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Sonntag, den 28. April

Hr. a

Aus der Diszelr Fulda.

Aulda. Der Hochw.Herr Bischof P r u d' h o m m c von Kanada sprach bei dem Hochwürdigsten Herrn Bischof von Fulda vor und stattete dann dem Kloster Frauenberg einen mehrstündigen Besuch ab.

Fulda. Unter dem Vorsitz des Oberregierungs- u. Schulrates Kellner, Kassel, bestand Herr ^eyr^ Markus Hofmann an der Anstaltsschule Herz Jefu-Heim, Fulda seine 2. Lehrerprüfung.

Gcsellenlag und Papstfeier in Fulda.

Der vergangene Sonntag stand in Fulda im Zeichen Kolpings. Die katholischen Gesellenvereine unserer Diö­zese traten hier zu einem Gesellentag zusammen und be gingen gemeinschaftlich eine Papstfeier. 15 Gesellen- vereine wurden im vergangenen Jahre in unserer en geren Heimat neu gegründet, ihre Zahl ist damit auf über 40 in der Diözese Fulda gestiegen.

Aus allen Teilen der Diözese kamen die Gesellen herbei und am Nachmittage gesellten sich viele Präsides hinzu. Im Gesellenhause, von dem das Kolpingsbanner grüßte, fand am Bormittag eine Arbeitsgemeinschaft unter dem Landessekretär Vagus statt.

Zu gleicher Zeit fand im Josephsheim eine B e - zirkstagung der Senioren und Vertre­ter der Bezirke Fulda-Rhön und Hünfeld statt. Diö­zesansenior Hartmann wies besonders darauf hin, daß man im Gesellenverein auf die berufliche Weiter­bildung besonderen Wert legen müsse. Dann wurden die Bezirkspräsides und Bezirkssenioren gewählt. Für den Bezirk Fulda-Rhön wurde Bezirkspräses Kuratus Kling-Friesenhausen, Bezirkssenior der Vizepräses des Fuldaer Gesellenvereins Val. Scholl; für den Be­zirk Hünfeld wurde Kaplan Scholz-Eiterfeld Bezirks- Präses und der Senior des Hünfelder Gesellenvereins, Lübeck, Bezirkssenior. Nach einigen Hinweisen auf die Aufgaben und Pflichten der Bezirksvorstände legte der Diözesanpräses die Bedeutung des Kathsl. Gesellen- vereins, seine Pflichten und Aufgaben dar. Ein Schluß­wort des Seniors Stehling bildete den Schluß der Tagung.

Freudig überraschte das öffentliche Auftreten der Ge­sellen am Nachmittag. Wahl an 700 junge Männer zo­gen in wohlgeordneten Dreier-Reihen, in ihrer Mitte über 20 neue einheitliche Kolpingsbanner, mit mehreren Musikkapellen (die Fliedener und Hilderser Gesellen hat­ten eigene Kapellen mitgebracht) zum Dome. Dort ging 65 hinunter zur Bonifatiusgruft, am Grabe des Apostels der Deutschen vorüber. Das ganze Mittelschiff des Do­wes bis zum Presbyterium wurde von den Vereins- Angehörigen eingenommen. Auch die befreundeten Ful­daer kathol. Vereine hatten sich in alter Treue mit ihren Zähnen eingefunden. Herr Diözesanpräses B e ck e r hielt die Festpredigt, in deren Mittelpunkt der hl. Joseph als Schutzpatron der Gesellenvereine und der hl. Vater 'n Rom, Papst Pius XL als Lenker der Kirche stand. Mit slatternden Bannern und schmetternder Musik, die manchmal durch das Kolpingslied unterbrochen wurde. S>ng es zum Gesellenhause zur P a p st f e i e r Zu meser Männerversammlung waren beide Säle gefüllt m's Begrüßung war dem Diözssansenior Hartmann Ottersberg zugefallen, der sich seiner Aufgabe aufs " entledigte Er gab namens der Gesellen das Gs- ovnis ab, allzeit treu zur hl. Kirche zu stehen, in Ei- unh ""d Brüderlichkeit als echte katholische Christen nd gute Staatsbürger zu leben Im Auftrags des zu i nem Bedauern verhinderten Herrn Bischofs begrüßte h.^^L.^mfapiMar Günther die Kolvingssölme aus j. ?Aese Fulda. Der Hochw. Herr Bischof, der frü- a i einst hier Gesellenpräses gewesen sei, wisse ganz : "/'chen Segen ein gut geleiteter Gesellenverem lun« s 0lr wisse diese Arbeit an der erwachsenen iiiS0 ^ '^äijen und er wünsche von allen Kolpings- si,' daß sie ihre Kirche liebten und von dieser Ge- bi? «8 durchdrungen seien. Der Hochw. Herr begle-te «nh» <>nlnIun9 feinem Segen. Die dann fol-

"be hielt Schriftleiter Dr. Kramer. Sie be- und hi "L^^n Zügen die Röm. Frage, ihre Lösung au- h «6 e ^'"drücke dieser weltgeschichtlichen Vorgäng würd- x a 9 Menschheit Mit jubelnder Begeistern? "°Mmen au^ den hl. Vater ausgebrachte Hoch aufoe

Lem^n^E- Just in der Zeit, wo der hin er halten x ""i^ickt, in unseren Auen Einzug zi " d° schloß sich die Jugend in den bei?

n Gemeinden Bronnzell und Koh haus zu sch-fröhlicher Arbeit in einen Jugend- und Lung- ä nn erverein zusammen. Die Gründungs- s i e r fand am 21. April im Jehnschen Saale zu Lronn- U statt. Prof. Dr. Helle r-FuIda, ein warmer reund unserer Jugend, von dem auch Oie Anregung ar Gründung des neuen Vereins ausging, richtete sicht- d) erfreut über den zahlreichen Besuch Worte des bruhes an die Versammlung. Besonders yerzliche Sorte des Dankes widmete er den zahlreich erschienenen ungmannen aus Fulda; sowohl die Dom- als auch die otabtpfarrei hatten je eine Abteilung ihrer Jugend- mb Jungmännervereine gesandt, um durch Vorträge and Vorführungen die Mitglieder des neuen Vereins zu ebenbiger Teilnahme an feinem Neubau zu begeistern und um ihnen auch gleich am Gründungslage ein Bild emsigen Vereinsschaffens vor die Augen zu stellen

Petersberg. Wie aus Frankfurt gemeldet wird, konnte dem vor einiger Zeit verhafteten und schon mehr­fach wegen Kirchenraubes vorbestraften Schnei­der Johann Rapp neuerdings nachgewiesen werden, daß auch die bereits mehrere Jahre zurückliegenden Kir­cheneinbrüche in Langenbieber und Peters­berg mit auf fein Schuldkonto zu schreiben sind Das Landgericht Frankfurt a. M. erkannte daher auf fünf Jahre Zuchthaus und auf Zulassung der Stellung unter Polizeiaufsicht. Das Reichsgericht hat durch Verwer­fung der eingelegten Revision dieses Urteil bestätigt, so­daß jetzt die Gotteshäuser hoffentlich für immer wenig­stens von diesem Räuber verschont bleiben werden.

Großenlüder. Der Schulamtsbewerber I m - hos in Kommerz ist bis aur weiteres, aber jederzeit widerruflich mit der Verwaltung der Hilfslehrerstelle dahier beauftragt worden

Blankenau. Eine Freude für das ganze Dorf war es schon früher und ist es noch heute, wenn ein Junge sich dem Priesterstand weiht. Dieses Glück und diese große Gnade wurde einem Sohn unserer Gemeinde, Pa­ter Leander Schnabel, zuteil. Am Weißensonntag emp­fing er in der Klosterkirche auf dem Frauenberg die hl Priesterweihe. Seine erste hl. Messe las er am Sonn tag des guten Hirten in unserer altehrwürdigen, frü Heren Propsteikirche. In und vor der Kirche bis zun Elternhaus des Primizianten hatte man alles festlich geschmückt. Pfarrer Klitsch begrüßte- herzlich den Neu­priester und geleitete ihn feierlich zur Kirche. V. Ouinctian Weber O. F. M ebenfalls ein Sohn unterer Gemeinde, hielt die packende Festpredigt. Die seltene Feier und das herrliche Frühlingswetter hatten Leute aus der ganzen Umgeaenb herbeigelockt.

Dittlofrod. Wie das katholische Volk in inniger Ver­bundenheit zu seinen Priestern lebt, zeigt die Primiz des Franziskanerpaters Justus Michel aus Hof Schwarzenborn. Die Einwohner von Dittlof­rod und von G i e! e n h a i n hatten sich nicht genug tun können in der Ausichmückung der Straßen. Zwei Schwe­stern, die schon vor 26 Jahren in den Orden des hl. Franz eintraten, durften zum Feste des Bruders von Amerika herüberkommen und mit der betagten Mutter den Neu-, priester begleiten, Dompfarrer Schüler aus Fulda hielt die Feftpredigt Kuratus Fasselabend aus Butter­stadt, Frater L u b o i i vom Frauenberg sowie Pfarrer Ellenbrand assistierten. Lehrer Schmitt von Körnbach leitete die Gesänge. Ein unvergeßlich schöner Tag.

= Geisa. Ani Sonntag wurde unter große? Beteiligung der Bevölkerung von Geisa und der näheren Umgebung der frühere S t a d t k ä m- merer Lecnhard Deschauer zu Grabe ge­tragen. Selbst Sohn eines langjährigen verdien­ten' städtischen Beamten hat der Verstorbene der Stadt Geisa in einem Zeitraum vn 46 Jahren zu­erst all Stadlschrejber 7 Jahre lang, alsdann nach dem Tode des Stadtkämmerers Michel als Stadt- kämmerer 39 Jahre lang feine Arbeitskraft und sein reiches Wissen und Können zur Verfügung ge- ftesli. Seine peinliche Gewissenhaftigkeit sowie sein all »eit zuvorkommendes lauteres Wesen haben ihm stets die dankbare Sympathie der ganzen Be­völkerung Geisas gesichert.

Lod Soden. Der Kreistag des Kreises Schlüchtern ritt voraussichtlich in den ersten Tagen des kommenden Renats zu seiner Frühjahrssitzung zusammen. Der -n-shalt des Jahres 1928 dürfte mit einem mäßigen Hebers thust abschließen, der zur Entlastung des nächst­ohrigen Etats vorgetragen werden kann. Ob es mög? ach sein wird, mit den bisherigen Steusrzuschlägen von 70 Prozent der Realsteuern und 40 Prozent der lleberweisungen auszukommen, ist sehr zweifelhaft DerKreistag wird in Bad Soden bei Salmünster statt- finben, um den Abgeordneten Gelegenheit zu geben,

den neuerbohrten Sodener Sprudel zu benchtigm, der zu einem -kontinuierlichen Abfließen gebracht worden ist. Aufgrund seines persönlichen Eindruckes wird sich der Kreistag darüber schlüssig werden können, ob er einem Anträge der Stadt Soden aus Gewährung einer Zins­beihilfe auf die Dauer von 23 Jahren stattgeben will.

Alsberg. Am Sonntag, den 5 Mai feiert unsere Kirche das Fest der Auffindung des hl. Kreuzes Mor­gens 7 Uhr ist Beichtgelegenhesi und Austeilung der hl. Kommunion. Um %10 Uhr nach Eintreffen der Prozession von Mernes ist Pred gt und feierliches Amt. Dann Verehrung der hl Kreuz-Reliquie. Um 2 Uhr mittags Prozession und Ma ondacht. Die erste frische Pracht des Frühlings und das neue Gewand unserer altehrwürdigen Wallfahrlskirchleins wird feine zahlrei­chen alten Freunde nach Alsberg führen.

Fritzlar. Das Türmchen der Heilig-Geift-KapeUe vor den Toren der Stadt erhielt ein Glöcklein Seit Jahrhunderten war es ohne Geläute. Wahrscheinlich in den Wirren der Reformation und des Mjährig-n Krieges ging die Glocke der Cholerakapelle beim einsti­gen Hospital verloren. Nach dem nun unter Prälat Dr Jestädt kurz vor Sem Weltkriege diese Kapelle wunder­voll wiederheraestellt wurde und so zu einem Schmuck­kästchen mittelalterlicher Kunst geworden ist. das sich würdig den übrigen Kunstschätzen Fritzlars anreiht, durfte auf die Dauer auch das Geläute nicht fehlen.

Kirchhain Ein Sohn unserer Gemeinde, P. Pau­linus Lecher O. F. M., feierte unter lebhafter Teilnahme der hiesigen und auch zahlreicher Nachdarkatholiken am 14. April' tein erstes hl. Meßopfer. P. Hippolytus Böh­len hielt seinem Neffen die Primizpredigt. Der Kirchen­chor trug dabei meisterhaft die feierliche Salve Regina- Mesie mit Orgelbegleitung vor. Das war für uns ein erhebender und beglückender Tag, der Herausriß aus der drückenden Atmosphäre der Jetztzeit und unseren Geist und unsere Seele frei machte zu einem Flug in die Sphä­ren des Ewigen und Unvergänglichen. Das war die erste Primizfeier in Kirchhain seit der Reformation. Möchte sie neue Priesterb eruse in unserer Diaspora geweckt haben.

Kassel. Die Bezirkstagung der kath. Jugend- und Jungmännervereine und der DJK. im Bezirk Nieder­hessen, die am 13. und 14. April hier abgehoben wurde, verlief sehr anregend. Bezirksleiter Schilling, Bezirkspräses Kaplan Laufer, Kaplan B r e tz l e r, Bezirksleiter Lehrer Boßmann sowie Diözesanpräses Kuratus Kind- Marborn teilten sich in die Referate, die viele neue Anregungen gaben für weitere Arbeit. Ein Bezirkssportfest soll "demnächst in Naumburg statt* finden.

Kassel. Oberstadtschulrat Boese führte auf dem Rathaus aus. daß die Stadt Kassel sich das Angebot des preußischen Staates auf Errichtung einer Pädago- g t f d) e n Akademie in Kassel nicht entgehen lassen dürfe, da diese Anstalt vielleicht die letzte staat­liche Schule sei, die Kassel zu erwarten habe. D-v Staat legt Wert auf das Gelände an Regentenstrane Aschrottstrahe. Er selbst trägt die Hälfte der Bau­kosten und alle laufenden Unterhaltungskosten wäh­rend die Stadt den einmaligen Zuschuß der Hälfte der Baukosten und den des Grundstücks zu tragen hat. Dieser einmalige Anteil für die Stadt beträgt 1,1 Mil­lionen Mk Die Schule kann zu Ostern 1932 fertige* stellt sein. Bis dahin erfolgt die Unterbringung n den Räumen der Deutschen Werke. Die Schule bürste etwa 300 Studenten und Studentinnen und 24 Dozenten auf­weisen. Da insgesamt für die Provinz Helsen- Nassau nur drei Pädagogische Akademien vorgesehen sind (Frankfurt, die bereits besteht, Kassel, und eine rein katholische wahrscheinlich in Fulda), so sei mit allem Nachdruck dahin zu wirken, daß die Er­richtung der Anstalt in Kassel ermöglicht wird.

Kanada als Kuswandererland.

Kanada ist in neuer Zeit mehr und mehr das Ziel» land der europäischen Auswanderung geworden. Ins­besondere der Landwirt findet dorr, wenn auch durch harte, ausdauernde Arbeit, Gelegenheit, sich ein eigenes Heim zu schaffen. Weite Strecken des Landes harren noch der Besiedelung, weite Strecken Landes, die sich im Gebiete der kanadischen Eisenbahnen befinden und von diesen vergeben werden. Im Hinblick auf die Zu­nahme der Auswanderung aus den europäischen Län­dern nach Kanada ist in neuerer Zeit häufig die Frage aufgeworfen worden, was geschieht für den Siedler, der nach drüben kommt und sich früher ober später int Lande Kanada niederläßt, wer steht ihm mit Rat und Tat zur Seite? Es leuchtet ein, daß es sich hier in erster Linie um Aufgaben handelt, die der Kirche Zu­fällen. Die Auswanderersürsorge in Kanada liegt den«