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wochenlmlender.

Sonntag, 3. Juni. Fest der allerh. Dreifal­tigkeit. Quatemberandacht um Priester nach dein Herzen Jesu. Kollekte für das Priester - seminar.

Montag, 4. Juni. Franziskus Caracciolo, Bek., t 1608.

Dienstag, 5. Juni. Bonifatius, 1. Apostel der Deut­schen, f 755.

Mittwoch, 6. Juni. Norbert, Stifter der Prämonstra-! tenser, f 1134.

Donnerstag, 7. Juni. Fronleichnam.

Freitag, 8. Juni. 2. Tag in der Oktav von Fronleich­nam.

Samstag, 9. Juni. 3. Tag in der Oktav von Fronleich­nam.

Drsifaltigkeitssonntag.

Epistel: Röm. 11, 33-36.

0 Tiefe des Reichtums und der Weisheit der Er­kenntnis Gottes! Wie unbegreiflich find feine Rat- ichlüsfè und wie unerforschlich seine Wegei Denn ner W die Gedanken des Herrn erfaßt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm zuerst etwas ye- geben, daß es ihm wieder vergolten werden müßte? Von und durch ihn und in ihm ist alles. Ihm sei Ehre und Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Evangelium: Matth. 28, 1820.

Die Sonne, die nicht untergeht.

ein Geschöpf erregt so sehr unsere Aufmerksamkeit, Bewunderung und Freude als die lie^e Sonne. Gerade jetzt im Juni schwingt sie H sich auf zu ihrer höchsten Höhe am _ è Horizont, zu ihrer höchsten Pracht Äme- Alles erfüllt sie mit Helligkeit, u uajtbarteit und Wohlbehagen Schon bringt di-. R u^ Kirsche zur Reife und färbt im Walde nnh & rh um allmählich im Laufe des Sommers i 3 di? Aehre zu lullen mit nahrhaftem L und die Traube mit köstlichem Saft.

diit du aber und von kurzem Verstand, du ho» .^i der Sonne stehen bleibst. Erkennst to ""W, daß sie bei all ihrer Glut und Pracht sie n»? s 'st und schwach und ohnmächtig? Datz Dienitl ^ ^erk eines großen Künstlers ist, im flroh ns i Herrn und Schöpfers steht? Wie Schöpfer s^.rAuh und mächtig und gut muß dieser Unh vT' £?r ^etr des Himmels und der Erde, den H--^i, e Sonne geht unter, sinkt hinab unter schwarze N-,^. und läßt Finsternis zurück und ist, keum » ^ue Sonne aber, die Gott selber feine 53«rr:lme Verfinsterung, keine Veränderung. Sang. Si-."^^!^"^' keine Abnahme, keinen Unter- Wn. md/^uchtet von einer Ewigkeit zur an» ^uzugänasi^- gelber Licht und wohnt mitten im "len und unnprnnnatirhpn Lickt. Und

diese herrliche, unerschaffene Sonne ist ein Drei­gestirn, und heute feiern wir ihr Fest, das Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit. So laßt uns nieder- knieen und jubeln und danken und anbeten:

Wir beten drei Personen

In einer Gottheit an,

Die in dem Lichte wohnen,

Dem niemand nahen kann.

Im Wesen unzertrennet,

An Eigenschaften gleich,

Dreieinigkeit genennet, An Macht und Güte reich."

Wie nun die sichtbare Sonne uns ihre Strahlen schenkt und uns unzählige Wohltaten spendet, so schenkt uns der dreieinige Gott alles, was wir sind und was wir haben. Im Briefe des heiligen Jakobus lese ich darüber die gedankenreichen Worte:

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Ge­schenk stammt von oben, dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung und keine vesckak-

Heuke, am Quakembersonntag, Melle isr w ViitMMl am Bonlfafiusgrab.

Guter Leser, was tatest Du seither zur Förderung der Priesterberufe?

lung zu finden ist. Mit freiem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit. da­mit wir gewissermaßen die Erstlinge seiner Ge­schöpfe seien." Jak. 1,17, 18.

Welch große Idee hat uns da der hl. Jakobus vermittelt, welch erleuchtete Weltanschauung, eine Lösung aller Rätsel, einen Schlüssel der Gotter­kenntnis und Goftesliebe. Gott ist der Vater aller Lichter. All diese Fixsterne, diese Millionen unge­heurer Lichtkörper in der Milchstraße, diese riesigen Feuerbälle, diese Monde, Planeten, Meteore. Sternschnuppen: sie alle verdanken ihr Da-'ein, ihre Lichtfülle, ihre Bewegung, ihre Kräfte dem allmächtigen Schöpfer. Er sprach, und sie sind geworden: er gebot und sie riefen: mit sind da. Betrachte die Erde. Diese stolzen Berge, dre e leuchtenden Ebenen mit wogendem Korn, diese fiüael geschwellt von sruchtstrotzenden Rebstocken, diese Wiesen mit den Billionen von Gräsern, diese Felder mit ihren Gewächsen, diese Gärten mit den leuchtenden, farbenfrohen, wohlriechenden Blumen, diese Bäume mit den vielgestaltigen, schmackhaften Frücht ^lles sind Geschenke des Allerhöchsten. Die Lust hie hu einatmest, die Speisen, die du

zu dir nimmst, die Getränke, die über deine Lippen fließen, das Herz, das so oft in der Minute in dir schlägt, die Lunge, mit der du jeden Augenblick Lebensnahrung einatmest, alles sind Geschenke Gottes. Und du selber mit Leib und Seele, mit Gut und Blut bist sein Geschöpf. Erkenne deine Würde.Mit freiem Willen, aus Gnade und Liebe, hat uns Gott erzeugt und geschaffen und uns zu den Erstlingen der Schöpfung gemacht." Erschaffen hat uns der Vater, erlöst der Sohn, ge­heiligt der hl Geist. Magst du nun deinen Leib betrachten mit feinen Sinnen und Organen, oder die Seele mit ihren Talenten und Kräften, magst du die Gnade betrachten mit all ihrer inneren Herrlichkeit und Würde, magst du den Himmel be­trachten mit all feiner Süßigkeit und Seligkeit alles ist ein Geschenk Gottes.

Erstlinge der Geschöpfe" nennt uns Jakobus. Denn der Mensch ist der Schöpfung Krone und Meisterwerk. Allerdings sind wir die Erstlinge nicht der Reihenfolge nach. Denn zuerst schuf Gott die Erde und darauf die Pflanzen und Tiere. Aber Erstlinge dem Gedanken und der Liebe nach. Denn wozu hat er zuerst die Sonne, die Erde, die Pflanzen, die Bäume erschaffen? Um uns ein Haus zu bauen und schön zu möblieren, daß wir es uns behaglich und beguem macken können. Dann hat uns der liebe Gott den herrscherstab über die ganze Schöpfung in die Hand gedrückt, über alle Tiere und Kräfte und Elemente, und uns Verstand und Geschicklichkeit gegeben, die Kräfte der Statut auszuwerten, zu entdecken und so in unsern Dienst zu stellen und von einer Er­findung zur anderen zu schreiten.

Und nicht bloß einmal, nein, zweimal hat er uns erschaffen. Zuerst gab er uns das natürliche Leben durch die Geburt, die dem Vater zugeschrie­ben wird; und dann das andere, noch viel bessere Leben, das übernatürliche Leben durch die Er­lösung, die dem Sohne zugeschrieben wird. Am Kreuz hat Jesus, der Sohn Gottes, uns die Wiedergeburt geschenkt Sie wird uns vermittelt durch die hl. Taufe und immer wieder aufs neue gespendet, vermehrt und erböht durch die hl. Sa­kramente. Und zuletzt will Gott selber unser Eigentum werden, unser Besitz und unsere Selig­keit. Soll er uns da erst noch verpflichten, ihn zu tiefen? Ist das nicht eine selbstverständliche For­derung? Und doch, du bist vielleicht von deinem Gott abgerückt und gerade dadurch so unglücklich und unzufrieden geworden. Kehre zurück, Seele, in deinem Schöpfer. tu beinern Gott und Herrn« Stimme ein in die Worte des hl. Augustinus:

Ach, daß ick dich so spät erkannte, Du hochgelobte Schönheit du, ^ ick nicht eher mein dich nann! ^u höchstes Gut, du wahre Rubi tut mir leid. ick bin betrübt, Daß ick dick. ack. so spät geliebt