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neu. Nach der Messe wurde das „Beni Creator" gesun­gen. Nach der religiösen Feier fand die erste Sitzung im Justizpalast statt.

Kleine kirchliche Nachrichten

Rom. Erzbischof Dr. Fritz von Freiburg wurde am 6. November vom Papste und vom Kardinalstaatssekre­tär in längerer Audienz empfangen. Der Erzbischof hielt dann noch am Vorabend des Patronatsfestes der heiligen vier Gekrönten, in der Titelkirche des Kardinals Schulte die feierliche Vesper unter Beteilwung des irischen Prie­sterkollegiums.

Rom. Hinsichtlich der Sonntagsruhe in Rom führt der „Offervatore Romano" einen soeben gefaßten Be­schluß der Rechtsanwälte von Vigevano als vorbildlich an, die inskünftig Sonntags ihr Büro geschloffen halten und auch außerhalb desselben berufliche Beziehungen mit den Klienten nicht pflegen. Dieses Beispiel sollte nicht bloß von den Advokaten, sondern von den verschiedenen Berufszweigen nachgeahmt werden, insbesondere sollten Arbeitgeber sich dies merken, die ohne zwingenden Grund arme Arbeiter zur Sonntagsarbeit an Gebäulich­keiten und öffentlichen Straßen zwingen. Rom wohl hat in diesen Dingen einen traurigen Ruhm. Zwar gibt es Gesetze . . ., und die berühmte „Carta di lauoro" ist weit und breit verteilt worden, es läßt das hoffen, daß mit deren Kenntnis auch die Sonntagsheiligunq gewinnt („Kipa").

Bonn. Professor Dr. Schrörs, Kirchenhistoriker an der kathol.-theologischen Fakultät, ist gestorben.

Bonn. Dr. Karl Eschweiler, außerordentlicher Pro­fessor in der hiesigen katholisch-theologischen Fakultät, ist als ordentlicher Professor für Dogmatik an die Akademie Braunsberg berufen worden. Professor Eschweiler ist 42 Jahre alt. Er studierte in Bonn und München, wurde 1911 zum Priester geweiht, war 1919 bis 1923 Repetent am Kollegium Albertinum in Bonn und ist seitdem Pfar­rer in Borkum. Im November 1922 habilitierte er sich an der Universität Bonn für scholastische Philosophie und theologische Erkenntnislehre.

Regensburg. Auf der Generalversammlung des Ka­tholischen Pressevereins für Bayern führte Bischof Dr. Buchberger folgende ernste Mahnung bezüglich der gu­ten und schlechten Preße aus: „Wer die Verwüstung kennt, die schlechte und Schmutzschriften an unserer Ju­gend anrichten, der möchte sich einen Engel mit flam­mendem Schwert vor das Paradies der Jugend wün­schen. Gesegnet seien deshalb alle Bemühungen zur Bekümpfmig der Schmutz- und Schundliteratur und aller schlechten Presse! Gesegnet seien die Familien, die schlechte Bücher und Blätter nicht über die Schwelle ihres Hauses lassen und die nicht gestatten, daß Seelen­mörder in Form von Schund- und Schmutzschriften und schlechte Zeitungen an ihre Kinder herankommen!"

Osnabrück. Bischof Dr. Wilhelm Berning von Os­nabrück, der als Vertreter des gesamten deutschen Epis­kopates an dein Eucharistischen Weltkongreß in Sidney teilgenommen hat, ist jetzt in seine Diözese zurückgekehrt. Am Sonntag, den 11 d. M.. schilderte er in einer Pre­digt im Dom die Eindrücke von seiner Reise und vom Eucharistischen Kongreß.

Danzig. Der Bischof von Danzig, Graf O'Rourke, wurde zum Apostalsichen Visitator für die deutschen Pfar­reien in den Diözesen Polens ernannt. Anlaß dazu boten die Beschwerden der deutschen Katholiken in Polen über kirchliche Zurücksetzung.

Graz. Am Allerseelentage starb hier P. Viktor Kolb S. I. im Alter von 71 Jahren. Er war ein be­deutender Kanzelredner und behandelte wichtige Gegen­wartsfragen in packenden Volksreden. In allen größe­ren Städten Oesterreichs trat er als Prediger und Red­ner auf. Besonders hat er sich um die Hebung und Verbreitung der christlichen österreichischen Presse große und bleibende Verdienste erworben. Seine Pressereden hat er auch gesammelt herausgegeben: desgleichen aus- gewählte Gelegenheitsreden.

Italien. Mit dem Beifall des Heil. Vaters ist fein Geburtshaus zu Desto, das der derzeitige Besitzer Pio Gavazzi ihm zusammen mit den anstoßenden Fabrik- gebäulichkeiten zum Geschenk gemacht hat, von Kardinal Tosi als Waisenheim eingeweiht worden; in der Tauf­kapelle von Desto wurde gleichzeitig durch den Kardinal eine Marmortafel enthüllt, welche an die hier Achille Ratti, nachmaligem Papste Pius XL, erteilte hl. Taufe erinnert.

Zur Rettung des Kölner Domes werden Dombau- Gedentmünzen herausgegeben. Da der rasche Verfall großer Teile des Domes nur durch schnelle Wicderherstel- iungsnrbciten gehemmt werden kann, die jedoch sehr er­hebliche Mittel erfordern, muß der Verkauf dieser Dom- bnu-Gedenkmünzsn mit tunlichster Beschleunigung durch- gefiihrt werden. Cs ergeht daher, besonders an die hochw. Geistlichkeit und die kaih. Organisationen und Vereine, die ebenso dringende wie herzliche Bitte, den ehrenamtlichen Helfern bei dem Verkauf dieser Dombau- Gedenkmünzen jede nur mögliche Unterstützung zuteil werden zu lassen. Die Kölner Dombau-Gedenkmünze,

Alacoque — Leben und Werke der hl. Margareta Alacoque. Autor. Uebersetzung der 4. franz, vom Klo­ster der Heimsuchung in Paray-le-Monial besorgten Auf­lage. Herausg. von der Redaktion des Sendboten des gottl Herzens Jesu. — Verlag von Felizian Ranch, ------- „„ .„„„.. — —.... ----------—......—u-, Innsbruck. Mit dem soeben fertig gewordenen im Ver- bernorgegangen aus der Preußischen Staatsmünze, ist lag Felizian Rauch in Innsbruck erschienenen ersten ein wahres Meisterstück plastischer Kleinkunst. Der Preis! Band liegt nun das Werk „Leben und Werke'der bl

ist sehr niedrig, damit dadurch der Kölner Dombau wie­der volkstümlich gemacht werden kann. In Fünfmark­stücke geprägt kostet die Dombau-Gedenkmünze in Gold­bronze 3.75 RM. (Geschenkpackung); in echt Silber (900 fein) 6 RM. und in echt Gold (900 fein) 120 RM. Porto ertra. Bestellungen wolle man richten an: Werbeftelle Westdeutschland für die Kölner Dombau-Gedenkmünze in Köln, Dombauhütte, Trankgasse.

P. Kolb, der Wiener Presseapostel f.

Am Allerseelentage starb im Wiener Iesuilcn- kloster Pater Victor Kolb. Den Höhepunkt seines 55jährigen Ordenslebens bildet seine 19jährige Tä­tigkeit an der Wiener Universitätskirche. Ein spar­tanisch eingerichtetes Zimmer am Unioersitätsplatz war seine Arbeitsstätte. Hier schrieb er seine macht­vollen Pressereden. Von hier aus gründete er den Piusverein zur Förderung der katholischen Presse in Oesterreich. Die Wiener „Reichspost" feiert in längerem Artikel den „großen Presfeapo- stel Oesterreichs". Sie schreibt: „Unauslöschliche Dankbarkeit der katholischen Presse in Osster.eich knüpft sich an diesen Namen Pater Victor Kolb. Sein Werk, wie das keines anderen Mannes, ist der allgemeine Aufstieg, den im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege die katholische Presse zumal in den Gebieten des jetzigen Oesterreich, aber auch weit über die heutigen Grenzen hinaus, soweit der damalige Staat reichte, genommen hat. Eine mit begeistertem Elan vorwärts dringende Pre'jcve- wegung, der Victor Kolb die Impulse gegeben und für die er die besten Köpfe zu gewinnen verstan- den hatte, trug sie empor, verschaffte den Blättern zum ersten Male reichere Mittel zur Aktion und verhalf zahlreichen Unternehmungen zu zeitentsp e- chenden technischen und redaktionellen Ausstattun­gen, die die Unterlage neuer Erfolge wurden. Noch Schaffung des allgemeinen, gleichen Wahlrechtes, erstand allmählich auch die einheitliche kulturpoli­tische Front der deutschen Katholiken Oesterreichs. Schon zuvor für die Pressearbeit eine gemeinsame giesse geistige Werkstätte begründet und damit auch die spätere allgemeine Einigung voroereUet zu ha­ben, lvas das Werk Victor Kolbs. Es war geschaf­fen aus einer genauen Kenntnis der politischen und aeirllschaftlichen Verhältnisse und einer feinfühligen Einschätzung aller psychologischen Schwierigkeiten. Bis in das letzte Alpental drand die Losung des „Piusvereins". Der eine Mann hatt? in einer Rede auch vielen, die bisher nicht sehen wollten, bewiesen, daß eine starke, modern ausgerüstete ka­tholische Presse für Staat und Kirche unentbehrlich ist Aus beschränkten, vielfach sogar beschämend ärmlichen Verhältnissen erwuchs eine modern auv- gestattete katholische lagespreite, bis in der Uim stürzzeit der „Piusverein" seine Hauptarbeit getan glaubte und in dem Wunsch einer allgemeinen Kräfiekonzentration für die meisten Bundesländer mit dem Katholischen Volksbund sich verschmolz. Nur in Tirol blieb die Vereinigung selbständig er­halten, der Pater Victor Kolb den Namen des großen Papstes gegeben hatte, der einst Rom vor wilder Verheerung durch die heranrückenden Bar­baren bewahrt Halle .

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Das Testament des Geistlichen nach dem kirchlichen und staatlichen Rechte bildet das Thema, das im K I e - ru Skalen der 19 2 9 behandelt wird. Da sowohl der neue Codex juris canonici als auch zahlreiche Diözesau- vorfchriften von dem Geistlichen, die Errichtung eines in zivilrechtlicher Form gültigen Testamentes verlangen, da fern, alle Testamente der Geistlich., welche vor dem Jahre 1924 vor Einführung der festen Währung, errichtet wur­den, einer Revision bedürfen, so dürfte dieses Thema von aktueller Bedeutung nud großen, Interests für den Kle­rus sein, sei es, daß er selbst feine letztwilligen Ver­fügungen treffen will oder als seettorglicher Ratgeber bei dem wichtigen Akte der TeltamentScrrichtüng beige­zogen wird. — Außer diesem Thema enthält der Kl'e- rus kokender die herkömmlichen statistischen Mittei­lungen über die römische Kurie, über die Diözesen deut­scher Zungen. Der beliebte Führer und Ratgeber des katholisken Klerus unter der bewährten Redaktion von Dr. K. A. Geiger kostet Mk. 2—, Verlagsanstalt norm. G. I. Manz in Regensburg

M. M. Alacoque" (2 Bde. 1274 S. gr. 8" Preis Mk 20 „ geb. Mk. 2-5.—) in deutscher Sprache erstmalig übertri gen — fertig vor. Die Zeitschrift „An heiligen Quellen' Kevalear, nennt das Werk eine „Fundgrube für Betrach! tungen". — Wir können uns dieser kompetenten Bem, teilung nur anschließen.

Die Erneuerung der christlichen Familie, von Dom Eugene Vandeur O. S. B. Deutsch von Hedwig Mimei 8". 1928. 154 Seiten. Preis steifgehestet Mk. 475 Vertag Josef Kosel u. Friedrich Pustet, München. Das Bild der hl. Familie in der Werkstatt und beim Gebet predigt ein Ideal und gibt die zuverlässigste Antwort auf so manche sittliche, religiöse, soziale und wirtschoh. ltcho Frage der Zest. Mögen recht viele Katholiken ost schlichten Worte des Buches beherzigen und es als Ae- rater in Fällen der Erziehung und christlichen Sitter- lehre betrachten. Dann wird die christliche Familie sich wieder erneuern und gleichzeitig von größtem Em- fluß sein für die sittliche Hebung eines ganzen Volkes.

Meisterwerke der deutschen Malerei des 19. Jahr- hunderts. 2. Düsseldorf und die anderen Kunstschulen Deutschlands von Dr. Walter Rothes. Mit 93 Abbildun­gen. Verlag der Allg. Vereinigung für christl Kunst, München 19, Renatastr. 69. Die Kunst dem Volke, Nr. 67-68. Preis des Doppelheftes 1,65 Rm.. Hier öffne! sich ein Quell edelster deutscher Kunst. Der geringe Brest des Heftes sollte ihm weiteste Verbreitung sichern.

Thomas von Kempen, Das Buch von der Nachfolge Ehriski. Uebersetzt von Bischof Joh. Mich. Sailer, neu herausgegeben von Dr. Franz Keller. Mit 56 Silbern von Joseph von Führich. 16. Auflage. 24" (24 und 536 S.) Freiburg im Breisgau 1928, Herder. Gebun­den in Leinwand 2.20 Mk., auch in feineren Einbänden. Bischof Sailer ist der Meister, der das Werk des Mön­ches Thomas in eine Sprache übertragen hat, die dem heutigen Menschen die feinsten Empfindungen und die geheimsten Vorgänge seines Seelenlebens ebenso modern schildert, wie dieses Werk eines einzigartigen religiösen Genies des Mittelalters es den Zeitgenossen tat. Er hat die Nachfolge Christi uns in Worten nahegebracht wie Führich im Bilde.

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Einzig? Bekannt ist die 1497 gegossene berühmte Glocke „Gloriosa" des Erfurter Doms. Wenn die über 275 Ztr. schwere Glocke mit dem 11 Ztr. schweren Klöppel Ostern geläutet wird, dann hört man sie um Pfingsten noch brummen! (Wobei zur Aufklärung bemerkt sei, Sch Pfingsten eine Ansiedlung bei Erfurt ist!)

Der Fahrlehrer erklärt, daß der Chauffeur immer so zu fahren habe, daß er die Herrschaft über den Wogen nicht verliere. Er wendet sich an einen der Schüler: „Was habe ich eben erklärt?" — Schüler: „Ich dabe immer so zu fahren, daß ich die Herrschaft im Wegen nicht verliere."

Patient: „Herr Doktor, wie kann ich nur Ihre Sorg­falt wieder vergelten!" — Arzt: „Am liebsten in bar, aber auch durch Postscheck oder Banküberweisung."

Nicht erwartet. Sie: „Wie könntest du ohne mich leben!" — Er: „Billiger."

Große Sortenauswahl / /

1 Würfel für 2 Teller / kostet nur S Pf3-,/

Gicht und Rheumatismus sind Leiden die den B troffenen durch wiederholte 'Anfälle und schließlich ou 1 dauerndes Siechtum das Leben zur Qual machen.

Der sonst gesunde und regsame Mensch, der im brauch seiner Gliedmaßen behindert ist und dem 1 Bewegung die gräßlichsten Schmerzen verursachtem pi häufig ab und ergibt sich willenlos in fern ^ ' ' vielleicht nachdem er schon die verschiedensten V l gemacht hat, wieder unumschränkter Beherrlcher nes Körpers zu werden. .

Leiden wie Rheumatismus und Gicht, die auf Selbstvergiftung durch Harnsäure beruhen, mun ^ gisch angefaßt werden. Nur eine streng durchgeh'»»

Kur wird Heilung verschaffen Anföna«

Doch auch jeder, der mit Schrecken die erst ^^llte spürt — er hat vielleicht nur ein bischen Reitz ron[)n, auf seinen Organismus achtgebcn, bevor er $ ^,

finnige Schmerzen und Arbeitsunfähigkeit I ) '^Die' ^vorliegenden Nummer unseres *^ gegebene Werbeschrift von Dr. med. Hans Fl Den­tin, verdient im Interesse âr Leidenden ^ $[(lttc5 deren Hinweis, umsomehr, als die Leser I ^ânlor auf Wunsch von Dr. Fischer eine Probejchacht erhalten.