Wochenkalender.
Sonntag, 7. Juli. 7. Sonntag nach Pfingsten. Cyrillus und Methodius, Apostel der Slaven, 9. Heinrich Willibald, Bek., f 781.
Montag, 8. Juli. Kilian u. Gen., Mart., Apostel der Franken, t 689. Elisabeth, Königin, Witwe, f 1336.
Dienstag, 9. Juli. Uebertragung der Gebeine des hl. Bonifatius.
Mittwoch, 10. Juli. Sieben Brüder, Mart., f 150.
Donnerstag, 11. Juli. Pius L, Papst, Mart., f 157.
Freitag, 12. Juli. Johannes Gualbertus, Bek., f 1073. Nabo u. Felix, Mart.
Samstag, 13. Juli. Anacletus, Papst, Mart., t 99.
Siebter Sonntag nach Pfingsten.
Epistel. Römer 6, 19—23.
Evangelium Matthäus 7, 15—21. Warnung vor falschen Propheten.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: «fiütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa Trauben von Dornen oder Feigen von Disteln? So trägt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber trägt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte ^agen, ein schlechter Baum nicht gute Früchte. Jeder -oaum, der nicht gute Früchte trägt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also könnt ? "s^nen. Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, ?^^"' suird in das Himmelreich eingehen, sondern wer «n Willen meines Vaters im Himmel tut, der wird n 005 Himmelreich eingehen".
Die Rrd)e, die nicht untergeht.
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^us Kinderzeiten ist uns die Erzählung von der Arche noch in bester Erinnerung. Im Auftrag Gottes hat Noe dieses Fahrzeug gebaut. Mit feinen Angehörigen 91 '
- darin Platz genommen. Da ist die TMt - ^ angebrochen. Menschen und Tiere, die arAln der schützenden Arche waren, gingen zu- .Die Arche aber schwamm siegreich über n„ Gewässern. Haushoch schlugen die nassen Wo- die Wände des armseligen, aus Holz ge- °rnn7Riffes, um es zu stürzen und in den Ab- ,G"flbzuzishen. Die Hand der göttlichen All- iun? defchützte aber das wunderbare Schiff. ®e= und ^f^d wohlbehalten stiegen No«, seine Familie \\a„u ^'cre aus dem Schoß der Arche und be- °ufs neue die Erde. -
Teitpns^Ä^ Arche nur eine Erinnerung an alte die hrnK ^ ?"' diese Arche durchschneidet heute noch tto* ni^?^w Wogen. Diese Arche trägt heute oloß acht Personen, sondern Millionen
von Menschen sicher durch die Fluten und Stürme. Willst du den Namen dieser Arche kennen, die nicht untergeht? Es ist unsere hl. katholische Kirche.
Kaum geboren wurde sie schon von ihren Feinden verfolgt. Das Dasein und die Existenzberechtigung wurde ihr abgesprochen. Aber auch ihre unverwüstliche Dauer wurde prophezeit für den Fall, daß Gott selber ihr Stifter wäre.
Hören wir darüber den so interessanten Bericht des hl. Lukas.
Als der hohe Rat den Entschluß gefaßt hatte, die Apostel aus dem Leben zu schaffen, da erhob sich Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, der beim Volk im größten Ansehen stand. Er -hieß die Apostel auf kurze Zeit wegtreten. Dann sprach er zu seinen Kollegen: Ihr Männer Israels, überlegt es euch wohl, was ihr mit diesen Leuten anfangen wollt. Denn vor einiger Zeit erhob sich Theudas, gab sich für etwas besonderes aus und gewann einen Anhang von etwa 400 Mann. Aber er mürbe getötet und all seine Lems zersprengt und vernichtet. Nach ihm erhob sich Judas von Galiläa und verschaffte sich großen Anhang. Aber auch er kam um, und all feine Anhänger wurden zerstreut. Darum gebe ich euch den Rat: laßt ab von diesen Männern und gebt sie frei. Denn, wenn dieses Vorhaben und dieses Werk von Menschen ausgeht, wird es von selbst zerfallen. Geht es aber von Gott aus, fo werdet ihr es nicht zu vernichten vermögen; onst möchtet ihr gar als Widersacher Gottes er- unden werden." Sie gaben ihm recht. Dann rie- en sie die Apostel wieder herein, ließen sie geißeln und untersagten ihnen, im Namen Jesu zu reden. Darauf ließ man sie frei." —
So weit der hl. Lukas in. seiner Apostelgeschichte. In der Tat ein kluger Kopf, dieser Ga- maliel. Man soll die Apostel in ROe lassen. Ihre Lehre wird Fiasko machen, ihre Bewegung im Sande verlausen, wenn ihre Sache nur Menschenwerk ist. Ist aber das Werk eine Schöpfung des allmächtigen Gottes, was werden dann Verfolgungen dagegen ausrichten?
Hat man nun diesen klugen Rat befolgt? Ganz und gar nicht. Anstatt den Aposteln freie Bahn zu gewähren, hat man sie zunächst wider alles Recht und ohne alle Schonung grausam gegeißelt wie abscheuliche Verbrecher, sie, die nichts getan als himmlische Lehren verkündigt, Kranke geheilt, Not gelindert hatten. Sodann hat man ihnen abermals einen Maulkorb angshängt durch das strenge Verbot, ihre Lehre weiter auszubceiten. Und so fing der Sturm an und tobte er mit größerer oder geringer Kraft weiter bis zum heutigen Tag.
Sind nicht wahre Orkane gegen die Kirche los- oebrochen? Ließen nicht die römischen Cäsaren all ihre Macht, all ihre Grausamkeit spielen gegen das Häuflein der Christen? Schien es nicht, als wollten sie an einem einzigen Tag olle Anhänger Christi mit Feuer und Schwert vertilgen? Standen nickt auch Jrrlehrer auf, um die reine Lehre
Christi mit Irrtümern und Menschensatzungen zu durchseuchen? Und was haben all diese Anschläge genützt? Die Kirche Christi, unsere heilige katholische Kirche steht da in ewiger Juaendfrische und ungebrochener Leistungsfähigkeit. Sie ist zum Mirakel der Jahrhunderte geworden. Erfüllt haben sich an ihr die Worte ihres Stifters: die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.
Immer neue Feinde schießen gegen die Kirche in die Höhe. In unsern Tagen ist '-s der Sozialismus und Kommunismus, dis in fanatischem Haß gegen die Religion und Kirchs ihr den Untergang geschworen haben. Darüber täuschen alle schönen Phrasen wie „Religion ist Privatsache" nicht hinweg. Bei jeder Gelegenheit bricht dieser Haß deutlich hervor. So hat vor kurzer Zeit eine sozialistische Zeitung die Fronleichnamsprozesfion abscheulich verspottet. Und sucht nichr der Kommunismus in Rußland alle Religion mit Stumpf und Stil auszurotten? Ein Belgier, der 35 Jahre in Rußland zugebracht hat, veröffentlicht in seinem Werk „Rußland ohne Maske" folgende Tatsachen: In der Schule ist der Religionsunterricht abgeschafft; ja selbst außerhalb der Schule darf den Kindern kein Religionsunterricht erteilt werden, nicht einmal von den eigenen Eltern. In der Sowjetunion ist jede Neuauflage des Evangeliums verboten; schon seine Lektüre gilt als ein Verbrechen. An Stelle des Religionsunterrichtes wird in den Sow- jetschulen der Atheismus erteilt. Hunderte von Priestern haben die Sowjetmänner in der ersten Zeit ihrer Herrschaft vor aller Augen erschossen oder geschändet und die übrigen in der schimpflichsten Weise verfolgt. Sie haben die Kirchen geschlossen oder geschändet, haben Kinos, Klubs, Kasernen und Pferdeställe aus ihnen gemacht und die Kirchenschätze geraubt und geplündert. Die Kirchengüter wurden im Interesse des Allgemeinwohls „beschlagnahmt". Am 25. März 1925, also dem Tag Mariä Verkündigung, wurde eine Spottprozession gehalten und dabei auf Lastautos Plakate mitgeführt, auf denen in bunter Reihenfolge folgende Inschriften glänzten. „Religion ist Opium für das Volk." „Die Religion ist ein verlogenes Werkzeug zugunsten der Bourgeoisie". «Nieder mit den Göttern; in den Dreck mit ihnen"; „Kardinäle, Rabbiner, Pastoren, Popen und Mullahs sind unsere schlimmsten Feinde".
Braucht es noch weitere Zeugnisse, um die Feindseligkeit des Sozialismus und Kommunismus gegen Religion und Kirche darzutun? Und doch laufen tausende von Katholiken ihnen nach und glauben es mit ihrem Gewissen vereinigen zu können, sogar eingeschriebene Mitglieder, solcher gottloser Vereinigungen zu sein. Das wäre eine verhängnisvolle Täuschung. Katholiken, macht die Augen auf. Die Religion und unsere Kirche sollen uns mehr wert sein, als die marktschreierischen Versprechungen gottloser Hetzer. Sollst du dafür das Glück einer Ewigkeit aufs Spiel setzen? Und selbst für das Irdische ist die Kirche, wenn man nur,