Einzelbild herunterladen
 

Beilage zum Bonifatiusboten

Nr. 15.

Ans des Diszsje Fu! da-

«

Fuld«. Ein frohes Ereignis war es für -das'' Landeskrankenhaus/ als in der Osterwoche die vollständig renovierte Kapelle des Hauses ihrer Bestimmung übergeben wer- Èen konnte. Schon viele Jahre war die Kapelle in ihrem ursprünglichen Umfange für die religiösen Bedürfnisse der Anstalt nicht mehr ausreichend. Man trug sich daher schon fett Jahren mit dem Gedanken, die Kapelle zu v e r g r ö ß e r n. Die Kapelle ist ,etzt wesentlich erweitert worden ; auch die Einrichtung und geschmackvolle Ausma­lung machen sie in ihrem jetzigen Zustande zu einem würdigen Gotteshause. Die Holzarbeiten und Inneneinrichtung wurden von der Fa. Gebrüder Richter, Kunstschreinerei-Fulda, stil­gerecht ausgeführt, während die M a lerarbei - ten dem Kunst- und Kirchenmaler Pfister, Fulda, in Auftrag gegeben wurden. Letzterer hat dir Kapelle zu einer würdigen Krankenhaus- kapelle ausrumalen verstanden, in welch-r d'e Kranken in manchen schweren Tagen Trost finden können, wenn sie der hohen Bedeutung der am Emgangsportale angebrachten Worte eingedenk sind"Wahrhaftig, hier wohnt der Sohn Gottes". Ein neuer Frauziskaner-B.fchof. Dem Orden des heiligen Franziskus, der mit feinen 62 Missionsgebieten und über 3200 Heidenrrrsstonaren an der Spitze der Mis- " sionsorden und Gesellschaften steht, kommt eine frohe Osterbotschaft aus der Ewigen Stadt. Seit dem Jahre 07 wirken Söhne der thüringischen Franziskanerpro- nz aus dem steinigen Arbeitsfeld der japanischen Ms- das vor dreihundert Jahren mit dem Blute vieler ..ianziskuskinder aus dem Ersten und Dritten Orden geheiligt wurde. In zäher Arbeit, gehemmt durch den Weltkrieg und seine Folgen, arbeiten die Glaubensboten auf den beiden nördlichen Inseln des japanischen Reiches Hokkaido und Sachalin. Gottes Segen begleitete sichtlich ihre Arbeit, so daß dies Gebiet zu den aussichtsreichsten der Japan-Mission gehört. 1916 wurde der Bezirk zur selbständigen Apostolischen Präfektur erhoben. Nun trifft die freudige Nachricht ein, daß die bisherge Präfektur zum Apostolischen Vikariat erhoben ist, dessen erster Bi­schof der seitherige Präfekt, Msgr. Pater Wenzeslaus K i» n o l b 6. F. M. wurde. Das neue Vikariat Sapporo um­faßt ein Gebiet von der Ausdehnung Süddeutschlands. Zwanzig Franziskanerpatres und ein japanischer Priester arbeiten auf elf Missioncstationen an der Bekehrung der zweieinhalb Millionen Heiden. Unterstützt werden sie von 25 Franziskanerinnen-Missionärinnen Mariens, die zwei Krankenhäuser, ein Waisenhaus und eine Armenapotbeke betreuen. Die Franziskanerinnen vom Mutterhaus Thu­ine leiten eine höhere Mädchenschule mit 750 Schülerin- nen. Die Hoffnung und der Stolz der Mission ist das Kleine Seminar, in dem der einheimische Priesternach- wuchz herangebildet wird. Nicht weniger als achtzehn lunge Japaner bereiten sich hier auf ihre künftige prw« iterlidje Arbeit zum Helle ihrer heidnischen Landsleute vor, gewiß eine stattliche Anzahl bei der kleinen Christen- W von knapp 2000. Hoffentlich gelingt bald der Bau »er unbedingt erforderlichen höheren Knabenschule, damit Eich unser Priesternachwuchs von den heidnischen AsUlen unabhängig werde. Es wäre das schönste Ge- tujent der deutschen Heimat an den neuen Bischof, wenn sie ihm durch ihre Hilfe den Bau dieser Schule recht bald ermöglichen würde. Dem unermüdlichen, selbstlosen und bescheidenen Vorkämpfer deutscher Missionsarbeit 'm yernen Osten sendet die Heimat die besten Glück- und toegensroiinfcfje zur bischöflichen Würde, betet um Gottes Segen und um viele Jahre erfolgreicher Arbeit Weinberg der Heidenmission.

».«o bden. Am Ostermontag abend hat die Aus- h UnS des kath. Gesellenvereins:Der Geselle in ®er Freizeit" mit einer Feier im Rieserschen iljren würdigen Abschluß gefunden. Trotz des purmychen Aprilwetters waren die Freunde des Ber- Z"o zahlreich der Einladung gefolgt. Mit herzlichen n»?"en begrüßte sie der Senior August Schäfer. Im ratelpuntt des Abends stand die Rede des Gewerbe- Feldman n-Fulda:Handwerk und Ge klarer Form sprach der Redner über den w>>m^??kl des Handwerks, von den Zeiten der Haus- beinlx dis zur Zeit der Volkswirtschaft, wobei er m;?ho >s anschaulich die Zeit der Gilden und Zünfte seit iH7nUnb eingehend die Entwicklung des Handwerks behns "nd feine heutige Stellung und Bedeutung Austm.^ ' Von edler Liebe zum Gesellen waren die ' ?s^M» des zweiten Teiles der Rede getragen. oer Redner da über Gottvertrauen, über praktische

Sonntag, den 14. Sprit

und heoretische Weiterbildung sagte, waren goldene Wo.-e, die der Beherzigung wert waren. Allgemeiner Beifall ließ den Redner erkennen, daß seine von Herzen kommenden Worte auch den Weg zu den Herzen der Zuhörer gefunden hatten. Es folgte dann das Theaterstück:Der katholische Gesellenverem" von Dr. Bauer von den Gesellen recht lebendig gespielt und ein lebendes Bild:Bater Kolping und der wandernde Geselle", das viel Anklang fand. Umrahmt war die ganze Feier von Gesangvorträgen der S ä n* gervereinigung Flieden und von Mustkvor- trägen, der Musikkapelle Müller, Zent, die beide mit ihren fein ausgewählten und entsprechend vorgetragenen Darbietungen vielfach begeisterten Bei­fall erzielten. In seiner Schlußansprache gab der Ver- einspräfes seiner Freude Ausdruck über das Gelingen der Ausstcllung, über den guten Verlauf derselbe» 1200 Personen haben die Ausstellung besucht und die wohlgelungene Schlußfeier. Mit Recht dankte er seinen Gesellen dabei ganz besonders dem Landessekretär Vagus, der Einwohnerschaft von Flieden und Um­gebung, den Behöben und dcm Handwerksamt, den Bruderoereinen des Fliede-Kinzigtales, der Sängerver­einigung Flieden und der Musikkapelle Harmonie, und schloß mit der Bitte, die gleiche Sympathie dem Gesetten- verein weiterhin zu bewahren.

E'chanau. Der Schulamtsbewerber Ferdinand Freckmann in Höf und Haid ist bis zur ordentlichen Wiederbesetzung der Schulstclle in Eichenau vom 1. Avril 192) an beauftragt den Schulunterricht daselbst zu über­nehmen. Der bisherige Lehrer Anton Bott ist vom gleichen Termin in den Ruhestand getreten und wählte seinen Wohnsitz in Hora».

Oberushanken. Als erster Rompilgsr im laufenden außerordentlichen Hl. Jahre kehrte Herr Gottlieb Stein­wachs wohlbehalten in die Heimat zurück. Steinwachs, der tnr Erholung einige Zeit auf der Insel Steiften zub-achte. weilte bei der Hin- und Rückrekse je einige Zeit in der ewigen Stadt.

Weyhers. Am Ostermontag fand die Weihe der Kolpings st andarte des èath. Gesellen- vereine statt Nach Schluß des Hochamtes versam. melten sich die Mitglieder vor dem St. Josephsaltar Zur Einleitung spielte Herr Lehrer Pleines eine Orgel- Fuge und intonierte das LiedVater Joseph schau her­nieder". Es folgte dann die Weihe mit einem Gebet für die Seligsprechung Valor Kolpings. Mit dem zwei­ten KolpingsliedEin Gotteshaus stehet am Rheine zu Köln" schloß die eindrucksvolle Feier. Unter Voran- tritt der Hauskapelle und mit einem flotten Marschlied wurde die zum ersten Male in Weyhers wehende Stob pingsfahne, eine Weltfahne, nach dem Vereinslokal ge­bracht. Am Abend fand dort ein Familie nabend statt. Der erste Teil war der Namenstagsfeier des Hrn. Präses gewidmet. Durch den Senior Jos Frohn- apfel wurden in einer Ansprache noch einmal die Glückwünsche wiederholt, die eine Deputation am Tage selbst schon übermittelt hatte. Nun wurde die neue Fahne von ihrem Stifter, dem Herrn Kantor Lotter, dem eifrigen Senior übergeben, der im Namen des Ver­eins herzlich dankte und fein Gelöbnis zur Kolpingsfache erneuerte. Es folgte ein Referat des Kolpingsbruders Jos. Latsch vom Fuldaer Verein, das die Forderung des G.-V:Familie, Demokratie, Völkerfriede" behan­delte und besonders herausschältej wie der G.-V. feine Mitglieder für ihre zukünftigen Familien erzieht. Daß aber auch sprudelnder Humor im G -V. herrscht, bewies der Kolpingsbruder Wehner. Manche seiner heiteren Darbietungen bargen ernste Mahnungen in sich, die hof­fentlich auf guten Boden gefallen sind. Mit dieser er­sten öffentlichen Veranstaltung des Gesellenvereins ist hoffentlich das Eis gebrochen und find manchs Vorurteile beseitigt Dos war der Wunsch des hochw. Herrn Prä­ses in seinem Schlußwort das feinen herzlichen Dank allen Mitwirkenden zum Ausdruck brachte.

Poppenhausen. 25 Jahre stand unser Bürgermeister an der Spitze unseres kleinen Marktfleckens. Wie wenig be­geistert der fange Ioefph Bub damals war, als man ihn wählte, das schilderte Kaufmann Wehner in hu­morvoller Art am Festabend im Schönbergschen Saale. Joseph schüttelte mit dem Kopse. Aber es half nichts, er mußte heran, fein schon in die Geschäfte eingearbet ter Vater versprach ihm Unterstützung und Joseph Bub wurde ein tüchtiger Bürgermeister, einMann der Tat". Dies dankte ihm seine treue Gemeinde am Abend des Festtages, indem sie ihrem verehrten Oberhaupt durch Facke! zug ihre Zuneigung erwies, nachdem vorher Gemeindevertretung und Schulausschuß ihre Glück­wünsche überbracht hatten. Der Abend selbst vor dem Siirgermeifterbaufe gestaltete sich zu einer eindrucks­vollen Kundgebung. Nach Ueberreichung eines berr- lichen Blumengebindes durch junge Mädchen feierte der VizebUrgermeister Sattlermeifter Schönberg, den Ju­bilar. Ein Ehrendiplom, das unser Kantor Schröder

1929.

gefertigt hatte, nahm der Jubilar gerührten Herzens an. Böllerschüsse verkündeten, daß wirklich ein beson­derer Tag war. Pfarrer Kauth und Rektor Koll brach­ten ihre Glückwünsche als Vertreter der Kirche und Schule und versäumten nicht, auf unseres Bürgermeisters verdienstvolle Mitarbeit in Kirche und Schule hinzu­weisen. Wie beliebt unser Jubilar in seiner Gemeind« ist, geht daruas hervor, daß sämtliche Vereine des Ortes wie Gesangverein, Turnverein, Kriegerverein, Feuer­wehr zu dem Gelingen des Ehrenabends beitrugen Zu Beginn des anschlieszenden Festkommerses, auf dcm von unserer Kreisstadt Freunde und Verehrer unseres Jubi­lars erschienen, überbrachte der Landrat die Glück­wünsche der Staatsregierung, des Kreisausschusses, des­sen langjähriges verdienstvolles Mitglied der Jubilar ist. Gleichzeitig überreichte er ein Ehrendiplom und eine wertvolle silberne Tafelgarnitur, wofür Herr Wilhelm Rübling im Namen der Gemeinde seinen Dank aus« sprach. Lange noch blieben Oberhaupt und Bürger versammelt. Manch fidele Ansprache und manch wigiges- Wort flogen herüber und hinüber. Unser lieber Bürger­meister dankte gerührt ob jo vieler Beweise treuer Dank­barkeit. Möge der Jubilar noch viele Jahre unser schönes Poppenhausen leiten und ihm weiterhin ein treuer Vater und erfolgreicher Förderer sein.

Hünfeld. Studienassessor Beils, der bisher an der Städtischen Lateinschule in Hünfeld tätig war, wurde in den Staatsdienst und -zwar an das Staatliche Gym­nasium in Hersseld berufen. An Stelle des Herrn Beils an der Hünfelder Schule tritt Herr Alfons Frank aus

les«

Oberlahnstein.

Bremen b. Geisa. Am 1. April dieses Jahre feierte Herr Johann Wilhelm Völker sein Z 0 jahriges Dienstjubiläum als Standesbeamter des Srano- ~ amlsbezirkes Bremen. Während dieser ganzen Zeit hat der nunmehr im 73. Lebensjahre stehende Greis sein Amt mit peinlichster Gewissenhaftigkeit geführt. Die Anerken­nung seitens der Gemeinde fand ihren Ausdruck in der Ueberreichung eines finnigen Geschenkes. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch lange Jahre in bester Ge­sundheit, mit stets gleichbleibenoer Berufstreue seines Amtes zu walten.

Sarrod (Kr. Schlüchtern). Dieser Tage verließ Herr Lehrer Kunzmann unsern Ort, um in seinen neuen Wirkungskreis überzusiedeln. Er leitete als Dirigent 5 Jahre unfern Gesangverein. Durch ichöne Theatervor­stellungen, die er so meisterhaft einübte, hat er uns manche frohe Stunde bereitet. Wir sehen ihn nur un­gern aus unserer Mitte scheiden. Wir wünschen ihm i«, seiner neuen Heimat ein frohes Wohlergehen.

Somborn. Als ein treuer Diener seiner Gemeinde, als ein bewährter Verfechter der heimatlichen Belange und als eine wertvolle Stütze der Freigerichter Wirtschait konnte am 1 April d. I der im 58. Lebensjahre stehende Landwirt und Kalkbrennereibesitzsr Michael Brückner zu Somborn auf eine 2»jährige. ununterbrochene Zuge­hörigkeit zur Gemeindevertretung von Somborn zurück­blicken. Der Jubilar, im Freigerichts und weit darüber hinaus ob feines lauteren Wesens und gerechten Sinnes als Geschäftsmann sehr geachtet, gehört seit weit über einem Jahrzehnt dem Kreisausschuß des Kreises Geln­hausen an und hat es verstanden, allzeit dem Wohle sei­ner Heimatgemeinde und der Kreiseinaeselsenen zu die­nen. Seinem eigenen, umfangreichen Betriebe ein um­sichtiger Verwalter und Förderer, hat Herr Brückner sich von jeher die Interessen des Freigerichtes angelegen sein lasten und sich im besonderen als Stütze des Zentrum» bewährt.

Alienmiitlam Am Weißenionntag gingen in unserer Pfarrei 30 Kinder zur ersten hl. Kommunion und zwar 17 Mädchen und 7 Knaben von Altenmittlau und 5 Mäd­chen und 1 Knabe von der Pfarrfiliale Horbach. Leider konnte die an diesem Tage ortsübliche und von allen Ein­wohnern gern mitgcmachte Bittprozession nach dem nahegelegenen Marien-Heiligenhäuschen, in dem die Weihe der Erftkommunikanlen an die Gottesmutter vor­genommen und um das Gedeihen der Feldfrüchte gebetet wird, wegen all zu schlechten Schneewetters und Kälte nicht stattfinden und mußte diese Feier in der Ortskirchs vorgenommen werden.

Neustadt. Der letzte Sonntag war ein zweifacher Freudentag für unsere Gemeinde. Am Morgen gingen 26 Knaben und 9 Mädchen zur ersten heiligen Kommu­nion. Ein zweites Ereignis, in seiner Bedeutung für Jahrhunderte berechnet, war die Glockenweihe. Nach­dem die Glocken am Freitag auf hiesiger Station einge- troffen waren, wurden sie in die Stadt gefahren und ne­ben der Kirche ausgestellt. Sie sind hervorgegangen aus der Werkstadt des Herrn Humpert in Brilon und gefal­len durch -hre saubere Ausführung. Sie sind abacstimmt aus die Töne fis H. Die Weihe derselben wurde durch den hochw. Herrn Dechant und Ehrendomherr Dr. Weber ( unter Assistenz der Hochw. Herren Pfarrer Ebel und Parz