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Sonntag, jH. april (929

M 59. Jai;rc

für die katholischen Gemeinden Kassels

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 40 R.-P;ennig B 45 R.-Pfenniz (Zustellgebühr exl-n)

Rrdaliinn-jchluß Montag. Anzeigen-Pretle: Colonelzei!» tm Anzeigenteil 0,15 Goldmark. Colonel,zelle tm Reklameteil 0,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunsl und.«3eb. f,10 Goldmark. Poro exrra Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens tm Belitz der Fuldaer Aeitenür urkerel in Fulda len

Druck und Verlag der Fuldaer Ackienöruckerel. Verlagsort Fu da. ......

WochendK^nder,

Sonntag, 14. April. 2. Sonntag nach Ostern. Justus. Mort.. t 133. Tiburtius, Baleran, Maximus, Mart., 229.

Montag. 15. Avril. Vdm Tage.

Dienstag, 16. April. Vom Tage.

Mittwoch 17. April, e ft feier des H l. Joseph des Schutzpatrons der Kirche.

Donnerstag, 18. April. 2. Tag der Oktav des Iosephs- festes.

Freitag, 19 April. 3. Tag der Oktav des Josepbsfestes

Samstag, 20. April. 4. Tag der Oktav des Josephs- scstes. *

Zweiter Sonntag nach Ostern.

Epistel. 1. Petrus 2, 2125.

Evangelium. Iohannes 10. 11IS. Der gute Hirt.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern:Ich bin der gute Hirt. Der gute fiirt gibt sein Leben für (eine Schale Der Mietling aber, der nicht ^irt ist und bem die Schase nicht gehören, verläßt be Schafe und stiehl, wenn er den Wolf kommen steht. Und der Walk will die Schafe an und zersprengt sie. Der M-etling stiehl, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schalen nichts liegt. Ich bin der gute flirt. Ich kenne Ar Meinen, und d'e Meinen kennen mich. wie mich der -Haler kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe Wein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstalle sind Auch sie Auß ich herbeiführen: sie werden auf meine Stimme Wen. und es wird eine Herde und ein Hirt sein."

3n den Tagen nach der Kuserstehuna

6 ußer seinem Evangelium hat der hl. Lukas auch noch ein zweites Werk geschrieben, das der Hl Schrift als kostbares Kleinod ein- verleibt ist. Die Apostelgeschichte. - r^ Und gerade in der hl. Osterzeit ob- "egt uns Priestern die Pflicht, täglich im Brevier- klevet aus diesem goldenen Buch einen Abschnitt du lesen.

, ^'^ da nicht dein Interesse wachgerufen, die- '"haltreiche, trostvolle Werk aus der Feder des um - i eben'alls kennen zu lernen? Ich glaube hm >.' hidugehen '" der Annahme, dieses Jniereste ".f,11 unden. So null ich mich dxnn der Mühe dich in Ten und Gehalt dieses herr- âhu Gedenkbuches einzusühren.

kein^^n.^'^m Evangelium, jo hat S. Lukas auch o>!--I^.-/?"ikelgeichichle ein kleines Vorwort vor- --lleichickt, das uns heute beschäftigen soll.

i* ,'i?" m5*nrm ersten Buche, o Theophilus. Habe iBirf»/r °v !6 berichtet, was Jesus von Anfang an x^ ^,""d lehrte bis zu dem Tag. da er feinen aus- träno l? Aposteln durch den hl. Geist seine Auh ttnirhe » 8 ""d in den Himmel ausgenommen $p,r .; ®r hatte ihnen nach seinem Leiden vier?

ne aeaeven, dvn er lebe: oicttia Taae hindurch

war er ihnen erschienen und hatte ihnen Weisungen über das Reich Gottes gegeben."

Daserste Buch", auf das Lukas gleich anfangs cnfpielt, ist also sein Evangelium. Beachte Lie gtoge Bescheidenheit des Verfassers, da er fein so wunderbares Werk nichtEvangelium" sondern nurBuch", nennt.

Theophilus", war aller Wahrscheinlichkeit ein hervorragender Mann aus Antiochia, dem Lukas schon sein Evangelium dediziert hat.

Ueber alles berichtet". Das ist nicht wörtlich zu verstehen. Denn wollte man wirklich alles, wcw Jesus getan und gelehrt, der Reihe nach aufsä-reu ben, so würde jadie Welt die Bücher nicht fas­sen, die Zu schreiben wären", meint der hl.Johannes Das Wortalles" hat Len Sinn:Die Hauptsache"

Was Jesus wirkte und lehrte". DasWirk-n" kommt vor demLehren". Denn das Leben ist entscheidend, nicht die Lehre. Durch seine B.ispiele, durch seine Tugenden, durch seine Leiden, durch sei­nen Tod hat Jesus uns erlöst. Aber auch seine Lehre, seine Worte, seine Predigten sind ein gro­ßer Schatz, sind Lichter und Sterne auf dem Wege des Lebens. Gehen wir an dieser Rechensolge nicht gedankenlos vorüber, sondern führen uns zu Ge­müt, daß es auch bei uns nicht aus schöne Wo te woh'geürechieltc Phrasen, formvollendete Reden ankommt, sondern in erster Linie auf die Hand; u gen, auf die Werke .auf die Beispiele aus die To­ten. Schöne Worte kann jeder Komedignt ma­chen, Werke leisten ist Sache der Helden.

Viele Beweise, daß er lebe". Davon also mar das Tagewerk unseres Heilandes in den Tagen nach seiner Auferstehung ausgefüllt. Das war der Inhalt dieser geheimn.svollen vierzig Tage.Bc- "-"^e seines Lebens Beweise seiner Auferstehung Mit gutem Grund hat der Heiland darauf so gro­ßen laiert geregt. Denn die Auferstehung muhte >a lein ganzes Lebens- und Erlösungswerk krönen Ohne die Auferstehung wäre er ja als Großsprecher und Lügner am Pranger gestanden. Hat er nicht unzöhiigemal seine Auferstehung geweislagt? Wir gehen hinaus nach Jerusalem, sprach et Zu den Aposteln, und der Menschensohn wird den Heiden überliefert werden: diese werden ihn anspucken, geißeln und kreuzigen, aber am dritten Tage wird er auferstehrn. Die Auferstehung Jesu ist alle der Schlußstein seines Lebens: der Beweis seiner All­macht. Wahrhaftigkeit, Treue und Gottheit. Darum kommt auch alles auf den Glauben an feine Auf­erstehung an. Dieser Glaube bildet beim Christen den Ausschlag. N'cht der Tod Jeiu, 'ondern tue Auferstehung Jesu ist der Glaube der Christen, sagt der hl Kirchenlehrer Augustin. Daß Jesus gestor­ben ist, das glauben auch die Heiden. Und gerade das haben sie den Christen zum Vorwurf gemach-, gerade damit glaubten sie ihnen die Lächerlichkeil ihres Glaubens nachgewiesen zu haben, wenn sie zu ihnen sagten: das ist uns ein schöner Gott, der cm Kreu>e zwischen Mördern geendet hat! Die (Christen finh nh»r hi» Antmart nicht schuld!« ae-

blieben und sprachen: leset weiter in der Schrift und ihr werdet daraus stoßen daß dieser Jesus nicht bloß gekreuzigt wurde, sondern auch auferftanLen ist.

Der Auferstehungrglaube ist also der eigentliche Christenglaube. Und diesen zu befestigen hat sich der Heiland alle Mühe gegeben. Er ist uns den Beweis der Auferstehung nicht schuldig geblieben. Und nicht bloß einen Beweis feiner Auferstehung hat er gegeben, sondern deren eile. Und worin bestehen diese Beweise? Er ist erschienen und hat Weisungen gegeben über das Reich Gortes.

Erschienen" ist er dem Petrus und hernach den Elfen. Darauf hat er sich mehr als fünfhun­dert Brüdern zugleich gezeigt. Hiernach erschien er noch dem Jakobus, alsdann noch a'len Aposteln mit einander, zuletzt erschien er auch mir w.e einer Spätgeburt", schreibt der hl Paulus. Bei diesen Erscheinungen handelte es sich nicht um Halluzina­tionen, nicht um Produkte der Einbildung oder Selbsttäuschung. Versichern denn nicht, die Eran- gelien. daß die Apcstel mit Seins gegessen haben? Versichern sie nicht, daß er ihnen seine Hände und Füße gezeigt hat? Daß er den Zweiflet Thomas aufgeiordert hat, feine Finger in ferne Wunden zu legen? Und Thomas ist bteier Aufforderung nach­gekommen und hat feine Ueberzeugung in die un­sterblichen Worte gekleidet:Mein Herr und mein Sott". i

Wer also an der Tatsache der Auferstehung noch zweifelt, dem bleibt nichts anderes übrig, als die ganze Bibel für ein Lügen werk zu erklären.

Beweise der Auferstehung". Dorin sollen wii dem Heiland Nachfolgen. Wir ünd ia aveft -nii ihm auferftanben. Dem Gerste nach auferstanden; mit der Seele auferstanden. Hervor gegangen und wir in der Osterzeit aus dem Grab der Sünde und des Todes und haben durch wurdiae Beicht und Kommunion ein neues Leben uns erworben. Von dreiem neuen Leben gilt es nun. Bewerfe zu geben. Oder willst du letzt ebenso unpünktlich iem in dei­nem Morgengebet, in deinem Mesjebuch wie viel­leicht vordem? Ebenso launisch, herrlich, unver­träglich, leidenlchastlich, sinnlich, bequem wie vor­her» Nern. Beweise der Auferstehung laßt uns geben So'che nenne ich Gcwissenhaftigkei? in den religiösen Uebungen, Standhaftigkeit im Umgang mit Angehörigen und Mitmenschen. Mit einem Wort- als Erlöste als heilige sollten mir leben und so erfüllen das Wort des hl. Dovid:Singet dem Herrn em neues Lied; sein Lob ;*t in der Gemeinde der Heiligen." Der Burgpfarttr, ...

Ich kenne dir Me nen . . .

Es ist etwas Tiefgreifendes um die Einsam­keit der menschlichen Scele. Kein Arbeiterhyrh» mus, kein wirbelnder Tanz, kein jauchzendes Brr* gnitgen täuscht uns darüber hinweg, daß die Meu» fchenieele in ihrem Tiefsten und Letzten einsam and hunnria bleibt, daß sie sich sehnt. Sonne und Licht