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wochenka!enöer.

Sonntag, 17. März. Pasflonssonnlag. Patrik, Bischof, Bek. t 493

Montag, 18. März. Cyrillus, Bisch., Kirchenl. 4 368.

Dienstag. 19. März. Fest des hl. Joseph. 22. Jahrestag der Weihe des H. H. Bischofs Joseph Damian.

Mittwoch, 20. März. Vom Tags.

Donnerstag, 21 März. Fest der 7 Schmerzen Mariä.

Freitag, 22 März. Katharina.

Samstag, 23. März. Vom Tage.

pasfionssonntag.

Epistel. Hebräer 9, 1115.

Evangelium. Johannes 8. 4659. Jesus inmitten seiner

Feinde.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Scharen der Ju­den:Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid." Die Juden entgegneten ihm:Sagen wir nicht mit Recht: Du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?" Jesus erwiderte:Ich habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Ich bin aber nicht auf meine Core bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht schauen in Ewigkeit." Da sprachen die Juden:Nun erkennen wir, daß du einen bösen Geilt hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst:Wenn jemand meine Worte bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht kosten. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist9 Auch die Propheten sind gestorben Was machst du aus du selbst?" Jesus entgegnete:Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts; mein Vater ist es. der Pich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott und doch kennt shr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; und wollte ich sagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Wart. Abraham, euer Vater, jubelte, daß er meinen Tag sehen wollte. Er sah ihn und freute sich." Da sagten die Juden zu ihm: r®u bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abra- ham gesehen haben?" Jesus erwiderte ihnen:Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich." hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinweg.

3m Kreuzfeuer.

rsu, laß zu deinen Füßen

Unser tiefgerührtes Herz Jetzt in Wehmut sich ergießen Und erwägen deinen Schmerz.

Auszutilgen unsre Schulden, Kamst du, Mittler, Mensch undGott Schwach und Leiden zu erdulden

Und den bittern Kreuzestod.

Diese Verse des Dichters versetzen uns in die fuzePpsstonsstimmung. Des Heilands Kreuz 3 ^"iuen wieder mit neuer Aufmerksamkeit, mit

neuem Schmerz, mit neuem Leidensmut zu be­trachten, das ist die Aufgabe der Kirche, die Auf­gabe der Gläubigen, das ist deine Aufgabe in den zwei Wochen der Passionszeit.

Daß Jesus die Pein der Kreuzigung leiden mußte, die grausige Annagelung, das Verzerren der Glieder, den brennenden Durst, das war ned) das geringste. Im innersten seiner Seele da ge­wahre ich einen noch größeren Schmerz, der da drinnen wütet wie ein entsetzliches Feuer. Das Kreuzfeuer.

Den Juden war cs nicht genug, dem Erlöser jene schrecklichen Wunden zu schlagen, nein, sie daben auch in diese Wunden Salz gestreut, das Salz des Hohnes und des Spottes. Und dieser Schmerz hat alle anderen an Heftigkeit und Größe übertroffen, zumal die Seele Christ: gerade für innere Leiden so außerordentlich empfindlich war.

Damit wir aber an dieser ekelhaften Verspot­tung kein Aergernis nehmen, war auch sie in den Kreis der Weissagungen elnbezogen. Im Psalm 21 spricht der Hwr durch den Mund des könig­lichen Sängers David:

Ein Wurm bin ich, kein Mensch mehr:

Der Leute Spolt, verachtet von dem Pöbel.

Mich höhnt. wer mich nur immer sieht;

Verzieht den Mund

Und schüttelt mit dem Kopf.

Er freut sich an dem Herrn,

Der rette ihn!

Der helfe ihm!

Er ist sein Liebling!"

Schlagen wir jetzt das Evangelium des hl. Matthäus auf und gehen wir den Spottred.n der Juden im einzelnen nach Zunächst treten die Vorübergehenden auf, unter denen wir wohl das gaffende, müßige, neugierige, wetterwendische Volk zu verstehen haben. die Zuschauer der Kreuz.gung. Sie lästerten den Herrn, schüttelten die Köpfe und sagten:Pfui, der du den Tempel Gottes nieder- reißest und in drei Taaen wieder aufbaust; rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuze!"

Siehst du, wie diese Lästerer zugleich Lügner und Verleumder sind? Hat denn Jesus jemals eine Silbe davon gesagt, daß er den Tempel Got­tes zerstören werde? Nein. Ein Zeichen vom Himmel verlangten einmal die ungläubigen Juden. Und was hat Jesus darauf erwidert?Zerstöret diesen Tempel". hat er gesagt,und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen". Das klingt etwas anders, als die Lästerer ihm zuschieben. Wann ihr den Tempel Gottes zerstört, dann werde ich ihn wieder aufbauen. Und der Heiland re'?et vom Tempel seines Leibes. Wartet nur, ihr Lästerer; wartet drei Tage, und das Wort des Meisters wird sich herrlich erfüllen. Ihr selbst seid es 'ic grausamer als Vandalen den Tempel der Leib­

lichkeit unseres Heilandes eben durch die Kreuzi­gung zerstört; doch am dritten Tage wird man die­sen Leib in neuer Herrlichkeit vom Grabe hervor- kommen sehen!

Zum Zweiten höhnten ihn die besseren Kreist der Gesellschaft, die Herren von Bildung und Be­sitz. Es waren dieHohenpriester, Schriflgelshr- ten und Aeltssten."Anderen hat er geholfen," höhnten sie,sich selbst aber kann er nicht helfen. Ist er der König von Israel, io steige er äugen» blickiich herab vom Kreuze, und wir wollen an ihn glauben. Er hat auf Gott vertraut, der möge ihn jetzt befreien, wenn er ihn liebt. Er hat ja gesagt: ich bin Gottes Sohn."

Welch schlechte Schriftkenner sind doch dies; Schrifigelehrten". Wußten sie denn nicht aus der Bibel, daß a>'ch die Gerechten geschlagen, ge­prüft werden? Wußten sie nichts von den Leiden eines Abraham, eines Jalob. eines Joseph, nichts von den Qualen und dem Untergang der Makka- bäifchcn Brüder? Haben diele bioelstolzen Män­ner niè das Buch Jesus Sirach zur Hand genom­men und die lehrreiche Stelle beherzigt:

Mein Kind!

Schickst du dich an,

Dem Herren Gott zu dienen:

Halte deine Seele für Versuchungen bereit.

Im Feuer wird das Gold geprüft:

Und in der Trübsal Ofen Gottes Liebling!"

Sir 2,16.

Aber, sagst du, es wäre doch dem Heiland eine Kleinigkeit gewesen, den Bitten der Lästerer zu willfahren und vom Kreuze heravzusteigen? Ohne Zweifel. 1 Und es mußte menschlich gesprochen, Jesu ganze Seele danach brennen. Ha. wie herr­lich wäre es gewesen, sich plötzlich vom Kreuzbalken loczureißen, vom Marterholz niederzusteigen, beg- reich unter den Feinden zu stehen, ihre Lästerungen zu zerreißen und die Früchte des Glaubens und der Liebe einzuheimsen? Und warum ist nun bet Heiland nicht Hero gestiegen?

Einmal wußte er vermöge seiner Allwissenhell genau, daß ihre Versprechungen nur Wind und Trug sind. Glauben wollt ihr an.Jeius und an seine Gottheit, ihr stolzen Pharisäer, ihr Priester und Aeltesten? Ei, warum habt ihr denn nicht früher schon geg'anbt, wo größere Wunder ge­schehen sind? Habt ihr denn nicht gesch n. al­ber tote Lazarus lebendig aus dem Grabe herv-r- ging? Und warum habt ihr nicht nachher ae* daubt, als der Gekreuzigte vom Grabe erstand, als er wieder lebte inmitten der Seinen? Nem, eure Versprechungen verhüllen mir schlecht eure Heuchelei und Bosbeit

Und warum ist er nicht herabgestiegen? Avi Gehorsam gegen seinen himmlischen Vater. Dem gehorsam wollte Jesus fein bis zum Tode. ja bti zum Tode am Kreuze. Er wollt? nicht beravstsi- gen, um das Werk der Erlösung zu vollenden, um ein Ds-smel der Geduld, der Pflichttreue und B?» harrlichkeit zu geben. Ist es nicht bisweilen schwer«