Maubach in der Pfalz geboren, wurde er 1892 zum Priester geweiht. 1904 wurde er zum Domvikar und im März 1927 zum Domkapitular ernannt Weit über bie Grenzen der Diözese hinaus genießt Domkapitular Strubel einen hervorragenden Rus als Sachverständiger für Kirchenmusik, Orgel und Glocken.
Bonn. Ein« Missionsausstellung wurde vom 14. bis 16. AprU von der Bonner Jesuitenniederlassung veranstaltet. Sie gab ein überzeugendes Bild von bet weitverzweigten Missionsarbeit, die besonders der Jesuitenorden seit seinem Bestehen leistet. Die Ausstellung schildert in Darstellungen und Gegenständen die Lebensweisen, Gebräuche, religiösen Anschauungen und Kultstätten der fremden Völkerschaften, ferner die Arbeit der christlichen Missionare und ihre Erfolge: Got- teshäujer, Werkstätten, Schulen, Krankenanstalten usw Filmaufführungen und Lichtbildervorträge ergänzten vortrefflich die Ausstellung, die sich eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte.
Köln. Der 28. Jahresbericht des Albertus-Magnus- Vereins der Erzdiözese Köln über das Jahr 1928 weist nach, wie durch die Tätigkeit von 92 Ortsgruppen in der Erzdiözese Köln die Arbeit des Vereins trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältniße gefördert wurde und gegenüber dem Vorjahre noch einen kleinen Fortschritt aufweisen konnte. An Mitgliedsbeiträgen gingen 23 921 Mk. ein (1927: 22 476 Mk), dazu an außeror- dentlichen Zuwendungen 1150 Mk. und an Rückzahlung gen seitens früherer Stipendiaten 16 650 Mk (1927: 13 602 Mk.). So war es möglich, von den 362 eingegangenen Gesuchen 285 zu berücksichtigen. Dadurch wurden im ganzen 198 Studierende mit Studiendar- lehen im Gesamtbetrag« von 38 330 Mk. (im Vorjahre 31 620 Mk.) bedacht, die sich auf die verschiedenen Fächer wie folgt verteilen: Jura 78, Volkswirtschaft 6, Phi. lologie 48, Mathematik und Naturwissenschaften 15. Medizin 19, Technik 16, Vermessungskunde 6, Chemie 6 Der Bericht erkennt mit Freude an, daß die meisten Stipendiaten bestrebt sind, die erhaltenen Studiendarlehen rasch zurückzuzahlen, wenn sie zu einem hinreichenden Einkommen gelangt sind. — Es wird aus den übermäßigen Andrang zum Studium und die Ueber- süllung der meisten akademischen Berufe hingew'esen und daraus mit Recht die Folgerung gezogen, daß ein noch strengerer Maßstab als bisher bei der Prüfung der Bewerbungen an.zulegen sei, so daß nur Studierende zu unterstützen seien, die hervorragende Leistun- gen nachweisen können. Abzulehnen ist aber die An- sicht, daß aus jenem Grunde die Tätigkeit des Albertus- Magnus-Vereins überflüssig oder gar schädlich sei. Vielmehr ist es eine wichtige Aufgabe, gerade in der Nachkriegszeit hervorragende Talente, denen nicht ausreichende Mittel zur Verfügung stehen, zu fördern. Wir dürfen es nicht dahin kommen lassen, daß vorwiegend Söhne von Kriegs- und Inflationsgewinnlern in die akademischen Berufe eindringen.
Baden. Abgeordnete und Arbeiter bei den Exerzitien. In der Karwoche fanden im Kloster in Bühl Arbeiter-Exerzitien statt mit 62 Teilnehmern. Gleichzeitig waren dort aruh solche geistliche Uebungen für Abgeordnete, unter denen sich auch unser badischer Staatsvräsi- dent Dr. Schmitt befand. Man denke sich das Muster- lande aus der Kulturkampfzeitll Wie schön. daß auch diejenigen, denen das Wohl des Volkes anvertraut ist. das Bedürfnis fühlen nach einigen stillen Tagen der geistigen Ruhe und des Gebetes, um Gottes Segen auf ihr Leben und ihre verantwortungsvolle Arbeit herabzuflehen. Exerzitien sind für alle gut und notwendig, und derjenige, der sagt, er habe sie nicht notwendig, der hat sie am allernotwendigsten.
Wien. Das Kanisiuswerk, eine große Organisation zur Heranbildung katholischer Priester und katholischer Laienapostel, eine Organisation für die Innere Mission überhaupt, verdient infolge der in ihm geleisteten großäugigen Arbeit und ihrer ansehnlichen Erfolge die Aufmerksamkeit aller werktätigen deutschen 'Katholiken. Augenblicklich veranstaltet dieses Werk in großen Kirchen und Versammlungsiälen Wiens Kanzelvorträge und Reden über besonders wichtige religiöse Fragen, für welches hervorragende Redner aus dem In- und Ausland« gewonnen hat. Bei dem Umstande, daß die Freidenker in jüngster Zeit eine weitere Verschärfung ihrer Abfallpropaganda beschlossen haben, gewinnt dieser Christus- Monat des verdienten Kanisiuswerkes für Oesterreich dessen Präsident Kardinal-Erzbischof Dr. Friedrich Gu- !taD und dessen geschäftsführender Obmann Direktor Moser ist wesentlich an allgemeiner Bedeutung. Dieses Werk, das gegenwärtig mehr als 700 Priester'studen- ten als Schützlinge hat, das für zwei Studentenkonvikte für geistliche Berufe sorgen muß, das auf dem Gebiete der Laienapostel-Heranbildung wie des Schriften- und Versammlungsapostolates Bedeutendes leistet, verdient die werktätigste Förderung der deutschen Katholiken in geistiger und materieller Beziehung. Wer an dieser Förderung teilnebmen, wer beispielsweise dem Kanisiuswerk für Oesterreich einmalige Spenden oder Jahresbeiträge
zuwenden, wer sein Organ „Sie Volksseele" und „sie Quatemberstimmen", halten will usw., der wende sich an die Zentrollanzlei des Kanisiuswerk«», Wien I, Neutor- gaffe 17. Gelder können entweder direkt an diese Kanzle« oder an bie Postscheckkajs« in München, Kontonummer 21666, überwiesen werden.
Bora Exerzitienhau» der Jesuiten in Feldkirch. Das Exerzitienhau» siegt etwa 20 Minuten vom Zentrum der Stadt Feldkirch entfernt ,in herrlicher und ruhiger Lage. Zum Exerzitienhau» gehört ein großer Garten mit schönen Anlagen, worin die Exerzitianten in freier Zeit sich ergehen können. Von der Vorderfront des Gebäude» bietet sich ein Ausblick auf die nähere Bergwelt Boralberg», von rückwärts auf das Fürstentum Liechtenstein, das Schweizer Rheintal, d'e Liechtensteiner unb Schweizer Dergwelt mit ihren schneeigen Häuptern, ein Anblick, der zur Andacht stimmt Das Exerzitienhaus wurde eröffnet 1896. Seit dieser Zeit bis Ostern 1929 haben darin 35000 Personen Exerzitien gemacht. Priester, akadem. Gebildete, Lehrer, Hochschulstudenten, Gymnasiasten, Lehrer, Männer und Jungmân- ner. Don August 1914 bis Ende 1918 waren keine Exerzitien. Also pro Jahr zirka 1280 Personen. Unter diesen Exerzianten war auch dreimal unser gegenwär- tiger Hl. Vater Pius XI. als Präses der Ambrosiana in Mailand, nämlich: 22. bis 31. Juli 1908, 12. bis 16 September 1910, 5. bis 9. August 1912. Für das Jahr 1914 hatte er sich wieder angemeldet, aber da kam der Krieg. Die Exerzitienteilnehmer vertl. sich auf alle deutschen Gaue, bis hinaus an die Nord- und an die Ostsee: aus Voralberg sind es besonders die Iungmânner, die sich einstellten. Die Stille des Hauses und der Umgebung wirkt außerordentlich wohltuend auf Geist unb Körper.
Lourdes. Die „Annales de Notre Dame de Lourdes" gibt bekannt, daß nicht weniger als 457 160 Pilger im Jahre 1928 Lourdes ausgesucht haben. Allein in 358 Extrazügen wurden 196 806 befördert. Die Zahl der Kranken betrug 15 000. 784 Aerzte studierten die Fälle und Heilungen. In 87 Fällen wurde eine Besserung innerhalb des gleichen Jahres festgestellt. Sie werden nun weiter untersucht und beobachtet. Von den aus den beiden Vorjahren stammenden Fällen wurden 12 Heilungen offiziell bestätigt 70000 Messen wurden im Jahre 1928 zelebriert, unter dem Präsidium von 5 Kardinälen, 20 Erzbischöfen und 111 Bischöfen. Unter diesen Kirchenfürsten stammten 2 Kardinäle, 11 Erzbischöfe und 56 Bischöfe aus dem Ausland. Die Zahl der ausländischen Pilger betrug 60051.
Spanien. Etwa 40 Primaner, Abiturienten und Studenten des neudeutschen Bundes, machen mit einer Anzahl geistlicher Führer unter der Leitung von Msgr. Professor Zender und P Esch S. I. eine Studienfahrt durch Spanien. Nach kurzem Aufenthalt in Paris und Lourdes, wo sie von dem Weihbischof von Paris freundlichst begrüßt wurden, gelangten sie nach Jrun. der Grenzstation, von der katholischen Jugend Spaniens empfangen und stürmisch bewillkommnet. In San Sebastian erschien eine Deputation, welche im Namen des Episkopates die Vertreter des Bundes begrüßte. Und nun wiederholte sich biefe Liebenswürdigkeit auf jeder größeren Station. Die Reise, die nur als eine private Fahrt zum Studium spanischer katholischer Kultur gedacht war, wurde zu einem Triumphzug der deutschen Jugend in spanischen Landen, und zeigte die großen Sympachien, die in diesem Lande leben für Deutschland. In Loyala, in Burgos, Escurial, Toledo, Madrid, überall dasselbe Schauspiel. Besonders in Madrid
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wo man Drei Tage blieb, erfuhr die deutsche Jugend die allergrößten Aufmerksamkeiten. Nach einem Besuch im Prado war sie nachmittags Zeuge eines Stiertamp. fes, wozu der Gouverneur von Madrid. Bundesleiter und -kanzler in seine Loge eingeladen hatte. In dein großen Jugendhause „Los Luises", der studierenden Jugend, fand eine gemeinsame Feierstunde statt in welcher die Deutschen und die Spanier ihre Volkslieder sangen und die mit den Nationalhymnen schloß. Ein ganzer Tag wurde dem Besuch von Toledo ge- widmet. Der Kardinalprimas von Spanien wünscht« die ganze Gruppe zu empfangen, und in feierlicher Audienz redet« er nach einer lateinischen Begrüßung sei. tens des Bundesleiters in derselben Sprache Worte der Liebe und herzlichster Sympathie für Deutschland unb die deutsche Jugend und zog jeden einzelnen ins Gespräch. Es war eine Stunde von unvergeßlichen Ein» drücken. Nachher fand unter Führung des Dechanten der drei toledanischen Domkapitel die eingehende Besichti» gung der herrlichen Kathedrale und ihrer Schätze statt Zum Schluß eine ergreifende Weihe der Teilnehmer vor dem Bilde der Gnadenmutter von Toledo, wobei die Chorknaben von Toledo ihr« Marienlieder fangen.
China. Am 14 -April trat in Schanghai unter dem Präsidium von Bischof A. Henninghaus, Apostolischer Vikar von Jendschoufu. die Katechismuskommission zusammen. Sie besteht aus sechs Bischöfen — drei euro« päischen und drei chinesischen — und aus acht Priestern, wovon vier Europäer und vier Chinesen sind. Dieser Ausschuß hat die Aufgabe, den Einheits-Katechismus für China auszuarbeiten.
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Das Singetfein. Die Liebesgeschichte einer jungen Seele von Dolores Vieser. 8*. 1928. 347 Seiten. Preis Ganzleinen 8.50 Mk. Verlag Joseph Kösel und Friedrich Pustet, München. Heute weiß man noch nichts von Dolores Vieser, bald aber wird ihr Name in aller Mund fein; denn wer das „Singerlein" einmal gelesen hat, der wird, ergriffen und gepackt von der unwiderstehlichen Gewalt dieser Buches, sein Erlebnis weitertragen. Die zweiundzwanzigjährige Dolores Dieser steht mit diesem Erstlingswerk in der vordersten Reihe der schaffenden Künstler.
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Stimmt! Lehrer: „Ich fragte gestern Ihren Sohn, wer „Das Lied von der Glocke geschrieben habe, und er antwortete mir, er fei es nicht gewesen." — Vater (stolz): „Fritz ist ein wahrheitsliebender Junge, Herr Lehrer, wenn er sagt, er war es nicht, dann war er es auch nicht!"
Angebissen. „Ich sehe Sie nun schon eine Stund« beim Angeln, und noch haben Sie nichts gefangen. Ich kann mir u'chts Dümmeres als Angeln denken!" — „0 doch! Das Zuschauen!"
Boshaft. Dame: Sagen Sie einmal, Herr Professor, warum hat Gott die Eva erschaffen?" — Professor: „Ganz einfach deshalb, damit sie ihm vorher nichts hat dreinschwâtzen können."
Krasser Egoismus. Mann (zu seiner Frau): „Ich wußte nicht, was Dir schenken, da fiel mir ein, daß du den Geruch einer feinen Zigarre sehr liebst, darum habe ich mir zu deinem Geburtstag eine Kiste seiner Havanna gekauft."