Wocbenstalender.
Sonntag, 27. Mai. Pfingstfest.
Alonlag, 28. Mai. Pfingstmontag.
Dienstag, 29. Mai. Pfingstdienstag.
Mittwoch, 30. Mai. Pfingstmittwoch, Felix I., t 274, Mart. Ouatemberfasttag.
Papst
Donnerstag, 31. Mai. Pfingstdonnerstag. Angela Merici, Jgfr., Stifterin der Ursulinen, t 1540. Petronilla, Ig.fr.
Freitag. 1. Juni. Von der Pfingstottav. Ouatember- Wiag.
®“Mag, 2. Juni. Von der Pfingstottav. Marcellinus, » Gen., Mart., f 304.
Pfingstsonntag.
Epistel: Apg. 2, 1—11.
Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, wa- â alle Jünger beisammen an demselben Orte. Da entstand plötzlich vom Himmel ein Brausen, gleich dem an«? daherfahrenden gewaltigen Sturmes, und erfüllte ganze Haus, in dem sie saßen. Dann erschienen Men Zungen wie von Feuer; sie zerteilten sich "nd uegen sich auf jeden von ihnen nieder. Alle wurden heiligen Geiste erfüllt und fingen an, in verich-e- Sprachen zu reden, so wie es der Heilige Geist Men verlieh. Es wohnten aber zu Jerusalem Juden. Mtcssurchtige Männer aus allen Völkern, die unter m™6* siâ Als das Brausen begann, strömte J zusammen und war bestürzt; denn ein jeder in seiner Sprache reden. Alle staunten, wun- ' $ unb sprachen: Sind diese alle, die da reden. Wie hört denn ein jeder von uns seine Mut- UM Parther, Moder, Aelamiter und Bewohner nm -"lesopotamien, Judäa, Kappadozien, Pontus und n Phrygien und Pamphylien, Aegypten und von 3km Libyens bei Cyrene, Ankömmlinge von Wir i,- ^!1 ?ad Judengenossen, Kreter und Araber, "«künden in uniern Sprachen die Großtaten Gortes
Evangelium: Joh. 14, 23—31.
§u^ Frucht vom Pfingstbaum. icht weniger als zwölf Früchte wachsen nach dem hl. Paulus am Baume des Pfingstfestes, das wir heute begehen: 1. die Liebe, 2. di« Freude, 3. der Friede, 4. die Ge- 7 die ?â, 5- die Milde, 6. die Güte, hauen in "?>"*' 8. die Sanftmut, 9. das Ver- faniteii 19 Bescheidenheit, 11. die Enthalt- S die Keuschheit. - unsere °-""«^. diesen Früchten wollen wir Der [)[ -Ä^tiamkeit schenken: es ist die Geduld. !_eit eintaer dèn Brief unsere Lesungen ffl„c entnommen sind, gibt ihr die . Wehst*"?“ mit auf den Weg. f nur ieh^n9« Aer dl- Jakobus, daß der liebe <cu.en und Prüfungen keinen an-
ihr von vielen gehaßt werden; aber kein Haar von eurem Haupte wird verloren gehen: durch Geduld werdet ihr eure Seele reffen.“
Nehmt es w Herzen, ihr Glaubensbrüder von Mexiko; auch euch ja^t man aus dem Lande, beraubt euch der Freiheit und des Eigentums, schließt euch in Ketten, wirft euch in Gefängnisse, martert euch zu Tode. rötet den Erdboden mit eurem Blute, als wäret ihr Schurken und Verbrecher, während ihr doch nichts verlanget, als nach eurem Glauben zu leben; harret aus in Geduld; es kommt der Tag der Freiheit. Ueber euren Glaubensmut frohlockt die Kirche und aus eurem Blute wächst Kraft und Heldenmut für die Streiter Christi, wächst Besinnung und Gewissenserfor- schuna für ein weichliches, schlafendes Geschlecht. —
Die Geduld ist jene Kraft, die einer Verfolgung oder Schwierigkeit nicht nachgtbt und nicht weicht, sondern ausharrt wie ein Eichbaum, der, von Sturm und Wetter gerüttelt und geschüttelt und zerzaust, keinen Schritt weicht, sondern unverrückt auf dem Platze bleibt. Solche Menschen sind Helden, welche siegen, auch wenn sie sterben uni) fallen.
Ueben wir Geduld bei Widerwärtigkeiten, bei Leiden, Krankheiten, Widersprüchen, Mißerfolgen aller Art. Das ist eine große Sache. Toren sind es, welche die Geduld als etwas Minderwertiges verzollen, gerade noch fiut genug für Frauen und für Schwächlinge. Nein: Geduld ist Riesenkraft. Drum die Ansicht des hl. Iohannes Chrysostomus: „Wenn der liebe Gott einem Menschen die Gabe der Geduld verleiht, dann verleiht er ihm mehr, als wenn er ihm die Gabe der Wunder verleiht. Denn die Wunder tut eben Gott allein; aber die Geduld braucht deine eigene Mitwirkung; darum bekommst du, wenn du sie übst, Gott selber zum Schuldner." Ist es denn etwas Geringes, alle Tags Spottreden oe en den Glauben, geaen das Gebet, gegen die Beichte, gegen die hl Messe hören tu müssen, und dennoch an diesen Uebungen mit alter und neuer Treue festhalten? Ist es etwas Geringes Ta.e. Monate, Jahre lang an einer Krankheit oder Not zu leiden und dennoch den Mund nicht zu öffnen und zu klagen, sondern noch zu lächeln und andere aufzumuntern? Höre den tapferen Ausspruch einer starken Seele, einer westfälischen Bäuerin, der Mutter der ehrw Katharina Emmerick: „Herr. gib Geduld und dann schlage tüchtig zu!" — Bedenke aber daß die Geduld nicht auf deinem eigenen Holze wächst, sondern auf dem Pfingstbaum; darum rufe rleißia !m Gebet zum Heiligen Geist um-die Gnade der Ge-
deren Zweck verfolge als eben die Uebung der Geduld. „Haltet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Drangsale geratet; ihr wißt ja. daß euer Glaube, wenn er geprüft ist, Geduld bewirkt; die Geduld aber hat ein vollkommenes Werk, daß ihr ganz vollkommen werdet, ohne Tadel und Fehler."
Noch in demselben Kapitel macht er der Geduld die glänzendsten Versprechungen:
„Selig der Mensch, der bei der Anfechtung in Geduld standhält; denn wenn er die Probe bestanden, wird ihm der Herr die Krpne des Lebens geben, dis der Herr denen bereitet hat, die ihn lieben."
Und nach einigen Säßen kommt Jakobus abermals auf dis Geduld zu sprechen und macht sie zu einem Hemmschuh gegen den Zorn: „Meine lieben Brüder, der Mensch sei schnell bereit zum Hören, aber langsam zum Reden und langsam zum 3otn; denn der Zorn tut nicht, was recht ist vor Gott Darum leget ab alle Bosheit und jeden Auswuchs von Schlechtigkeit; nehmt mit Geduld und Sanftmut das Wort an, das euch eingepflanzt ist und eure Seele retten kann."
Im letzten Kapitel seines Briefes kehrt Jakobus nochmals zu seinem Lieblingsthema zurück und gibt uns eine treffliche Mahnung zur Geduld mit folgenden Worten:
„Geduldet errch. Brüder, bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, auch der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde; er harrt in Geduld, bis sie den Früh- und Spätregen empfängt. So geduldet denn auch ihr euch und richtet euer Herz auf; denn die Ankunft des Herrn ist nahe. Murrt nicht gecreneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet; siehe, der Richter steht vor der Tür! Meine Brüder, nehmt euch im Leiden und Dulden die Propheten zum Vorbild, die geredet haben im Namen des Herrn. Siehe, wir preisen jene selig, die ausgeharrt haben. Von der Geduld Jobs habt ihr gehört, und ihr kennt das Ende, das ihm der Herr bereitet hat. Der Herr ist ja voll Erbarmen und Mitleid."
Sicherlich ist der hl. Jakobus, der diese ergreifende Mahnung geschrieben hat, selber ein Meister der Geduld gewesen und hat wie auch seine Mit- apostel sich die Weisung des Herrn zu Herzen genommen: „Man wird Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagooen und Gefängnissen überliefern und vor Könige uno Statthalter' schleppen um meines Namens willen: da wird es für euch heißen, Zeugnis für mich ab“ Äuleaen Seid nicht bekümmert und sorget nicht, wie ihr Rede stehen sollt; denn ich werde euch ■ Weisheit und Antwort geben, daß euere Gegneri euch nicht widersprechen können. Ihr werdet gar von Eltern, Brüdern, Verwandten und Freunde o ausaeli"sert werden, und manche von euw mirö . !man töten. Um meines Namens willen werdet!
duld:
„Heiliger Geist. du läster Gast.
Der du all" Gnad n hast.
^ehre mich Geduld im Ceibeti.
™cp*ét um die Hrone streiten“
Der Vurgpsarret«