer Firmungs- und Visita- tionsreife in den Dekanaten Fritzlar und Kassel.

Veränderungen im Diözefanklerus. Der Hoch­würdigste Herr Bischof hat die Pfarrei Kämmerzell dem Pfarrer Joseph Kraus in Spahl und die Pfar­rei Spahl dem Kuratus Franz K l e e f ch u l t e in Dietges vom 16. September dieses Jahres ab über­tragen. Anweisung erhielten mit Wirkung vom 16. September dieses Jahres: Kaplan Josef Fröh­lich in Hofaschenbach als Kuratus in Dietges; Kap­land Richard Feuffner in Hosenfeld als Kaplan in Hofaschenbach; Neupriester Rudolf Hammer in vulda als Kaplan in Hosenfeld; Neupriester Bern­hard Köhler in Fulda als Kaplan in Poppenhau­sen; Kaplan Alois Vogt In Poppenhausen als Kap­lan in Künzell.

In der Michoelskirche zu Fulda wird am Sonn­tag, den 29. September, das Fest des hl. Erzengels Michael in üblicher Weise gefeiert. Um 7 Uhr ist hl. Messe, um 9>2 Uhr Hochamt und Predigt, nachmittags 2 Uhr Predigt, Andacht und Prozes­sion um den Michaelsberg.

Die hl. Volksmission in Fulda wird in der Zeit vom 19. Oktober bis zum 3. November in allen Pfarreien abgehalten werden, und zwar vom 17.19. Oktober für die Kinder, vom 20.27 Ok­tober für Frauen und Jungfrauen, vom 27. Okto­

ber bis 3. November für Männer und Jünglinge. Gebe Gott, daß alle Katholiken vom ältesten Greis bis zum jüngsten Schulkind sich den Segen der h!. Mission teilhaftig machen und daß der alte treu gläubige, wahrhaft katholische Geist in der Boni- fatillsstadt wieder neu belebt und gestärkt werde.

Herz-Jefu-Gebeksapostolat. Als Gebetsmeinung für den Monat Oktober hat der Hl. Vater bestimmt: Daß alle wahrheièfuchenden Seelen die Wahrheit glücklich erreichen mögen.

Vor 50 Jahren. Im September des Jahres 1897 kaufte die Stadt Fulda das Franziskanerkloster Frauenberg, das bekannt!, infol. des Kulturkampfes geschloffen worden war. Am 13. Sept, erfolgte die Übergabe des Klosters an dis Stadtbehärde durch Landrat Cornelius. Nur durch diese Maßnahme konnte es erreicht werden, daß in der Klosterkirche wieder kathol. Gottesdienst abgehalten werden durste. Eine schmerzliche Erinnerung an den Kul­turkampf, von dem eine junge Generation kaum noch etwas weiß.

80. Geburtstag. Dieser Tage konnte Postsekre- lär a. D. Rathmann, seinen 80. Geburtstag feiern. Herr Rathmann war viele Jahre als Postverwaiter in Neustadt (Kr. Kirchhain) tätig. Im Jahre 1911 trat er in den wohlverdienten Ruhestand, den er. geachtet und geschätzt von seinen Bekannten und Nachbarn in Fulda verbringt. Der Jubilar hat sich stets als treuer Katholik und überzeugter Zentrums- mann bekannt.

Der Bauer auf der Höhe der Zeit. Wie unsere Leser an anderer Stelle der heutigen Nummer er­sehen, finden im kommenden Winter v. 15. Nov. bis 15. Febr. in Paderborn wieder ein Bauern- ho ch s ch u l k u r s u s statt. Wir weisen mit wärm­ster Empfehlung auf diese so zeitgemäße und not­wendige Veranstaltung hin und empfehlen unseren Jungbauern die Teilnahme. Dort werden Bauern- führer herangebildet, wie wir sie heute m öffent­lichen Leben brauchen. Vielleicht ist cs zu errei­chen, daß auch der zuständige Kreisausschuß einem strebsamen und begabten Jungbauern die Teil­nahme finanziell ermöglicht.

Der Bomfaliusbole ist mir ein großer Trost hier in meiner Einsamkeit. Es bleibt fast nichts darin ungelesen, so schreibt uns ein aus Fulda stammender Missionar, P. Emil Kircher, in Brasi­lien. Und so geht es vielen Katholiken aus Fulda. Stadt und Diözese, die in die weite Welt verschla­gen wurden. Unsere Leier. die Anverwandten und Bekannte in der Ferne haben, erweisen die'en eine große Wohltat, wenn sie dieselben auf den Bom- fatiusboten aufmerksam machen, der sie nicht bloß über die Heimat auf dem Laufenden bükt, sondern ihnen auch ein ständiger religiöser Wahner ist. Man veranlasse sie, den Banifatiusbotsn zu be­stellen oder bestelle selbst das MaL für fi»

3m Priesters« nünar z u Fulda studierte vor 2 Jah­ren ein französischer Theologiestudent aus der Diözese Lille. lieber diesen gewiß heute seltenen Fall berichtet Pater Delattre S. J. imBulletin Catbolioue Inter­national" (Nr. 39 vom 1. Dezember 1928). Als Vater Delattre Professor am französischen Gnmnafium in Mainz (höhere Schule für die Kinder der Besatzung! war, hatte er dem jungen französischen Studenten, der in d-r Be. satzungsarmee diente und der das katholische Deutschland auf diese Weise kennen lernen wollte, die Ausnahme in das Fuldaer Priesterseminar vermittelt. Vischos Dr. Jol. Damian Schmitt so berichtet der Franzose ge­währte gerne den Eintritt in sein Seminar. Die Ein­drücke dès jungen Mannes, die In dem genannten Artikel geschildert werden, sind sehr interessant vieles ist aller­dings durch die französische Brille gesehen. Er schildert welchen Eindruck die verschiedenstämmigen Mitstudenten auf ihn machten: Die angenehm schlichten Hessen, die lebhaften Rheinländer, die zurückhaltenden Riederlachlen, die Altpreußen, die sich unter den Republikanern des Westens etwas unbehaglich fühlen. Aber alle haben ihn gut ausgenommen.All? wetteiferten, mir das Leben angenehm zu machen und nie bemerkte ich bei einem das Mindeste von feindlicher Haltung . . . Man^t fi» lie­ben ihr Deutschland und sie mochten es den Ausländer besser kennen, ja lieben lehren Meinem Eindruck nach leiden sie unter dem, was sie ihre Isolierung in der Web nennen, und besonders darunter, sich von den Franzosen verabscheut zu wissen". Daher ihre Freude einen Fran­zosen unter sich zu sehen. In der Bibliothek fallen dem Gast die zahlreichen französischen Werte auf. Richtig empfindet er die Unterschiede zwischen französischem und deutschem Katholizismus: Er sprichk von derbewun­dernswerten Organisation der deutschen Katholiken". .Ob­wohl Minderheit in ihrem Land, besitzen sie soviel Frei­heiten. deren wir in Frankreich, wo mir doch die Mehr­heit sind, uns nicht erfreuen. Vielleicht gibt es bei uns mehr innerliches Leben, tiefe persönliche Frömmigkeit: hingegen welche Kraft hier und welche Früchte dank des Geistes der Organisation" Bei den beuUrhen Seminari­sten steht nach ihm im Mittelpunkt des Interesses der

BEsverein. Er dünkt sie das Wichtigste für das kathol. Deutschland. Ihm verdanke man einen Marx, Steger­wald, Brauns. Dementsprechend werden die sozialen Fragen eifrig studiert, und auf den Tischen häufen sich die Zeitschriften der katholischen Standesorganisationen . , . Im ganzen sind seine Erhebungen sehr günstig. Er bereut das Jahr in Deutschland nicht, er würde es gleich noch einmal beginnen. Daß ein solcher Versuch gute Früchte tragen und die Katholiken Deutschlands und Frankreichs, darüber hinaus die beiden Völker einander heilsam näher bringen muß, darüber werden sich die Le­ser mit dem Pater Delattre und dem jungen französischen Theologen einig sein.

Pfarrer Roberi Schlenke P Aus Berlin kommt die schmerzliche Nachricht, daß der Pfarrer von St. Bonifatius, Geistlicher Rat Robert Schiente im Al­ter von 63 Jahren am Samstag, den 21 September, an einer akuten Blinddarmentzündigung gestorben ist. Fast 30 Jahre war er Seelsorger der Bonifatiuspfarrc. zu - Berlin, den Mitgliedern derselben Freund und Führer, den Armen und Bedürftigen Vater, Berater und Helfer. Warm schlug sein Herz für die Jugend, für die christliche Familie. In beispiellosem Eifer einte er sie in ber Fa­milienkommunion. Ein unvergleichliches Denkmal har er sich in dem herrlichen Bonifatiusdom der Reichshaupt, stabt gesetzt, dessen Entstehen und Werden seinem uner- schütterlichen Gottvertrauen und seinem persönlichen Wa­gemut zu verdanken ist. Die K a p l ä n e v 0 n G t. V 0- f a t i u s widmen ihm in derGermania" folgenden er- greifenden Nachruf:Am Abend des Festes des heili­gen Apostels Matthias starb um 10.30 Uhr im Hedwigs- Krankenhaus unser lieber Pfarrer Robert Schlenks, Geistlicher Rat. actuarius circuli. Wir waren zugegen, als der göttliche Heiland seinen Priester zu sich nahm, der in so selbstloser, stets opferfreudiger Weise 29 Sabre in unserer Pfarrei und 38 Jahre im Weinberge des Herrn wirkte. Sein schöner, stiller, ruhiger Tod, fein friedvoller, unveränderter Anblick im Sarge, der nicht dem eines Toten, sondern eines von mühevoller, ange­strengter Arbeit Ausruhenden gleicht, zeigt uns mahnend und ansifernd, wie der ewige hohe Priester schon auf Erden diejenigen belohnt, die für ihn mit solcher Hin­gebung und Einsetzung aller Kräfte ihren apostolischen Beruf ausüben. Bis zu seinem Tode hat er seine Liebe, vor allem für die Jugend bewahrt und für deren Seel­sorge ung immer anzueifern gesucht. Wenn er nun auch nicht mehr lebend unter uns weilt, so wird doch seine Art der Seelsorge, die stets praktisch unserer Zeit und den Verhältnissen angepaßt war, uns ein Vorbild sein und uns in schwierigen Fällen an seine tiefe Frömmigkeit, an sein unerschütterliches Gottvertrauen, an seine beharr­liche Tatkraft und sein energisches Handeln erinnern. Möge der göttliche Heiland, der unseren lieben Pfarrer an einem Apastettage aus seinem apostolischen Wirken zu sich gerufen hat, ihm all das Gute in der Ewigkeit vergelten, was er uns erwiesen", Pfarrer Schiente ist ein Sohn der Stadt Volkmarsen (Diözese Fulda) und war auch in der Reich-hauptstadt ein mariner Freund des Bonifatiusboten, den er in feiner Vonifatiuspsarrei eingeführt hatte.

Bei den kommunallandlagswahlen wird die Summe aller Zentrumsstimmen der einzelnen Wahi- freife insgesamt verrechnet. Aus dem Gesamirelul- tat aller im Reg.-Bez. Kasfel abgegebenen Zenirums- stimmsn errechnet sich die Zahl der Mandate die der Partei zufallen. Dann werden die Mandate den einzel­nen höchstbestimmten Kreiswahlvorschlägen zugeteilt. Es ist deshalb absolut notwendig, daß i n i e= d e m Kreis (und soweit 2 ober 3 Kreise zu einem Wahlkreis vereinigt werden, in jedem Wahlkreis! e i n e eigene Liste mit dem KennwortZentrums» parkei" e i n g c r e i ch t wird. Darum ergeht an alle Kreisvorsitzenden der Zentrumspartei die dringende Bitte, möglichst bald ihre Delegierten zu berufen, einen 'Wahlvorschlag aufzustellen und diesen rechtzeitig, mög­lichst schon vor dem 15. Oktober, beim Wahlleiter, Lan­desrat Stöhr, Kassel, Ständeplatz 17, einzureichen. gilt auch für die getrennt liegenden Kreise S ch m a k a l d e n und Graflchaft Schaumburg lR i n t ein) so­wie für Waldeck. Der allerletzte Termin für die Listeneinreichung ist der 23. Oktober, man warte aber nicht den Endtermin ab, sonden erledige die Angelegen­heit spätestens 8 Tage früher. Das Kennwort muß (man achte genau darauf) bei allen VorschlägenZentra ms- Partei" lauten. In jedem Wahlkreis kann nur c 1 n Wahlvorschlag mit dem KennwortZcntrumspartci ein- gereicht werden. Mit anderen Parteien darf für me Kommunallandtagswab! unter keinen Umständen eine Wahlabmachung getroffen werden.

Giejs?. Vom Bl-tz erschlagen wurde am vorigen Donnerstag gegen 3 Uhr bei dem schweren Gewitter, das im Vogelsberg und über Fulda niederging, in K i e f e l ^ 7üjähriae Landwirt Nikolaus W e h u e m war beim Kartoffel - Herausmachen 00m *er auf dem Felde überrascht worden. Auch Kuh wurde durch den Blitzstrahl getötet, wa-u - die Frau des Erschlagenen, die das T?«r unverletzt blieb und mL dem Schrecken ö

Hosenfeld. Man schreibt uns: , In Anws er des Herrn Diözesanpräles Kuratus Kind, der o> ' gend in Predigt und Versammlung zur kau, Jungmännerarbeit begeisterte wurde hier ein gend- und Jungmänneroer ein ms .

I gerufen. 40 Jünglinge und Jungmänner traten