f ^na ein wichtiger Bestandteil des Gottesdien- ; k''n Geringerer als der musikkundige, hoch- i.Up? Papst Pius X. hat in seinem Motu proprio roai 22. November 1903, dem verpflichtenden kir- o en rnMaiischm Gesetzbuch, den Satz aufgestellt, deß die „Musica sacra", die heilige Musik, ein integrierender Bestandteil der Liturgie sei. Des- n egen hat die Kirche ^u allen Zeiten einen Sän- g.rchor, entweder einen Priesterchor wie indenKlö- stsrn oder einen Männer- oder Knabenchor oder schließlich, wenn es nicht anders möglich ist, einen gemischten Chor mit Frauenstimmen zur Liturgie herangezogen, lind in der Tat! Die feierliche Darstellung des Hochamtes ist nur möglich durch die Mitwirkung eines Sängerchores, sagt der bekannte Eeneralpräses der deutschen Cäcilien'ver- eine, Franz Dauer Witt. Aus diesen Darlegungen ergibt sich die große Bedeutung und hohe Stellung des Kirchenchores im Rahmen der Pfarrge- meittde; er darf mit Recht der erste und wichtigste Verein der Pfarrei genannt werden. Als treuer Hüter der heiligen Musik steht er weit über den übrigen Eesangvereinen und verdient bei dem gläubigen Volk und den kirchlichen Stellen weitgehendste Unterstützung. Gewiß, der in den Kon- zertsälen übliche rauschende Beifall ist den Kirchensängern versagt, auch die Presse nimmt selten Notiz von der mühevollen und selbstlosen Arbeit der Kirchenchöre und ihrer Dirigenten. Aber „Da? Lied, das aus der Kehle dringt", das Bewußtsein, mitzuwirken an der Verwirklichung des Wsih- nachtsjubels „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen", „ist Lohn, der reichlich lohnet", und schließlich wird Gott, der Vergelter alles Guten, im Reiche der ewigen Harmonien, am besten und reichlichsten zu lohnen wissen. So kommt zum irdischen Lohn nach ewiges Verdienst.
Freilich müssen sich die Chormitglieder auch ihrer hohen Aufgabe und Stellung bewußt sein, Siem rissen auf den Vorzug,, zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gläubigen bei der hl. Liturgie mitzuwirken, stolz sein. Im Altertum und im Mittelalter hatten die Kirchensänger eine eigenes kirchliches Gewand; im feierlichen Zuge schritten sie mit dem zelebrierenden Priester an den Altar; dahe- hat heute noch der Altarraum den Namen „Chor". Damit war auch äußerlich die Ehrenstellung des Sängers angedeutet. Wenn das im Wandel der Zeiten anders wurde, io ist es doch Ehren- und Gswissenspsticht, mit Rücksicht auf den hl. Dienst, stets vollzählig und pünktlich zu den Proben und zum Gottesdienst zu erscheinen, tadellose Ruhe und Ordnung in den Uebungsstunden zu halten zum Gottesdienst selbst rechtzeitig zu kommen, auf der Orgelempore durch eine fromme und andächtige Haltung gutes Beispiel geben und dann mit liturgischer Einfühlung und musikalischem Verständnis singen, gemäß dem Wort: Wer gut singt, betet doppelt. Darauf muß um so deutlicher und ernster im Interesse der guten Sache und zu Nutz und Frommen der Kirchenchöre hingewiesen werden weil sie vielfach gemischt sind, d. h. Frauenstimmen verwenden, ein Zustand, der von der kirchlichen Behörde schon längstens verboten worden ist, aber mst Rücksicht auf manche Schwierigkeiten geduldet wird, und dadurch leicht Verflachung und Verweltlichung, nicht selten weibliche Eitelkeit und Eifersucht an heiliger Stätte Platz greifen können.
Mit einem aufrichtigen Dankeswort im Namen der Pfarrgemeinde und mit der herzlichen Bitte, auch weiterhin zur Erhebung der Frommen, zum Troste der leidgebeugten Menschen und zur Rettung der Seelen mitzuhelfen in wahrem apostoli- ichen Geiste, schloß der für die heilige Musik begeisterte Priester mit einem treffenden Wort des kö- nialichsn Sängers und. gottbegnadeten Psalmen d'chters David: „Glückselig das Volk, das zu singen versteht." (Ps. 88, 16). y.
is-asr« M W taeM. i
Bettenhausen, St. Sunigundis. Das war eine Freude für die katholische Gemeinde Bettenhausen, als am hl. Weihnachtsmorgen von dem Turme der neuen Kirche zum ersten Mal die Helle Stimme der neuen Glocke hinaus in die feierliche Stille hallte und die Gläubigen zum Fest-Gottesdienst rief Diese eilten dann auch recht zahlreich dorthin. Ist die Glocke auch nur ein leihweiser Ersatz für das spätere, eigentliche Geläute, so ist sie doch recht sehr erwünscht, für die in der Diaspora Bettenhausen
wohnenden Katholiken. Wohl alle Katholiken dan l ken es ihrem Seelsorger, dem Hochw. Herrn Pastor Brandstetter daß es seinen Bemühungen gelungen ist, die Glocke zu beschaffen. Möge die neue Glocke allen Katholiken von Bettenhausen ein Mahner sein zu treuester Pflichterfüllung, möchten sich aber auch noch hochherzige Wohltäter finden, daß es möglich wird, recht bald ein würdiges Geläuts für die neue Kunigundiskirche zu beschaffen. H
St. Elisabeth. An diesem Sonntag beginnt wegen der .Jubiläumsfeier der kath. Bürgergeieü- schaft die letzte hl. Messe ausnahmsweise schon um 11 Uhr.
St Aamilia. Sonntag, den 13. Jan., also heute, abends 6 Uhr spricht Pater Krothen, Ges. Jesu, über die Frage: „Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er?" Wer ist Christus? Keine Frage ist so entscheidend für die Zukunft unseres Volkes, für das Glück der Familien und jedes einzelnen Menschen. Himmelhoch ragt diese schicksalsschwere Frage in der Weltgeschichte auf und heischt von jedem Menschen Antwort und Stellungnahme. Der Vortrag will uns aus den ältesten Quellen die Antwort schöpfen, die Christus selber gab und seine drei ältesten Evangelisten, die Synoptiker. Diese Antwort beleuchtet dann von selbst klärend so manch verschiedene Christusdarstellungen der neueren Literatur.
Ihringshausen. Am 30. Dezember fand die diesjährige Weihnachtsfeier in unserer Diasporafilialgemeinde statt. Nahezu die ganze Semeinbe war zu diesem Fest erschienen, vom dreijährigen Kind bis zum 80jährigen Greis. So waren wir denn eine große Familie. Und wie schön verlief diese Familienfeier! Herr Pfarrer Wehner gab zunächst feiner Freude über den zahlreichen Besuch Ausdruck und legte sodann in seiner Ansprache herrliche Weihnachtsgedanken zur Erwägung vor. Danach traten die Kinder und die Jungfrauen in Aktion, die unter der bewährten Leitung von Frl.Kemper Vortreffliches leisteten. Ganz besonders schön war das Krippenspiel, bei dem die Mutter Gottes und der hl. Joseph ergreifend dargestellt wurden. Herr Lehrer Müller-Kassel begleitete die Gesänge am Harmonium. Er war in freundlicher Weise für Herrn Lehrer Rübsam eingetreten, der in letzter Minute am Erscheinen verhindert wurde und der sich bei den Proben viel Mühe gemacht hatte. Zum Schluß kam das Christkind und bescherte allen Kindern gar schöne Dinge. Es hatte sehr viel Arbett, da 60 Kinder beschenkt werden mußten.
Selbsthilfe kath. Vereine bei Slerbefällen. Unser Mitglied Engstenberg ist gestorben. Die fällige Umlage ist Sonntag, den 13. Jan. 1929 zu entrichten. Der Vorstand.
Wereinskal'enöer.
Sonntag, 13. Januar.
Katy. Vürgergesellsckaft. Sonntag, 13. Januar Feier des 25jährigen Bestehens und zwar: 1) 11 Uhr vormittags Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Elisa, beib, Friedrichsplatz, mit Festpredigt des Herrn Pfarrers Herbert und Aufführung einer Schubertniesse mit Orchesterbegleitung durch den Kirchenchor von St. Elisabeth unter Leitung des Herrn Lehrers Ständer. Die Plätze im Mittelschiff sind für die Mitglieder der K. B. G. reserviert. 2) 1 Uhr mittags Festessen im kleinen Stadtparttaal mit Festrede des Herrn Prof. Dr Weber. 3) 7Vs Uhr abends musikalisch-theatralische Abendunterhaltung mit anschließendem Tanz im kleinen Stadtparksaal.
Uath. Arbeiterverein Kassel Teilnahme an dem Bortrag: „Was dünkt uns von Christus?" 6 Uhr in der Kirche St. Familia. Die Monatsversammlung fällt aus.
Iugindgruppe der Iungfranenkongregalion St Elisa- beth. Nachmittags 3Vs Uhr Versammlung im Agneshause.
Katy. Iungfrauenkongregation St. Marien. 3*/» Uhr Versammlung mit Vortrag im Schwesternhaus, Pfeiferstratze 2.
Marienvereln für Hausangestellte. Abends Vs8—io Uhr Versammlung im St. Agneshaus, Frankfurter- strafe 25, E. I.
Montag, 14. Januar.
Kirchenchor St. Elisabeth. Abends 8 Uhr Probe.
DienStag, 15. Januar.
Zuaendgruppe der kath. Krauenbunder. Abends 8 Uhr Zusammenkunft im Agneshaus, Frankfurterstratze 25. iCaritaszimmer.)
kkirchenchor $t. Familia. Abends - 8 Uhr Probe im Paramentensaale,
Mittwoch, 16. Januar.
Katy. Iünglingrorrein St. Joseph. Abends 8 Uhr Versammlung.
Kath. Zuger d- AbendS 8^i Uhr L veHe.
und Zurgpätlerverein 5f. Familia. ichtvtt.crvortrag in der Jugendher-
verein kath. kaufmännischer «entsinnen und Beamtinnen. Abends 8'/i Uhr Vereinsamend mit Vortrai
Marienverein für liausmgefteate. 8—10 Uhr Näh-
abend im Agneshaus, Franksurlerstratze 25, E. 1
ikirchenchor St. Maria Abends 8 Uhr Probe im Paramentensaal der Kirche.
Donnerstag, 17. Jan
Katy. Zungmänneiverein St. Joseph. Abends 8 Uhr Versarnuttun i.
Katy. Kaufmännischer Verein. (Stammverein und Jungmännerurig) Abends 8'/.. Uhr dritter Vortrag es Herrn Koplan Laufer: „Luther, Person und Werk. Gesamturteil."
Katy. Iungfrauenkongregation St. Zoseph. VersaMm- iung mit Vortrag.
Kat i. Zungfranenkongregatlon St. Marien Abends 8 Uhr Zusammenkunft der älteren Ableiluug im Para» m entenraum.
Freitag, 18. Januar.
Katy. Zünglingsverein St. Elisabeth. Abends 8 Uhr Versammlung in der Kirche.
Katy Arbeite.innenverein St Elisabeth. Abends 8 Uhr Versammlung im „Ritter".
Go44esdreni!ordn»ng.
Sonntag, 13. Januar.
1 . Pfarrkirche St Elisabeth (Friearichsplatz 16):
6*'s Uhr hl. Messe. 7 V, Uhr hl. Messe. Danach Generatkomm. der Jungfrauen, der Schülerinnen der höheren Schulen und der Schülerinnen der Bürgerschule 10, welche Ostern aus der Schule kommen. 8 Vs Uhr hl. Messe mit Predigt der Schulkinder. OVi Hochamt und Predigt. 11 Uhr Amt mit Predigt. (Wegen der Jubiläumsfeier der kath. Bürgergesellschaft wird gebeten, die Bänke im Schiffe der Kirche für die Mitglieder der Bürgergesellschaft freizulassen'. 6 Uhr Andacht.
An den Wochentagen um 7, 7.40 und 8 Vs Uhr hl. Messen, am Dienstag und Freitag ist die erste hl. Messe im Agneshause.
Freitag abend 8 Uhr Predigt und Andacht für die Jünglinge.
Belchtgelegenheit: Samstag nachm. von 5—8 Uhr, Sonntag morgens von 6Vs Uhr an.
Austeilung der hl. Kommunlon. An Sonn, und Feiertagen in der hl. Messe um 6V, Uhr, vor und nach der hl. Messe um 7Vs Uhr und im Kindergottesdienste um 8Vs Uhr; an Werktagen in den hl. Messen.
2 Pfarrkirche St. Samilia (Köln. Straße 53):
6’/s und 8 Uhr hl. Messe mit Komm. - Austeilg. ‘MO Uhr liturg. Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. Abends 6 Uhr Andacht (Vottrag), Komm, der Jünglinge und schulpflicht. Knaben.
An den Wochentagen 7" Uhr üi. Messe.
Gelegenheit zur hl. Beichte: An den Vorabenden der Sonn- und Feiertage nachmittags von Vs5 Uhr, Sonn- und Feiertags morgens von 6Vs Uhr an.
5. Pfarrkirche St. Marien (Hwdenburgplatz):
7 und 8 Uhr hl. Messen Vs 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Pred. 6 Uhr abends sakram. Andacht. Komm, der Jünglinge und Schulknaben.
HI. Messen an den Wochentagen um 7 und 7,40.
Beichtgelegenheit: An den Vorabenden der Sonn- und Feiertage von Vb5—7 Uhr, an den Tagen selbst von 6Vs ab.
Niederzwehren. 8 Frühmesse. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
4- Pfarrkirche St. Joseph (Marburgerstr. 87::
Vs8 Uhr Frühmesse mit Predigt und gemeinschaftl. Komm, der Jünglinge, Jungmänner und Schulknaben. 10 Hochamt und Predigt. 2 Uhr sakram. Andacht.
An den Werktagen 7st« Uhr hl. Messe.
Gelegenheit zur hl. Beichte: An den Tagen vor Sonn- und Feiertagen morgens nach der hl. Messe, nachmittags von Vs4—4 und von 6—8 Uhr, an Sonn- und Feiertagen selbst von morgens 6 Uhr an.
Austeilung der hl. Kommunion: An Sonn- und Feiertagen morgens in der Frühmesse, an Werktagen in der hl. Messe.
Marienkrankenhau». An Sonn- und Feiertagen 6 Uhr hl. Messe, vorher Austeilung der hl. Kommunion. Nachm. Vs3 Uhr Andacht.. An Werktagen 6Va hl. Messe.
Ihringshausen. An Sonn- und Feiertagen 3/<10 Uhr Hochamt mir Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
5. Kirtye St. rtunigundi» — Leipzigerstr. 145:
7*/s Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Hochamt mit Predigt. 2Vs Andacht. Komm, der Jünglinge.
Werktags ist die hl. Messe um 7V« Uhr.
Beichtgelegenheit: Samstag nachmittag von 5—7 Uhr, Sonntag morgens von 6—6.20 Uhr. Werktags vor der hl. Messe.
Komm.-Ausltg. : Sonntag morgen während der , Frühmesse, um 9 Uhr und wrhrend des Hochamtes. Werktags während der hl. Messe.
Verantwortlich für den leitreii: Pir. Herbert, Friedrichsplatz 1 und für den Anzeigenteil: 2. Par > zeilzr. Fulda,