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hing ununterbrochen anhält. Nach wie vor hat auch Therese alle Freitage die Lsidensexstase mit Blutungen. Die Verweigerung der Besuchserlaubnis hängt also in keiner Weiss mit den Vorgängen der Leidensekstass zu­sammen. Sie ist vielmehr einmal daraus zurückzufüh­ren, daß viele mit Erlaubnisscheinen vom Juni und Juli wegen des großen Andranges noch nicht ankom­men konnten. Nur denen ist vorläufig der Zutritt ge­stattet. Die Besuchsfperre geschah aber auch im Inte­resse von Therese selbst und ihrer Familie. Sie gehören sich nachgerade nicht mehr selbst an. Bei den Besuchen Auswärtiger herrscht oft ein brutales Gedränge an der Haustüre. Manche wollen sich den Eingang, ost ohne Erlaubnisschein, erzwingen. Selbst gegen den Willen der Angehörigen suchen sie ins Zimmer zu dringen. Va­ter Neumann muß an der Haustüre Posten stehen, die Mutter am Zimmer, um dem Andrang zu wehren. Ihre Arbeiten, und feien sie noch so notwendig, bleiben da­durch liegen. Das Arbeiten während der Nacht muß dann den Lebensunterhalt schaffen. Denn nach wie vor nimmt die Familie Neumann nichts von den Be­suchern. Daß die Mutter Neumann manchmal ein kräf­tiges Wort redet, liegt auf der Hand. Wenn Therese selbst manche Frage kurz abtut oder selbst die Antwort verweigert, so ist das nicht Unfreundlichkeit oder Laune oder gereizte Stimmung, sondern ihre übernatürliche Einstellung, die zu den Besuchern nur von dem spricht, was ihre Seelenangelegenheiten betrifft. Wie froh bin ich, wenn einmal niemand mehr kommt, äußerte sie zu einer gut bekannten Person. Sie meidet die Oeffent- lichkèit, so gut es nur immer geht. Ihr, Wunsch, ver­borgen zu bleiben und in rechtem Opfergeist aus Liebe zu Gott für die Menschen zu leiden, sollte deshalb auch von allen beachtet werden, bis sonst gern nach Kon­nersreuth gefahren wären.

Freiburg i. Br. Wer kann mir raten und zu einer tüchtigen, geschulten Erzieherin für meine Kinder ver­helfen? So fragt manche besorgte Mutter, die ein Häuflein Kinder zu erziehen hat, die im Geschäft tätig sein muß oder sich aus Gesundheitsrücksichten schonen muß, und nun ihre Kinder allein nicht so erziehen kann, wie sie es gern möchte. Sie hört herum in anderen Fa­milien und im Mütterverein, sie fragt den Herrn Pfar­rer und die Schule, sie fragt die katholischen Schwe­stern. Sie raten ihr manches, doch kaum einer weiß, daß es eine Stellenvermittlung für kathol. Kindergärt­nerinnen gibt, die geeignete Kräfte vermittelt und zur Zeit für 160 stellenlose Mitglieder Arbeit in Familien und Heimen sucht. So vielen Familien, Anstalten und Erzieherinnen könnte geholfen werden, wenn sie sich an die Stellenvermittlung der Reichsgemeinschaft katb. Iugendleiterinnen, Kindergärtnerinnen und Hortnerin­nen in Freiburg i. Br. Werthmannhaus, wenden wür­den. Ein jeder notiere und merke sich die Adresse und gebe sie weiter.

Kreuznach. Am 30. Juli fand in Bad Kreuznach die Einweihung des Neubaues der Kinderheilanstalt St. Clifabethenftift statt. Der mit allen Errungenschaften der Neuzeit ausgestattete Anstaltskomplex ist frei auf einem Höhenzuge am Südwestausgang des Bades Kreuznach mit prächtiger Fernsicht nach allen Seiten ge­legen. Die Anstalt ist Sommer und Winter geöffnet und umfaßt 300 Betten. Zur Aufnahme gelangen Mädchen im Alter von 4 bis 16 Jahren. Die Anstalt besitzt ei= gene Solezuleitung, 40 Wannen-, mehrere Brause­bäder, in sämtlichen Schlafräumen fließendes Wasser. An Spiel- und Rasenflächen einschließlich Planschbek- ken und Sandkästen stehen rund 3500 Quadratmeter den Kindern zur Verfügung. Träger der Anstalt sind die katholischen Kirchengemeinden des Bades Kreuznach. Die Anstalt dürfte zu den best ausgestatteten ihrer Art gehören. '

Berlin. In Neukölln fand am Sonntag die Grund­steinlegung einer neuen katholischen St.-Christophorus- Kirche statt. Nach einer feierlichen Segensandacht zog eine große Prozession zur Baustelle. Die Grundsteinle­gung wurde von dem Erzpriester, dem fürstbischöflichen Delegaturrat Breuer, vorgenommen. Die Festrede hielt Pfarrer Fette von der Fidelis-Kirche in Berlin-Marien­dorf. Nach der Grundsteinlegung begaben sich die Teil­nehmer zur Neuen Welt, wo gleichzeitig eine Papstfeier anläßlich des fünfzigjährigen Priesterjubiläums Papst Pius' XI. veranstaltet wurde.

Berlin. Als erster Bischof des neu vereinbarten Bis­tums Berlin, der demnächst ernannt werden wird, nen­nen Berliner Blätter neuerdings wieder den derzeitigen Bischof von Meißen Dr. theol. und Dr. phil. C h r i st i a n Schreiber. Auch kathol. Blätter äußern sich dahin, der Bischof von Meißen sei tatsächlich der in erster Linie in Betracht kommende Kandidat des Heiligen Stuhles für den neu zu schaffenden Berliner Bischofssitz. Es wird von katholischer Seite hinzugefügt, daß die endgültige Entscheidung noch nicht getroffen ist.

Holland. Der Bischof von Harlem hat dem Benedik- tinerorden die Erlaubnis erteilt, die alte Abtei in Eg-

mont neu aüfzubauen. Die Kosten des Baues sollen VA Millionen Gulden betragen. Der Bau soll in zwei Jahren fertiggestellt sein.

Sevilla. Der König von Spanien hat die Ehrenpräsi­dentschaft des Kongresses der Pax Romana übernom­men, die vom 4.—8. September in Sevilla tagen wird, Die Hauptredner werden sein: Professor Minguijon, Saragossa, Joseph Clayton, England, Professor Hilde­brand, München und Msgr. de la Serre, katholisches Institut, Paris.

Samuli (Uganda, Zentralafrika.) Wenn die Be­mühungen des P. Kerkhoff erfolgreich sein sollten, wird das Vikariat Obernil (Uganda-Protektorat) bald seine eigenen einheimischen Laienbrüder haben. Zu Nam- gunga ist durch den Missionar ein vollständig eingerich­tetes Haus für diese Zwecke erbaut worden. Die Mis­sion gehört der englisch-holländischen Gesellschaft von Mill-Hill.

Singapore (Straits Settlements, Indien). Durch Dekret der Regierung des kleinen Staates Kedah auf der Halbinsel Malaya ist die Sonntagsseier abgeschafft und der Freitag allein als Feiertag erklärt, worden Bis­her waren in dem überwiegend von Mohammedanern bewohnten Lande Sonntag und Freitag Richetage. Wahrscheinlich wird es hinfort unmöglich sein, Sonn­tags für die 3000 Katholiken, die auf den riesigen Kaf­feeplantagen tätig sind, die Sonntagsmesse zu halten. Kedah ist einer der 5 Staaten, diene nicht in den Malai­ischen Staatenbund eingeschlossen sind. Es liegt an der Westküste der Halbinsel. Protektorat und Berwaltuna ging 1909 an England. Aber der Sultan verwaltet nach wie vor das Land, unterstützt von einem Staatsrat und einem britischen „Berater" (Advisor). Die Seelsorge der Katholiken hat das Pariser Seminar.

Hue (Annam). Der erste Apostol. Delegat für Indo­china, Msrg. Kolumban Dreyer, hat feierlich von dem Palais Besitz genommen, das ihm die Katholiken Indo­chinas schenkten, und seine Amtstätigkeit begonnen. Er wurde von einem Truppenausgebot geehrt, das ihn zum Prinzregenten geleitete. Dieser machte später Gegenbe­such. Man wechselte Reden zu Ehren des Papstes und des Kaisers, der augenblicklich in Paris residiert. Auch mit den Ministern und den Beamten des französischen Protektorates tarrschte der Delegat Höflichkeitsbesuche aus.

Wutfchou (China). Die Mildtätigkeit der Katho­liken Nordamerikas hat eine große Zahl Hungernder in China vor dem Tode gerettet. Unter Leitung des P. Bernhard Meyer vom Maryknoller Seminar wurde für mehrere Provinzen Chinas ein Hilfskomitee gebildet. Die Bevölkerung zeigte sich äußerst dankbar, zumal die Aktion der Katholiken fast ganz heidnische Bezirke mit Nahrungsmitteln zu versorgen hatte.

Ein Volksbuch über die Nächstenliebe.

Dis erste Empfehlung, die dem Buche des Abtes Bonifaz Wöhrmüller „Das königliche Gebot" mit auf den Weg gegeben wurde, sagte diesen kleinen Kapiteln von der Nächstenliebe einen literarischen Erfolg ähnlich dem des Buches „Mehr Freude" von Bischof Keppler voraus. Diese Voraussage scheint immer mehr in Er­füllung zu gehen. Der Verlag Küsel u. Pustet, München kann von dem Büchlein, das 30.—45. Tausend ankün­digen. Das Büchlein hat also vollauf bewiesen, daß es berufen ist, in weitesten Kreisen von der tiefen Wahr­heit der Nächstenliebe Zeugnis abzulegen. Damit sich nun jede Familie, auch die, die ihre Ausgaben beschrän­ken muß, dieses frohe, religiöse Betrachtungsbuch an­schaffen kann, gibt der Verlag außer der sehr gut in Seinen gebundenen Ausgabe (6 M.) eine kartonierte Volksausgabe im Preiss von 3 Mark heraus. In dieser Fonn wird es sicher in noch größerem Ausmaße segen­bringend wirken.

Fragt man sich, worin wohl die Besonderheit des Büchleins liegt, die den Erfolg möglich machte, dann stößt man von selbst auf die Antwort, die die „Theolo­gische Quartalsschrift" einmal in folgenden Worten gibt: „Hier rauschen wieder die alten heiligen Quellen der Frohbotschaft in ihrer ursprünglichen Frische. Der Geist des Meisters geht durch die Blätter. Es spricht einer, der von Jesus nichk bloß gelernt hat, was lieben heißt, sondern auch, wie man von der Liebe reden soll: schlicht und einfach, kernig und kraftvoll, herzlich und warm, tief und umfassend. Es steckt eine erfrischende, heilende Kraft, etwas schlechthin Gesundes und Befreiendes in Wöhrmüllers Buch und---eine große Kunst, die Kunst, das Höchste einfach und anschaulich zu sagen."

Born Begen in die Traufe. Reisender: „Ihr Haus­diener hat mich eine Stunde warten lassen, das bin ich nicht gewöhnt!" Geschäftsinhaber (zum Hausdiener): „Was fällt Ihnen denn ein, Johann? Habe ich Ihnen

nicht gesagt, Sie sollen jeden Reisenden sofort raus­schmeißen?"

Schmeichelhaft. Der neue Chefarzt der Irrenan­stalt ging im Park spazieren, als einer der Patienten, höflich den Hut ziehend, sich ihm näherte und zu ihm sagte: „Herr Professor, wir mögen Sie alle viel lieber leiden als Ihren Vorgänger". „Ach, das freut mich zu hören", entgegnete der Arzt freundlich, „aber warum denn eigentlich?" „Ach, Herr Professor", meinte der Patient, „Sie sind so ganz wie unsereiner!"

Der Sparsame. „Papi", fragte Fredi seinen Vater, „freust du dich, wenn ich 50 Pfennig für dich sparen kann?" „Natürlich, mein Junge!" sagte der Vater, „aber wie meinst du das?" „Nun, ich habe sie schon für dich gespart. Du hast mir doch versprochen, mir für ein gutes Zeugnis 50 Pfennig zu schenken, aber ich habe ein schlechtes nach Hause gebracht!"

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